Paris bei Nacht

Mitten in einer riesigen, lichtverschmutzten Stadtlandschaft von Paris ragt der in hellem Gelb beleuchtete Eiffelturm heraus. Am Himmel leuchten Planeten und der Sichelmond.

Bildcredit und Bildrechte: Serge Brunier (TWAN)

Erkennt ihr die Lichter der Stadt Paris? Das Bild wurde am 25. März auf der Spitze des 210 Meter hohen Tour Montparnasse fotografiert. Viele erkennen wohl den hoch aufragenden Eiffelturm oder rechts die große, gewölbte Konstruktion des Dôme des Invalides oder die bunt beleuchtete erhöhte Métrolinie 6, die sanft zur Bildmitte kurvt. Ihr könnt sogar den Arc de Triomphe rechts nahe am Horizont ausmachen.

Doch unabhängig vom Aufenthaltsort sollten die Himmelslichter am westlichen Horizont sehr vertraut wirken. Die hübsche Dreifachkonjunktion aus der gleißenden Venus (oben), dem Jupiter und dem jungen Sichelmond war auf dem ganzen Planeten Erde am Abendhimmel zu bewundern.

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Nachts über die Erde fliegen

Bildcredit: Gateway to Astronaut Photography, NASA; Zusammenstellung: Bitmeizer (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Schätze sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Eine Sammlung solcher visuellen Schätze wurde kürzlich auf der Internationalen Raumstation ISS gefilmt und stimmungsvoll vertont. Unten ziehen weiße Wolken, orangefarbene Stadtlichter, Blitze in Gewittern und dunkle, blaue Meere vorbei.

Am Horizont ist der goldene Schleier der dünnen Erdatmosphäre zu sehen, die im Lauf des Videos immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert wird. Der grüne Anteil der Polarlichter bleibt meist unter der Raumstation, doch die Station fliegt mitten durch die roten und violetten Polarlichtspitzen.

Die Solarpaneele der ISS ragen an den Rändern ins Bild. Die verheißungsvolle, näher rückende Lichtwelle am Ende jedes Abschnittes zeigt die Dämmerung der sonnenbeleuchteten Erdhälfte. Diese Dämmerung wiederholt sich alle 90 Minuten.

Quiz: Erkennt ihr einige der Landschaften?
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Orion über den Kanarischen Inseln, lang belichtet

Über den Kanarischen Inseln wurde die Region um den Orion lang belichtet. Im Vordergrund ist eine felsige vulkanische Landschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Was fällt stärker ins Auge: Himmel oder Erde? Auf der Erde stehen die felsigen Gipfel des Teide-Nationalparks auf der spanischen Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln an der Nordwestküste Afrikas gehört.

Die vulkanische Landschaft zeigt alte Gipfel der Insel und dient manchmal als Testgelände für die Instrumente künftiger Marsrover. Links leuchten die Lichter eines nahe gelegenen Hotels. Am Horizont ziehen Sturmwolken auf, sie sind durch Mehrfachbelichtung künstlich aufgefächert.

Das senkrechte Band der Milchstraße teilt den Himmel in der Bildmitte. Der rote Bogen rechts ist Barnard-Schleife. In ihrer Mitte stehen die berühmten Gürtelsterne des Sternbildes Orion. Kurz nachdem das Bild an einem Abend Anfang des Jahres aufgenommen wurde, zogen Sturmwolken auf. Damit wurden Innenräume attraktiver.

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Mondfinsternis über indischer Friedenspagode

Über der Shanti Stupa im indischen Neu-Delhi ereignet sich eine totale Mondfinsternis, deren Verlauf auf vielen Bildern festgehalten wurde, die dann zusammengefügt wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Chander Devgun

Unser Mond lief letzte Woche rot an, denn am 10. Dezember ereignete sich eine totale Mondfinsternis. Für dieses digital zusammengefügte Bildmosaik wurde der Mond während der Finsternis viele Male fotografiert. Die Aufnahmen starteten vor dem Eintritt des Mondes in den Erdschatten und lieben bis nach dem Austritt aus dem Schatten.

Im Vordergrund der Bildfolge steht die Friedenspagode Shanti Stupa im Zentrum von Neu-Delhi in Indien. Dort war die Mondfinsternis fast, aber nicht ganz total. Die rote Farbe des verfinsterten Mondes entstand durch Sonnenlicht, das zuerst durch die Erdatmosphäre passierte. Die Erdatmosphäre streut bevorzugt blaues Licht, das färbt den Himmel blau. Sie ist für rotes Licht durchlässiger und bricht es, danach wird es vom Mond reflektiert. Durch unterschiedlich dichte Bewölkung und Vulkanstaub in der Erdatmosphäre sieht jede Mondfinsternis anders aus.

Die nächste totale Mondfinsternis findet erst 2014 statt.

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Wie oben, so unten

Die Aussicht zeigt ein beleuchtetes Gebäude mit Bäumen am unteren Bildrand, dahinter sind bunt beleuchtete Hochnebel über Zagreb in Kroatien. Am Himmel oben sind Strichspuren von Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Boris Štromar

Dieses Einzelbild zeigt die Aussicht vom Medvednica. Sie wurde lang belichtet. Strichspuren ziehen über ein farbiges Wolkenmeer. Bunte Lichter beleuchten die Wolken von unten. Die Gipfel und Lichter liegen nördlich der kroatischen Stadt Zagreb. In der Mitte der bunten Strichspurbögen ist der Himmelsnordpol. Er steht über dem oberen Bildrand.

Wir leben zwar im Zeitalter von Digitalkameras. Doch diese Sternenlandschaft entstand mit einer Mittelformatkamera auf einem Farbdiafilm. Der klare Himmel und das flüchtige Nebelmeer bilden eine traumhafte Szenerie. Sie erinnert vielleicht an ein früheres Erdzeitalter. Vor etwa 10 Millionen Jahren bedeckte das pannonische Meer diesen Teil von Europa.

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Um die Welt in 90 Minuten

Videocredit: Besatzungen der Expeditionen 28 und 29, ISAL, NASA’s JSC; Berechnung und Bearbeitung: Michael König; Musik: Do Dekor (Jan Jelinek), faitiche

Wie ist das, wenn man um die Erde kreist? Alle 90 Minuten kreisen die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation um die Erde. Kürzlich filmten Besatzungsmitglieder lichtempfindliche Nachtvideos mit Blick nach unten. Die Videos wurden digital zu diesem Zeitraffervideo zusammengefügt.

Die 18 Filmabschnitte zeigen Weltwunder an Land und am Himmel, zum Beispiel rote über grünen Polarlichtern, Lichter großer Städte und Sterne im Hintergrund. Am oberen Rand ragt meist ein Teil der Station ins Bild. Manchmal sieht man, wie sich die Solarpaneele neu ausrichten. Bitte helft, einen nützlichen Begleittext für dieses Video zu texten, indem ihr Sehenswürdigkeiten, Städte, Länder, Wetterphänomene und Sternbilder im Hintergrund markiert.

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Zwei Halbkugeln

Zwei Panoramen zeigen die ganze Milchstraße. In der Mitte laufen die Horizonte beider Bilder zusammen. Oben ist auch das Licht von Städten zu sehen, unten die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel und Stéphane Guisard (TWAN)

Beschreibung: Die Suche nach dem dunkelsten Nachthimmel auf dem Planeten Erde führte zu diesem faszinierenden Panorama. Auf diesem Mosaik wurden die Horizonte von Ganzhimmelsbildern in die Mitte projiziert. Das obere Panorama stammt von der Kanarischen Insel La Palma auf der Nordhalbkugel, das untere wurde in großer Höhe in der südlichen Atacamawüste aufgenommen. Die Mitte verläuft zwischen den beiden Halbkugeln der Milchstraße.

Die Wahl dieser beiden Orte bot einen lokalen dunklen Himmel am Observatorium auf dem Roque de los Muchachos auf La Palma und am Paranal-Observatorium in Chile. Doch die beiden Orte ermöglichten auch, dass die Blickrichtungen zum galaktischen Nord- und Südpol der Milchstraße nahe dem örtlichen Zenit platziert werden konnte. Das begrenzt das zarte, diffuse Leuchten der Milchstraßenebene beim gebirgigen Horizont.

Auch ein blasseres, s-förmiges Lichtband war zu sehen: Sonnenlicht, das vom Staub in der Ebene der Ekliptik des Sonnensystems gestreut wird, ist sowohl am Nachthimmel der Nord- als auch der Südhalbkugel zu sehen, es ist das Zodiakallicht.

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Nachtleuchtende Wolken über Edmonton

Über einer lichtverschmutzten Stadt mit einem See im Vordergrund breitet sich ein blau leuchtendes Wolkenmuster am Himmel aus.

Bildcredit: Greg Scratchley (RASC Edmonton)

Beschreibung: Manchmal ist am Boden Nacht, aber in der Luft noch Tag. Wenn sich die Erde dreht und die Sonne abdeckt, steigt im Osten der Sonnenuntergang vom Boden auf. Daher scheint bei Sonnenuntergang am Boden das Sonnenlicht immer noch auf die Wolken darüber. Man sieht einen schönen Sonnenuntergang, doch ungewöhnliche leuchtende Nachtwolken stehen so hoch oben, dass sie noch lange nach Einbruch der Dunkelheit zu sehen sind.

Leuchtende Nachtwolken können, obwohl sie normalerweise zu blass sind, im Spätsommer bei Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn Sonnenlicht sie von unten beleuchtet. Leuchtende Nachtwolken sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Sie gehören vermutlich zu den polaren Mesosphärenwolken.

Oben ist ein Netzwerk nachtleuchtender Wolken abgebildet, das zu Beginn dieses Monats fotografiert wurde. Es warf nach der Abenddämmerung ein unheimliches, weißes Licht auf Edmonton im kanadischen Alberta. Viele Erkenntnisse über nachtleuchtende Wolken entstanden in den letzten paar Jahren. Immer noch wird erforscht, wie sie entstehen und sich entwickeln.

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