Ein erster Blick auf die große amerikanische Finsternis

Hinter dem Flügel eines Flugzeugs sind Wolken, vorne im Schatten, hinten orangefarben. Am glasklaren, dunklen Himmel strahlt die Korona bei einer Sonnenfinsternis um den Neumond.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN), National Geographic

Am 21. August erreichte der dunkle Kernschatten des Mondes in Oregon das Festland und zog über die Vereinigten Staaten. Alle auf dem Schattenpfad, der von Küste zu Küste verlief, wurden Zeugen einer totalen Sonnenfinsternis. Es war das vielleicht am häufigsten geteilte Himmelsereignis der Geschichte.

Doch zuvor berührte der Mondschatten den Nordpazifik und raste ostwärts auf das Land zu. Für diesen dramatischen Schnappschuss wurde der Schattenpfad 400 Kilometer vor der Küste von Oregon gekreuzt – 13.700 Meter über dem bewölkten Nordpazifik. Dort war die Totalität zwar kürzer, doch das Bild zeigt die Finsternis, bevor sie auf dem Festland der USA zu sehen war. Die verfinsterte Sonne stand nicht besonders hoch. Der westliche Horizont leuchtete in schönen Farben. Diese wichen einem klaren, pechschwarzen Stratosphärenhimmel im Schatten des Mondes.

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Die Krone der Sonne

Die Silhouette des Mondes ist von der schimmernden Korona der Sonne umgeben. Am Rand sieht man einige rosarote Protuberanzen. Die Nachtseite des Mondes wird zart von der Erde beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man die weite äußere Atmosphäre der Sonne. Es ist die Korona, sie ist ein beeindruckender Anblick. Mit bloßem Auge sieht man Schlieren und schimmernde Strukturen. Die Bandbreite der Helligkeit beträgt mehr als 10.000 zu 1. Daher ist es bekanntlich schwierig, sie auf einem einzigen Foto aufzunehmen.

Diese Komposition entstand aus Teleskopbildern. Viele unterschiedliche Belichtungszeiten zeigen die Krone der Sonne in all ihrer Pracht. Die Bilder wurden während der totalen Sonnenfinsternis am 21. August bei klarem Himmel über Stanley in Idaho in den Sawtooth Mountains fotografiert. Dann wurden sie digital gestapelt und ausgerichtet.

Am rechten Rand der Sonne ragt eine rosarote Protuberanz auf. Auf der Nachtseite des Neumondes erkennt man sogar kleine Details. Sie werden von Sonnenlicht beleuchtet, das von der voll beleuchteten Erde reflektiert wird.

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Eine totale Sonnenfinsternis über Wyoming

Über dem Green River Lake in Wyoming war die Sonnenfinsternis 2017 gut zu beobachten. Während der Totalität umgibt die Korona den Neumond. Links und rechts daneben strahlen partielle Phasen am klaren Himmel. Hinter dem See vorne ragen Berge auf.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Ist der Himmel klar genug für die Finsternis? Diese Frage bewegte viele, die gestern die Sonnenfinsternis sehen wollten. Der Pfad totaler Dunkelheit kreuzte das Festland der USA von Küste zu Küste. Die Finsternis zog von Oregon bis South Carolina. Doch fast in ganz Nordamerika fand eine partielle Finsternis statt. Leider sah man an viele Orte vorwiegend Wolken.

Am Ufer des Green River Lake in Wyoming war das anders. Vor der Totalität bedeckten Wolken die Sonne manchmal fast eine Minute lang. Doch dann zogen die Wolken weit genug fort. So gelang diese Komposit-Bildfolge. Der dunkle Mond deckt die Sonne ab. Außerhalb verteilt sich die Korona der Sonne. Die Bilder daneben zeigen die partiellen Phasen der Sonnenfinsternis vor und nach der Totalität.

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Zeitraffer: Eine totale Sonnenfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Colin Legg

Habt ihr schon einmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen? Dieses Zeitraffervideo zeigt so eine Finsternis dramatisch detailreich. Die Finsternis war 2012 in Australien zu sehen. Zu Beginn des Videos nimmt man eine leichte Abdunklung der Sonne und der Umgebung auf der Erde kaum wahr. Während der Mond wandert und fast die ganze Sonne bedeckt, zieht von links die Dunkelheit heran. Dort ist der vollständig abgedeckte Teil der Sonne.

Während der Totalität ragt nur die helle Sonnenkorona über den Mondrand hinaus, und ihr seid von Dunkelheit umgeben. Doch der weit entfernte Horizont ist noch hell, weil er nicht im dunkelsten Teil des Schattens liegt. Der Schattenkegel der Erde bildet die Dunkelheit. Zur Mitte der Totalität erreicht er den Horizont unter der verfinsterten Sonne. Dieser Schattenkorridor reicht bis zum Mond. Am Ende der totalen Phase der Sonnenfinsternis kehrt sich der Prozess um. Das passiert meist nach ein paar Minuten. Der Mondschatten zieht dann auf der anderen Seite ab.

Die Sonnenfinsternis morgen Nachmittag sieht man in ganz Nordamerika, zumindest als partielle Finsternis. Man kann sie bei geselligen Treffen erleben. Einige werden in örtlichen Bibliotheken organisiert.

Finsternis: NASA-Infosite

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Totale Sonnenfinsternis 1979

Die schwarze Silhouette des Neumondes ist vom strahlenden Kranz der Korona umgeben. Einige rosarote Protuberanzen ragen über den Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Dieser Schnappschuss entstand mit Teleskop. Er zeigt die totale Sonnenfinsternis am 26. Februar 1979. Sie strahlt am kalten, klaren Himmel über Riverton im kanadischen Manitoba auf der Erde. Der Neumond ist eine Silhouette, die von der Sonnenkorona umgeben ist.

Die Finsternis fand vor achtunddreißig Jahren statt. Es war die letzte totale Sonnenfinsternis, die man in den Vereinigten Staaten sah. Der schmale Pfad der Totalität verlief im Nordwesten in den Staaten Washington, Oregon, Idaho, Montana und North Dakota. Danach kreuzte er Saskatchewan, Manitoba, Ontario und Quebec. Das sind Provinzen in Kanada.

Am 21. August 2017 kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA, von einer Küste bis zur anderen. Als Nächstes findet am 14. Oktober 2023 auf dem Kontinent Amerika eine ringförmige Sonnenfinsternis statt. Ihre Route verläuft vom Norden Kaliforniens bis nach Florida. Die nächste totale Sonnenfinsternis, die den Kontinent der USA berührt, zieht am 8. April 2024 durch 13 Staaten in den USA, von Texas bis Maine.

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Detailreiche Sonnenkorona bei einer Finsternis

Unten ragt der Neumond ins Bild, der die Sonne verdeckt. Am Rand leuchten rosarote Protuberanzen. Darüber steigen zarte, detailreiche Schlieren in der Sonnenkorona auf.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmüller (Brno U. of Tech.), Martin Dietzel, Peter Aniol, Vojtech Rušin

Nur in der flüchtigen Dunkelheit einer totalen Sonnenfinsternis sieht man das Licht der Sonnenkorona gut. Die ausgedehnte Korona besteht aus der äußeren Atmosphäre der Sonne. Sie ist ein faszinierender Anblick, doch normalerweise wird sie von der hellen Sonne überstrahlt. Zwar sieht man mit bloßem Auge die feinen Details und extremen Helligkeitsstufen in der Korona. Doch es ist bekanntlich schwierig, sie zu fotografieren.

Dieses Bild der Sonnenkorona ist sehr detailreich. Es entstand aus vielen einzelnen Bildern der totalen Sonnenfinsternis, die im August 2008 in der Mongolei stattfand. Sie wurden digital bearbeitet. Das Komposit zeigt komplexe Schichten und leuchtende Kaustiken in einer Mischung aus heißem Gas und Magnetfeldern, die sich ständig ändern. Helle, rosarote Schleifen von Protuberanzen ragen über den Rand der Sonne.

Vielleicht sieht man morgen in einer Woche eine ähnliche Sonnenkorona, wenn der Himmel klar ist. Dann zieht eine totale Sonnenfinsternis einen schmalen Schattenpfad quer über die USA.

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Eine totale Sonnenfinsternis von Saros 145

Am 11. August 1999 strahlte die Venus links neben der verfinsterten Sonne. Der Horizont ist hell, oben leuchtet die Korona der Sonne um den Neumond.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN), Alkim Ün

Am dunklen Himmel strahlt der Planet Venus. Das Bild einer totalen Sonnenfinsternis zeigt den Neumond als Silhouette und die schimmernde Korona der Sonne. Die Aufnahmen für das Kompositbild wurden gleichzeitig mit Tele- und Weitwinkelobjektiv fotografiert. Es entstand vor 18 Jahren am 11. August 1999 bei Kastamonu in der Türkei auf dem Pfad der Totalität.

Diese spezielle Sonnenfinsternis gehört zum Saroszyklus 145. Historisch gesehen kennt man den Saroszyklus schon lange durch Beobachtung der Mondbahn. Er sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond wieder dieselbe Anordnung für eine Sonnen- oder Mondfinsternis erreichen. Eine Sarosperiode dauert 18 Jahre und 11,3 Tage.

Finsternisse im Abstand einer Sarosperiode gehören zum selben Saroszyklus. Diese Saroszyklen sind nummeriert und einander sehr ähnlich. Doch die Pfade der Totalität von Sonnenfinsternissen im selben Saroszyklus wandern über die Erde. Denn der Planet rotiert während des Tagesbruchteils der Sarosperiode weitere 8 Stunden. Daher ist auch die nächste Sonnenfinsternis von Saros 145 am 21. August 2017 total. Doch der schmale Pfad der Totalität zieht nun quer über die USA, von einer Küste zur anderen.

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Eine totale Finsternis am Ende der Welt

Über dem Horizont aus Schnee und Eis bedeckt der Mond die Sonne, sodass man ihre strahlende Korona sieht. Vor dem Schauspiel prüft gerade ein Fotograf seine Kamera. Links neben ihm steht seine Ausrüstung.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Bruenjes (moonglow.net)

Würdet ihr ans Ende der Welt reisen, um eine totale Sonnenfinsternis zu sehen? Und wärt ihr dann überrascht, wenn dort noch jemand wäre? 2003 standen die Sonne, der Mond, die Antarktis und zwei Fotografen bei einer ungewöhnlichen totalen Sonnenfinsternis in einer Reihe. Trotz der extremen Lage wagte sich eine Gruppe an den untersten Rand der Welt, um zu erleben, wie die Sonne auf surreale Weise hinter dem Mond verschwand.

Dieses Bild war einer der Schätze, die gesammelt wurden. Es ist ein digitales Komposit aus vier Einzelbildern. Es zeigt auf realistische Weise, was das menschliche Auge, das sich sehr gut anpassen kann, bei der Finsternis sah. Sonne und Mond ragten zusammen gerade noch über einen antarktischen Bergrücken. In der plötzlichen Finsternis leuchtete die prächtige Korona der Sonne um den Mond herum auf. Zufällig geriet ein weiterer Fotograf auf eines der Bilder, als er seine Videokamera überprüfte. Links neben ihm stehen eine Gerätetasche und ein Klappstuhl.

In drei Wochen ist in den USA eine Sonnenfinsternis, die man leichter beobachten kann.

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