Mondhalo über Steinkreis

Am Himmel leuchtet ein heller Kreis um den Mond. Er entsteht durch Eiskristalle in den Wolken, die den Himmel dünn überziehen. Unten sind Steine in einem Kreis um einen Wackelstein angeordnet. Der Wackelstein ist ein Relikt von der letzten Eiszeit.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Fotografie

Habt ihr schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das sieht man häufig, wenn hohe dünne Wolken, in denen Millionen winziger Eiskristalle schweben, einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall wirkt wie eine winzige Linse.

Die meisten Kristalle sind länglich und haben eine sechseckige Form. Wenn Licht in eine Kristallfläche eintritt und durch die Fläche gegenüber austritt, wird es um 22 Grad abgelenkt. Das entspricht dem Radius eines Mondhalos. Tagsüber kann ein ähnlicher Halo um die Sonne sichtbar sein. Wie die Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Das Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat im walisischen Pontypridd Common in (GB) fotografiert. Ein Steinkreis am Boden wiederholt den Eiskreis am Himmel. Der Wackelstein in der Mitte stammt aus der letzten Eiszeit. Die Steine im Kreise wurden erst im 19. Jahrhundert außen herum aufgestellt.

Zur Originalseite

Aufstieg der Raumfähre

Aus einer dicken Wolkendecke steigt eine Raumfähre an einem riesigen Abgasstrahl auf. Oben ist der Feuerschweif der Triebwerke, unten fällt der Schatten der Rauchfahne auf die Wolken. Hinten, wo die Wolken aufhören, ist das blaue Meer.

Bildcredit: NASA

Was steigt da aus den Wolken? Eine Raumfähre. Wenn man zur richtigen Zeit am rechten Ort aus dem Fenster eines Flugzeugs schaut, sieht man manchmal etwas Ungewöhnliches. In diesem Fall ist es eine Raumfähre, die in die Umlaufbahn startet.

Das Bild stammt vom letzten Start der Endeavour im Mai 2011. Es wurde hoch über den Wolken von einem Raumfähren-Schulungsflugzeug der NASA fotografiert. Man kann es mit ähnlichen Bildern der gleichen Abgasfahne der Raumfähre unter den Wolken vergleichen. Unter der aufsteigenden Raumfähre sind heiße, leuchtende Gase, die von den Triebwerken ausgestoßen wurden. Darunter ist eine lange Rauchfahne, deren Schatten auf die Wolkendecke fällt. Er zeigt von der Sonne weg.

Das Programm der US-Raumfähren wurde 2011 beendet. Die Endeavour kann man nun im California Science Center besuchen. Für morgen ist ein anderer Start geplant: Der Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) startet an Bord einer Falcon-9-Rakete von Space X.

Zur Originalseite

Die Milchstraße über den Felsen der sieben starken Männer

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sergei Makurin

Sicher habt ihr schon von den Sieben Schwestern am Himmel gehört. Aber kennt ihr die Sieben starken Männer auf der Erde? Die ungewöhnlichen Manpupunjor-Felsen stehen westlich vom Uralgebirge. Sie sind eines der sieben Wunder Russlands. Die urzeitlichen Säulen sind 40 Meter hoch. Wie sie entstanden sind, ist nicht bekannt.

Als der hartnäckige Fotograf die schroffen Steintürme im Winter bei Nacht fotografierte, kämpfte er im unwegsamen Gelände mit wenig einladendem Wetter. Im Februar 2014 hatte er endlich Erfolg. Er nützte den Selbstauslöser seiner Kamera, um vorne bei einer schneebedeckten Säule einen Blitz zu halten. Hoch oben leuchten Millionen Sterne. Das Band der Milchstraße kreuzt diagonal von links oben nach unten.

Zur Originalseite

Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist grünlich und mit goldenen Symbolen verziert. Man erkennt einen Kreis und eine Sichel, die wahrscheinlich beide den Mond darstellen. Oben sind mehrere Sterne, vielleicht die Plejaden. Auf der ganzen Scheibe sind goldene Punkte verteilt, vermutlich sind es Sterne. Unten ist ein Bogen, vielleicht eine Sonnenbarke. Links und rechts sind Bögen (der linke ging verloren), die vermutlich der Winkelmessung dienten.

Bildcredit: Dbachmann, Wikipedia

Das ist vermutlich die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels. Doch was zeigt sie, und warum wurde sie geschaffen? 1999 fanden Schatzsucher die Himmelsscheibe in der Nähe von Nebra in Deutschland mit einem Metalldetektor. Sie lag zwischen mehreren Waffen aus der Bronzezeit. Das urzeitliche Artefakt ist zirka 30 Zentimeter groß. Es wurde der Aunjetitzer Kultur zugeordnet, die 1600 v. Chr. Teile von Europa bewohnte.

Die Punkte Sterne sind wahrscheinlich Sterne, und der Sternhaufen stellt wohl die Plejaden dar. Der große Kreis und die Sichel symbolisieren nach aktueller Auffassung den Mond. Der Zweck der Scheibe bleibt unbekannt. Einige Hypothesen vermuten eine astronomische Uhr, ein Kunstwerk oder ein religiöses Symbol. Ihr Wert liegt bei 8,9 Millionen Euro. Manche glauben, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nur eine von zweien, und die zweite warte noch auf ihre Entdeckung.*

Zur Originalseite

*Dafür gibt es keine Belege; Anm. d. Übersetzerin

Das südwestliche Mare Fecunditatis

Die vier Krater im Bild wurden bei Apollo 8 im Dezember 1968 fotografiert. Sie sind hier dreidimensional abgebildet, wenn man sie mit rot-blauen Brillen betrachtet.

Bildcredit: Apollo 8, NASA – Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Im Dezember 1968 reisten Frank Borman, James Lovell und William Anders von der Erde zum Mond und wieder zurück. Die Stereo-Anaglyphe zeigt ihre Aussicht im Mondorbit auf Krater im südwestlichen Mare Fecunditatis. Die beste Aussicht hat man in einem Lehnstuhl auf der Erde mit rot-blauen Brillen.

Der große Einschlagkrater vorne ist Goclenius. Sein Boden ist etwa 70 Kilometer groß und mit Lava überflutet. Darauf verlaufen Rillen. Es sind lange, schmale Senken in der Oberfläche. Die Rillen kreuzen die Kraterwände und den Zentralberg. Sie entstanden wahrscheinlich später als der Krater. Die beiden großen Krater mit glatten Böden im Hintergrund sind Colombo A (oben) und Magelhaens. Der Krater im Hintergrund mit dem unregelmäßigen Boden ist Magelhaens A. Er ist etwa 35 Kilometer groß.

Zur Originalseite

Apollo 17: Stereoblick aus dem Mondorbit

Mitten im Bild ragt das Südmassiv auf dem Mond auf, an seiner Spitze fliegt das Kommandomodul America der Mission Apollo 17. Links neben dem Berg liegt das dunkle Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blaue Brille und schaut diese fantastische Stereoansicht einer anderen Welt an. Eugene Cernan fotografierte die Szene am 11. Dezember 1972. Es war eine Umkreisung vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond. Cernan war Kommandant der Mission Apollo 17.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan nahm sie an seinem Aussichtspunkt an Bord der Mondfähre Challenger auf. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Die breite Seite des Südmassivs liegt im Sonnenlicht. Sie ragt in der Bildmitte über den dunklen Boden des Taurus-Littrow-Tals, das links daneben liegt. Hinter den Bergen breitet sich zum Mondrand hin das Mare Serenitatis aus. Ron Evans steuerte das Kommandomodul America. Es kreist im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs.

Zur Originalseite

Der erste Explorer

Eine Rakete startet und stößt unten eine mächtige Feuerwolke aus. Weil der Start nachts stattfindet, leuchtet die Abgaswolke hell.

Bildcredit: NASA

Vor sechzig Jahren, am 31. Januar 1958, startete die Army Ballistic Missile Agency den ersten Explorer in den Erdorbit. Damit begann für die Vereinigten Staaten das Zeitalter der Forschung im Weltraum.

Der Satellit Explorer I war knapp vierzehn Kilogramm schwer. Seine Instrumente sollten die Temperatur und Einschläge von Mikrometeoriten messen. Ein Experiment von James A. Van Allen ermittelte die Dichte von Elektronen und Ionen im Weltraum.

Die Ergebnisse von Van Allens Experiment führten dazu, dass man zwei Gürtel entdeckte. Sie reichen um die ganze Erde und enthalten energiereiche Elektronen und Ionen. Diese Teilchen sind in der Magnetosphäre gefangen. Die Gürtel waren unerwartet und erschreckten. Heute werden sie als Van-Allen-Gürtel bezeichnet. Sie befinden sich in der inneren Magnetosphäre, aber über dem niedrigen Erdorbit*.

Explorer I sendete bis 28. Februar 1958. Er blieb noch bis März 1970 im Orbit.

*Daher ist die ISS in einer niedrigen Erdumlaufbahn vor kosmischer Strahlung geschützt.

Zur Originalseite

Die Messierkrater in Stereo

Das rot-cyan-farbige Stereobild zeigt die Krater Messier und Messier A dreidimensional, wenn man es mit 3-D-Brillen betrachtet. Rechts unten ist ein Bild des Mondes eingeblendet.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde sind mit dem Astronomen Charles Messier verbunden. Er schuf im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog.

Auch diese zwei großen markanten Krater auf dem Mond tragen seinen Namen. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Mondmeer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie sind 15 x 8 und 16 x 11 Kilometer groß und haben eine längliche Form. Man kann das mit einem Einschlagkörper erklären, der von links nach rechts auf einer extrem flachen Flugbahn kam, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie liegen außerhalb des Bildes und zeigen nach rechts.

Schaut dieses spannende Stereobild des Kraterpaares mit rot-blauen Brillen an (rot am linken Auge). Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bildern (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Diese wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

Zur Originalseite