Galaxie des Schreckens

Geheimnisvolle Dunkle Materie, Friedhofsgalaxie, Zombie-Welten und Gammastrahlenausbrüche des Verderbens.

Poster-Illustration-Credit: NASA, JPL-Caltech, The Galaxy of Horrors

Beschreibung: Heute Abend könnt ihr die extremen und furchterregenden Welten des Universums erkunden. Wenn ihr einen Blick riskiert, sind geheimnisvolle dunkle Materie, eine Friedhofsgalaxie, Zombie-Welten und Gammastrahlenausbrüche des Verderbens noch nicht alles, was euch erwartet.. Folgt einfach dem Link und denkt daran: Es basiert alles auf echter Wissenschaft, sogar die unheimlichen Stellen. Ich wünsche euch ein sicheres und fröhliches Halloween!

Zur Originalseite

Angst und Schrecken: Die Monde des Mars

Der Planet Mars mit seinen Monden Phobos und Deimos.

Kompositbild-Credit und -Rechte: Dennis Simmons

Beschreibung: Am Abend vor Allerheiligen lauern Angst und Schrecken an eurem Nachthimmel, auch bekannt als Phobos und Deimos, die Monde des Mars. Die Marsopposition 2020 fand am 13. Oktober statt, daher geht der Rote Planet immer noch kurz nach Sonnenuntergang auf. Zu Halloween steht sein seltsames gelbliches Leuchten am Himmel in der Nähe des Vollmondes und überstrahlt die anderen Sterne während der ganzen Nacht.

Die beiden winzigen Marsmonde sind sehr blass und kreisen auf engen Bahnen, daher sind sie sogar mit einem kleinen Teleskop schwer erkennbar. Ihr findet sie jedoch auf diesem genau beschrifteten Kompositbild. Das überbelichtete Leuchten des Planeten wurde reduziert. Die Umlaufbahnen des inneren Mondes Phobos und des äußeren Mondes Deimos wurden über diese digital kombinierten Bilder vom 6. Oktober gelegt.

Der Astronom Asaph Hall entdeckte die winzigen Marsmonde im August 1877 mit dem 26-Zoll-Alvan-Clark-Refraktor „Great Equatorial“ am US-Marineobservatorium.

Zur Originalseite

Der Ghul in IC 2118

Der Geisternebel, ein Teil des Hexenkopfnebels, liegt im Reflexionsnebel IC 2118 im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Casey Good/Steve Timmons

Beschreibung: Die Inspiration für dieses Teleskop-Porträt stammt vom Abend vor Allerheiligen, es zeigt eine kosmische Wolke mit einem schaurigen Gesicht. Die interstellare Szene liegt in der staubhaltigen Weite des Reflexionsnebels IC 2118 im Sternbild Orion.

IC 2118 ist ungefähr 800 Lichtjahre von eurer Nachbarschaft entfernt, er schwebt in der Nähe des hellen, bläulichen Sterns Rigel am Fuß von Orion. Wegen seiner Erscheinung in einem größeren Sichtfeld wird er häufig als Teil des Hexenkopfnebels erkannt. Derzeit geht er vor der Geisterstunde auf.

Die hier erkennbare geisthafte Erscheinung mit Augen in Form gezackter Sterne scheint mit einen Arm zum heißen Überriesenstern in Orion zu zeigen. Rigel, die Lichtquelle für IC 2118, Rigel liegt links oben außerhalb des Bildes.

Zur Originalseite

Reflexionen des Geisternebels

VdB 141 oder Sh2-136 wird auch Geisternebel genannt, er ist größer als zwei Lichtjahre und 1200 Lichtjahre entfernt.

Bildcredit und Bildrechte: Bogdan Jarzyna

Beschreibung: Springen euch aus diesem interstellaren Sichtfeld aus Sternen und Staub Gestalten entgegen? Die glitzernde Weite ist voller blasser Wolken, die Sternenlicht reflektieren, und die im königlichen Sternbild Kepheus durch die Nacht treiben.

Diese spukhaften Erscheinungen lauern weit von eurer Nachbarschaft auf dem Planeten Erde entfernt – etwa 1200 Lichtjahre von hier in der Ebene der Milchstraße am Rand des Kepheus-Flare-Molekülwolkenkomplexes.

VdB 141 oder Sh2-136 wird auch Geisternebel genannt, er ist größer als zwei Lichtjahre und heller als die anderen spukhaften Schimären. Im Bild ist er unten zu sehen. Im Reflexionsnebel befinden sich die verräterischen Zeichen dichter Kerne, die in einem frühen Stadium der Sternbildung kollabieren.

Zur Originalseite

Dunkle Materie in einem simulierten Universum

Auf dieser Simulation des Hayden Planetariums scheint Dunkle Materie im Universum häufiger vorzukommen als baryonische Materie.

Illustrationscredit und -rechte: Tom Abel und Ralf Kaehler (KIPAC, SLAC), AMNH

Beschreibung: Spukt es in unserem Universum? Auf dieser Karte Dunkler Materie scheint es so. Die Gravitation unsichtbarer Dunkler Materie ist die führende Erklärung dafür, warum Galaxien so schnell rotieren, warum Galaxien auf ihren Bahnen in Galaxienhaufen so schnell sind, warum Gravitationslinsen Licht so stark ablenken und warum sichtbare Materie so verteilt ist, wie wir das beobachten – sowohl im lokalen Universum als auch im kosmischen Mikrowellenhintergrund.

Dieses Bild aus der schon älteren Weltraumschau „Dunkles Universum“ des Hayden Planetariums im Amerikanischen Museum für Naturgeschichte zeigt ein Beispiel, wie die alles durchdringende Dunkle Materie im Universum spuken könnte. Auf diesem Bild aus einer detailreichen Computersimulation sind schwarz abgebildete komplexe Fasern aus Dunkler Materie wie Spinnweben im Universum verteilt, während die relativ seltenen Klumpen aus vertrauter baryonischer Materie orange gefärbt sind. Diese Simulationen passen gut zu astronomischen Beobachtungen.

Eine vielleicht noch beängstigendere Wende der Ereignisse ist, dass Dunkle Materie – obwohl ziemlich seltsam und eine unbekannte Form – nicht mehr als seltsamste Quelle der Gravitation im Universum gilt. Diese Ehre gebührt der Dunklen Energie, einer gleichförmigeren Quelle abstoßender Gravitation, die nun anscheinend die Ausdehnung des gesamten Universums kontrolliert.

Zur Originalseite

Der geisterhafte Schleiernebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Anis Abdul

Beschreibung: Diese Überreste aus erschüttertem leuchtendem Gas sind eine geisterhafte Fratze in kosmischen Dimensionen. Sie spuken am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Schwan (Cygnus) und bilden den Schleiernebel. Dieser Nebel ist ein großer Supernovaüberrest – eine sich ausdehnende Wolke, die bei der Todesexplosion eines massereichen Sterns entstand. Das Licht der ursprünglichen Supernovaexplosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Der Schleiernebel ist auch als Cygnus-Schleife bekannt. Am Himmel ist er fast 3 Grad breit, das sind etwa 6 Vollmonddurchmesser. Somit ist er in seiner geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren mehr als 70 Lichtjahre breit. Der Schleiernebel ist so groß, dass seine helleren Teile als einzelne Nebel erkennbar sind, etwa der Hexenbesen (NGC 6960) rechts unter der Mitte. Links oben befindet sich der Geist von IC 1340. Wir wünschen einen fröhlichen Allerheiligen-Vorabend!

Zur Originalseite

Die Geister der Kassiopeia

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tommaso Stella

Beschreibung: Diese hellen Ränder und fließenden Formen sehen in kosmischer Größenordnung geisterhaft aus. Die farbenprächtige Himmelslandschaft ist eine Teleskopansicht im Sternbild Kassiopeia, sie zeigt die zurückgefegten kometenförmigen Wolken IC 59 (links) und IC 63.

Die Wolken sind etwa 600 Lichtjahre entfernt und keine Geister im eigentlichen Sinn. Sie verschwinden jedoch langsam unter dem Einfluss der energiereichen Strahlung des heißen, leuchtstarken Sterns Gamma Cassiopeiae. γ Cas ist der helle Stern links oben im Bild, er ist physisch nur 3 bis 4 Lichtjahre vom Nebel entfernt.

In IC 63, der etwas näher an γ Cas liegt, dominiert rotes H-alpha-Licht, das abgestrahlt wird, wenn Wasserstoffatome mit Elektronen rekombinieren, nachdem sie durch die Ultraviolettstrahlung des Sterns ionisiert wurden. Der weiter vom Stern entfernte IC 59 weist anteilig weniger H-alpha-Emissionen auf, dafür mehr von dem charakteristischen blauen Farbton von Sternenlicht, das an Staub reflektiert wird.

Das Sichtfeld umfasst mehr als 1 Grad oder 10 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von Gamma Cassiopeiae und seiner Freunde.

Zur Originalseite

Polarlichtkreatur über Norwegen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Beschreibung: Es war der Abend vor Allerheiligen, und der Himmel sah aus wie ein Untier. Nur welches Wesen, wusste der Astrofotograf war nicht genau (aber vielleicht schlagen Sie eines vor). Aber was diese schaurige Erscheinung 2013 hervorrief, war klar: eines der besten Polarlichtereignisse der letzten Jahre.

Dieses spektakuläre Polarlicht war ungewöhnlich detailreich. Die hier abgebildeten lebhaften grünen und violetten Polarlichtfarben entstehen durch Sauerstoff und Stickstoff hoch oben in der Atmosphäre, die mit einem Schauer an eintreffenden Elektronen reagieren. Die Bäume in Tromsø (Norwegen) bildeten einen ebenso schaurigen Vordergrund. Kürzlich wurden geomagnetische Stürme von neuen fotogenen Polarlichtern begleitet.

Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

Zur Originalseite

Nacht auf einem schaurigen Planeten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Beschreibung: Welcher gruselige Planet ist das? Natürlich der Planet Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht 2013 in Hverir, einer geothermisch aktiven Region in der vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island. Geomagnetische Stürme erzeugten das Polarlicht am sternklaren Nachthimmel, während geisterhafte Türme aus Dampf und Gas aus Fumarolen austraten und vor dem schaurigen grünen Licht tanzten.

Heute Nacht gibt es wieder eine Chance auf geomagnetische Stürme, welche durch die aktuelle Sonnenaktivität ausgelöst werden könnten, daher sollten Sternfreunde in hohen Breiten auf der Hut sein. Geisterhafte Gestalten könnten bald auch in Ihrer Nachbarschaft tanzen.

Zur Originalseite

Geisterpolarlicht über Kanada

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka, TWAN

Beschreibung: Was sehen Sie in diesem Polarlicht? Während ein Astrofotograf eines frühen Morgens 2013 der Kälte trotzte, um den Himmel über dem nördlichen Kanada zu beobachten, trat ein sehr ungewöhnliches Polarlicht auf. Dieses Polarlicht war eindeutig wie etwas geformt, aber was? Der Astrofotograf schlug zwei geisterhafte Möglichkeiten vor: Hexe und Göttin der Dämmerung. Auch Sie können eine auf Halloween anspielende Interpretation vorschlagen. Ungeachtet fantastischer Pareidolieinterpretationen hatte dieses Polarlicht eine typische grüne Farbe, und gewiss wurde es durch die wissenschaftlich gewöhnliche Aktion energiereicher Teilchen aus dem Weltraum hervorgerufen, die mit Sauerstoff in der oberen Erdatmosphäre wechselwirkten. Im Bildvordergrund befinden sich unten die gefrorenen Alexandrafälle. In der Mitte kreuzen immergrüne Bäume.

Zur Originalseite

Halloween und der Geisterkopfnebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris) et al., ESA, NASA

Beschreibung: Der Ursprung von Halloween ist uralt und astronomisch. Seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. wird Halloween als Kreuz-Viertel-Tag gefeiert – ein Tag zwischen Äquinoktium (gleicher Tag / gleiche Nacht) und Sonnenwende (kürzester Tag / längste Nacht auf der Nordhalbkugel). Zwar ist morgen Halloween, doch ein aktueller Kalender zeigt, dass der tatsächliche Kreuz-Viertel-Tag nächste Woche ist. Ein anderer Kreuz-Viertel-Tag ist der Murmeltiertag.

Moderne Halloweenfeiern haben historische Wurzeln – man verkleidete sich, um die Geister der Toten zu verscheuchen. Eine passende Würdigung dieses uralten Feiertags ist dieser Anblick des Geisterkopfnebels, fotografiert mit dem Weltraumteleskop Hubble. NGC 2080 sieht einem fiktiven Geist ähnlich, ist aber eine Sternbildungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Der Geisterkopfnebel ist etwa 50 Lichtjahre groß und hier in charakteristischen Farben abgebildet.

Zur Originalseite