NGC 4676: Die mächtigen Mäuse

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Bildcredit und Bildrechte: Bruce Waddington

Beschreibung: Diese beiden mächtigen Galaxien zerreißen sich gegenseitig. Sie sind als „Die Mäuse“ bekannt, weil sie so lange Schweife haben. Jede der beiden großen Spiralgalaxien hat die andere bereits durchquert.

Ihre langen Schweife wurden eher durch starke Gezeiten als Kollisionen ihrer Einzelsterne herausgezogen. Weil die Entfernungen so groß sind, findet die kosmische Wechselwirkung in Zeitlupe statt – im Laufe Hunderter Millionen Jahre. Vielleicht kollidieren sie im Laufe der nächsten Milliarden wieder und wieder, bis sie zu einer einzigen Galaxie verschmelzen.

NGC 4676 liegt ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und gehört wahrscheinlich zum Coma-Galaxienhaufen. Dieses weite Sichtfeld wird selten mit kleinen Teleskopen fotografiert, es zeigt die mehrere Hunderttausend Lichtjahre langen blassen Gezeitenschweife.

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Die blutarme Spirale NGC 4921 von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Kem Cook (LLNL) und Leo Shatz

Wie weit ist die Spiralgalaxie NGC 4921 entfernt? Das zu wissen ist überraschend wichtig. Ihre Entfernung wird derzeit auf etwa 300 Millionen Lichtjahre geschätzt. Wenn man aber ihre Entfernung präziser bestimmen könnte und das mit ihrer Fluchtgeschwindigkeit kombiniert, die man kennt, hilft das, die Geschwindigkeit zu kalibrieren, mit der das gesamte sichtbare Universum expandiert.

Um das zu erfahren, machte das Weltraumteleskop Hubble mehrere Bilder. Darauf suchte man wichtige Sterne, mit denen man Entfernungen bestimmen kann. Sie sind als veränderliche Cepheiden bekannt. NGC 4921 liegt im Coma-Galaxienhaufen. Wenn wir also die Entfernung dieser Galaxie präzise bestimmen könnten, wüssten wir auch genau, wie weit einer der größten nahen Haufen im lokalen Universum entfernt ist.

In der prächtigen Spirale NGC 4921 entstehen nur sehr wenige Sterne. Außerdem ist die Helligkeit ihrer Oberfläche sehr schwach. Daher wird sie informell als anämisch bezeichnet. Dieses Bild zeigt – von innen nach außen – einen hellen Kern, einen hellen Balken in der Mitte, einen markanten Ring aus dunklem Staub, blaue Haufen aus neu entstandenen Sternen und mehrere kleinere Begleitgalaxien. Dahinter liegen Galaxien im fernen Universum. Die hellen Sterne im Bild liegen in unserer Galaxis. Sie stehen in keinem Zusammenhang mit der Galaxie.

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NGC 4565: hochkante Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist vom Planeten Erde aus hochkant zu sehen. Sie ist wegen ihres schmalen Profils auch als Nadelgalaxie bekannt. Die helle NGC 4565 im blassen, aber gepflegten Sternbild Haar der Berenike ist eine Station bei vielen Teleskopreisen am Nordhimmel.

Dieses scharfe Farbbild zeigt den gewölbten Zentralkern der Galaxie, der von undurchsichtigen Staubbahnen durchschnitten wird, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 einschnüren. Das hübsche Sichtfeld enthält auch eine Auswahl weiterer Hintergrundgalaxien, rechts oben liegt die benachbarten Galaxie NGC 4562. NGC 4565 selbst ist ungefähr 40 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren. Sie ist mit kleinen Teleskopen leicht erkennbar, daher betrachten Himmelsfreunde NGC 4565 als markantes Himmelskunstwerk, das Messier übersah.

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Die prächtige Spiralgalaxie M100

Das Zentrum der von oben sichtbaren Spiralgalaxie M100 mit markanten Spiralarmen füllt das ganze Bild.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: M100 ist majestätisch in einem wahrhaft kosmischen Maßstab. Sie ist eine große, prächtige Galaxie mit mehr als 100 Milliarden Sternen und zwei klar definierten, symmetrischen Spiralarmen. Insgesamt ist sie unserer Galaxis, der Milchstraße, sehr ähnlich.

M100 (auch NGC 4321) ist eines der hellsten Mitglieder des Virgo-Galaxienhaufens, sie liegt 56 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices). Dieses Bild des Weltraumteleskops Hubble von M100 wurde mit der Wide Field Camera 3 fotografiert, es betont helle blaue Sternhaufen und komplexe, verschachtelte Staubbahnen, beide sind Merkmale dieser Galaxienklasse. Untersuchungen veränderlicher Sterne in M100 spielten eine wichtige Rolle bei der Ermittlung von Größe und Alter des Universums.

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Der Coma-Galaxienhaufen

Fast jeder dieser verschwommenen Flecken ist eine Galaxie. Eine klare Ausnahme ist der helle, blaue Lichtpunkt mit vier Zacken rechts oben. Die Galaxien gehören zum Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike.

Bildcredit: Russ Carroll, Robert Gendler und Bob Frank; Dan Zowada Memorial Observatory

Fast jedes Objekt auf diesem Bild ist eine Galaxie. Es zeigt den Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike. Er ist einer der dichtesten Haufen, die wir kennen, und enthält Tausende Galaxien. In jeder dieser Galaxien befinden sich Milliarden Sterne, genau wie unsere Milchstraße.

Verglichen mit den meisten anderen Galaxienhaufen ist er recht nahe. Trotzdem braucht das Licht des Comahaufens immer noch Hunderte Millionen Jahre, bis es uns erreicht. Der Comahaufen ist so groß, dass Licht Millionen Jahre braucht, nur um von einer Seite bis zur anderen zu gelangen.

Die meisten Galaxien in Coma und anderen Haufen sind elliptisch. Außerhalb von Haufen sind die meisten Galaxien spiralförmig. Die Natur von Comas Strahlung im Röntgenspektrum ist Gegenstand der Forschung.

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Markarjansche Kette zu Messier 64

Hinter Sternen in der Jungfrau und im Haar der Berenike sind Galaxien verteilt. Sie gehören zum Virgo-Galaxienhaufen. Markarjans Augen und die Markarjansche Kette sind auffällig, aber auch Messier-Objekte sind im Bild verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Die Markarjansche Kette aus Galaxien läuft auf im farbigen breiten Teleskopmosaik von oben nach unten. Sie quert das Zentrum des Virgohaufens zur staubigen Spiralgalaxie Messier 64. Das Sichtfeld ist etwa 20 Vollmonde groß. Am prächtigen Nachthimmel sind Galaxien verstreut. Das kosmische Bild zeigt auch Sterne im Vordergrund. Sie leuchten in der Jungfrau und im gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike. Über der Ebene der Milchstraße treiben blasse, staubige Nebel.

Sucht nach Markarjans Augen. Das berühmte Paar wechselwirkender Galaxien steht nahe dem oberen Bildrand. In der Nähe ist M87, eine riesige elliptische Galaxie im Virgo-Galaxienhaufen. Unten könnt ihr Messier 64 niederstarren. Man kennt sie auch als Blaues-Auge-Galaxie. Der Virgohaufen ist der nächste große Galaxienhaufen in der Umgebung der Lokalen Gruppe. Die Galaxien im Virgohaufen sind etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Distanz zu M64 beträgt ungefähr 17 Millionen Lichtjahre.

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NGC 4565: hochkante Galaxie

Die schmale Galaxie NGC 4565 im Sternbild Haar der Berenike verläuft diagonal durchs Bild. Wir sehen auf ihre Kante, die von einem starken Staubband gesäumt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Lóránd Fényes

Ist unsere Galaxis auch so dünn? Vermutlich. Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist vom Planeten Erde aus von der Seite sichtbar. Wegen ihres schmalen Profils ist sie auch als Nadelgalaxie bekannt. Die helle Galaxie NGC 4565 ist ein Halt bei vielen Teleskopreisen am nördlichen Himmel im blassen, aber gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices).

Dieses scharfe, farbige Bild zeigt den gewölbten zentralen Kern der Galaxie. Er ist von undurchsichtigen Staubbahnen durchschnitten, die um die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 laufen. Das hübsche Sichtfeld zeigt auch eine Auswahl weiterer Galaxien im Hintergrund, zum Beispiel die benachbarte Galaxie NGC 4562 links oben.

NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist ungefähr 100.000 Lichtjahre breit. Mit einem kleinen Teleskop erkennt man NGC 4565 leicht. Viele halten sie für ein bedeutendes Himmelskunstwerk, das Messier übersehen hat.

Vortrag: APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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NGC 4302 und NGC 4298

Links sehen wir eine Galaxie von der Kante. In der Mitte verlaufen Staubwolken. Rechts oben ist eine Spiralgalaxie schräg von oben, sie hat bläuliche Spiralarme und einen hellen Kern.

Bildcredit: NASA, ESA, M. Mutchler (STScI)

Die Spiralgalaxie NGC 4302 (links) ist von der Seite sichtbar. Sie ist ungefähr 55 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Wir sehen sie im gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike. Sie gehört zum Virgo-Galaxienhaufen und ist ungefähr 87.000 Lichtjahre groß. Das ist ein bisschen kleiner als unsere Milchstraße. Wie bei dieser verlaufen markante Staubbahnen mitten durch die galaktische Ebene von NGC 4302. Sie verdecken und röten das Sternenlicht aus unserer Perspektive.

Auch die kleinere Begleitgalaxie NGC 4298 ist eine staubige Spirale. Weil wir NGC 4298 jedoch schräg von oben sehen, zeigt sie Staubbahnen in ihren Spiralarmen, die vom bläulichen Licht junger Sterne gesäumt sind. In der Mitte ist ein heller gelblicher Kern.

Das prächtige Porträt des Galaxienpaares feiert den Start des Weltraumteleskops Hubble 27. Jahren am 24. April 1990. Das legendäre Teleskop fotografierte das Paar im sichtbaren Licht.

Heute Nacht: Meteore der Lyriden

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