M82, eine Galaxie mit supergalaktischem Wind

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Daniel Nobre

Beschreibung: Warum weht in der Zigarrengalaxie roter Rauch? M82, wie diese Sternbildungsgalaxie auch heißt, wurde bei einer Passage an der großen Spiralgalaxie M81 in jüngster Vergangenheit aufgewirbelt. Das erklärt jedoch nicht ganz die Quelle des rot leuchtenden, auswärts expandierenden Gases und Staubs. Es gibt Hinweise, dass beide – Gas und Staub – durch die kombinierten ausströmenden Teilchenwinde vieler Sterne, die zusammen einen galaktischen Superwind erzeugen, hinausgetrieben werden. Die Staubteilchen stammen vermutlich aus dem interstellaren Medium von M82 und sind sogar ähnlich groß wie die Teilchen in Zigarrenrauch.

Dieses Fotomosaik betont eine spezifische Farbe des roten Lichtes, das von ionisiertem Wasserstoff abgestrahlt wird, und das die Fasern dieses Gases und Staubs detailreich zeigt. Die Fasern sind mehr als 10.000 Lichtjahre lang. Die 12 Millionen Lichtjahre entfernte Zigarrengalaxie ist im Infrarotlicht die hellste Galaxie am Himmel. Im sichtbaren Licht findet man sie mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

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Meteore, Komet und Großer Wagen über La Palma

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Duparc

Beschreibung: Meteorschauer entstehen durch Ströme aus festen Teilchen, die etwa so groß wie Staubkörnchen oder größer sind und als Gruppe durch den Weltraum wandern. In den meisten Fällen sind die Bahnen solcher Meteorschauer auf abgestoßenen Staub eines Kometen zurückzuführen. Wenn die Erde durch so einen Strom stößt, ziehen die Teilchen gleißende Spuren über den Nachthimmel, wenn sie sich in der Erdatmosphäre auflösen. All diese Meteorspuren verlaufen parallel, doch durch die Perspektive entspringen sie – ähnlich wie Bahngleise – scheinbar einem weit entfernten Radianten.

Dieses Bildkomposit wurde im Januar beim Meteorstrom der Quadrantiden auf La Palma fotografiert, einer Kanarischen Insel in Spanien vor der Nordwestküste von Afrika. Der Radiant der Quadrantiden liegt unter der Deichsel des Großen Wagens. Ein scharfes Auge erkennt auch die blasse grüne Koma des Kometen Wirtanen.

Heute ist der Höhepunkt des schwachen Meteorstroms der Lyriden. An dunklen Orten mit klarem Himmel sind mehrere Meteore pro Stunde zu sehen.

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Messier 81

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Bildcredit und Bildrechte: Paolo De Salvatore (Zenit Observatory)

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Milchstraße: die große, schöne Messier 81. Sie ist auch als NGC 3031 sowie nach ihrem Entdecker aus dem 18. Jahrhundert als Bodes Galaxie bekannt. Diese prächtige Spirale befindet sich im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

Die detailreiche Teleskopansicht zeigt den hellen, gelblichen Kern von M81, blaue Spiralarme, rosarote Sternbildungsregionen und ausladende Bahnen aus kosmischem Staub. Manche Staubbahnen verlaufen sogar durch die galaktische Scheibe (links neben der Mitte), jedoch entgegengesetzt zu den anderen markanten Spiralstrukturen. Die fehlgeleiteten Staubbahnen sind vielleicht das bleibende Ergebnis einer nahen Begegnung von M81 mit ihrer kleineren Begleitgalaxie M82. Untersuchungen der veränderlichen Sterne in M81 lieferten eine der besten Entfernungsbestimmungen einer externen Galaxie – 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Eine Symphonie am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Ranieri Tenti

Beschreibung: Trotz der Kälte lockte die Aussicht auf schimmernde Nordlichter diesen Himmelsbeobachter auf die gefrorene Oberfläche des Oberen Sees an der Westküste der Halbinsel Keweenaw. Die Belohnung war dieses nächtliche Crescendo.

Über das Panoramakomposit breitet sich der Nachthimmel im nördlichen Spätwinter aus. Das Bild entstand aus Aufnahmen, die in der Nacht von 28. Februar auf den 1. März zwischen 22 Uhr und ein Uhr früh  entstanden. Links steigt ein zartes Zodiakallichtband steil vom Horizont auf und legt sich über den Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die ferne Galaxie M31 und unsere Milchstraße leuchten über dem grünlichen Polarlichtbogen. Polaris, der Navigationsstern des Nordpols, steht oben in der Mitte und wird rechts vom bekanntesten Asterismus der nördlichen Nacht begleitet: dem Großen Wagen. Zu den irdischen Lichtern zählen Markierungen zweier Wellenbrecher am Horizont nahe der Mitte Szenerie.

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Nördliches Nachthimmellicht

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Auf dieser gebirgigen Nachthimmellandschaft, die letzte Woche im Banff-Nationalpark fotografiert wurde, hängt die bekannteste Sterngruppe des nördlichen Himmels über den kanadischen Rocky Mountains. Doch am bemerkenswertesten ist das beeindruckende grünliche Nachthimmellicht. Dieses war mit bloßem Auge sichtbar, aber ohne Farbe. Die Szene wurde auf zwei Aufnahmen mit einer einzigen Kamera festgehalten: einer Aufnahme für die Sterne, für die andere wurde die Kamera auf einem Stativ fixiert.

Die Strahlung des Nachthimmellichtes stammt vorwiegend von Sauerstoffatomen mit extrem geringer Dichte in der Atmosphäre. Das schaurige, diffuse Licht, das häufig mit empfindlichen Digitalkameras in Farbe aufgenommen wird, ist hier in Wellen über der nördlichen Nacht zu sehen. Es entsteht in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter. Das lichtstarke Nachthimmellicht entsteht durch Chemilumineszenz, bei der Licht durch chemische Anregung entsteht, sowie strahlenden Zerfall. Die Energie für die chemische Anregung kommt tagsüber von der extremen Ultraviolettstrahlung der Sonne. Anders als Polarlichter, die auf hohe geografische Breiten beschränkt sind, ist Nachthimmellicht auf der ganzen Welt zu beobachten.

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Sommer- und Wintermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

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Fensterplatz über der Hudson Bay

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Bildcredit und Bildrechte: Ralf Rohner

Beschreibung: Am 18. August bot auf dem Nachtflug von San Francisco nach Zürich ein Fensterplatz diese reizende Aussicht, bei der Lichtschleier ein farbenprächtiges Leuchten an den Himmel über der Hudson Bay drapierten. Das Bild wurde aus sechs kurz belichteten, aus der Hand fotografierten Aufnahmen, die digital kombiniert wurden, erstellt.

Die Szene zeigt die schimmernden Nordlichter kurz vor Sonnenaufgang, als die näherrückende Sonne den nordöstlichen Horizont hoch oben beleuchtete. Sie zeigt auch den Blitz eines Perseïdenmeteors, der unter den Deichselsternen des nördlichen Großen Wagens seine Spur zog. Die Spur zeigte wenige Tage nach dem Höhepunkt des Meteorstroms noch quer über den Himmel zum Perseus.

Schöne Polarlichter und Meteore treten hoch über kommerziellen Flügen in der oberen Erdatmosphäre auf, in Höhen von ungefähr 100 Kilometern. Die Polarlichter entstehen durch energiereiche geladene Teilchen in der Magnetosphäre, Meteore sind Spuren von Kometenstaub.

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Feuerkugel in der Arktis

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Bildcredit und Bildrechte: Yang Sutie

Beschreibung: Etwas sehr Helles beleuchtete plötzlich die Arktis – was war es? Die ursprüngliche Idee war, eine Serie Polarlichtbilder für ein Zeitraffervideo zu fotografieren.

Doch als die Nacht plötzlich zum Tag wurde, merkte der Astrofotograf schnell, dass er etwas noch Eindrucksvolleres sah. Über den Himmel wanderte ein Meteor der Geminiden, vor keinem Geringeren als dem Großen Wagen. Er war so hell, dass man ihn als Feuerkugel bezeichnen könnte.

Der Meteor wurde heller und leuchtete mehrere Sekunden auf. Zum Glück erfasste die Polarlichtkamera die ganze Bahn. Das Foto entstand in der Nacht nach dem Höhepunkt des Geminiden-Meteorschauers in der Nähe des Sees Lowosero in Murmansk (Russland), knapp nördlich des Polarkreises.

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Großer Wagen über dem Pyramid Mountain

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Beschreibung: Wann haben Sie gelernt, diese Sterngruppe zu erkennen?

Obwohl sie vielen Leuten auf der ganzen Welt vertraut ist, assoziierten verschiedene Kulturen unterschiedliche Bilder und Sagen mit dieser Sterngruppe. Die Sterne sind in Europa als großer Wagen bekannt, sie sind Teil eines Sternbildes, das 1922 von der Internationalen Astronomischen Union als Große Bärin (Ursa Major) bezeichnet wurde.

Die anerkannten Namen dieser Sterne sind (von links nach rechts) Alkaid, Mizar/Alkor, Alioth, Megrez, Phekda, Merak und Dubhe. Es ist unwahrscheinlich, dass die Sterne eines beliebigen Sternbildes physisch zusammenhängen. Doch überraschenderweise scheinen die meisten Sterne des Großen Wagens nahe beisammenzustehen, während sie durch den Raum pflügen.

Diese Eigenschaft teilen sie mit anderen Sternen, die über einen noch größeren Bereich am Himmel verteilt sind. Ihre gemessene gemeinsame Bewegung lässt vermuten, dass sie alle zu seinem losen, nahen Sternhaufen gehören, von dem man vermutet, dass er durchschnittlich nur etwa 75 Lichtjahre entfernt und bis zu 30 Lichtjahre groß ist. Der Haufen wird passenderweise als Ursa-Major-Gruppe bezeichnet.

Dieses Bild zeigt die kultigen Sterne, es wurde kürzlich über dem Pyramid Mountain in Alberta (Kanada) fotografiert.

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Großer Feuerkugelmeteor

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Bildcredit und Bildrechte: Ollie Taylor

Beschreibung: Auf diesem heiteren Gipfelblick leuchtet der Himmel der abklingenden Dämmerung in rosaroten Farbtönen. Das sorgfältig gewählte Bild wurde am 14. November auf einem Gebirgspass bei Minusgraden fotografiert und zeigt verschneite, zerklüftete Gipfel. Darunter liegtdas Dorf La Villa (Stern) in Alta Badia in den italienischen Dolomiten.

Über den eingebetteten Lichtern des Dorfes hängt das Sternbild Große Bärin über dem nördlichen Horizont. Doch das Faszinierendste ist die mächtige Feuerkugel. Sie wurde zufällig während der Belichtung der Kamera fotografiert, als sie von Osten nach Westen unter der vertrauten Sterngruppe Großer Wagen in der großen Bärin über den nördlichen Horizont blitzte.

Sichtungen dieses großen Feuerkugelmeteors am europäischen Himmel wurden überregional registriert, es war das bisher am häufigsten gemeldete Feuerkugelereignis der amerikanischen Meteorgesellschaft und der internationalen Meteororganisation. Die gemessene Bahn des Meteors über Deutschland passt zu ihrem Ursprung nahe dem aktiven Radianten des Meteorstroms der Tauriden im November. Tauriden entstehen aus Staub des Kometen Encke.

Beobachten Sie den Meteorstrom der Leoniden
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Schlossausblick

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees, TWAN)

Beschreibung: Die bekannteste Sterngruppe des Nordhimmels, der große Wagen, ist leicht erkennbar, sogar wenn er kopfsteht. Manche sehen darin einen Pflug oder eine Schöpfkelle. Die Sternnamen und die vertrauten Umrisse werden von der Turmruine der französischen Burg Mörsberg eingerahmt, wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben oder diesem Link folgen. Dubhe, der Alphastern der Großen Bärin – sie ist das Ursprungssternbild des Großen Wagens – steht links unten.

Zusammen mit dem Betastern Merak bildet er eine Linie, die zum Polarstern und zum Himmelsnordpol führt, der durch Steine verdeckt ist. Da das Bild am 30. März fotografiert wurde, können Sie eine Linie von den Kastensternen Phecda und Megrez ziehen und entdecken noch im Schlossblick das blasse grünliche Leuchten des Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak unter der Mitte. Der periodische Komet kam dem Planeten Erde am 1. April bemerkenswert nahe.

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