Aufstieg und Fall der Supernova 2015F

Videocredit und -rechte: Changsu Choi und Myungshin Im (Seoul National University)

Lehnt euch zurück und beobachtet, wie ein Stern explodiert. Die Supernova ereignete sich tatsächlich, als Dinosaurier auf der Erde lebten. Doch die Bilder, die das spektakuläre Ereignis zeigen, trudelten erst letztes Jahr ein. Berto Monard entdeckte die Supernova 2015F im März 2015 in der nahen Spiralgalaxie NGC 2442 entdeckt. Sie war so ungewöhnlich hell, dass man sie sogar mit kleinen Teleskopen sehen konnte.

Die Helligkeit entwickelte sich nach einem Muster, das zu einer Supernova vom Typ Ia passt. Das ist eine Art Sternexplosion, die auftritt, wenn ein Weißer Zwerg, der etwa so groß ist wie die Erde, so viel Masse ansammelt, dass sein Kern die Schwelle zur Kernfusion überschreitet. Das wurde möglicherweise durch einen begleitenden Weißen Zwerg mit geringerer Masse ausgelöst, der auf einer spiralförmigen Bahn hineinstürzte.

Es ist besonders interessant, nach Supernovae vom Typ Ia zu suchen, weil ihre absolute Helligkeit bekannt ist. Daher verrät ihre scheinbare Helligkeit die Entfernung. So kann man Entfernungen im gesamten Universum kalibrieren.

Das Video zeigt, wie der Stern zerstört wurde. Es beginnt mit Bildern vor der Explosion, dann folgt die Aufhellung und schließlich das Verblassen der Supernova. Ihr Leuchten wurde durch Kernspaltung verursacht und dauerte mehrere Monate an. Die Überreste von SN2015F sind inzwischen so blass, dass man sie nur noch mit großen Teleskopen sieht. Doch gestern leuchtete am Nachthimmel erneut etwas auf. Diesmal ist es eine sogar noch hellere Supernova. Sie liegt in einer näheren Galaxie, nämlich in Centaurus A.

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Hubble zeigt die Ringgalaxie AM 0644-741

Die abgebildeete Galaxie besteht aus einem hellgelben, diffus verschwommenem Zentrum, das von einem ovalen, exzentrischen Ring aus blauen Sternen und Sternbildungsgebieten umgeben ist.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisteam (AURA / STScI), J. Higdon (Cornell) ESA, NASA

Wie kann eine Galaxie die Form eines Ringes annehmen? Am Rand dieser blauen Galaxie verläuft eine gewaltige, ringähnliche Struktur. Sie hat einen Durchmesser von 150.000 Lichtjahren und besteht aus jungen Sternen, die extrem hell und massereich sind. Die Galaxie AM 0644-741 wird als Ringgalaxie bezeichnet. Sie entstand bei einer gewaltigen Galaxienkollision.

Wenn Galaxien kollidieren, dringt eine durch die andere. Ihre Einzelsterne kommen selten in Kontakt miteinander. Die ringähnliche Form entstand durch gravitatives Auseinanderreißen. Verursacht hat das eine kleine Galaxie, die als Ganzes durch eine große drang. Wenn das passiert, werden interstellares Gas und Staub verdichtet. So kommt es zu einer Sternbildungsfront. Die Front wandert vom Einschlagspunkt aus nach außen, wie eine Welle auf der Oberfläche eines Teiches.

Die eindringende Galaxie liegt knapp des Bildes. Diese Aufnahme entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Sie wurde zur Feier von Hubbles Start im Jahr 1990 veröffentlicht. Die Ringgalaxie AM 0644-741 ist etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Feuervulkan bricht unter Sternen aus

Aus dem Vulkan im Bild steigt eine Rauchwolke auf, an den Seiten fließt glühende Lava hinab. Hinten breitet sich eine Ebene mit Stadtlichtern aus. Am Himmel leuchten die Sterne der Sternbilder Bildhauer, Fliegender Fisch, Schiffskiel und Schwertfisch.

Bildcredit und Bildrechte: Diego Rizzo

Erst strömte ein ungewöhnlicher Geruch heran. Dann folgte ein lauter Knall. Doch das Erstaunlichste von allem war mit bloßem Auge zu sehen. In den letzten Monaten wartete etwa um Mitternacht eine Kamera auf einen möglichen Ausbruch des Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala. Dabei fotografierte sie dieses außergewöhnliche Bild. Rotglühende Lava läuft seitlich am Vulkan hinab. Asche steigt auf und leuchtende Magmablasen platzen aus der Caldera.

Hinten strahlen die Lichter von Escuintla. Sie ist eine von mehreren nahen Städten, die in der Vergangenheit Zeugen von spektakulären Ausbrüchen wurden. Hoch oben schimmern vertraute Sterne am Nachthimmel. Im Vergleich zum Vulkan wirken sie ruhig. Normalerweise zeigt der Volcán de Fuego wenig Aktivität. Doch niemand weiß, wann der nächste spektakuläre Ausbruch stattfindet.

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NGC 2442: Galaxie in Volans

Zwischen dunklen Blenden ragt eine gewaltige Galaxie auf, in der Mitte leuchtet ein helles kleines Zentrum, darum herum sind Wolken mit Sternbildung zu Spiralarmen angeordnet.

Bildcredit: Daten: Hubble-Vermächtnisarchiv, Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Die verzerrte Galaxie NGC 2442 steht im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Die beiden Spiralarme der etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie gehen von einem ausgeprägten Zentralbalken aus und haben auf Weitwinkelaufnahmen eine hakenähnliche Erscheinung. Diese Mosaik-Nahaufnahme wurde aus Daten des Weltraumteleskops Hubble zusammengesetzt. Sie zeigt erstaunlich viele Details in der Struktur der Galaxie. Undurchsichtige Staubbahnen, junge blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen umgeben einen Kern mit einer gelblich leuchtenden, älteren Sternpopulation. Die scharfen Hubbledaten zeigen auch weiter entfernte Galaxien im Hintergrund, die genau zwischen den Sternhaufen und Nebeln von NGC 2442 zu sehen sind. Das Bild ist in der geschätzten Entfernung von NGC 2442 etwa 75.000 Lichtjahre breit.

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NGC 2442: Galaxie in Volans

Mitten im Bild mit dünn verstreuten Sternen befindet sich eine verzerrte Galaxie mit zwei markanten, asymmetrischen Spiralarmen.

Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die verzerrte Galaxie NGC 2442 liegt im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Die beiden Spiralarme der 50 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie, die von einem ausgeprägten Zentralbalken ausgehen, verleihen ihr eine hakenförmige Erscheinung. Diese Aufnahme in satten Farben zeigt auch die dunklen Staubansammlungen der Galaxienarme, junge blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen, die einen Kern gelblichen Lichts von einer älteren Sternpopulation umgeben. Doch die Sternbildungsregionen scheinen sich entlang des langgestreckten Spiralarms (rechts) stärker zu konzentrieren. Die verzerrte Struktur ist wahrscheinlich das Ergebnis einer lang zurückliegenden nahen Begegnung mit der kleineren Galaxie, die oberen links zu sehen ist. Die beiden miteinander wechselwirkenden Galaxien sind etwa 150.000 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von NGC 2442 voneinander entfernt.

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