Mondfinsternisse visualisieren den Erdschatten

Rund um einen dunklen, unscharfen Kreis sind Bilder des Mondes angeordnet. Das dunkle Loch in der Mitte ist der Schatten der Erde. Er wird von Bildern des Mondes, die zu einem Mosaik angeordnet sind, nachgebildet. Die Daten der Mondfinsternisse sind außen um die Bilder des Mondes angeordnet.
Bildcredit und Bildrechte: Tim Martin

Was ist dieses riesige Loch im Weltraum? Es ist kein Schwarzes Loch, sondern der Schatten der Erde. Schon in der Zeit von Aristoteles bemerkten die Menschen, dass der dunkle Schatten der Erde bei einer partiellen Mondfinsternis rund ist. Doch er ist nie ein ganzer Kreis. Mit moderner digitaler Technologie können wir viele Bilder von Mondfinsternissen kombinieren. So erkennen wir den ganzen Schatten der Erde. Diese Bilderserie gelang einem beharrlichen Astrofotografen. Sie vereint Mondfinsternisse aus 22 Jahren in einem Bild.

Der Mond wird nicht jeden Monat verfinstert, denn seine Umlaufbahn ist leicht zur Erdbahn geneigt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man auf manchen Bildern der Mondfinsternisse ein schwaches, bläuliches Band. Es entsteht, weil die obere Atmosphäre der Erde rotes Licht eher filtert als blaues.

Diese Woche gibt es wieder eine Mondfinsternis. Am besten sieht man sie in Teilen von Nord- und Südamerika, Europa und Afrika.

Zur Originalseite

Sonnenfinsternis mit goldener Korona

Die Sonne ist vom Neumond verdeckt. Daher strahlt ihre Korona in der Dunkelheit hell und farbenprächtig hinter dem Mond auf. Links ragt eine rote Protuberanz über den Mondrand.
Bildcredit und Bildrechte: Rui Santos (Living Impressions)

Die totale Sonnenfinsternis war von poetischer Schönheit, und sie war auch wissenschaftlich sehr interessant. Normalerweise ist die Korona der Sonne weiß. Doch einige Beobachter sahen letzte Woche die Korona bei der totalen Sonnenfinsternis in den Farben von Perlen.

In Spanien jedoch strahlte die Korona in ungewöhnlich goldener Farbe. Einerseits liegt das daran, dass die totale Phase der Sonnenfinsternis in Spanien bei Sonnenuntergang stattfand und die Sonne schon nahe am Horizont stand. Das Sonnenlicht legt dort eine längere Strecke durch unsere Atmosphäre zurück. Dadurch wird ein Teil des blauen Lichts an den Teilchen der Luft gestreut. Wegen der Waldbrände in der Umgebung war außerdem ungewöhnlich viel Rauch in der Luft. Das wirkte wie ein zweiter Filter, der den blauen Anteil des Lichts noch stärker streute. Somit erstrahlte die Korona in einem intensiven Goldton.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die als HDR bearbeitet wurden. Es entstand letzte Woche in Benavente in Spanien. Am linken Rand der Sonne schwebt eine glühende Protuberanz aus ionisiertem Wasserstoff. Sie leuchtete nicht golden, sondern behielt ihr ursprüngliches leuchtendes Rosa.

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Zur Originalseite

Totale Sonnenfinsternis über Grönland

Der Mond verdeckt die Sonne, sodass der Himmel schwarz wirkt. Rund um den Mond schimmert die Korona. Links unten taucht die Sonne wieder auf, sodass der Diamantring leuchtet. Unten sind zarte Wolkenfetzen.
Bildcredit und Bildrechte: Aditya Madhavan

Am 12. August 2026 verdunkelte der Schatten des Mondes Teile der Erde. Ausgehend vom Arktischen Ozean strich er über Teile von Grönland, Island, den Atlantik und schließlich Portugal und Spanien. Für einige Momente konnten die Erdbewohner bei klarem Himmel eine totale Sonnenfinsternis bewundern.

Der Fotograf wich dem schlechten Wetter auf hoher See aus und landete am Rype Fjord an der Ostküste von Grönland (71,07055N und 27,71252W). Um 17:33:26 entstand dieser hart erkämpfte Schnappschuss. Der Ort der Aufnahme lag am Anfang eines Streifens mit schönem Wetter entlang des Pfades der Totalität. Das Foto ist wohl für dieses Jahr das erste ungestörte Bild der komplett verdunkelten Sonne überhaupt! Es ist atemberaubend und zeigt auch die kurzlebigen Diamantringe und die Sonnenkorona, die man erst sieht, wenn die Sonne ganz verdeckt ist.

Zur Originalseite

Totale Sonnenfinsternis über Spanien

Über der Basílica del Pilar in Zaragoza (Spanien) leuchtet die Korona, weil die Sonne vom Mond verdeckt ist. Die Basilika hat mehrere pittoreske Türme. Finsternis und Basilika spiegeln sich vorne im Wasser des Ebro.
Bildcredit und Bildrechte: Ruiyu Zhang; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne ganz. Seinen Schatten zog über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und eine Spiegelung im Ebro. Für einen kurzen Moment erlebte Spanien seine erste große totale Sonnenfinsternis seit 1905.

Während der Totalität spürt man eine plötzliche Kühle in der Luft. Die Vögel verstummen, Insekten zirpen verwirrt und viele Menschen staunen gemeinsam. Wenn der Mond die helle Sonnenscheibe verdeckt, schlägt die Stunde der Korona.

Die Korona ist Millionen Grad heißer als die Sonnenoberfläche. Wenn Forschende eine Sonnenfinsternis beobachten, wollen sie herausfinden, warum das so ist. Alle können sich an den Studien beteiligen. Interessant ist, wie sich Tiere verhalten, man kann die Korona fotografieren oder die Temperatur der Luft und die Bewölkung beobachten.

Zur Originalseite

Die Sonne betrachten

Vor der Sonne liegen mehrere Silhouetten. Unten erkennt man Leute, die die Sonne beobachten. Oben deckt der riesige Mond einen Teil der Sonne ab, sodass nur eine Sichel zu sehen ist.
Bildcredit und Bildrechte: Steven Gilbert

Habt ihr in letzter Zeit unseren Heimatstern betrachtet? Dieses Bild zeigt die Sonne. Links oben ist sie teilweise vom Mond verdeckt. Unten stehen Erdlinge vor der Sichel. Sie beobachten die Sonnenfinsternis. Die Silhouetten wurde 2012 in der Glen Canyon National Recreation Area in der Nähe von Page fotografiert. Page liegt in Arizona in den USA. Dort erklärten Park-Ranger und Astronom*innen den Zuschauern das ungewöhnliche Ereignis. Rechts unter der dunklen Silhouette des Mondes zeichnet sich auf der Sonne eine schwache Gruppe an Sonnenflecken ab.

Diese Woche gibt es wieder eine Sonnenfinsternis. Viele Menschen, die sich im Nordosten von Nordamerika, in Europa und im Nordwesten von Afrika aufhalten, sehen die Sonne teilweise verfinstert. Auf einem schmalen Streifen auf der Erde erlebt man sogar eine totale Sonnenfinsternis. Dieser Pfad verläuft von Grönland bis Spanien. Offen bleibt die Frage, ob man während der Totalität Sternschnuppen der Perseïden sieht, die gerade den Höhepunkt erreichen.

Zur Originalseite

Rote Sonne hinter dem Rauch der Waldbrände

Die Szene wirkt wie die Animation eines roten Zwergsterns, den man auf einem fiktiven Exoplaneten sieht. Doch der Stern ist unsere Sonne. Sie leuchtet rot, weil die Rauchwolken eines Waldbrandes sie verdunkeln.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Das könnte die Aussicht auf einem Exoplaneten sein, der um einen roten Zwergstern kreist. Doch es ist unsere Sonne. Dieses Bild entstand am 22. Juli 2026 in der Region Okanagan. Sie liegt in der Provinz British Columbia in Kanada. Der Rauch der Waldbrände im pazifischen Nordwesten wirkt wie ein Sonnenfilter. So konnte die Fotografin die Sonne direkt fotografieren.

Das schaurige Bild zeigt mehrere Sonnenflecken. Der Rauch besteht aus winzigen Teilchen, die Licht mit kurzer Wellenlänge blockieren und streuen. Daher ist das Licht, das von der Sonne kommt, dunkler und röter als sonst. Doch es ist niemals sicher, direkt zur Sonne zu blicken! Der Rauch macht die Auf- und Untergänge der Sonne farbiger.

In etwa ungefähr 6 Milliarden Jahren wird die Sonne tatsächlich röter. Sie erreicht dann die Phase eines Roten Riesen.

Zur Originalseite

Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

Zur Originalseite

Finsternis auf dem Mars: Phobos quert die Sonne

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, ASU MSSS, SSI

Was zieht denn da vor der Sonne vorbei? Es sieht aus wie ein Mond, doch der Erdmond kann es nicht sein, denn dieser Körper ist nicht rund. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video filmte der Rover Perseverance 2022 auf der Marsoberfläche.

Phobos hat einen Durchmesser von 11,5 Kilometern. Damit ist er 150-mal kleiner als Luna (unser Mond). Er kommt aber seinem Mutterplaneten 50 Mal näher. Tatsächlich ist Phobos so nah am Mars, dass er wahrscheinlich in den nächsten 50 Millionen Jahren zerbricht und auf den Mars stürzt.

Kurzfristig führt die niedrige Umlaufbahn von Phobos dazu, dass Sonnenfinsternisse viel kürzer sind als auf der Erde. Das Video zeigt die Finsternis in Echtzeit. Der Transit, den man hier sieht, dauerte tatsächlich nur etwa 40 Sekunden.

Der Videograf war der Roboter-Rover Perseverance („Percy“). Er erkundet weiterhin den Krater Jezero auf dem Mars. Dabei sucht er nach Hinweisen auf die wasserreiche Vergangenheit dieser Welt, die heute trocken ist. Ein weiteres Ziel sind Spuren mikrobiellen Lebens aus der Urzeit.

Zur Originalseite