Der Mond während einer totalen Mondfinsternis

Videocredit: Wang Letian und Zhang Jiajie

Wie verändert der Mond sein Aussehen bei einer totalen Mondfinsternis? Dieses Zeitraffervideo wurde digital so bearbeitet, dass der Mond während der 5 Stunden langen Finsternis am 31. Januar 2018 hell in der Mitte stand. Zunächst sieht man den Vollmond, weil es eine Mondfinsternis nur bei Vollmond geben kann. Im Hintergrund wandern Sterne vorbei, weil der Mond während der Finsternis weiterhin um die Erde wandert.

Als Nächstes seht ihr, wie der runde Erdschatten über den Mond zieht. Der helle blaue Farbton am Schattenrand hat damit zu tun, dass der Himmel der Erde blau ist. Der tiefrote Farbton in der Schattenmitte hat die gleiche Ursache wie die rot erscheinende Sonne nahe am Horizont.

Morgen sehen alle von Südostasien über den Pazifik bis hin zum Südwesten Amerikas den Blut-„Supermond“ mit totaler Mondfinsternis*. „Blut“ bezieht sich auf die (wahrscheinlich) rote Farbe des voll verfinsterten Mondes. Der Begriff Supermond weist darauf hin, dass die Winkelgröße des Mondes ein bisschen breiter ist, weil er auf seinem leicht elliptischen Orbit der Erde relativ nahe kommt.
*in Europa unbeobachtbar

Details: Totale Mondfinsternis am 26. Mai 2021

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Blitzfinsternis auf dem Planeten der Ziegen

Die totale Mondfinsternis vom 15. Juni 2011, fotografiert bei Pezi auf der griechischen Insel Ikaria.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beinahe hätte ein Gewitter den Blick auf die spektakuläre totale Mondfinsternis vom 15. Juni 2011 verdorben. Doch die Sturmwolken rissen während der Totalitätsphase der Finsternis 10 Minuten lang auf, und die Blitze sorgten für einen dramatischen Himmel. Die Szene wurde 30 Sekunden belichtet. Sie inspirierte (dank des Astrofotografen) zu einem der einprägsamsten Titel in der 25-jährigen Geschichte von APOD.

Die Anspielung auf die Blitze ist naheliegend, und das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis war fast weltweit zu sehen: in Europa, Afrika, Asien und Australien. Das Bild wurde auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi fotografiert. Dieses Areal ist wegen des unwegsamen Geländes und der seltsamen Felsen als „Planet der Ziegen“ bekannt.

Die nächste totale Mondfinsternis findet am Mittwoch statt.
Details: Totale Mondfinsternis am 26. Mai 2021

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Totale Sonnenfinsternis 2020

Bei der totalen Sonnenfinsternis im Dezember 2020 war auch der unglückselige Komet C/2020 X3 SOHO links unten zu sehen, etwa auf der 7-Uhr-Position.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller, Andreas Moller, (Technische Universität Brünn)

Beschreibung: Auf einem schmalen Pfad, der den Süden von Südamerika bei Chile und Argentinien kreuzte, wanderte der letzte Neumond 2020 während der einzigen totalen Sonnenfinsternis des Jahres am 14. Dezember vor die Sonne. Der Neumond war nur 2 Tage vom erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn – dem Perigäum – entfernt. Seine Oberfläche ist auf diesem dramatischen Kompositbild zart vom Erdschein beleuchtet.

Das Bild ist ein bearbeitetes Komposit aus 55 kalibrierten Aufnahmen mit Belichtungszeiten von 1/640 bis 3 Sekunden. Es deckt einen großen Helligkeitsumfang während der Totalität ab und zeigt die dämmrige Mondoberfläche sowie blasse Sterne im Hintergrund, zusammen mit planetengroßen Protuberanzen am Sonnenrand, einen gewaltigen koronalen Massenauswurf und flüchtige Strukturen in der Korona, die normalerweise im Gleißen der Sonne verborgen sind. Bei genauer Betrachtung erkennt ihr, wie sich der unglückselige Komet C/2020 X3 SOHO von links unten nähert, etwa auf der 7-Uhr-Position. Er gehört zur sonnenstreifenden Kreutzfamilie.

2021 ist am 10. Juni eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen, doch für die einzige totale Sonnenfinsternis des Jahres müsst ihr bis 4. Dezember warten. Diese Finsternis ist auf einem schmalen Pfad total, der den südlichsten Kontinent Antarktis kreuzt.

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Die Erde bei einer totalen Sonnenfinsternis


Videocredit: GOES-16, ABI, NOAA, NASA

Beschreibung: Wie sieht die Erde bei einer totalen Sonnenfinsternis aus? In der Region, wo Menschen die Finsternis sehen, erscheint sie dunkel, weil dorthin der Schatten des Mondes fällt. Der Schattenfleck rast mit fast 2000 Kilometern pro Stunde über die Erde und verdunkelt die Orte entlang der Zentrallinie – meist nur wenige Minuten – bevor er weiterzieht.

Dieses Video zeigt die Erde bei der totalen Sonnenfinsternis Mitte des Monats. Der Zeitrafferfilm wurde mit einem geostationären Satelliten aufgenommen. Zu Beginn seht ihr die Erde unten bei Nacht, doch bald schon geht rechts unten die Sonne auf. Die Wolken wandern, während über dem blauen Planeten der Tag anbricht.

Plötzlich taucht links unten der runde Schatten des Mondes auf, zieht rasch über Südamerika und verschwindet rechts. Am Ende des Videos beginnt wieder die Nacht. Die nächste totale Sonnenfinsternis findet nächsten Dezember statt, ist aber nur in Teilen der Antarktis sichtbar.

Anmerkung der Übersetzerin: Im Juni 2021 findet in Europa eine partielle Sonnenfinsternis statt. Info dazu und weiteren Himmelsereignissen findet ihr in diesem Notizkalender 2021.

Galerie: Interessante Bilder der totalen Sonnenfinsternis, die an APOD geschickt wurden

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Diamant am Himmel

Diamantring von der Zentrallinie der totalen Sonnenfinsternis 2020 im Norden von Patagonien in Argentinien und Sonnenprotuberanzen am Rand der Mondsilhouette.

Bildcredit und Bildrechte: Mariano Ribas (Planetario de la Ciudad de Buenos Aires)

Beschreibung: Als der Schatten des Mondes am 14. Dezember über die Südhalbkugel des Planeten Erde raste, kamen Himmelsbeobachterinnen auf der dunklen Zentrallinie in den Genuss der einzigen totalen Sonnenfinsternis 2020. Beim Schattenspiel des Neumondes sah man einen Augenblick lang diesen funkelnden Diamantring, sogar am wolkigen Himmel.

Das flüchtige Schauspiel ist als Diamantringeffekt bekannt, und es findet zweimal statt: Knapp vor und unmittelbar nach der Totalität ist ein schmaler Splitter der Sonnenscheibe hinter dem Mondrand sichtbar, der wie ein funkelndes Juwel an einem dunklen Ring aussieht.

Dieser dramatische Schnappschuss von der Zentrallinie im Norden von Patagonien in Argentinien zeigt den zweiten Diamantring dieser Finsternis und markante Sonnenprotuberanzen über dem Rand der Mondsilhouette.

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ISS überquert den Mars

Seltener Anblick: Die Internationale Raumstation ISS zieht vor dem Roten Planeten vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Habt ihr schon einmal die Raumstation so gesehen? Wenn ihr wisst, wann und wo ihr hinsehen müsst, ist es faszinierend zu beobachten, wie die helle Internationale Raumstation ISS über euren Nachthimmel zieht – aber das ist nicht besonders ungewöhnlich.

Es gibt Bilder der ISS, wie sie vor dem einen halben Winkelgrad großen Mond oder der Sonne vorbeizieht. Solche Bilder sind schon seltener, weil man dafür viel Planung und Geduld braucht. Doch die ISS zu fotografieren, während sie vor dem winzigen Mars vorbeizieht, ist auf einem ganz anderen Niveau.

Mithilfe einer online verfügbaren Software erfuhr der Fotograf dieses Bildes, dass er den ungewöhnlichen Transit einen kurzen Moment auf einem sehr schmalen, nur 90 Meter breiten Landstrich in der Nähe sehen könnte. Auf diesem Landstrich hätte das vorüberziehende Bild der ISS eine Bodengeschwindigkeit von 7,4 Kilometern pro Sekunde.

Doch mit einer Standardkamera, einem kleinen Teleskop und einer genauen Position, um die Ausrüstung aufzubauen, sowie der exakten Ausrichtung für das Teleskop und einer zeitlichen Planung im Sub-Millisekundenbereich schuf er ein Video, aus dem diese 0,00035-Sekunden-Belichtung stammt. Auf dem so entstandenen Bildausschnitt seht ihr Details sowohl des Mars als auch der ISS.

Dieses Bild wurde letzten Montag um 05:15:47 Ortszeit nordöstlich von San Diego in Kalifornien (USA) aufgenommen. Der Winkeldurchmesser des Mars ist meist viel kleiner als die ISS, doch Mars erreicht in den nächsten Wochen seine größte Winkelgröße, weil der Blaue Planet (Erde) und der Rote Planet (Mars) auf ihren jeweiligen Bahnen um die Sonne die kürzeste Entfernung erreichen.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Mars taucht wieder auf

In Maceió in Brasilien war zu sehen, wie der Mond den Planeten Mars bedeckte.

Bildcredit und Bildrechte: David Duarte und Romualdo Caldas

Beschreibung: Hinter dem dunklen Rand des Mondes taucht der Mars gerade wieder auf, wie man auf diesen kombinierten, scharfen Video-Einzelbildern sieht, die am 6. September aufgenommen wurden.

Doch um wieder aufzutauchen, musste der Mars natürlich zuerst verschwinden. Das tat er mehr als eine Stunde zuvor, als der sonnenbeleuchtete südliche Rand des abnehmenden Dreiviertelmondes vor den Roten Planeten zog, hier von Maceió in Brasilien aus gesehen.

Die Mondbedeckung fand statt, als der Mond nahe dem Apogäum stand, die Entfernung betrug etwa 400.000 Kilometer. Der Mars war fast 180 Mal weiter entfernt. Es war die vierte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 auf dem Planeten Erde.

Die fünfte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 ist in südlichen Breiten zu sehen und findet am 3. Oktober statt, wenn Mond und Mars am Himmel des Planeten Erde fast gegenüber der Sonne stehen.

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Mars am Rande des Mondes

Der Mond bedeckt Anfang September und Anfang Oktober von Südamerika aus gesehen den Planeten Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Scauso

Beschreibung: Bedeckt der Mond manchmal den Mars? Ja, denn der Mond wandert gelegentlich vor allen Planeten des Sonnensystems Planeten vorbei. Letzten Sonntag bedeckte der gewölbte abnehmende Mond den Mars, wie man an manchen Orten in Südamerika beobachten konnte.

Dieses Bild aus Córdoba in Argentinien zeigt die Bedeckung sehr schön, ihr seht den vertrauten, mit Kratern übersäten Mond im Vordergrund und ungewöhnlich knapp daneben den hellen Planeten Mars. Wenige Sekunden später verschwand Mars hinter dem Mond und tauchte ein paar Minuten später auf der anderen Seite des Mondes wieder auf.

Heute wandert der Mond nahe an, aber nicht vor der Venus vorbei.

Weil sich die Ausrichtung kaum ändert, wird der Mond, wenn er Anfang September und Anfang Oktober die nächsten beiden Male über diesen Teil des Himmels wandert, von Südamerika aus gesehen auch diese Male den Mars bedecken.

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