Gegenüber der untergehenden Sonne

Hinter einem bewaldeten Berg geht der Mond auf. Rechts unten ist der Erdschatten, über dem der rosige Venusgürtel verläuft. Rechts oben leuchtet der helle Planet Jupiter mit drei seiner galileischen Monde.

Bildcredit und Bildrechte: Roy Spencer

Als die Sonne am 30. April unterging, stieg gegenüber der Vollmond auf. Der gelbliche Mondschein leuchtet auf dieser Himmelslandschaft im Nordosten von Alabama über dem niedrigen Kamm des Lewis Mountain, der von Bäumen gesäumt ist.

Gegenüber der Sonne teilen sich drei Dinge das Sichtfeld im Teleobjektiv. Es waren der graue Erdschatten, der rosige Venusgürtel und der helle Planet Jupiter. Der riesige Planet nähert sich seiner Opposition, die er am 8. Mai 2018 erreicht. Winzige Lichtpunkte flankieren ihn. Es sind drei seiner großen galileischen Monde. Europa liegt unter Jupiter, Ganymed und Kallisto stehen darüber.

Der natürliche Begleiter der Erde ist näher und heller. Er wirkt riesig. Der Mond ist physisch gesehen etwas kleiner als Ganymed und Kallisto, aber etwas größer als die Wasserwelt Europa. Scharfe Augen erkennen die Spuren zweier Flugzeuge am klaren Abendhimmel.

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Erdschatten und Praesepe

Drei Bilder des Mondes veranschaulichen den runden Querschnitt des Erdschattens. Zwei Bilder entstanden kurz vor und nach Beginn der Totalität, das mittlere Bild etwa zum Höhepunkt der Finsternis. Rechts oben steht der Sternhaufen M44 oder Presaepe im Sternbild Krebs.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der dunkle Kernschatten der Erde hat die Form eines Kegels und ragt in den Weltraum. Bei einer Mondfinsternis erkennt man in der Entfernung des Mondes leicht seinen runden Querschnitt.

Dieses Kompositbild wurde am 31. Jänner auf der Nachtseite der Erde mit Teleobjektiv fotografiert. Der Erdschatten verleiht dem Mond eine rötliche Farbe. Die Phase der Totalität dauerte ungefähr 76 Minuten. Drei ausgerichtete Einzelbilder veranschaulichen den Schattenbereich der Mondbahn. Sie wurden kurz vor Beginn der Totalität, etwa zur Mitte und kurz nach dem Ende fotografiert.

Rechts oben steht der große Sternhaufen M44, der relativ nahe ist. Seine Distanz zu uns beträgt an die 600 Lichtjahre. Man kennt ihn auch als Praesepe oder Bienenkorb. Während der dunklen Totalität war er leichter zu sehen.

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Eine Mondfinsternis geht auf

Über Berghängen leuchtet ein rot-gelber Mond zwischen violetten Wolken am dunkelblauen Himmel vor der Dämmerung. Rechts oben steht der helle Stern Sirius.

Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar

Dieses stimmungsvolle Bild blickt auf einen fernen Horizont, wo der Trishul im verschneiten indischen Himalaja steht. Es wurde am 31. Januar an einem abgelegenen Ort fotografiert. Rechts oben leuchtet der hellste Stern Sirius.

Bei der lang ersehnten totalen Mondfinsternis geht der rote Mond auf und gleitet am Abend durch den Erdschatten. Die Finsternis war auf der Nachtseite des ganzen Planeten zu bewundern. Es war die erste von zwei totalen Mondfinsternissen im Jahr 2018 und der Auftakt eines guten Jahres für Leute, die den Mond beobachten.

Zugleich war es ein seltenes Vergnügen. Der verfinsterte Mond wirkte nahe dem Perigäum – das ist der erdnächste Punkt seiner Bahn – sehr groß. Es war auch der zweite Vollmond im Monat, den man auch „blauer Mond“ nennt. Bei der totalen Mondfinsternis am 27. Juli 2018 steht der Vollmond nahe beim Apogäum.

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Monduntergang bei Superga in den Alpen

Über rot beleuchteten verschneiten Bergen bei Turin geht der Mond unter. Rechts ragt über einem Wald ganz klein die Basilika Superga auf.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Der Vollmond im Dezember fand nahe dem Perigäum statt. Das ist der erdnächste Punkt seiner Bahn um unseren Planeten. Der große, helle Mond ist voll beleuchtet. Er geht auf dieser morgendlichen Landschaft bei der italienischen Stadt Turin über den zerklüfteten Bergen unter.

Es ist kurz vor Sonnenaufgang. Diffuses rötliches Sonnenlicht vom Rand des Erdschattens beleuchtet die Alpengipfel am Horizont. Die Hügel im Vordergrund liegen noch im Schatten. Doch das diffuse Licht der Sonne beleuchtet gerade Kuppel und Türme von Turins historischer Basilika Superga rechts unten auf einem Hügel.

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Alle Finsternisse 2017

Vier Bildfelder zeigen die Finsternisse des Jahres 2017 - zwei Mondfinsternisse und zwei Sonnenfinsternisse.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Diese vier Bildfelder zeigen alle Finsternisse von Mond und Sonne, die man 2017 auf dem Planeten Erde sah, im selben Maßstab. Ein Finsternisjäger verfolgte das Schattenspiel am Himmel in vier verschiedenen Ländern.

Links oben wird die Finsternissaison angepfiffen. Der Vollmond im Februar wurde in Tschechien fotografiert. Die zarte Schattierung der Mondfinsternis stammt vom Halbschatten, das ist der hellere äußere Erdschatten. Ende desselben Monats umgab rechts oben ein Feuerring den Neumond. Er wurde fast zum Höhepunkt der plakativen ringförmigen Sonnenfinsternis in Argentinien auf Film fotografiert. Darunter ist das Finsternispaar im August. Links trifft der dunkle Kernschatten der Erde den Mond bei einer partiellen Finsternis in Deutschland. Rechts umgibt die lebhafte Sonnenkorona im Westen der USA die völlig verfinsterte Sonne.

In den Bildfeldern sind links unten die Saroszyklen (Finsterniszyklen) der Finsternisse 2017 notiert.

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Die Mondfinsternis im August

Der Vollmond ist links in den Kernschatten der Erde getaucht. Das Bild wurde in Sydney fotografiert.

Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Dieses scharfe Kompositbild hat einen hohen Dynamikumfang. Es zeigt den Vollmond am 8. August. Es war etwa zur Mitte der partiellen Mondfinsternis. Das Bild wurde in Sydney in Australien vor Sonnenaufgang fotografiert. Süden ist oben. Links steht der dunkle Kernschatten der Erde. Der Streifzug des Vollmondes durch den Erdschatten war auf der östlichen Hälfte der Erde zu sehen.

Damit begann eine Serie an Finsternissen. Als Nächstes kommt die lang erwartete totale Sonnenfinsternis am 21. August. Dabei zieht der Schatten des Neumondes über Nordamerika. Der schmale Pfad der Totalität verläuft quer über die Vereinigten Staaten von Küste zu Küste.

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Schattenaufgang und Sonnenuntergang

Am Horizont über dem malerischen Bergpanorama aus Schweden geht links der Erdschatten auf und rechts geht die Sonne unter.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Eine Straße quert diese atemberaubende 360-Grad-Sicht. Sie kreuzt die abgelegene schwedische Bergregion Jämtland auf der Erde. Das Panorama ist ein 3×8-Mosaik aus Standbildern. Es wurde am 3. Mai mit einer kleinen Drohne in 200 Metern Höhe fotografiert.

Die Sonne geht im Nordwesten unter. Sie taucht die Szene in warmes Licht. Im Südosten steigt der dunkle Schatten der Erde auf. Eine kleine Sonnensäule zeigt die Position der Sonne, die knapp unter dem Horizont steht. Der rosarote Bogen, den man auch Venusgürtel nennt, bildet einen Rand am Erdschatten. Der Himmel ist bemerkenswert klar. In der Mitte steht der Halbmond über den Bergen. Seine halb beleuchtete Scheibe steht zwischen Sonnenuntergang und Schattenaufgang.

Um den unterschiedlich hellen Himmel vom Sonnenuntergang bis zum Erdschatten abzudecken, wurde eine Serie an Aufnahmen kombiniert. Der hohe Gipfel links neben dem Sonnenuntergang ist der Snasahögarna. Er ist etwa 1400 Meter hoch.

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Erdschatten über Damāwand

Über einer verschneiten Berglandschaft geht der Erdschatten auf, er ist der dunkelgraue Bogen am Horizont. Der Rand ist leicht rosarot, das ist der Venusgürtel. Darüber ist der Himmel blau.

Bildcredit und Bildrechte: Majid Ghohroodi

Über dem schönen Panorama wölbt sich der kristallklare Himmel. Am Dach der Welt geht der Bogen des Erdschattens auf. Die reizende Ansicht in der Dämmerung entstand aus acht Einzelbildern. Sie wurden am 6. April bei Sonnenuntergang auf 4000 Metern Seehöhe fotografiert.

Über der dunkelgrauen Grenze des Erdschattens liegt der abklingende rosarote Bogen der Gegendämmerung. Er wird auch Venusgürtel genannt und besteht aus rötlichem Sonnenlicht, das zurückgeworfen wird. Es mischt sich mit dem Himmel im Osten, der noch blau ist.

Am zerklüfteten Horizont ragt in der Mitte der weit entfernte, riesige scharfe Gipfel des Damāwand im verschneiten Elbursgebirge auf. Damāwand ist eine Gestalt der persischen Mythologie und Literatur, aber auch ein Stratovulkan, der 5610 Meter über Meereshöhe aufragt. Er ist der höchste Gipfel im Iran und im Nahen Osten.

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