Kathedrale, Berg, Mond

Auf einem Berg steht eine beleuchtete Kathedrale, dahinter ragt ein Berg auf, hinter dem der Mond aufgeht.

Bildcredit und Bildrechte: Valerio Minato

Solche Einzelaufnahmen wollen geplant sein. Zuerst muss man erkennen, dass eine so bemerkenswerte dreifache Überlagerung in der Fluchtlinie tatsächlich stattfindet. Der nächste Schritt ist, den besten Ort zu finden, um das zu fotografieren. Doch der dritte Schritt war der schwierigste: genau zur richtigen Zeit vor Ort zu sein und das bei klarem Himmel.

Bei fünf Versuchen in den letzten sechs Jahren hatte der Fotograf schlechtes Wetter. Aber vor zehn Tagen war das Wetter endlich perfekt. Ein fotografischer Traum konnte Wirklichkeit werden. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund die Basilika von Superga im italienischen Piemont. Der Berg dahinter ist der Monviso und ihr wisst sicherlich, welcher Mond den Hintergrund bildet.

Der aufgehende Mond wurde in einer Sichelphase aufgenommen. Doch die Belichtungszeit war lang genug, dass der doppelt reflektierten Erdschein, der auch Da-Vinci-Licht genannt wird, den ganzen obere Teil des Mondes beleuchten konnte.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

Zur Originalseite

Flugzeug kreuzt die Mondsichel

Am noch hellen Abendhimmel leuchtet eine orangefarbene Mondsichel, quer darüber verlläuft der orangefarbene Kondensstreifen. Das Flugzeug, das den Kondensstreifen zieht, fliegt nach links unten. Im Vordergrund sind einige dunkle Blätter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Juned Patel

Nein, der Mond ist kein Bogen, und nein, er schießt kein Flugzeug wie einen Pfeil. Das Bild zeigt eine zufällige Überlagerung. Der Kondensstreifen eines Flugzeugs ist normalerweise weiß, doch das große Luftvolumen zur aufgehenden Sonne streut bevorzugt blaues Licht. Daher erscheint einerseits der Himmel blau. Andererseits erhält der reflektierende Streifen einen leuchtend roten Farbton. Der Sichelmond, der weit hinter dem Flugzeug liegt, wirkt ebenfalls leicht rötlich.

Das Bild entstand Anfang letzten Monats in Bolton in Großbritannien. Es war so kurz nach Sonnenaufgang, dass die Sonne Flugzeug und Kondensstreifen von unten beleuchtete. Nur ein paar Minuten später war die improvisierte Himmelsschau schon wieder vorbei. Das Flugzeug flog aus dem Blickfeld. Der Mond ging auf, aber am heller werdenden Himmel war er schwieriger zu sehen. Der Kondensstreifen löste sich langsam auf.

Zur Originalseite

Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was da links herunterkommt, ist nur der Mond. Er ist weit entfernt. Luna wirkt hier so groß, weil sie durch ein Teleskop fotografiert wurde. Die Bewegung stammt von der Erde. Ihre Rotation bewirkt, dass der Mond langsam hinter dem Vulkan Teide auf den Kanarischen Inseln verschwindet. Die Inseln liegen nordwestlich vor der Küste von Afrika.

Die Personen im Video sind ca. 16 Kilometer entfernt. Einige schauen zur Kamera, weil sie beobachten, wie die Sonne hinter dem Fotografen aufging. Es ist kein Widerspruch, dass ein Vollmond untergeht, wenn die Sonne aufgeht, denn die Sonne steht am Himmel immer genau gegenüber dem Vollmond.

Dieses Video entstand im Mai 2018 beim Milchmond. Es ist kein Zeitraffer. Der Mond geht wirklich so schnell unter. Der Vollmond im Mai wird manchmal Blumenmond, Wonnemond oder eben Milchmond genannt.

Zur Originalseite

Artemis 1: Flugtag 13

Links unten in der Ecke ist eine Raumkapsel mit einem riesigen NASA-Schriftzug und NASA-Logo, rechts oben sind der Mond und rechts daneben die Erde zu sehen, beide aus beträchtlicher Entfernung nebeneinander.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag (28. November 2022) der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine maximale Entfernung von seiner Heimatwelt.

Mit einer Entfernung von über 430.000 Kilometern von der Erde in einer retrograden Umlaufbahn übertraf Orion den Rekord für das am weitesten entfernte Raumfahrzeug, das für den Transport von Menschen entwickelt wurde. Dieser Rekord wurde 1970 während der Apollo-13-Mission zum Mond aufgestellt.

In diesem Videobild von Orion am 13. Flugtag der Mission Artemis I sind Erde und Mond im selben Blickfeld. Der Planet und sein großer natürlicher Satellit erscheinen aus der Perspektive des unbesetzten Raumschiffs sogar etwa gleich groß.

Zur Originalseite

Ein Windhosen-Tornado über Kansas

Über einem dunklen Horizont schwebt eine dunkle, trichterförmige Landhose, die eine zweite dünnere Windhose enthält. Am blauen Himmel dahinter schweben einige Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Hannon

Bei dem abgebildeten Tornado handelt es sich um eine sogenannte Landhose bzw. Windhose – eine ungewöhnliche Tornadoart, die gelegentlich am Rande eines heftigen Gewitters auftritt. Das Foto dieser Windhose wurde im Juni 2019 in Kansas, USA, von einem erfahrenen Sturmjäger aufgenommen und identifiziert. Der eigentliche Tornado befindet sich in der Mitte, und der äußere Mantel wurde wahrscheinlich durch den vom Tornado aufgewirbelten Staub erzeugt.

Bislang ist die Erde der einzige Planet von dem man weiß, dass er Tornados erzeugt, allerdings wurden auch auf der Sonne Tornado-ähnliche Aktivitäten beobachtet und Staubteufeltreten auf dem Mars sogar recht häufig auf.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

Zur Originalseite

Orion und Planet Erde

Links ragt die Raumsonde Orion ins Bild, rechts unten leuchtet der Planet Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Vor einem Jahr, am 16. November um 7.47 MEZ, hob eine Space Launch System Rakete von der Erde ab. An Bord die Orion Raumkapsel der Artemis I Mission, der erste Gesamttest des Deep Space Exploration Systems der NASA.

Mehr als eine Stunde nach dem Start von der historischen Startrampe 39B am Kennedy Space Center fing eine von Orions externen Videokameras diese Ansicht ihrer neuen Perspektive aus dem Weltraum ein. Im Vordergrund am Boden des europäischen Servicemoduls sind Orions Orbital Maneuvering System Triebwerk und die Hilfstriebwerke zu sehe. Hinter einem der 7 Meter langen, ausgeklappten Sonnenkollektoren des Moduls liegt die wunderschöne Heimat der Raumkapsel.

Die Mission Artemis I wurde ohne Besatzung durchgeführt. Auf dem Weg zu einem retrograden Orbit 70.000 Kilometer jenseits des Mondes, machte die Raumkapsel nahe Vorbeiflüge an der Mondoberfläche. Während der 25 Tage dauernden Mission wurden Ressourcen getestet, welche die Erforschung von Mond und Mars durch Menschen ermöglichen sollen.

Aufbauend auf dem Erfolg von Artemis I wird die Mission Artemis II frühestens im November 2024 mit einer vierköpfigen Besatzung an Bord um den Mond und zurückfliegen.

Zur Originalseite

Böenwalze über Wisconsin

Hinter dunklen Häuserfassaden baut sich am wolkenbedeckten Himmel eine bedrohlich wirkende Wolkenwalze auf.

Bildcredit: Megan Hanrahan (Pierre cb), Wikipedia

Welche Art Wolke ist das? Es ist eine Arcuswolke, eine sogenannte Böenwalze. Diese seltenen langen Wolken können in der Nähe einer vorrückenden Kaltfront entstehen. Der Fallwind einer näherrückenden Sturmfront kann dazu führen, dass feuchte, warme Luft aufsteigt, unter ihren Taupunkt abkühlt und so eine Wolke bildet. Wenn das gleichmäßig entlang einer ausgedehnten Front passiert, kann eine Rollwolke entstehen.

In einer Rollwolke kann die Luft entlang der langen waagrechten Achse der Wolke zirkulieren. Man geht davon aus, dass sich eine Böenwalze nicht in einen Wirbelsturm verwandeln kann. Anders als eine Shelf-Wolke ist eine Rollwolke vollständig von ihrer Herkunfts-Gewitterwolke losgelöst.

Hier seht ihr eine weit in die Ferne reichende Böenwalze, die entstand, als sich 2007 in Racine im US-amerikanischen Wisconsin ein Sturm näherte.

Zur Originalseite

Planet Erde bei Nacht II

Bildcredit: NASA, Portal für Astronautenfotografie, ISS-Expedition 53; Musik: The Low Seas (Die 126er)

Aus Zeitrafferabläufen, die 2017 auf der Internationalen Raumstation gefilmt wurden, entstand dieses ruhige Video des Planeten Erde bei Nacht. Genießen wir zu Beginn die Aussicht aus der niedrigen Erdumlaufbahn auf grüne und rote Polarlichter, die den Himmel einhüllen. Der nächtliche Filmausschnitt wandert von Nordwest nach Südost über Nordamerika zum Golf von Mexiko und zur Küste von Florida. Der zweiter Teil zeigt europäische Stadtlichter, kreuzt das Mittelmeer und wandert über den hellen Nil nach Nordafrika.

Vom Außenposten im Orbit gesehen leuchten unten unregelmäßige Blitze in Gewittern auf, und über dem gekrümmten Horizont des Planeten gehen hinter dem zarten Nachthimmellicht in der Atmosphäre Sterne auf. Ihr könnt jederzeit zu Hause die Lebenszeichen des Planeten Erde beobachten.

Zur Originalseite