Cassini zeigt den Saturnmond Pan

Der Saturnmond Pan im Bild sieht seltsam aus. Er hat einen riesigen Wall, der um den ganzen Mond läuft. Seine Oberfläche ist von langen Verwerfungen überzogen. Der Mond hat nur wenige Krater.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Warum sieht der Saturnmond Pan so seltsam aus? Letzte Woche fotografierte die robotische Raumsonde Cassini, die um Saturn kreist, sagenhaft detailreiche Bilder des Mondes. Sie zeigen einen Mond, der an eine Walnuss erinnert.

Um die Mitte verläuft eine Platte. Andere Strukturen auf Pan sind hügeliges Gelände, lange Bergrücken und ein paar Krater. Pan ist etwa 30 km groß. Er kreist in der Encke-Teilung von Saturns ausgedehntem A-Ring, die nur 300 km breit ist. Diese Lücke ist seit den späten 1800er-Jahren bekannt.

Nächsten Monat wird Cassini an Saturns massereichen Mond Titan angenähert. Dabei wird die Sonde in eine finale Bahnserie gelenkt, auf der sie mehrmals innerhalb der Saturnringe kreist. Sie wird auf das Eintauchen in Saturns Atmosphäre vorbereitet.

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Titan hinter den Ringen

Vor dem wolkigen, ockerfarbenen Mond Titan ragen die Saturnringe von links ins Bild. Sie sind von einer breiten Lücke unterteilt. Über den Ringen schwebt der kleine Mond Epimetheus.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Wenn ihr um Saturn kreist, werft unbedingt einen Blick auf atemberaubende Reihen von Monden und Ringen. Vor einiger Zeit bot sich der Roboter-Raumsonde Cassini eine malerische Aussicht. Cassini umkreist derzeit Saturn.

Im April 2006 fotografierte Cassini Saturns A– und F-Ring. Sie türmen sich vor dem wolkenbedeckten Titan auf. Nahe der Ringe stand Epimetheus knapp über Titan. Dieser Mond kreist knapp außerhalb des F-Ringes. Der dunkle Raum im A-Ring ist die Encke-Teilung. Dort kreisen mehrere dünne, verknotete Ringe und sogar der kleine Mond Pan.

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Saturn von oben

Saturn ist schräg von oben zu sehen. Der Planet wirft einen Schatten auf die Ringe. Das Wirbelsturm-Sechseck, das den Nordpol umgibt, ist ganz von der Sonne beleuchtet.

Bildcredit und Lizenz: NASA/JPL/SSI; Gestaltung: Gordan Ugarkovic

Dieses Saturnbild kann nicht auf der Erde entstanden sein. Kein Bild, das auf der Erde fotografiert wurde, kann die Nachtseite von Saturn und den Schatten zeigen, den der Planet auf die Saturnringe wirft. Die Erde ist der Sonne viel näher als Saturn. Daher sieht man von der Erde aus nur die Tagseite des Ringplaneten.

Dieses Bildmosaik entstand zu Beginn des Monats. Es wurde von der Roboter-Raumsonde Cassini aufgenommen, die derzeit um Saturn kreist. Die schönen Saturnringe sind ganz zu sehen, auch Details der Wolken wie das polare Sechseck, das den Nordpol umgibt, und ein ausgedehntes helles Sturmsystem.

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In, durch und hinter Saturns Ringe

Von links ragen die fast von der Seite sichtbaren Saturnringe ins Bild. Hinten ragt Titan groß auf, davor leuchtet Dione, rechts außerhalb der Ringe ist Pandora und in der Encketeilung ist der Schäfermond Pan.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Wenn ihr genau genug hinseht, erkennt ihr oben im Bild einen vierten Mond. Der erste und am weitesten entfernte ist Titan, der größte Saturnmond und einer der größeren Monde im Sonnensystem. Die dunkle Struktur oben auf dieser ständig bewölkten Welt ist die Nordpolkappe.

Der zweitauffälligste Mond ist die helle Dione mit Kratern und langen Eisklippen im Vordergrund. Von links ragen mehrere von Saturns ausgedehnten Ringen ins Bild, darunter Saturns A-Ring mit der die dunklen Encketeilung. Ganz rechts, knapp außerhalb der Ringe, steht Pandora. Dieser Mond ist nur 80 Kilometer groß und hütet Saturns F-Ring.

Und der vierte Mond? Wenn ihr genau in die Encketeilung schaut, findet ihr einen Fleck, es ist Schäfermond Pan. Er ist zwar mit seinem Durchmesser von 35 Kilometern einer der kleinsten Saturnmonde, doch Pan ist massereich genug, um die Encketeilung relativ frei von Ringteilchen zu halten.

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Titan hinter den Ringen

Hinter einem Asschnitt der Saturnringe mit deutlich erkennbaren Teilungen ist der große Mond Titan zu sehen, über den Ringen ist der kleine Mond Epimetheus zu sehen.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wenn ihr Saturn beobachtet, haltet auch Ausschau nach atemberaubenden Aussichten mit Monden und Ringen. Die Roboter-Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umrundet, schickte kürzlich eine malerische Perspektive. Im April 2006 nahm Cassini die A– und F-Ringe Saturns auf, als sie sich vor dem wolkenbedeckten Titan ausbreiteten. In der Nähe der Ringe und direkt über Titan seht ihr Epimetheus – ein Mond, dessen Bahn unmittelbar außerhalb des F-Rings verläuft. Der dunkle Raum im A-Ring wird als Encke-Teilung bezeichnet, obwohl sich mehrere dünne, verknotete kleine Ringe und sogar der kleine Mond Pan dort befinden. Cassini und neugierige Erdlinge warten auf das kommende Saturn-Äquinoktium im Sommer, wenn die Ringebene direkt zur Sonne weist. Dann werden voraussichtlich geheimnisvolle Speichen und aufschlussreiche Schatten sichtbar, die neue Hinweise auf die Natur der Ringteilchen Saturns liefern.

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