An der Quelle des Goldes

Von oben ragt ein dunkler Himmelskörper mit goldfarbenen Schlieren ins Bild, darunter ist ein kleinerer Körper mit einer blauen und weißen Korona.

Bildcredit: Dana Berry, NASA

Woher stammt das Gold in eurem Schmuck? Niemand weiß das genau. Im Sonnensystem gibt es anscheinend mehr Gold, als im frühen Universum, in den Sternen und sogar bei typischen Supernovaexplosionen entstanden sein kann.

Kürzlich schlugen Forschende eine neue Quelle vor. Sie vermuten, neutronenreiche schwere Elemente wie Gold könnten am leichtesten bei seltenen neutronenreichen Explosionen entstehen. Ein Beispiel ist die Kollisionen von Neutronensternen.

Dieses Bild ist eine künstlerische Illustration. Zwei Neutronensterne kommen einander auf spiralförmigen Bahnen näher. Kurz darauf kollidieren sie. Kollisionen von Neutronensternen wurden auch als Ursprung der kurzen Gammablitze vorgeschlagen. Vielleicht besitzt ihr also schon ein Andenken an eine der mächtigsten Explosionen im Universum!

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SDSS J102915+172927: Der Stern, den es nicht geben dürfte

Die Grafik zeigt die Verteilung der Elemente im Stern SDSS J102915+172927. Er enthält 75% Wasserstoff und 25% Helium und nur 0,00007% andere Elemente. Die Tortengrafik liegt vor einem Foto des Sterns.

Bildcredit: ESO, DSS2

Warum enthält dieser Stern so wenig schwere Elemente? Sterne, die in der Generation unserer Sonne entstanden sind, enthalten Elemente, die schwerer sind als Wasserstoff (H) und Helium (He). Diese Elemente sind mit den Atmosphären der Sterne gemischt.

Sterne der Population II entstanden in der Generation vor unserer Sonne. Sie erzeugten einen Großteil der schweren Elemente, die es heute gibt. Diese Sterne enthalten nur wenige Elemente, die schwerer sind als H und He. Es gibt die Vermutung, dass sogar Sterne der Population III eine gewisse Menge an schweren Elementen enthalten haben. Sterne der Population III waren ersten im Universum. Sie sind sehr flüchtig und wurden nie beobachtet. Man vermutet, dass sie große Massen hatten.

Der Stern SDSS J102915+172927 liegt in der Milchstraße und hat wenig Masse. Doch er enthält anscheinend weniger Metalle, als man je bei einem Stern für möglich gehalten hätte. Sein Gehalt an Lithium ist mindestens 50 Mal geringer als die Menge an Lithium, die beim Urknall entstand.

Der Stern wurde bei der Sloan Digital Sky Survey (SDSS) katalogisiert. Er ist oben dargestellt. Man untersuchte diesen Stern sehr genau mit Spektroskopen an einem der großen VLT-Teleskope in Chile. Dabei entdeckte man seine ungewöhnliche Natur. Viele Modelle für Sternbildung zeigen, dass so ein Stern nicht einmal entstanden sein dürfte. Daher wird er weiter untersucht. Eine führende Hypothese vermutet, dass das fragile ursprüngliche Lithium im heißen Kern des Sterns zerstört wurde.

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Mono Lake: Heimat der fremdartigen Mikrobe GFAJ-1

Von einem Berg aus ist unten ein runder See mit einer Insel in der Mitte zu sehen, dahinter reichen Berge bis zum leicht bewölkten Horizont. Links oben ist ein Einschub mit weißen ovalen Formen.

Credit: Wikipedia; Einschub: Jodi Switzer Blum

Beschreibung: Wie fremdartig kann außerirdisches Leben sein? Im Mono Lake im US-amerikanischen Kalifornien wurden Hinweise entdeckt, dass die für Leben auf der Erde wichtigen Elemente draußen im Universum andere sein könnten.

Ein Bakterium auf dem Grund des Sees liefert Hinweise, dass es nicht nur eine Fülle an normalerweise giftigem Arsen erträgt, sondern dass ihm Arsen vielleicht sogar als Ersatz für Phosphor dient. Das Element Phosphor wird von jeder anderen irdischen Lebensform gebraucht. Das Ergebnis ist überraschend und vielleicht kontrovers, weil organische Moleküle, die Arsen enthalten, vermutlich viel brüchiger sind als organische Moleküle, die Phosphor enthalten.

Oben seht ihr den 7,5 Kilometer großen Mono Lake vom nahe gelegenen Mount Dana. Das kleine Bild zeigt die ungewöhnlichen Bakterien GFAJ-1, die vielleicht auf einer anderen Welt überleben könnten.

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