Eine Sonnensäule über Norwegen

Hinter einem norwegischen Fjord geht die Sonne unter. Sie bildet zwei Sonnensäulen - eine durch die Reflexionen auf dem Wasser, eine zweite durch Reflexionen an Eiskristallen in der Luft, die zu Boden flattern.
Bildcredit und Bildrechte: Thorleif Rødland

Habt ihr schon mal eine Sonnensäule gesehen? So eine ungewöhnliche Lichtsäule kann entstehen, wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht. Wenn dann auch noch flache, sechsseitige Kristalle aus Eis in hoch oben liegenden Wolken entstehen und zu Boden flattern, können sie das Sonnenlicht reflektieren.

Wenn die Kristalle zu Boden flattern, kommen sie durch den Luftwiderstand die meiste Zeit fast waagrecht zu liegen. Ein Teil des Sonnenlichts wird an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert. So entsteht der Effekt einer Sonnensäule. Dieses Bild entstand letzte Woche. Darauf reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die hinter dem Fensfjord in Norwegen untergeht.

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Mondhalo über Steinkreis

Am Himmel leuchtet ein heller Kreis um den Mond. Er entsteht durch Eiskristalle in den Wolken, die den Himmel dünn überziehen. Unten sind Steine in einem Kreis um einen Wackelstein angeordnet. Der Wackelstein ist ein Relikt von der letzten Eiszeit.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Fotografie

Habt ihr schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das sieht man häufig, wenn hohe dünne Wolken, in denen Millionen winziger Eiskristalle schweben, einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall wirkt wie eine winzige Linse.

Die meisten Kristalle sind länglich und haben eine sechseckige Form. Wenn Licht in eine Kristallfläche eintritt und durch die Fläche gegenüber austritt, wird es um 22 Grad abgelenkt. Das entspricht dem Radius eines Mondhalos. Tagsüber kann ein ähnlicher Halo um die Sonne sichtbar sein. Wie die Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Das Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat im walisischen Pontypridd Common in (GB) fotografiert. Ein Steinkreis am Boden wiederholt den Eiskreis am Himmel. Der Wackelstein in der Mitte stammt aus der letzten Eiszeit. Die Steine im Kreise wurden erst im 19. Jahrhundert außen herum aufgestellt.

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Die Silhouette von Enceladus

Oben liegt die dunkle Silhouette des Mondes Enceladus. Er verdeckt einen Teil der Ringe in der Mitte. Im Gegenlicht sieht man, wie Eisschwaden aus seinem Südpol strömen. Die Ringe sind zwei helle Streifen waagrecht in der Mitte. Unten ist der kleine Mond Pandora.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Dieses Bild der Raumsonde Cassini vom 1. November 2009 zeigt den Mond Enceladus. Er ist 500 km groß und eine der interessantesten Welten im Sonnensystem. Die Sonne beleuchtet ihn von hinten. Das dramatische Licht zeigt Schwaden, die ständig aus dem Südpol des Saturnmondes ins Weltall strömen.

Cassini entdeckte die eisigen Wolken 2005. Sie strömen wahrscheinlich aus einem Ozean unter der Eishülle von Enceladus. Das Material gelangt direkt in Saturns äußeren, zarten E-Ring und sorgt dafür, dass die Oberfläche von Enceladus so stark reflektiert wie Schnee. Im ganzen Bild streuen Saturns eisige Ringe Sonnenlicht zu Cassinis Kameras. Hinter den Ringen befindet sich die Nachtseite des 80 Kilometer großen Mondes Pandora. Das Licht von Saturn beleuchtet ihn schwach.

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Der Blizzard von 1938 auf der Oberen Halbinsel Michigan

Aus einer meterhohen Schneewechte ragt ein Strommast. Das Bild entstand beim Jahrhundertsturm, der 1938 auf der Oberen Halbinsel von Michigan wütete.

Bildcredit: Bill Brinkman; Dank an: Paula Rocco

Was kann ein Schneesturm anrichten? Im Jahr 1938 fand auf der Oberen Halbinsel von Michigan ein Jahrhundertsturm statt. Dabei waren manche Schneewechten so hoch wie Telefonmasten. Der Schneesturm begann diese Woche vor 80 Jahren. Dabei fiel in nur zwei Tagen fast ein Meter unerwarteter Neuschnee.

Als der Schnee fiel und orkanartige Winde diesen unglaublich hoch aufhäuften, wurden viele Straßen nicht nur unpassierbar, sondern sogar unräumbar. Menschen saßen fest. Autos, Schulbusse und ein Zug blieben stecken. Es wütete sogar ein gefährliches Feuer. Zum Glück starben nur zwei Menschen, obwohl einige Studenten tagelang in einer Schule festsaßen. Ein Einheimischer fotografierte dieses Bild kurz nach dem Sturm.

Am Ende schmolz der Schnee. Wenn solche Schneestürme wiederholt auftreten, entstehen in schneereichen Regionen auf der Erde dauerhafte Gletscher. Doch ohne Schnee schmelzen sie.

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Sonnenhalo über Schweden

Videocredit und -rechte: Håkan Hammar (Vemdalen Ski Resort, SkiStar)

Was ist mit der Sonne passiert? Manchmal wirkt es, als wäre sie durch eine riesige Linse zu sehen. Doch in diesem Video sind es Millionen winziger Linsen: Eiskristalle. Wasser kann in der Atmosphäre kleine, flache, sechsseitige Eiskristalle bilden. Wenn sie zur Erde flattern, ist ihre flache Seite die meiste Zeit parallel zum Boden gerichtet.

Bei Sonnenaufgang oder -untergang steht man in der gleichen Ebene wie viele fallende Eiskristalle. Wenn die Kristalle flach ausgerichtet sind, wirken sie wie eine winzige Linse. Sie brechen Sonnenlicht in unsere Richtung. Dabei entstehen Phänomene wie Parhelia. Das ist der technische Begriff für Nebensonnen.

Dieses Video entstand vor einem Monat bei einem Schihügel im Vemdalen Ski Resort. Das Resort befindet sich in der Nähe von Stockholm in Schweden. In der Mitte ist das direkte Bild der Sonne. Links und rechts daneben leuchten zwei markante, helle Nebensonnen. Man sieht auch einen hellen 22-Grad-Ring und sogar den seltenen 46-Grad-Ring, der viel blasser ist. Auch er entsteht durch Sonnenlicht, das von Eiskristallen in der Atmosphäre reflektiert wird.

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Schwaden über Enceladus sind förderlich für Leben

Über der rissigen Oberfläche von Enceladus steigen am oberen Rand helle Eisschwaden strahlenförmig auf.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Hat Enceladus Ozeane unter der Oberfläche, in denen es Leben geben könnte? Im Jahr 2005 entdeckte die Raumsonde Cassini in der Saturn-Umlaufbahn Schwaden aus Wasserdampf und Eiskristallen. Erst einmal wusste man nicht, woher das Wasser für diese Ströme kommt. Nun gibt es Hinweise auf einen Ozean unter der Oberfläche von Enceladus, der durch Gezeitenreibung erwärmt wird.

Vorne ist die strukturierte Oberfläche von Enceladus. In der Ferne dringen Schwaden reihenweise aus den Rissen im Eis. Durch den Winkel, aus dem das Sonnenlicht kommt, erkennt man die Schwaden und die aufsteigenden Schatten der Nacht besser.

Ein Flug durch eine Schwade lieferte Hinweise, dass sie – und auch der mögliche Ozean darunter – viel molekularen Wasserstoff enthält. Er wäre als Futterquelle für Mikroben brauchbar, die eventuell dort leben könnten.

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Kondensstreifen und Sonnenhalo

Die Sonne ist von einem kreisrunden 22-Grad-Halo in Regenbogenfarben umrundet. Innen ist der Halo dunkler als außen. Quer über die Sonne verläuft ein dunkler Streifen, der in der Mitte hell wird, nach oben steigt und einen Schatten wirft. Links unten ist die Silhouette des Horizonts.

Bildcredit und Bildrechte: Alexandros Maragos

Was ist am Himmel passiert? Hier sind mehrere alltägliche Elemente am Tageshimmel auf ungewöhnliche Art und Weise kombiniert. Weit hinter den Silhouetten von Hügeln steht die wie üblich helle Sonne. Vor der Sonne liegen dünne Wolken. Solche Wolken enthalten manchmal eine Schicht sechseckiger Eiskristalle. Diese Kristalle erzeugen den 22-Grad-Halo aus Licht um die Sonne.

Die ungewöhnliche gekrümmte Linie, die das Bild kreuzt, ist ein Kondensstreifen. Das ist eine Art Wolke, die von Flugzeugen ausgestoßen wird. Ein Großteil des Kondensstreifens liegt hinter den dünnen Wolken. Er wirft von dort einen Schatten auf die Wolke. Das verleiht dem Bild eine ungewöhnliche Dreidimensionalität. Das Bild wurde Ende Jänner in der Stadt Patras im Westen von Griechenland fotografiert.

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Meteore versus Supermond

Über einem Stausee leuchtet der helle Vollmond. Links steht das Sternbild Orion blass am Horizont. Am Himmel blitzen einige wenige sehr helle Meteore.

Bildcredit und Bildrechte: Wang, Letian

Meteore der Geminiden kämpften in der Nacht von 13. auf 14. Dezember mit dem Licht eines Supermondes. Das Bild zeigt den Nachthimmel über dem Planeten Erde im Licht des Vollmondes. Die Staubstückchen des rätselhaften Asteroiden 3200 Phaethon führen zu den Meteorspuren. Sie sind schneller als eine Gewehrkugel, denn sie rasten mit 35 Kilometern pro Sekunde dahin.

Trotzdem sah man nur die hellsten Meteore, denn der letzte Vollmond beim Perigäum 2016 schien die ganze lange Nacht. Im Laufe von mehreren Stunden wurden einige Meteore fotografiert. Man kann sie auf dieser Nachtlandschaft zum Radianten in den Zwillingen (Gemini) zurückverfolgen. Am Horizont leuchtet das Sternbild Orion. Die Mondscheibe ist überbelichtet. Sie scheint über dem ruhigen Wasser des Miyun-Stausees. Er liegt nordöstlich von Stadt Peking in China.

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