Ein vierfacher Mondhalo über Spanien

Siehe Beschreibung. Nachthimmel mit Mondhalos und Sirius, Orion und Beteigeuze. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dani Caxete

Beschreibung: Manchmal verwandeln fallende Eiskristalle die Atmosphäre in eine gigantische Linse, die Bögen und Halos um Sonne oder Mond zaubert. Letzten Samstag war nachts in der Nähe von Madrid (Spanien) so etwas zu beobachten, als am Winterhimmel nicht nur der helle Mond zu sehen war, sondern auch insgesamt vier der seltenen Mondhöfe.

Das hellste Objekt in der Nähe des oberen Bildrandes ist der Mond. Das Licht des Mondes wird durch taumelnde sechsseitige Eiskristalle in einen 22-Grad-Halo gebrochen, der den Mond umgibt. Den 22-Grad-Bogen verlängert ein waagrecht umlaufender Halo, der durch prismenförmige Eiskristalle entsteht. Seltener ist zu beobachten, dass etwas Mondlicht durch ferne, taumelnde Eiskristalle gebrochen wird und einen (dritten), 46 Grad vom Mond entfernten regenbogenähnlichen Bogen bildet, der hier knapp über der malerischen Winterlandschaft verläuft. Weiters ist auch ein Teil eines ganzen, kreisförmigen 46-Grad-Hofes zu sehen, sodass ein – vor allem beim Mond – extrem seltener vierfacher Halo fotografiert wurde.

Die schneebedeckten Bäume im Vordergrund säumen die Straße Puerto de Navacerrada in der Sierra de Guadarrama in der Nähe von Madrid. Ganz im Hintergrund sieht man eine berühmte Winterhimmelslandschaft – mit Sirius, dem Gürtel des Orion und Beteigeuze, die zwischen den inneren und äußeren Bögen zu sehen sind.

Solche Halos und Bögen sind meist minutenlang bis mehrere Stunden zu beobachten. Wenn Sie also einen sehen, nehmen Sie sich doch die Zeit, um Familie, Freunde oder Nachbarn auf dieses ungewöhnliche optische Phänomen am Himmel aufmerksam zu machen.

Umfrage: Haben Sie schon einmal einen Mondhalo gesehen?
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Eine Sonnensäule über Ontario

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Bildcredit und Bildrechte: Rick Stankiewicz (Peterborough Astronomical Association)

Beschreibung: Was ist das am Horizont? Nein, es ist kein außerirdisches Raumschiff, das ferne Erdlinge bekämpft, sondern eine Sonnensäule. Bei einer Fahrt durch Ontario in Kanada Anfang Juni wurde der Fotograf von der „schaurig-schönen“ Aussicht überrascht und fotografierte sie sofort. Wenn die Luft in der Atmosphäre kalt ist, bilden sich manchmal flache, sechseckige Eiskristalle, die aus hoch gelegenen Wolken fallen. Durch den Luftwiderstand liegen diese Kristalle dann die meiste Zeit, in der sie zum Boden wedeln, fast flach. Wenn man sie vor der auf– oder untergehenden Sonne betrachtet, reflektieren diese flachen Kristalle Sonnenlicht und erzeugen eine ungewöhnliche Lichtsäule – eine Sonnensäule wie die oben abgebildete. Solche Säulen aus Licht sind nicht ungewöhnlich. Eine Rückschau auf frühere APODs, die pittoreske Sonnensäulen zeigen, ist hier zu sehen.

Aufruf: Suchen Sie Blogs, die älter sind als APOD.
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Irisierende Wolken über dem Top of the World Highway

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Credit und Bildrechte: Charles Stankievech und Sophie Springer

Beschreibung: Warum kann eine Wolke verschiedene Farben aufweisen? Ein relativ seltenes Phänomen, das als „irisierende Wolken“ bekannt ist, kann ungewöhnlich lebendige Farben aufweisen oder sogar ein ganzes Spektrum an Farben zugleich. Diese Wolken werden aus kleinen, fast gleich großen Wassertröpfchen gebildet. Wenn die Sonne in der richtigen Position steht und großteils durch dicke Wolken verborgen ist, brechen diese dünneren Wolken das Sonnenlicht deutlich und beinahe einheitlich, wobei verschiedene Farben verschieden stark abgelenkt werden. Daher erreichen unterschiedliche Farben den Beobachter aus leicht verschiedenen Richtungen. Viele Wolken weisen am Rand einheitliche Regionen auf, welche ein Schillern zeigen könnten, aber zu schnell zu dick oder zu uneinheitlich werden oder zu weit von der Sonne entfernt sind, um auffällige Farben aufzuweisen. Diese irisierenden Wolken wurden letztes Jahr am Top of the World Highway außerhalb von Dawson City im Yukon Territory im Norden Kanadas fotografiert.

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Säule bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: David Alquist

Beschreibung: Gerötetes Licht von der untergehenden Sonne erhellt die Wolkenbänke, die diese schneebedeckte, schroffe Landschaft umgeben. Der Sonnenuntergang, der zu einem Augenblick stiller Kontemplation anregte, zeigte eine markante Lichtsäule, welche die Wolken am Himmel mit den Bergen darunter zu verbinden schien. Das Phänomen ist als Sonnensäule bekannt. Der leuchtende Pfeiler entstand durch Sonnenlicht, das von flachen, sechsseitigen Eiskristallen reflektiert wurde, die hoch in der kalten Atmosphäre entstehen und zum Boden rieseln. Letzten Montag beobachteten Astronomen, wie diese Sonnensäule langsam verblasste, während das Zwielicht stärker wurde und der aufklarende, dunkle Himmel zum Mt. Jelm und dem Wyoming-Infrarotobservatorium kam.

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Ungewöhnliche Lichtsäulen über Lettland

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Credit und Bildrechte: Aigar Truhin

Beschreibung: Was geschieht über dieser Stadt? Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass diese seltsamen Lichtsäulen über hellen Lampen zu sehen sind und wahrscheinlich fallende Eiskristalle an diesem Phänomen beteiligt sind, die diese Lichter reflektieren. Der Grund weshalb sich diese Säulen oben auffächern ist derzeit nicht bekannt – Leser von APOD könnten das durch Teilnahme an einer Forumsdiskussion ergründen. Das obige und mehrere ähnliche Bilder wurden letzten Monat mit einer gewöhnlichen Digitalkamera in Sigulda in Lettland aufgenommen. Die Luft wurde als relativ kalt und voll kleiner Eiskristalle beschrieben, genau von der Art, die dafür bekannt ist, verschiedene beeindruckende, aber gut bekannte Himmelsphänomene wie Lichtsäulen, Sonnensäulen, Nebensonnen und Mondhalos zu erzeugen. Der kalte und schneereiche Winter dieses Jahres in einigen Teilen der Nordhalbkugel der Erde bietet Himmelsbeobachtern neue und normalerweise unerwartete Möglichkeiten einige dieser ungewöhnlichen optischen atmosphärischen Erscheinungen selbst zu beobachten.

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