Mystischer Berg aus Staub im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA und M. Livio (STScI)

Im Carinanebel kämpfen Sterne gegen Staub an, und am Ende gewinnen die Sterne. Genauer gesagt, das energiereiche Licht und die Winde massereicher, neuer Sterne verdampfen und zerstreuen die staubigen Sternschmieden, in denen sie entstanden sind.

Diese Säulen im Carinanebel kennt man informell als Mystischer Berg. Dunkler Staub bestimmt ihre Erscheinung, obwohl sie großteils aus klarem Wasserstoff bestehen. Staubsäulen wie diese sind eigentlich viel dünner als Luft. Sie erscheinen aber wegen ihres Anteils an undurchsichtigem interstellarem Staub als Berge. Der Anteil ist aber relativ gering.

Das Bild ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Es wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und zeigt einen inneren Bereich von Carina, der etwa drei Lichtjahre breit ist. In wenigen Millionen Jahren kommen die Sterne wahrscheinlich ganz heraus, und der ganze Staubberg verdampft.

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Komposit mit Messier 20 und 21

Mitten im Bild schwebt der Trifidnebel. Er ist von vielen Sternen umgeben. Unmittelbar am Rand verläuft eine zarte blaue Nebelwolke, der Hintergrund ist voller roter Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Der prachtvolle Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt. Er ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt und eine farbige Studie an kosmischen Kontrasten. Dieses fast 1 Grad breite Feld teilt er sich mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 links oben.

Staubbahnen spalten Trifid in drei Teile. Er ist ungefähr 40 Lichtjahre groß und an die 300.000 Jahre alt. Das macht ihn zu einer der jüngsten Regionen mit Sternbildung am Himmel. In die Staub- und -gaswolken der Entstehung sind neue und junge Sterne eingebettet. Die Entfernung zum offenen Sternhaufen M21 ist ähnlich wie die zu M20. Doch obwohl sich die beiden im Teleskop die prächtige Himmelslandschaft teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung.

Die Sterne von M21 sind viel älter, etwa 8 Millionen Jahre. M20 und M21 findet man leicht mit kleinen Teleskopen im nebelreichen Sternbild Schütze. Diese gut gestaltete Szene ist ein Komposit. Es entstand mit zwei verschiedenen Teleskopen. Filter führten zu Schmalbanddaten, ein hoch aufgelöstes Bild von M20 wurde mit einem breiteren Bildfeld kombiniert, das bis M21 reicht.

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Der prächtige Nebel in Carina

Der Carinanebel ist riesig, er leuchtet rot und orangefarben mitten im Bild. Dahinter sind viele kleine Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Amit Ashok Kamble

Im Nebel NGC 3372 geschehen einige äußerst seltsame Dinge. Er liegt in einem der hellsten Teile der Milchstraße. Man kennt ihn als den großen Nebel in Carina. Er enthält massereiche Sterne und veränderliche Nebel. Einer davon ist der Schlüssellochnebel NGC 3324. Er liegt in der hellen Struktur rechts neben der Bildmitte. Darin befinden sich mehrere massereiche Sterne, und er hat seine Erscheinung verändert.

Das Bild zeigt den ganzen Carinanebel. Er misst mehr als 300 Lichtjahre. Wir finden ihn etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina. Eta Carinae ist der energiereichste Stern im Nebel. Er war in den 1830er-Jahren einer der hellsten Sterne am ganzen Himmel. Dann verblasste er drastisch. Vielleicht steht Eta Carinae kurz vor einer Explosion als Supernova. Röntgenbilder liefern Hinweise, dass ein großer Teil des Carinanebels eine wahre Fabrik für Supernovae war.

Vortrag: APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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Saturn in der Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Saturn steht am Himmel der Erde kurz vor seiner Opposition. Er geht bei Sonnenuntergang auf, leuchtet die ganze Nacht hell und steht nahe der Sichtlinie zu den reichhaltigen Sternfeldern mit Nebeln und undurchsichtigen Staubwolken in der Milchstraße.

Diese prächtige Himmelslandschaft in der Milchstraße ist ein Mosaik aus zwei Bildern, die Anfang des Monats fotografiert wurden. Links über der Mitte steht der weißliche Saturn. Ihr findet den hellen Planeten über dem Kopf des staubigen Pfeifennebels, der unter dem dunklen Fluss zu Antares liegt, dem Alphastern im Skorpion. Die besten Ansichten des riesigen Ringplaneten bietet derzeit die Raumsonde Cassini im Orbit um Saturn. Derzeit ist Cassinis 8. Orbit im großen Finale mit Tauchgang im Gange.

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Orion: Gürtel, Flamme und Pferdekopf

Rechts unten sind der bekannte Pferdekopfnebel und der Flammennebel klein erkennbar, darüber breitet sich eine rötliche Wand aus, von links oben nach unten Mitte sind die hellen Gürtelsterne des Orion diagonal angeordnet. Im Hintergrund sind zahlreiche blau umgebene Sterne und dunkle Staubnebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Was umgibt die berühmten Gürtelsterne des Orion? Diese detailreiche Aufnahme zeigt alles, von dunklen Nebeln bis zu Sternhaufen. Alles ist in einen weiten Fleck gasförmiger Büschel eingebettet. Er liegt im größeren Molekülwolkenkomplex im Orion. Links verlaufen die drei hellsten Sterne diagonal im Bild. Es sind tatsächlich die berühmten drei Sterne in Orions Gürtel. Der unterste der drei Gürtelsterne ist Alnitak. Gleich darunter liegt der Flammennebel. Hier leuchtet angeregter Wasserstoff, der in Fasern aus dunklem braunem Staub eingebettet ist.

Rechts neben Alnitak liegt der Pferdekopfnebel. Er ist eine dunkle Einkerbung aus dichtem Staub und besitzt die vielleicht am besten erkennbare Nebelform am Himmel. Die dunkle Molekülwolke ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Sie ist als Barnard 33 katalogisiert. Man sieht sie, weil der nahe, massereiche Stern Sigma Orionis die Wolke von hinten beleuchtet. Der Pferdekopfnebel verändert in den nächsten Millionen Jahren langsam seine auffällige Form. Vielleicht wird er vom energiereichen Sternenlicht zerstört.

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Komet Clark am Rand

Der Komet 71P/Clark wirkt im Vergleich zu den prachtvollen bunten Wolken um Rho Ophiuchi geradezu winzig, doch er bereichert das Bild um eine sehr markante grüne Farbe.

Bildcredit und Bildrechte: Raul Villaverde Fraile

Der Komet 71P/Clark fegt vor kosmischen Wolken durch das malerische Sichtfeld. Das Mosaik entstand aus 2 Bildern, die mit Teleskop aufgenommen wurden, und ist farbverstärkt. Es ist ungefähr 5 Grad groß, das sind 10 Vollmonde nebeneinander. Es zeigt die Position des blassen Kometen in der Nacht von 23. auf 24. Mai.

Der Komet ist 5 Lichtminuten von der Erde entfernt und steht nahe an der Sichtlinie zum hellen Stern Antares und dem Wolkenkomplex um Rho Ophiuchi. Unten in der Mitte ist Antares. Er ist auch als Alpha Scorpii bekannt. Eine staubige kosmische Wolke umgibt ihn, sie reflektiert das gelbliche Licht des kühlen Riesensterns.

Der Kugelsternhaufen M4 leuchtet rechts neben Antares, doch er ist etwa 7000 Lichtjahre entfernt, Antares im Vergleich dazu nur 500 Lichtjahre. Rho Ophiuchi ist etwas näher als Antares. Sein bläuliches Sternenlicht wird oben vom Staub der Molekülwolken reflektiert.

Die kleine Koma und der kurze Schweif des Kometen bilden einen blassen Fleck beim linken Bildrand auf halber Höhe. Die markante grünliche Farbe des Kometen stammt von diatomischen Kohlenstoffmolekülen, die im Sonnenlicht fluoreszieren.

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NGC 4302 und NGC 4298

Links sehen wir eine Galaxie von der Kante. In der Mitte verlaufen Staubwolken. Rechts oben ist eine Spiralgalaxie schräg von oben, sie hat bläuliche Spiralarme und einen hellen Kern.

Bildcredit: NASA, ESA, M. Mutchler (STScI)

Die Spiralgalaxie NGC 4302 (links) ist von der Seite sichtbar. Sie ist ungefähr 55 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Wir sehen sie im gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike. Sie gehört zum Virgo-Galaxienhaufen und ist ungefähr 87.000 Lichtjahre groß. Das ist ein bisschen kleiner als unsere Milchstraße. Wie bei dieser verlaufen markante Staubbahnen mitten durch die galaktische Ebene von NGC 4302. Sie verdecken und röten das Sternenlicht aus unserer Perspektive.

Auch die kleinere Begleitgalaxie NGC 4298 ist eine staubige Spirale. Weil wir NGC 4298 jedoch schräg von oben sehen, zeigt sie Staubbahnen in ihren Spiralarmen, die vom bläulichen Licht junger Sterne gesäumt sind. In der Mitte ist ein heller gelblicher Kern.

Das prächtige Porträt des Galaxienpaares feiert den Start des Weltraumteleskops Hubble 27. Jahren am 24. April 1990. Das legendäre Teleskop fotografierte das Paar im sichtbaren Licht.

Heute Nacht: Meteore der Lyriden

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Ein Leuchten in der Nacht

Die Wellen an diesem Strand leuchten blau, dahinter reicht das Meer bis zum Horizont. In der Mitte leuchtet der Planet Venus, links daneben steigt die Milchstraße auf, nach rechts das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu

Was leuchtet in der Nacht? In dieser Nacht leuchteten mehrere ungewöhnliche Lichtquellen. Manche waren nahe, andere fern. Vorne schimmert die Brandung blau. Das Licht stammt von biolumineszierendem Plankton.

Die Erdatmosphäre dämpft den Horizont mit einigen undurchsichtigen Wolken. Weiter draußen gleißt der Planet Venus mitten im Bild. Wenn ihr genau hinseht, steigt hinter der Venus ein diagonaler Lichtkegel auf. Es ist Zodiakallicht, das durch Sonnenlicht entsteht, das vom Staub in unserem Sonnensystem gestreut wird.

Viel weiter draußen leuchten zahlreiche helle einzelne Sterne. Sie sind näher als 100 Lichtjahre. Am weitesten entfernt steigt das zentrale Band unserer Milchstraße ebenfalls diagonal auf. Es bildet mit dem Zodiakallicht ein V. Die vielen Milliarden Sterne in der Milchstraße und die dunklen Staubwolken darin sind Tausende Lichtjahre entfernt.

Das Bild wurde letzten November an der iranischen Küste am Golf von Oman fotografiert.

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