Ungewöhnliche Globule in IC 1396

Eine dunkle Staubwolke ragt von unten ins Bild, sie erinnert an einen einäugigen Zyklopen. Am Rand schimmert die Dunkelwolke rötlich. Im Bild sind Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Joachim Korb

Gibt es ein Monster in IC 1396? Die Sternenstehungsregion ist auch als Elefantenrüsselnebel bekannt und ist für manche eine gruselige Erscheinung. Teile der Gas- und Staubwolken scheinen sogar menschliche Formen anzunehmen. Doch das einzige Monster hier ist ein heller, junger Stern, der zu weit von der Erde entfernt ist, um bedrohlich für uns zu sein.

Das energiereiche Licht des jungen Sterns erodiert die kometenartige Staubhülle, die im oberen Teil des Bildes zu sehen ist. Strahlen und Ströme aus Teilchen, die von dem Stern hinausgeblasen werden, schieben zusätzlich das Gas und den Staub in der Umgebung weg. Die ganze Region von IC 1396 ist fast 3000 Lichtjahre entfernt und darum recht lichtschwach. Sie reicht aber über ein viel größeres Gebiet am Himmel, als es hier zu sehen ist. Dieses Gebiet hat einen scheinbaren Durchmesser von 10 Vollmonden.

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Der Komplex um NGC 6914

Zwischen zahlreichen Sternen sind rote Nebel verteilt, dazwischen befinden sich auch Dunkelnebel und blaue Reflexionsnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease

Diese farbenfrohe Himmelslandschaft um NGC 6914 ist eine Studie an Kontrasten. Sie zeigt uns Sterne, Staub und leuchtendes Gas in der Umgebung. Die Ansammlung interstellarer Nebel ist etwa 6000 Lichtjahre entfernt. Sie befindet sich im Sternbild Schwan und in der Ebene unserer Milchstraße.

Wir sehen die Umrisse dunkler interstellarer Staubwolken. Rötliche Emissionsnebel und bläuliche Reflexionsnebel füllen die kosmische Leinwand. In der ausgedehnten Cygnus-OB2-Assoziation sind massereiche, heiße, junge Sterne. Ihre ultraviolette Strahlung ionisiert den Wasserstoff. Wenn die Elektronen und Protonen wieder zusammenfinden, leuchtet es dann in seinem typischen rötlichen Licht.

Die Sterne von Cygnus OB2 erzeugen auch das blaue Licht, das von den Staubwolken reflektiert wird. Das Bildfeld ist über ein Grad breit. In der Entfernung von NGC 6914 ist es etwa 100 Lichtjahre groß.

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Der Pferdekopfnebel und der Flammennebel

Das Sternfeld zeigt den Stern Alnitak in Orions Gürtel, den Flammennebel und den Pferdekopfnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Stern

Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Nachthimmel. Er ragt als dunkler Schatten in den rötlichen Emissionsnebel hinein, der am rechten Bildrand leuchtet. Die Struktur des Pferdekopfes ist dunkel. Sie ist eine undurchsichtige Staubwolke, die vor dem hellen Emissionsnebel liegt.

Wie Wolken in der Erdatmosphäre nahm auch diese Wolke zufällig eine erkennbare Form an. Im Lauf von vielen tausend Jahren verändern die Bewegungen im Inneren der Wolke sicherlich ihr Erscheinungsbild. Die rötliche Farbe des Emissionsnebels entsteht, wenn sich die Elektronen und Protonen im Nebel zu Wasserstoffatomen rekombinieren.

Auf der linken Seite des Bildes liegt der orange gefärbte Flammennebel mit seinen zarten Fasern aus dunklem Staub.

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Ein dunkler Schleier im Schlangenträger

Das Bild ist von einem rot leuchtenden Nebel durchzogen, durch den ein dunkler Schleier verläuft.

Bildcredit und Bildrechte: Katelyn Beecroft

Die Emissionsregion Sh2-27 leuchtet in diffusem Licht von H-Alpha. Es dominiert diese kosmische Szene. Das Sichtfeld reicht über fast 3 Grad quer im nebelreichen Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger) zur zentralen Milchstraße hin.

Über den Vordergrund legt sich ein dunkler Schleier aus dünnen interstellaren Staubwolken. Er wird hauptsächlich als LDN 234 und LDN 204 bezeichnet. Die Bezeichnungen der Objekte stammen aus dem Dunkelnebel-Katalog von 1962. Er wurde von der amerikanischen Astronomin Beverly Turner Lynds erstellt.

Sh2-27 ist die große, aber schwache HII-Region, die den Ausreißerstern Zeta Ophiuchi umgibt. Die HII-Region Zeta Oph sowie LDN 234 und LDN 204 sind wahrscheinlich etwa 500 Lichtjahre von uns entfernt. Bei dieser Distanz zeigt das Teleskopbild einen Bereich, der ca. 25 Lichtjahre breit ist.

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Perseiden-Meteore von Durdle Door

Über der Durdle Door an der englischen Küste bei Dorset steigt die Milchstraße steil über dem Meer auf. Vom Himmel fallen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Was sind diese hellen Bögen am Himmel? Das sind Meteore. Genauer gesagt, es sind Sternschnuppen vom Perseïden-Meteorschauer in diesem Jahr. In den letzten Wochen wurden viele einzelne Fotos dieser Perseïden-Meteore nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen. Diese Bilder wurden später zu einem Gesamtbild kombiniert.

Obwohl sich die Meteore auf geraden Linien über den Himmel bewegen, wirken ihre Spuren auf dem Foto gebogen. Das liegt am Weitwinkelobjektiv der Kamera, das die Perspektive verzerrt. Alle Lichtspuren zeigen auf einen gemeinsamen Punkt am Himmel. Das ist der sogenannte Radiant. Er liegt im Sternbild Perseus und befindet sich über dem oberen Rand des Bildes.

Dieselbe Kamera machte außerdem ein lang belichtetes Foto des Nachthimmels. Darauf sieht man das helle Band der Milchstraße, das fast senkrecht durch die Bildmitte verläuft. Im Vordergrund steht der bekannte Kalksteinbogen „Durdle Door“ an der Küste von Dorset in England. Der Name stammt vermutlich aus einer Zeit vor über tausend Jahren.

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Meteor explodiert in der Milchstraße

Drei Bilder wurden animiert, um diesen explodierenden Meteor neben der Milchstraße zu zeigen, die rechts senkrecht aufsteigt. Der Meteor stieß rot leuchtende Nebelwolken aus, die sich ausbreiten.

Bildcredit und Bildrechte: Andre van der Hoeven

In etwa einer Woche erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseïden sein Maximum. Körnchen von vereistem Fels streifen dann über den Himmel. Wir sehen sie, weil sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre verdampfen. Diese Körnchen wurden von dem Kometen Swift-Tuttle verstreut. Die Perseïden entstehen, indem die Erde jedes Jahr die Umlaufbahn des Kometen Swift-Tuttle durchkreuzt. Sie sind in den meisten Jahren einer der ergiebigsten Sternschnuppenströme.

Zwar lässt sich das Ausmaß der Aktivität von Meteorströmen schwer vorhersagen. Doch bei einem klaren dunklen Himmel können Beobachter bis zu einer Sternschnuppe pro Minute sehen. Allerdings liegt das Maximum der Perseïdenaktivität dieses Jahr nur wenige Tage nach dem Vollmond. Schwache Meteore gehen daher leider im Glanz des Mondes und in der Himmelshelligkeit verloren, die damit einhergeht. Meteorschauer kann man allgemein in abgelegenen Gegenden am besten beobachten, die sich fern von jeglichen Lichtern befindet.

Der Meteor wurde bei den Perseïden 2015 über Österreich eingefangen. Die Bildfolge zeigt, wie er nahe beim zentralen Band der Milchstraße explodierte. Das milchige Band ist die Projektion unserer Heimatgalaxie.

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Glühwürmchen, Meteore und Milchstraße

Hinten steigt die Milchstraße steil auf. Sie ist von markanten Dunkelwolken geteilt. Über den Himmel zischen Meteore, vor dem dunklen Horizont zischen viele grüne Glühwürmchen.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Diese surreale Ansicht zeigt eine Sommernacht auf der Nordhalbkugel der Erde. Die helle Milchstraße steigt vom Horizont im Nationalpark Sierra de Órganos in Zentralmexiko auf. Im Vordergrund blitzen unzählige Glühwürmchen auf. Die hellen Streifen, die auf die linke obere Bildecke weisen, sind Sternschnuppen der Delta-Aquariiden.

Der derzeit aktive Meteorstrom der Delta-Aquariiden teilt sich jedes Jahr die Augustnächte mit dem bekannteren Perseïden-Meteorstrom. Dieses Jahr machen die Sternschnuppen machen den nach Mitternacht überwiegend mondlosen Himmel Anfang August sehr beliebt bei nächtlichen Himmelsbeobachter*innen.

Wie kann man eine Delta-Aquaride von einer Perseïde unterscheiden? Die Streifen der Perseïden-Meteore lassen sich zu einem scheinbaren Ausstrahlungspunkt im Sternbild Perseus zurückverfolgen. Delta-Aquariiden hingegen scheinen aus dem südlicheren Sternbild Wassermann zu kommen, links oben außerhalb des Bildausschnitts.

Natürlich sind in diesen nördlichen Sommernächten auch die biolumineszierenden Blitze von Glühwürmchen häufig zu sehen. Aber wie kann man ein Glühwürmchen von einer Sternschnuppe unterscheiden? Versucht einfach, eins zu fangen.

Das Bild besteht aus einer Reihe von Einzelaufnahmen, die am 29. und 30. Juli aufgenommen und anschließend überlagert wurden.

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Zwölf Jahre Kappa-Cygniden

Über dem Meer am Strand von Elafonisi auf griechischen Insel Kreta blitzen Meteore der Kappa-Cygniden auf. Die Milchstraße mit den zentralen Staubwolken steigt steil auf.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek, Josef Kujal, Tomáš Slovinský; Danksagung: Mahdi Zamani

Das Bild zeigt den Himmel in Zeitraffer mit den Sternschnuppen des Kappa-Cygniden-Meteorschauers. Der Radiant des kleinen Stroms liegt nahe beim gleichnamigen Stern Kappa Cygni im Sternbild Schwan. Er erreicht Mitte August seinen Höhepunkt. Das passiert fast gleichzeitig mit dem viel bekannteren Meteorschauer der Perseïden, den man besser beobachten kann.

Wenn die Kappa-Cygniden den Höhepunkt erreichen, fallen nur ca. 3 Meteore pro Stunde. Damit sind sie dem ergiebigeren Meteorschauer der Perseïden zahlenmäßig weit unterlegen. Die Perseïden strömen vom heroischen Sternbild Perseus aus.

Dieses Langzeitprojekt der Astrofotografie zeigt eine gute Zahl an Meteoren. Sie wurden in mehr als 51 Nächten im August zwischen 2012 und 2024 fotografiert. Die meisten Bilder mit Meteoren, die als Kappa-Cygniden identifiziert wurden, entstanden im August 2021. In diesem Jahr erreichte der Schauer während seines bekannten 7-jährigen Aktivitätszyklus den Höhepunkt.

Alle Kappa-Cygniden, die hier in den letzten zwölf Jahren fotografiert wurden, leuchten über dem Meer am Strand von Elafonisi auf der griechischen Insel Kreta. Das zentrale Element im Bild ist ein Teil unserer Heimatgalaxie, denn das Sternbild Schwan liegt genau in der Milchstraße.

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