Saturnmond Dione in leichten Farben

Der Saturnmond Dione wirkt eher grau als farbig. Seine Oberfläche wirkt sehr glatt mit flachen Kratern. Auf der Oberfläche sind auch Strahlen von Einschlägen zu sehen.

Bildcredit: NASA, JPL, SSI, ESA; Nachbearbeitung: Marc Canale

Warum hat eine Hälfte von Dione mehr Krater als die andere? Beginnen wir damit, dass eine Seite des Saturnmondes Dione immer zu Saturn zeigt und eine immer von ihm weggerichtet ist, ähnlich wie beim Erdmond.

Wegen dieser gebundenen Rotation zeigt eine Seite von Dione auf der Umlaufbahn immer nach vorne und die andere Seite immer nach hinten. Daher sollte Dione auf der Vorderseite eine deutlich höhere Menge an Einschlägen besitzen. Seltsamerweise sind jedoch auf der derzeit vorderen Hälfte von Dione weniger Krater als auf der Rückseite.

Eine wahrscheinliche Erklärung lautet, dass einige Einschläge, bei denen Krater entstanden sind, so heftig waren, dass sie Dione gedreht haben. Dabei änderte sich der Abschnitt mit der höchsten Einschlagrate, bis die Rotation des Mondes wieder gebunden war.

Dieses detailreiche Bild von Dione betont die zarten Farbtöne des Mondes und ist ein sorgfältig von einem Amateur erstelltes Mosaik. Die Einzelbilder wurden im April 2010 von der NASA-Raumsonde Cassini beim Vorbeiflug an Dione aufgenommen.

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Ein naher Vorbeiflug am Saturnmond Dione

Links füllt der Saturnmond Dione ein Drittel vom Bild. Dione ist von vielen Kratern überzogen, wir sehen nur einen Teil des Mondes. Im Hintergrund verlaufen diagonal die Saturnringe, gespickt von den kleinen Monden Epimetheus und Prometheus.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Was schwebt da neben Dione? Die Roboter-Raumsonde Cassini flog Ende letzten Jahres näher als je zuvor an den Saturnmond Dione heran. Dabei fotografierte sie dieses Weitwinkelbild. Es zeigt Dione, die Saturnringe und die beiden kleinen Monde Epimetheus und Prometheus.

Der Mond Dione ist 1100 Kilometer groß. Dieses Bild zeigt den Teil seiner schneeweißen Oberfläche, der von zahllosen Kratern bedeckt ist. Hinten seht ihr, wie dünn die Saturnringe sind, und wie dunkel die Oberfläche des kleineren Mondes Epimetheus. Das Bild entstand, als Cassini nur etwa 100.000 Kilometer vom großen Eismond entfernt war.

Ein weiterer geplanter Meilenstein von Cassinis Forschungsreise bei Saturn und seinen Monden ist der für morgen geplante Vorbeiflug an Titan. Im Juni soll die ferne Erde abgebildet werden, wenn die Raumsonde hinter Saturn vorbeizieht.

Galerie: Bilder der Finsternis von gestern
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Sechs Monde Saturns

Der Ringplanet Saturn ist von unten zu sehen. Seine Oberfläche ist von ockerfarbenen Wolkenbändern überzogen. Im Bild sind seine sechs hellsten Monde verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Rafael Defavari

Wie viele Monde hat Saturn? Bisher wurden 62 entdeckt, der Kleinste davon ist nicht einmal einen Kilometer groß. Dieses gestochen scharfe Saturn-Familienporträt vom 9. März zeigt sechs seiner größten Monde.

Titan ist größer als der Erdmond und sogar ein bisschen größer als Merkur. Er hat einen Durchmesser von 5150 Kilometern und steht links unten in der Reihe. Rechts daneben sind Mimas, Tethys, [Saturn], Enceladus, Dione und ganz rechts Rhea im Bild verteilt. Titan war Saturns erster bekannter natürlicher Satellit. Er wurde 1655 von dem niederländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt. Der zuletzt entdeckte Mond mit der vorläufigen Bezeichnung S/2009 S1 2009 wurde vom Cassini-Team für wissenschaftliche Bildgebung entdeckt.

Heute Nacht erreicht Saturn seine Opposition gegenüber der Sonne am Himmel der Erde. Die Opposition bietet den besten Teleskopblick auf den Ringplaneten und seine Monde.

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Am Ring mit Titan und Dione

Vor dem Planeten Saturn, der das Bild ockerfarben füllt, ziehen die Ringe einen Strich durchs Bild und werfen nach unten einen Schatten auf den Planeten. Davor ist der riesige Mond Titan und dahinter der kleinere Mond Dione.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Die Saturnmonde kreisen in der Ebene der Saturnringe. Sie bieten eine permanente Sicht über die Ringe auf den schönen Gasriesenplaneten. Auch die Raumsonde Cassini hat, wenn sie die Ringebene passiert, diese atemberaubende Perspektive.

Die Ringe schneiden durch die Mitte dieser Aufnahme von Cassini vom Mai letzten Jahres. Die Szenerie zeigt Titan, den größten Saturnmond, und Dione, sie ist der drittgrößte Mond. Die auffallend dünnen Ringe werfen am unteren Bildrand gebogene Schatten auf die Wolkenoberflächen des Planeten.

Die blasse Dione hat einen Durchmesser ist zirka 1100 Kilometern groß. Sie kreist mehr als 300.000 Kilometer außerhalb vom sichtbaren äußeren Rand des A-Ringes. Dione ist hinter Titans atmosphärischem Dunst zu sehen. Titan hat einen Durchmesser von 5150 Kilometern und ist etwa 2,3 Millionen Kilometer von Cassini entfernt. Der Abstand von Dione zu Cassini beträgt 3,2 Millionen Kilometer.

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In, durch und hinter Saturns Ringe

Von links ragen die fast von der Seite sichtbaren Saturnringe ins Bild. Hinten ragt Titan groß auf, davor leuchtet Dione, rechts außerhalb der Ringe ist Pandora und in der Encketeilung ist der Schäfermond Pan.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Wenn ihr genau genug hinseht, erkennt ihr oben im Bild einen vierten Mond. Der erste und am weitesten entfernte ist Titan, der größte Saturnmond und einer der größeren Monde im Sonnensystem. Die dunkle Struktur oben auf dieser ständig bewölkten Welt ist die Nordpolkappe.

Der zweitauffälligste Mond ist die helle Dione mit Kratern und langen Eisklippen im Vordergrund. Von links ragen mehrere von Saturns ausgedehnten Ringen ins Bild, darunter Saturns A-Ring mit der die dunklen Encketeilung. Ganz rechts, knapp außerhalb der Ringe, steht Pandora. Dieser Mond ist nur 80 Kilometer groß und hütet Saturns F-Ring.

Und der vierte Mond? Wenn ihr genau in die Encketeilung schaut, findet ihr einen Fleck, es ist Schäfermond Pan. Er ist zwar mit seinem Durchmesser von 35 Kilometern einer der kleinsten Saturnmonde, doch Pan ist massereich genug, um die Encketeilung relativ frei von Ringteilchen zu halten.

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Cassini zeigt Saturns Monde Dione und Titan

Hinter einem grauen Mond mit Kratern und Schlieren befindet sich ein ockerfarbener Mond. Beide Monde sind von links beleuchtet.

Credit: NASA/JPL/SSI; Farbkomposit: Emily Lakdawalla

Beschreibung: Wie sieht ein Himmel mit vielen Monden aus? So sieht jedenfalls der Himmel über Saturn aus. Wenn Monde nahe beisammen stehen, zeigen sie die gleiche Phase. Letzten Monat nahm die Roboter-Raumsonde Cassini in der Saturnumlaufbahn zwei der berühmteren Saturnmonde in Dreiviertelphase auf.

Titan (links) gehört zu den größten Monden im Sonnensystem und ist ständig in Wolken gehüllt. 2005 landete die Sonde Huygens auf Titan und bot der Menschheit den ersten Blick auf seine ungewöhnliche Oberfläche. Dione (rechts) hat nur ein Viertel von Titans Durchmesser und besitzt nur wenig Atmosphäre. Dieses unkalibrierte Bild entstand am 10. April aufgenommen, nachdem Cassini in der Woche zuvor an beiden Monden vorbeigeflogen war.

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Saturn: Monde im Transit

Saturn ist bildfüllend dargestellt, von den Ringen ist nur ein schmales Band zu sehen, sie sind links und rechts abgeschnitten, oben sind einige Monde zu sehen, teils mit Schatten auf dem Planeten.

Credit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis-Team (STScI/AURA); Dank an M.H. Wong (STScI/UC Berkeley), C. Go (Philippinens)

Alle 14 bis 15 Jahre blicken wir auf die Kante der Saturnringe. Wenn die hellen, prachtvollen Ringe scheinbar enger werden, wird es immer schwieriger, sie zu sehen, sogar mit großen Teleskopen. Doch das bietet auch Gelegenheiten, vermehrt Transite von Saturnmonden zu beobachten. Während eines Transits gleiten ein sonnenbeleuchteter Mond und sein Schatten über die wolkenbedeckte Oberfläche des Gasriesen.

Dieses Hubblebild wurde am 24. Februar aufgenommen. Es ist Teil einer Bildfolge, die den Transit von vier Saturnmonden zeigt. Von links nach rechts seht ihr Enceladus und seinen Schatten, Dione und ihren Schatten sowie Saturns größten Mond Titan. Der kleine Mond Mimas berührt gerade ganz rechts nahe der Ringebene die Saturnscheibe. Die Schatten von Titan und Mimas haben rechts die Scheibe verlassen. Saturns Durchmesser am Äquator beträgt etwa 120.000 km.

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Ungewöhnliche Krater auf dem Saturnmond Dione

Der Saturnmond Dione ist unterschiedlich stark mit Kratern übersät, wie Bilder der Raumsonde Cassini zeigen.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Warum hat eine Hälfte von Dione mehr Krater als die andere? Beginnen wir damit, dass immer dieselbe Seite des Saturnmondes Dione zu Saturn zeigt. Die andere Seite weist immer von Saturn weg. Das ist ähnlich wie beim Erdmond.

Wegen dieser gebundenen Rotation läuft die eine Seite von Dione immer vorwärts, während der Mond seine Bahn entlangwandert. Die andere Seite zeigt immer nach hinten. Dione sollte daher auf der vorderen Halbkugel eine beträchtliche Anzahl an Einschlägen aufweisen. Doch die Hälfte von Dione, die derzeit vorausläuft, besitzt weniger Krater als die nach hinten gerichtete.

Eine mögliche Erklärung lautet, dass einige Einschläge so heftig waren, dass sie Dione drehten. Deshalb änderte sich manchmal der Teil mit der höchsten Einschlagsrate, ehe die Rotation des Mondes wieder gebunden wurde. Der obere Teil von Dione besitzt deutlich mehr Krater als die untere Hälfte.

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