Frei schweben im All

Über der blauen Erde mit wenigen Wolken, die oben gekrümmt erscheint, schwebt im schwarzen All in großer Entfernung ein Astronaut ohne Leine.

Bildcredit: NASA, STS-41B

Wie wäre es, frei im All zu schweben? Bruce McCandless II lebte diesen Traum, als er etwa 100 Meter von der Ladebucht der Raumfähre Challenger entfernt schwebte. Er war weiter draußen als jemals ein Mensch zuvor. Der Astronaut McCandless schwebte mithilfe einer besatzten Manövriereinheit (Manned Maneuvering Unit, MMU) frei im All.

1984 waren McCandless und sein NASA-Astronautenkollege Robert Stewart bei der Raumfährenmission 41-B die Ersten, die so einen „ungesicherten Außenbordeinsatzdurchführten.

Die MMU wurde durch das Ausstoßen von Stickstoffstrahlen angetrieben. Sie diente dem Einfangen und Aussetzen von Satelliten. Mit einer Masse von über 140 Kilogramm war eine MMU auf der Erde sehr schwer, aber schwerelos, wenn sie in der Umlaufbahn schwebte. Die MMU wurde später durch den Rucksackantrieb SAFER ersetzt.

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Apollo 17: Anaglyphe der VIP-Loge

Die Anaglyphe zeigt den Mondrover  und das Landemodul der Apollo-Mission 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Bild! Es ist eine Stereo-Szene im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond. Die Farb-Anaglyphe zeigt vorne eine 3D-Ansicht des Mondfahrzeugs von Apollo 17. Dahinter steht das Mondmodul vor den Mondhügeln am Horizont. Auf der ganzen Welt konnte man mit der TV-Kamera des Mondrovers zusehen, wie die Aufstiegsstufe des Mondmoduls startete. Daher bekam dieser Parkplatz die Bezeichnung „VIP-Loge“.

Vor 50 Jahren blieben die Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt im Dezember 1972 etwa 75 Stunden auf dem Mond. Währenddessen blieb ihr Kollege Ronald Evans im Orbit. Die Besatzung kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr als von jeder anderen Mondlandestelle. Cernan und Schmitt sind immer noch die Letzten, die den Mond betreten (oder befahren) haben.

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Mondstaub und Klebeband

Das Bild zeigt ein Rad des Mondrovers der Mission Apollo 17, der mit einer Karte, einer Klammer und Klebeband repariert wurde.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittern Felsen durch Wind und Wasser. Dabei entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond zersplitterte ein ständiges Bombardement von Mikrometeoriten die felsige Oberfläche. Dabei entstand eine Schicht auf dem Mondboden, so fein wie Pulver, der als Regolith bezeichnet wird.

Der feine, scharfkantige Staub war überall vorhanden. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war er ein großes Problem. Im Dezember 1972, also vor fünfzig Jahren, reparierten die Apollo-17-Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers. So hielten sie die Hahnenschweife aus Staub von sich und ihrer Ausrüstung fern.

Das Bild zeigt das Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Daran wurde Ersatzkarten mit Klammern und einem grauen Streifen Klebeband befestigt.

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Teile das Universum


Bildcredit: NASA, Schrödingers Katze

Beschreibung: Bevor ihr den Knopf drückt, sind zwei Zukunftsuniversen möglich. Doch nachdem ihr den Knopf gedrückt habt, lebt ihr nur noch in einem. Es ist eine echte Webversion des berühmten Experiments mit Schrödingers Katze.

Wenn ihr den roten Knopf des Astronautenbildes klickt, erscheint ein Bild desselben Astronauten, der eine von zwei Katzen hält - eine lebende oder eine tote. Der Zeitpunkt des Klicks, die Verdrahtung des Gehirns und die Millisekunden-Taktung eures Geräts führen zu einem Ergebnis, das möglicherweise vom Zufall der Quantenmechanik bestimmt wird.

Manche glauben, dass eure persönliche Quantenentscheidung das Universum teilt, und dass sowohl das Universum mit der lebenden als auch das mit der toten Katze in getrennten Teilen eines größeren Multiversums existieren. Andere glauben, dass als Ergebnis eures Klicks die beiden möglichen Universen auf unvorhersehbare Weise zu einem einzigen kollabieren. Wieder andere glauben, dass das Universum klassisch deterministisch ist, sodass durch das Drücken des Knopfes das Universum nicht wirklich geteilt wird, sondern dass eine Aktion ausgeführt wird, die seit Anbeginn der Zeit prädestiniert war.

Wir bei APOD glauben jedoch, dass ihr - egal wie dumm es sich anfühlt, auf den roten Knopf zu klicken, und unabhängig vom Ergebnis - einen Tag darüber nachdenken solltet. Oder zwei.

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Mondpanorama von Apollo 16

Die Mondlandefähre Orion und das Elektrofahrzeug von Apollo 16 mit dem Astronauten John Young. Charles Duke fotografierte das Bild.

Bildcredit: Apollo 16, NASA; Montage des Panoramas: Mike Constantine

Vor fünfzig Jahren landete am 20. April 1972 Apollo 16 mit dem Landemodul Orion. Der Landeplatz lag auf der Vorderseite des Mondes im südlichen Descartes-Hochland. Der Astronaut Ken Mattingly blieb im Kommandomodul Casper im Orbit. John Young und Charles Duke landeten mit der Orion auf der Oberfläche des Mondes. Die beiden blieben fast drei Tage auf dem Mond.

Das Panorama entstand aus den Bildern AS16-117-18814 bis AS16-117-18820. Sie wurden am Ende des dritten und letzten Außenbordeinsatzes fotografiert. Links hinten steht das Mondlandemodul Orion. Vorne steht das elektrische Mondfahrzeug. Duke bedient die Kamera. Young richtet die Antenne für die Kommunikation zum Planeten Erde.

Morgen ist Tag der Erde

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Mondstaub und Klebeband

Rad und Kotflügel des verstaubten Rover von Apollo 17 nach der Montage einer Reservekarte mithilfe von Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittert Gestein durch Wind und Wasser. Dadurch entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond sprengte der beständige Beschuss durch Mikrometeorite die Gesteinsoberfläche ab. So entstand eine Schicht aus pulverförmigem Mondboden, der als Regolith bezeichnet wird.

Der feine, scharfkantige Staub war allgegenwärtig. Er war ein Problem für die Astronauten von Apollo 17 und ihre Ausrüstung. Daher reparierten Harrison Schmitt und Eugene Cernan im Dezember 1972 auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers. So hielten sie die Staubschwaden von sich und ihrer Ausrüstung fern.

Das Bild zeigt das Rad des verstaubten Rovers. Am Kotflügel wurden eine Reservekarte erfinderisch mit Klammern und einem grauen Streifen Klebeband montiert.

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Apollo 14: Aussicht von Antares

Mitchells Aussicht aus dem Mondlandemodul Antares von Apollo 14 mit einem Speer und zwei Golfbällen.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; MosaikEric M. Jones

Diesen Freitag vor 50 Jahren setzte die Landefähre Antares bei der Mission Apollo 14 auf dem Mond auf. Am Ende des Besuchs fotografierte der Astronaut Ed Mitchell eine Bildserie der Mondoberfläche. Sie zeigt den Blick aus dem Fenster. Eric Jones, Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, kombinierte sie zu einem detaillierten Mosaik.

Die Aussicht reicht über das Hochland in Fra Mauro nordwestlich der Landestelle. Die Astronauten von Apollo 14 hatten bereits ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz auf dem Mond beendet. Vorne steht der modulare Transporter für die Ausrüstung (Modular Equipment Transporter). Er ist ein Rikscha-ähnliches Gerät auf zwei Rädern. Damit wurden Werkzeug und Proben transportiert.

Oben in der Mitte beim Horizont steht der 1,5 Meter große „Schildkrötenfelsen“ (Turtle rock). Im seichten Krater vor dem Schildkrötenfelsen liegt der lange, weiße Griff eines Geräts, mit dem Proben gesammelt wurden. Mitchell hatte ihn am Ende wie einen Pfeil geworfen. Alan Shepard, Mitchells Begleiter auf dem Mond und der erste Amerikaner im Weltall, schlug mit einem provisorischen Sechser-Eisen zwei Golfbälle ab. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Fleck unter Mitchells Speer.

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Frei fliegen im All

Siehe Beschreibung. Der Astronaut Bruce McCandless II schwebt mit einer besatzten Manövriereinheit (MMU) frei im All; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, STS-41B

Beschreibung: Wie wäre es, frei im All zu fliegen? Diesen Traum lebte Bruce McCandless II ungefähr 100 Meter von der Ladebucht der Raumfähre Challenger entfernt – er schwebte so weit draußen wie niemand zuvor. Mit einer besatzten Manövriereinheit (MMU) schwebte der Astronaut McCandless frei im All.

McCandless und sein Kollege, der NASA-Astronaut Robert Stewart, waren die Ersten, die 1984 bei der Raumfährenmission 41-B so einen „ungebundenen Außenbordeinsatzerlebten. Die MMU arbeitete mit Stickstoffdüsen. Mit ihrer Hilfe wurden Satelliten ausgesetzt oder eingeholt.

Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm wäre eine MMU auf der Erde sehr schwer, doch wenn sie in der Umlaufbahn schwebt, ist sie – wie alles andere auch – schwerelos. Die MMU wurde später durch die Rucksack-Antriebseinheit SAFER ersetzt.

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