Panorama der Landestelle von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Mondoberfläche nach der Landung von Apollo 11. Links sind Schubdüsen, rechts fällt der Schatten des Landemoduls auf den Mondboden. Die Landschaft ist von Geröll und Staub übersät. Vorne sind ein paar Krater.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses entstand aus hoch aufgelösten Digitalisierungen der Originalbilder. Es zeigt die prachtvolle Öde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond. Er liegt im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder nach der Landung am 20. Juli 1969 durch die Fenster der Mondlandefähre. Der linke Teil (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer fremden Welt fotografiert hat.

Links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten der Landefähre Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten die Landestelle dokumentieren, falls man verfrüht abreisen müsste.

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Frei im All fliegen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: STS-41B, NASA

Wie ist es, frei im Weltraum zu fliegen? Der Astronaut Bruce McCandless II erlebte diesen Traum. Er schwebte etwa 100 Meter von der Ladebucht der Raumfähre Challenger entfernt in einer Manövereinheit mit Besatzung (MMU) frei im Raum. Das war weiter draußen als je ein Mensch zuvor.

McCandless und sein NASA-Astronautenkollege Robert Stewart waren die Ersten, die im Jahr 1984 bei der Raumfährenmission 41-B ein „ungebundenes Außenbordmanöverselbst erlebten. Die MMU schoss Strahlen aus Stickstoff. Sie diente zum Entladen und Bergen von Satelliten. Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde schwer. Doch wenn sie im Orbit treibt, ist sie – wie auch alles andere – schwerelos. Die MMU wurde später durch die SAFER-Rucksack-Antriebseinheit ersetzt.

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Wie man sich im Weltraum die Haare wäscht

Videocredit: NASA, Besatzung Expedition 36

Wie wäscht man sich im Weltraum die Haare – ohne Gravitation? Das war lange Zeit eine Plage für Astronautinnen im All. Karen Nyberg war 2013 Flugingenieurin auf der Internationalen Raumstation (ISS). Hier zeigt sie eine Anleitung. Die wichtigsten Dinge sind eine Packung, aus der man Wasser quetschen kann, Shampoo, das nicht ausgewaschen wird, und die beherzte Verwendung von Handtuch und Kamm.

Das Video zeigt auch, dass der ganze Prozess nur ein paar Minuten dauern sollte. Das restliche Wasser verdunstet aus dem Haar. Es wird von der Klimaanlage der Raumstation eingesaugt und zu Trinkwasser gereinigt. Nach insgesamt 180 Tagen im All kehrte Nyberg aus dem All zurück. Sie arbeitete in mehreren Funktionen für die NASA. Unter anderem war sie Leiterin der Abteilung für Robotik.

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Apollo 17 am Krater Shorty

Mitten im Bild steht Astronaut Harrison Schmitt mit dem Mondrover. Nach rechts fällt der Krater Shorty ab. Am Horizont stehen Mondberge. Der Himmel oben ist schwarz.

Bildcredit: Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972 verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond im Taurus-Littrow-Tal. Zur selben Zeit kreiste ihr Kollege Ronald Evans oben. Cernan fotografierte dieses scharfe Bild, als er und Schmitt über die Talsohle wanderten. Links steht Schmitt mit dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. Es ist nahe bei dem Ort, wo der Geologe Schmitt orange gefärbten Mondboden entdeckte.

Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr als von jeder anderen Landestelle auf dem Mond. Fünfundvierzig Jahre später sind Cernan und Schmitt immer noch die letzten Menschen, die auf dem Mond waren.

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Int-Ball-Drohne auf der Raumstation aktiviert

Vor einer Wand auf der Internationalen Raumstation schwebt eine Kugel mit zwei blau umrandeten Kreisen, die an Augen erinnern.

Bildcredit: JAXA, ISS, NASA

Stell dir vor, dich verfolgt ein putziger schwebender Ball, der dich dauernd fotografiert. Dann bist du vielleicht eine Astronautin auf der Internationalen Raumstation ISS. Die JEM Internal Ball Camera heißt formlos „Int-Ball“. Sie wurde von der japanischen Luft- und Raumfahrtagentur JAXA konstruiert.

Int-Ball ist ein bisschen größer als ein Softball. Sie kann selbstständig schweben und manövrieren. Man kann sie aber auch fernsteuern. Sie nimmt hoch aufgelöste Bilder und Videos auf. Es gibt übrigens keinen Zusammenhang mit Hello Kitty.

Int-Ball kam Anfang Juni zur ISS. Die Sonde ermöglicht der Bodenkontrolle eine bessere Überwachung der Ausrüstung und der Aktivitäten auf der ISS und entlastet menschliche Astronauten. Int-Ball bewegt sich mit kleinen Ventilatoren und sieht mit einer Kamera zwischen ihren dunklen „Augen“.

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Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Rechts hinten steht das Mondlandemodul "Adler". Davor in der Mitte rollt Buzz Aldrin eine Folie aus und richtet sie zur Sonne. Sein langer Schatten fällt nach rechts über den dunkelgrauen Mondboden.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild digitalisiert von Kipp Teague)

Dieses Bild der Mondoberfläche zeigt helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten. Der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong fotografierte es am 20. Juli 1969. Armstrong betrat als Erster den Mond. Rechts hinten steht das Mondmodul der Mission, der Adler.

Buzz Aldrin, der Pilot des Mondmoduls, steht im Raumanzug in der Mitte. Er entrollt eine lange Folie, das Solar Wind Composition Experiment. Die Folie wurde zur Sonne gerichtet und fing Teilchen ein, die mit dem Sonnenwind einströmten. Sie sind eine Stichprobe der Materie von der Sonne. Das Sonnenwind-Experiment wurde zusammen mit Mondgestein und Proben des Mondbodens zur Untersuchung in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

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Annäherung über dem Sonnenuntergang

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Bildcredit: ESA, NASA

Da ist es! Vor etwas mehr als einer Woche war das Versorgungsschiff Cygnus ein willkommener Anblick für die Leute auf der Internationalen Raumstation. Die Raumsonde Cygnus von Orbital AT war drei Tage zuvor auf einer Atlas V der United Launch Alliance von Cape Canaveral in Florida gestartet. Nun näherte sie sich der Internationalen Raumstation. Dahinter war eine malerische Ansicht des Planeten Erde.

Die Sonne ging links oben über dem Bild unter. Sie beleuchtete die Wolken weit unter dem Gefährt, das näher rückte. Zuerst bildete eine Kamera die robotische Raumsonde Cygnus ab. Später fotografierten Thomas Pesquet und Peggy Whitson die Sonde. Dazu diente der Canadarm2 der Raumstation. Thomas Pesquet war der ESA-Flugingenieur, Peggy Whitson die NASA-Kommandantin der Expedition 51.

Die Kommandantin und Biochemikerin Whitson hält nun einen neuen US-amerikanischen Rekord. Sie verbrachte die meisten ganzen Tage im Weltraum. Cygnus brachte lebensnotwendige Güter und Geräte für mehr als 200 wissenschaftliche Experimente. Sie werden auf der ISS, dem Außenposten im All, durchgeführt. Die ISS ist so groß ist wie ein Fußballfeld.

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Spalte das Universum

Bildcredit: NASA, Erwin Schrödingers Katze

Jetzt, bevor ihr den Knopf drückt, sind zwei künftige Universen möglich. Wenn ihr den Knopf gedrückt habt, lebt ihr in einem dieser beiden weiter. Das ist eine echte Web-Version von Schrödingers berühmtem Experiment mit Katze. Wenn man auf diesem Astronautenbild den roten Knopf kickt, ändert sich das Bild, sodass der Astronaut eine von zwei Katzen zeigt. Eine lebt, die andere ist tot. Der Zeitpunkt des Klicks, kombiniert mit den Schaltungen im Gehirn und den Millisekunden Verzögerung des Geräts, liefern durch den Zufall der Quantenmechanik ein potenziell vorrangiges Ergebnis.

Manche glauben, dass die Quantenentscheidung, die ihr ausgelöst habt, das Universum teilt. Nach dieser Vorstellung existieren das Universum mit lebendiger und das Universum mit toter Katze in getrennten Teilen eines größeren Multiversums. Andere meinen, dass das Ergebnis eures Klicks die beiden möglichen Universen zu einem einzigen kollabieren lassen. Das geschieht auf eine nicht vorhersehbare Art und Weise.

Wieder andere glauben, dass das Universum klassisch deterministisch ist. Dann könnt ihr das Universum nicht wirklich spalten, wenn ihr den Knopf drückt. Stattdessen führt ihr nur eine Aktion aus, die seit Anbeginn der Zeiten so vorgesehen war. Egal, wie närrisch ihr euch beim Drücken des roten Knopfes fühlt und wie das Ergebnis ausfällt: Wir von APOD wünschen einen lustigen 1. April!

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