Das Mondschiff von Apollo 17

Das Raumschiff im Bild wirkt bunt und eckig. Es ist die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre Challenger kurz vor der Rückkehr zum Kommando-Modul.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Die Mondlandefähre Challenger der Mission Apollo 17 sieht eigenartig aus. Sie wurde für den Flug im luftleeren Raum entwickelt. Das Bild wurde aus dem Kommandomodul America aufgenommen und digital bearbeitet. Es zeigt die Aufstiegsstufe von Challenger in der Mondumlaufbahn.

An den Seiten befinden sich kleine Steuerdüsen. Darunter ist die Glocke mit dem Raketenantrieb für den Aufstieg angebracht. Oben ist eine runde Radarantenne montiert. Die Luke an der Vorderseite erlaubte es den Astronauten, die Mondoberfläche zu betreten. Durch das dreieckige Fenster sieht man Gene Cernan. Er war Kommandant der Mission.

Challenger funktionierte einwandfrei. Das Raumschiff landete am Mond und brachte die Astronauten im Dezember 1972 wieder zurück zum Kommandomodul, das sich in der Umlaufbahn befand. Und wo ist Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe blieb am Landeplatz der Mission Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Vor der Rückkehr zur Erde stießen die Astronauten die Aufstiegsstufe von Challenger vom Kommandomodul ab. Sie stürzte kontrolliert ab. Ihre Überreste liegen somit nahe beim Landeplatz von Apollo 17.

Zur Originalseite

Nachts über die Erde fliegen

Videocredit: Aufnahmen von Astronaut*innen, NASA ; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Wunder sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Für Astronauten* im Erdorbit sind sie ein alltäglicher Anblick. Das Video ist mit emotionaler Musik hinterlegt. Es zeigt einen Zusammenschnitt der Eindrücke mehrerer Tage. Sie wurden 2011 auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen.

Die Kamera fliegt über weiße Wolken, orange Lichter von Städten, Blitze und Gewitter sowie das dunkelblaue Meer dahin. Am Horizont ist der goldenen Schimmer der dünnen Erdatmosphäre. Sie ist immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert. Die grünen Teile dieser Lichter leuchten typischerweise unter der Raumstation auf. Durch die rot- und lila leuchtenden Polarlichter fliegt die Raumstation sogar direkt durch!

Die Solarpaneele der Raumstation ragen über den Bildrand. Am Ende jeder Sequenz rauscht ein überwältigend helles Leuchten ins Bild. Es ist nichts anderes als die Morgendämmerung auf der Seite der Erde, die zur Sonne zeigt. Astronauten auf der ISS erleben diese Morgendämmerung alle 90 Minuten.

Zur Originalseite

Apollo 17 am Krater Shorty

Geologe Harrison "Jack" Schmitt steht neben dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. In der Nähe entdeckte er orangefarbiges Mondgestein.

Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972, also vor 53 Jahren, verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond und erforschten das Taurus-Littrow-Tal, während ihr Kollege Ronald Evans oben im Orbit blieb. Cernan fotografierte diesen Schnappschuss von einer fremden Welt, als er und Schmitt über den Boden des Mondtales wanderten.

Das Bild zeigt Schmitt neben dem Mondrover, der am südöstlichen Rand des Kraters Shorty parkt. Es ist in der Nähe der Stelle, wo der Geologe Schmitt orangefarbigen Mondboden fand. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 kg Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr, als an allen anderen Landestellen gesammelt wurde. Bis heute sind Cernan und Schmitt die letzten, die den Mond betreten haben.

Zur Originalseite

Mondbeben sind überraschend häufig

Der Apollo 11-Astronauten Buzz Aldrin steht neben dem gerade aufgestellten Mondseismometer. Er schaut zur Landefähre, dem Lunar Landing Module.

Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 11

Warum gibt’s so viele Mondbeben? Bei den Apollo-Missionen wurden Seismometer auf dem Mond stationiert. Die Analyse der Daten zeige, dass Mondbeben überraschend häufig sind. Sie treten meist innerhalb von 100 Kilometern unter der Oberfläche auf.

In den Jahren zwischen 1972 und 1977 wurden ganze 62 Mondbeben detektiert. Viele dieser Mondbeben sind nicht nur stark genug, um Möbel zu bewegen, wenn jemand eine Wohnung auf dem Mond hätte. Sogar steife Felsen auf dem Mond vibrieren minutenlang – das ist deutlich länger als die weicheren Felsen bei Erdbeben unseres Planeten Erde.

Die Ursache für die Mondbeben ist bis heute unklar. Die führende Hypothese ist Gezeitenwirkung und relative Aufheizung durch die Erde. Egal, was die Quelle der Beben ist, zukünftige Mondgebäude müssen jedenfalls so gebaut werden, dass sie dem häufigen Wackeln widerstehen.

Dieses Bild zeigt den Apollo 11-Astronauten Buzz Aldrin neben dem gerade aufgestellten Mondseismometer. Er schaut zur Landefähre, dem Mondlandemodul.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

Zur Originalseite

Mondstaub und Klebeband

Der Blick im Bild fällt auf das Hinterrad des Mondrovers. Der Kotflügel wurde ersetzt, eine Karte wurde mit Klebeband und Klammern befestigt.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde wird Gestein durch Wind und Wasser verwittert. So entstehen Sand und Erde. Auf dem Mond sprengte der ständige Beschuss durch Mikrometeorite im Laufe der Äonen die steinige Oberfläche. Dabei entstand eine puderförmige Schicht auf dem Mondboden, die als Regolith bezeichnet wird. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war der überall vorhandene feine scharfkantige Staub ein großes Problem.

Im Dezember 1972 fand die Mission Apollo 17 statt. Dabei mussten die Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen der Kotflügel ihres Rovers reparieren (Video, 26MB), um die Staubwolken von sich und ihrer Ausrüstung fernzuhalten. Das Bild zeigt ein Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Er entstand durch eine raffinierte Reparatur mit einer nicht mehr benötigten Karte, Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Achtung, Nordhalbkugel: Partielle Sonnenfinsternis am 29. März

Zur Originalseite

Blauer Geist auf dem Mond

Auf die blau gefärbte Mondoberfläche mit Kratern fällt der Schatten der Landesonde Blue Ghost. Am Himmel über dem Horizont schwebt die Erde.

Bildcredit: Firefly Aerospace

Auf dem Mond steht eine neue Landesonde. Gestern gelang Blue Ghost von Firefly Aerospace die erste kommerzielle Landung auf dem Mond. Die Mission soll 60 Tage dauern. Dabei soll Blue Ghost mehrere wissenschaftliche Instrumente entladen, die von der NASA beauftragt wurden.

Ein Instrument ist PlanetVac. Es sammelt Mondstaub, nachdem es ihn mit etwas Gas aufgewirbelt hat. Mit dem Teleskop LEXI nimmt Blue Ghost Röntgenbilder der Magnetosphäre der Erde auf. Die LEXI-Daten sollen zu einem besseren Verständnis führen, wie das Magnetfeld die Erde vor Sonnenwind und Eruptionen schützt.

Das Bild zeigt den Schatten der Landesonde Blue Ghost auf der Mondoberfläche, die mit Kratern übersät ist. Die leuchtende Kugel der Erde schwebt über dem Horizont. In Zukunft sollen Blue-Ghost-Roboter unter anderem lunare Astronautinnen* des Artemis-Programms der NASA unterstützen. Mit Artimis III sollen im Jahr 2027 wieder Menschen auf dem Mond landen.

Zur Originalseite

Das Mondschiff von Apollo 17

Ein buntes, leicht verbeult wirkendes Raumschiff schwebt vor einem pechschwarzen Hintergrund. Es wird von der Sonne beleuchtet.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bildüberarbeitung: Andy Saunders)

Die Mondlandefähre Challenger von Apollo 17 wirkte plump und kantig. Sie war für den Flug im fast luftleeren Weltraum konzipiert. Dieses Bild wurde aus dem Kommandomodul America von Apollo 17 aufgenommen. Es zeigt die Aufstiegsstufe von Challenger in der Mondumlaufbahn. Das Bild wurde digital aufgearbeitet und verbessert.

An den Seiten des Mondschiffs sind kleine Reaktionssteuerungsdüsen angebracht. Darunter befindet sich die Glocke mit dem Aufstiegsraketenmotor. Vorne ist eine Luke. Sie ermöglicht den Zugang zur Mondoberfläche. Oben ist eine runde Radarantenne. Aus dem dreieckigen Fenster blickt der Gene Cernan. Er war Kommandant der Mission.

Dieses Raumschiff funktionierte einwandfrei. Es landete auf dem Mond und brachte die Apollo-Astronauten im Dezember 1972 zum Kommandomodul in die Umlaufbahn zurück. Und wo befindet sich Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe steht immer noch auf dem Mond, und zwar an der Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Die Aufstiegsstufe, die hier abgebildet ist, wurde später gezielt in der Nähe zum Absturz gebracht. Davor wurde sie vor der Rückkehr der Astronauten zur Erde vom Kommandomodul abgetrennt.

Zur Originalseite

Apollo 12 und Surveyor 3

Mit rot-blauen Brillen wirkt das Bild dreidimensional. Die Anaglyphe zeigt einen Astronauten bei einer Raumsonde auf dem Mond. Hinten am Horizont steht die Mondlandefähre.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Rechte am Stereobild: Kevin Frank

Das Bild ist für rot-cyanfarbige Brillen optimiert. Damit sieht man einen 3D-Effekt. Wir blicken über den westlichen Ozean der Stürme auf der Mondoberfläche. Das Anaglyphenbild entstand im November 1969. Es zeigt Pete Conrad, er war Astronaut der Mission Apollo 12. Hier untersucht er die robotische Raumsonde Surveyor 3, die ungefähr zweieinhalb Jahre zuvor an der Innenseite eines kleinen Kraters landete. Das war im April 1967.

Hinten steht die Landefähre Intrepid der Mission Apollo 12. Sie ist keine 200 Meter entfernt. Diese Distanz lässt sich also leicht bei einem Außenbord-Einsatz auf dem Mond zurücklegen.

Das Stereo-Bild entstand aus zwei separaten Bildern (AS12-48-7133 und AS12-48-7134). Alan Bean hatte dabei seinen Kollegen auf der Mondoberfläche fotografiert. Die Bilder zeigen die Szene in einem Abstand, der in etwa dem menschlichen Augenabstand entspricht. So ist ein 3D-Eindruck möglich, der im Gehirn auch entsteht, wenn unsere Augen ein leicht versetztes Bild der gleichen Szene liefern.

Zur Originalseite