Landepanorama Apollo 11

Der Blick fällt auf eine graubraune Einöde mit kleinen Kratern und Gesteinsbrocken. Links sind Schubdüsen der Landefähre Eagle, rechts fällt der Schatten des Adlers auf den Mondboden.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama einer fremden Welt gesehen? Dieses Panorama lässt den Blick über die unglaubliche Leere der Landschaft an der Apollo-11-Landestelle im Meer der Ruhe auf dem Mond schweifen. Es wurde aus hoch aufgelösten Scans der Original-Filmbilder erstellt, die vor 55 Jahren von Neil Armstrong aufgenommen wurden, als er kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 aus dem Fenster der Mondlandefähre Eagle blickte.

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das von einem Menschen auf einer anderen Welt aufgenommen wurde. Im Vordergrund links (Richtung Süden) sind die Schubdüsen zu sehen, während rechts (im Westen) der Schatten der Eagle zu erkennen ist. Zur Veranschaulichung: Der große, flache Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Aufnahmen aus den Fenstern der Mondlandefähre, die etwa eineinhalb Stunden nach der Landung und vor dem Betreten der Mondoberfläche gemacht wurden, sollten für den Fall, dass ein vorzeitiger Abflug erforderlich sein sollte, zunächst den Landeplatz dokumentieren.

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Erdaufgang: Eine Video-Rekonstruktion

Videocredit und Bildrechte: NASA, SVS, Besatzung Apollo 8; leitender Animateur: Ernie Wright; (USRA); Musik: Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach

Nach 12 Sekunden dieses Videos geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Erde beginnt aufzugehen. Nie zuvor sah ein Mensch einen Erdaufgang über dem Rand des Mondes, wie hier vor 55,5 Jahren. Es überraschte und faszinierte die Crew von Apollo 8. Die Crew wurde plötzlich ganz aufgeregt, weil sie ein Bild dieser beeindruckenden Ansicht erhaschen wollten, die nur durch die Bewegung des Raumschiffs entstand. Apollo 8 befand sich im Orbit um den Mond.

Das dargestellte Video ist eine moderne Rekonstruktion dieses Ereignisses, wie es mit einer heutigen Filmkamera aufgezeichnet würde. Unser farbiger Erdkreis erschiene vertraut in dem ikonischen Aufgangsszenario über fernen und unvertrauten Mondlandschaft. Im Vergleich zu vertrauteren Mondaufgängen auf der Erde wurde diese Szene als Perspektivenumkehr berühmt.

Für viele ist sie auch ein Sinnbild für die Einheit der Menschheit: Schau, diese große blaue Murmel – das sind wir – wir alle leben dort! Dieses Zwei-Minuten-Video ist kein Zeitraffer, sondern zeigt die echte Geschwindigkeit des Erdaufgangs, wie er aus dem Fenster von Apollo 8 gesehen wurde. Sieben Monate und drei Missionen später werden Astronauten von Apollo 11 den Mond nicht nur umkreisen, sondern auf ihm landen.

NASA-Administrator würdigt den Erdaufgangs-Fotografen William Anders

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Apollo 14: Blick von Antares

Durch ein Fenster fällt der Blick auf die graue Mondoberfläche. Unten steht ein Transportfahrzeug, weiter entfernt eine Flagge und anderes Gerät, rechts sind Schubdüsen des Landefahrzeugs.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; Mosaik:Eric M. Jones

Die Mondlandefähre Antares von Apollo 14 landete am 5. Februar 1971 auf dem Mond. Kurz vor Ende der Landemission nahm Astronaut Ed Mitchell eine Bilderserie der Mondoberfläche auf. Sie zeigt den Blick aus dem Fenster. Eric Jones, Gründer und Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, erstellte daraus dieses detaillierte Mosaik.

Das Bild zeigt die Fra-Mauro-Formation. Sie liegt nordwestlich von der Landestelle. Dort absolvierten die Apollo-14-Astronauten ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz. Vorne steht ihr den Modular Equipment Transporter. Er ist ein Rikscha-ähnliches Gerät mit zwei Rädern. Damit wurden Werkzeug und Proben transportiert. Vor dem Horizont liegt ein Felsen. Er ist 1,50 Meter groß und wurde Turtle rock („Schildkrötenfelsen“) genannt.

In dem flachen Krater unter dem Turtle rock liegt der lange weiße Griff eines Probenahmegeräts. Mitchell warf ihn wie einen Speer dorthin. Mitchells Astronautenkollege Alan Shepard war auch der erste Amerikaner im Weltall. Er schlug mit einem improvisierten Eisen-6-Schläger zwei Golfbälle. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Punkt unter Mitchells Speer.

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Amerika und das Meer der Heiterkeit

Der Erdmond ist aus der Nähe zu sehen, der Blick fällt seitlich darauf, rechts hinten ist der Mondrand und dahinter das Weltall. Das Bild ist eine rot-cyanfarbige Anaglyphe. Mit farbigen Brillen wirkt es dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Holt eure rot-blauen Brillen und schaut damit dieses Stereobild einer anderen Welt an. Am 11. Dezember 1972 fotografierte Eugene Cernan die Szene. Er war Kommandant der Mission Apollo 17. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan fotografierte sie an Bord des Mondmodules Challenger. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Die breite Flanke des Südmassivs wird von der Sonne beleuchtet. Sie ragt mitten im Bild rechts neben dem dunklen Boden von Taurus-Littrow auf. Das Kommandomodul America wurde von Ron Evans gesteuert. Es ist im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs erkennbar. Hinter den Bergen liegt am Mondrand das Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit).

Mit der Mission Artemis II sollen vier Astronauten den Mond umrunden und wieder zurückkehren. Der Start ist frühestens für September 2025 geplant.

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Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Das Bild von der Mondoberfläche zeigt links das Mondlandemodul, in der Mitte stellt der Astronaut Buzz Aldrin ein Sonnenwind-Experiment auf. Der Himmel ist schwarz, der Boden von dunklem grauem Staub bedeckt.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bildscan: Kipp Teague)

Helles, gleißendes Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild vom Mond. Am 20. Juli 1969, also vor vierundfünfzig Jahren, fotografierte es der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong. Er war der erste Mensch, der die Mondoberfläche betrat.

Rechts steht das Mondmodul der Mission, der Eagle. Davor seht ihr Buzz Aldrin, den Piloten des Mondmoduls, im Raumanzug. Er rollt gerade ein langes Stück Folie aus. Es ist ein Experiment, das erkunden sollte, woraus der Sonnenwind besteht. Als die freigelegte Folie zur Sonne gerichtet wurde, sammelte sie Teilchen aus dem Sonnenwind. Es war eine Materialprobe direkt von der Sonne. Der Sonnenwind-Kollektor wurde zusammen mit Mondgestein und Bodenproben zur Analyse in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

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Apollo 11: Armstrongs Selbstporträt auf dem Mond

Das Bild ist eine Spiegelung in einem Visier, es zeigt das Mondlandemodul, einen Astronauten, zwei Experimente und den Schatten des Astronauten, der fotografiert.

Bildcredit: NASA, Apollo 11, Neil Armstrong; Bearbeitung: Michael Ranger

Ein Bild, das Neil Armstrong von Buzz Aldrin auf dem Mond fotografierte, wurde für dieses lunare Selbstporträt digital umgedreht. Armstrongs Originalfoto wurde nach der Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969 aufgenommen. Es zeigt nicht nur die prachtvolle Einöde einer fremdartigen Welt, sondern auch Armstrong selbst, der sich auf Aldrins gekrümmtem Visier spiegelt.

Auf dem freigestellten Bild wurde die kugelförmige Verzerrung der Reflexion auf Aldrins Helm entzerrt. Das Ergebnis ist das berühmte Bild, das Armstrong aus Aldrins Perspektive zeigt. Da Armstrong das Originalbild fotografierte, ist es heute ein 54 Jahre altes Selbstporträt auf dem Mond.

Links seht ihr die Reflexion auf Aldrins Visier vom Originalbild. Hell (aber verzerrt) hängt der Planet Erde rechts oben am Mondhimmel. Ein Bein des Landemoduls Eagle, das mit einer Folie umwickelt ist, ragt markant ins Bild.

Mit der NASA-Mission Artemis II und dem Raumschiff Orion kehren im Jahr 2024 Menschen zur Mondoberfläche zurück.

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Apollo 17: Die Sichel der Erde

Das Bild zeigt die sonnenbeleuchtete Sichel der Erde.

Bildcredit: Apollo 17, NASA; RestaurierungToby Ord

Dieses faszinierende Bild zeigt unseren hübschen Planeten als gekrümmte, sonnenbeleuchtete Sichel vor dem schwarzen Hintergrund des Weltalls. Aus der ungewohnten Perspektive ist die Erde klein und wirkt wie das Teleskopbild eines fernen Planeten. Der Horizont liegt zur Gänze im Sichtfeld.

Die Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation können im Erdorbit den Planeten nur aus nächster Nähe bewundern. Sie umkreisen die Erde alle 90 Minuten, dabei zieht ein Spektakel aus Wolken, Ozeanen und Kontinenten unter ihnen vorbei. In der Ferne liegt ein Teil des gekrümmten Planetenrandes.

Dieses digital restaurierte Bild zeigt eine Ansicht aus großer Entfernung, die nur 24 Menschen vergönnt war: den Apolloastronauten, die zwischen 1968 und 1972 zum Mond und wieder zurück reisten. Das Originalfoto AS17-152-23420 wurde am 17. Dezember 1972 von der Apollo-17-Besatzung auf dem Rückweg fotografiert. Vorläufig ist es das letzte Bild der Erde aus dieser planetaren Perspektive, das von Menschenhand aufgenommen wurde.

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Apollo 17: Anaglyphe der VIP-Loge

Die Anaglyphe zeigt den Mondrover  und das Landemodul der Apollo-Mission 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Bild! Es ist eine Stereo-Szene im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond. Die Farb-Anaglyphe zeigt vorne eine 3D-Ansicht des Mondfahrzeugs von Apollo 17. Dahinter steht das Mondmodul vor den Mondhügeln am Horizont. Auf der ganzen Welt konnte man mit der TV-Kamera des Mondrovers zusehen, wie die Aufstiegsstufe des Mondmoduls startete. Daher bekam dieser Parkplatz die Bezeichnung „VIP-Loge“.

Vor 50 Jahren blieben die Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt im Dezember 1972 etwa 75 Stunden auf dem Mond. Währenddessen blieb ihr Kollege Ronald Evans im Orbit. Die Besatzung kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr als von jeder anderen Mondlandestelle. Cernan und Schmitt sind immer noch die Letzten, die den Mond betreten (oder befahren) haben.

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