Der interstellare Asteroid ‚Oumuamua hat eine unerwartete Flugbahn

Videocredit: NASA, JPL, Caltech

Warum weicht ‚Oumuamua von der Flugbahn ab, die man erwartet hatte? Letztes Jahr wurde 1I/2017 U1 ‚Oumuamua zum ersten Asteroiden, von dem wir wissen, dass er aus dem interstellaren Raum kam und durch unser Sonnensystem sauste. Vor etwas mehr als einem Jahr zog der taumelnde interstellare Gesteinsbrocken sogar recht nahe an der Erde vorbei.

Die Bahn des Asteroiden sollte man mit der Standardgravitation leicht berechnen können. Doch ‚Oumuamuas Bahn wich leicht davon ab. Diese Animation zeigt, wie sich ‚Oumuamua der Sonne und ihrer Umgebung nähert. Dann verlässt er sie wieder. Zwei Bahnen sind dargestellt und beschriftet. Die eine Bahn wurde anhand der Gravitation berechnet, die andere Bahn hat man beobachtet. Die führende natürliche Hypothese besagt, dass der Asteroid unerwartet abwich, weil Gas ausströmte, als ihn die Sonne erwärmte und er aktiv wurde. Doch es gibt noch weitere Vermutungen und Simulationen mit Computern.

‚Oumuamua kehrt nie wieder zurück. Doch heutzutage wird der Himmel überwacht. Daher findet man sicherlich in den nächsten Jahren weitere interstellare Asteroiden und verfolgt sie.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Der rotierende Asteroid Bennu von OSIRIS-REx


Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona

Beschreibung: Kann dieser nahe Asteroid jemals die Erde treffen? Vielleicht – aber das Zeitfenster dafür ist vermutlich nicht sehr groß, auch wenn der Asteroid im nächsten Jahrhundert voraussichtlich innerhalb der Mondbahn vorbeizieht. Um die Natur und Bahnen aller erdnahen Asteroiden besser zu verstehen, startete die NASA die Robotersonde Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), die einen davon erforschen soll: den 500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu.

OSIRIS-REx startete 2016 und nähert sich nun Bennu. Als Erstes soll sie die raue Oberfläche des Kleinplaneten kartieren. Dieses Zeitraffervideo wurde zu Beginn des Monats aufgenommen und komprimiert Bennus 4,25-Stunden-Rotation auf etwa 7 Sekunden. Bennus diamantartige Erscheinung ähnelt dem Asteroiden Ryugu, der aktuell von der japanischen Raumsonde Hayabusa2 besucht wird.

Bennus exakte künftige Bahn ist etwas unsicher. Der Grund dafür sind die nahen Begegnungen mit der Erde sowie der Jarkowski-Effekt: eine geringe Kraft, die durch das asymmetrische infrarote Leuchten entsteht, das durch die Rotation eines Objekts hervorgerufen wird.

Wenn alles nach Plan läuft, landet OSIRIS-REx im Jahr 2020 sogar auf dem Asteroiden, um Bodenproben zu sammeln und diese 2023 zur genauen Analyse zur Erde zu bringen.

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Hayabusa2 steigt vom Asteroiden Ryugu auf


Bildcredit: JAXA, U. Tokyo, Kochi U., Rikkyo U., Nagoya U., Chiba Tech., Meiji U., U. Aizu, AIST

Beschreibung: Kann die Raumsonde Hayabusa2 sicher auf dem Asteroiden Ryugu landen? Seit ihrer Ankunft im Juni zeigen Bilder, dass die Oberfläche des etwa einen Kilometer großen Ryugu von Felsen übersät ist, sodass die Suche eines ausreichend flachen Bereichs, auf dem die Raumsonde landen kann, eine ziemliche Herausforderung ist.

Dieses Video zeigt den Schatten der japanischen Robotersonde Hayabusa2 nur 20 Meter über der Oberfläche, als sie nach einer Probelandung letzte Woche von Ryugus zerklüfteter Oberfläche aufstieg. Zuvor legten kleine wurfscheibengroße Landesonden von Hayabusa2 ab, traten in Kontakt mit der Oberfläche des diamantförmigen Asteroiden und begannen darauf herumzuhüpfen.

Die Erforschung von Ryugu kann der Menschheit Details zur Oberfläche und das Innere des Kleinplaneten verraten, aber auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben vorhanden waren. Die Landung des Mutterschiffs von Hayabusa2 ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen, danach soll sie Bodenproben sammeln und diese zur Erde bringen.

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Sonnentanz


Videocredit: NASA, SDO; Bearbeitung: Alan Watson via Helioviewer

Manchmal scheint es, als würde die Oberfläche unserer Sonne tanzen. Mitte 2012 filmte die NASA-Raumsonde Solar Dynamics Observatory im Sonnenorbit eine eindrucksvolle Protuberanz, die wie eine akrobatische Tänzerin scheinbar eine Hechtrolle machte.

Dieses Zeitraffervideo fasst drei Stunden zusammen. Es dokumentierte die dramatische Explosion in Ultraviolettlicht. Eine Magnetfeldschleife lenkte den Fluss aus heißem Plasma zur Sonne. Die Größe der tanzenden Protuberanz ist gewaltig. Die ganze Erde würde leicht unter den fließenden Bogen aus heißem Gas passen.

Eine ruhige Protuberanz bleibt oft etwa einen Monat bestehen. Sie kann dann bei einem koronalen Massenauswurf (CME) heißes Gas ins Sonnensystem hinaus schleudern. Der Energiemechanismus, der eine Sonnenprotuberanz bildet, wird weiterhin erforscht. Anders als 2012 ist dieses Jahr die Sonnenoberfläche deutlich ruhiger. Sie präsentiert weniger tanzende Protuberanzen, weil sie sich nahe dem Minimum ihres 11-jährigen magnetischen Zyklus befindet.

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Salz, Pfeffer und Eis

Videocredit und -rechte: Maroun Habib (Moophz)

Gerade wandert ein fotogener Komet über den Himmel. Komet 21P / Giacobini-Zinner ist etwas zu blass für das bloße Auge, doch er entwickelte einen langen Schweif. Dieser ist ein schöner Anblick für Ferngläser und empfindliche Kameras.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche aufgenommen. Es zeigt die Bewegung des Kometen 21P am Himmel. 90 Minuten Aufnahme wurden zu etwa 2,5 Sekunden komprimiert. Der Schweif von 21P folgt nicht der Bewegung des Kometen, was seltsam wirkt. Der Grund dafür ist, dass Kometenschweife immer von der Sonne weggerichtet sind. Als der Komet fotografiert wurde, wanderte er nicht in Richtung Sonne. Weit im Hintergrund sieht man links oben M37, er heißt auch Salz-und-Pfeffer-Sternhaufen. Über der Bildmitte steht der helle, rote Stern V440 Aurigae.

Diese Kugel aus Eis, die Staub schleuderte, ist 2 km groß. Sie passierte letzte Woche ihren sonnen- und den erdnächsten Punkt. Nun verblasst sie, während sie zum Südhimmel weiterzieht. Doch Komet 21P sollte weiterhin sichtbar sein. Noch ungefähr einen Monat lang bleibt sie ein fotogenes Ziel für Kameras auf Stativ.

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Lunationen

Videocredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Scientific Visualization Studio der NASA; Musik: An der schönen blauen Donau (Johann Strauss (Sohn)

Jede Nacht ändert sich, wie der Mond erscheint. Eine Hälfte des Mondes ist immer von der Sonne beleuchtet, aber wir sehen nur einen Teil davon. Während der Mond die Erde umrundet, zeigt uns der Mond zuerst einen immer größeren Teil der Tagseite. Dann wird er wieder kleiner.

Das Video zeigt alle 12 Lunationen des Jahres 2018. Es wurde aus Bildern animiert, welche die NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) im Mondorbit aufnahm. Eine Lunation umfasst einen vollen Zyklus unseres Mondes mit allen Phasen. Eine volle Lunation dauert etwa 29,5 Tage, das ist etwas weniger als ein Monat (Mon-d). Im Laufe jeder Lunation fällt das Sonnenlicht immer wieder aus einem anderen Winkel auf den Mond. Daher sind die einzelnen Strukturen immer wieder anders beleuchtet.

Der Mond zeigt der Erde immer dieselbe Seite. Weniger gut sieht man, dass der Mond seine scheinbare Größe von Nacht zu Nacht leicht ändert. Außerdem wackelt er leicht. Man bezeichnet es als Libration. Sie tritt auf, während der Mond seine elliptische Bahn entlang zieht.

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Curiositys Aussicht am Vera-Rubin-Kamm

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Was sieht man, wenn man auf dem Mars steht? Als NASA-Rover Curiosity wäre es letzten Monat diese Aussicht am Vera-Rubin-Kamm gewesen. Der faszinierende Aussichtspunkt an der Seite des Aeolis Mons ist von Felsen übersät. Das 360-Grad-Panorama könnt ihr durch Klicken oder Kippen in vielen Webbrowsern rundherum drehen. So genießt ihr die Aussicht aus allen Richtungen.

Viele Instrumente des Rovers sind auf dieser virtuellen Ansicht beschriftet: die Antennen, der Roboterarm und die Radionuklid-Batterie (RTG). Dunkler Sand und helles Gestein bedecken den Boden in der Nähe. Diese Mischung bezeichnet man als Seebett-Schlammstein. In der Ferne ragt Aeolis Mons auf. Man sieht ihn kaum, weil sich der Schwebstaub eines planetenweiten Sturms, der bereits abklingt, in der Atmosphäre verteilt.

Curiosity gelangen viele Entdeckungen. Zum Beispiel fand der Rover heraus, dass es auf dem Mars Rohmaterial für Leben gibt. Die nächste Sonde auf dem Mars ist Insight. Sie soll Ende November landen und mit einem Seismometer das Innere des Roten Planeten besser erforschen.

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Perseïd in Echtzeit

Ein heller Perseïd zischte über den violetten Himmel und zieht eine grün leuchtende Spur hinter sich her. Links steht die Silhouette eines Baumes, in der Mitte packen zwei Himmelsfreunde ihre Ausrüstung ein.
Bildcredit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Die Meteore der Perseïden bieten dieses Jahr mit hellen Meteoren und einem dunklen Nachthimmel eine günstige Gelegenheit für ein Wochenende im Zelt. Auf einem Campingplatz in den Bergen von Süddeutschland beobachteten zwei Leute den Himmel. Sie packten schon ihre Ausrüstung ein, da fanden sie mindestens einen Grund, noch unter dem Sternenhimmel zu bleiben. Sie sahen nämlich diesen kurzen, farbigen Blitz.

Das Video dauert zwei Sekunden. Es wurde am 12. August am Morgen in der Dämmerung aufgenommen. Daraus entstand dieses GIF aus 50 Einzelbildern. Es wurde in Echtzeit gefilmt und zeigt die Entwicklung der charakteristisch grünen Bahn eines hellen Perseïden. Rechts leuchtet ein viel blasserer Perseïd, den man gerade mal so sieht. Die Perseïden pflügen mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre. Damit sind sie schnell genug, um in einer Höhe von ungefähr 100 Kilometern den Sauerstoff in der Luft anzuregen. Er erzeugt das charakteristische grüne Leuchten.

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