Mann, Hund, Sonne

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jens Hackmann

Beschreibung: Das sollte ein Foto mit Bäumen vor der untergehenden Sonne werden, aber manchmal kann das Unerwartete fotogen sein. Während einiger Planungsfotos ging unerwartet ein Mann mit seinem Hund vorbei.

Das Ergebnisbild war so eindrucksvoll, dass es – nach Beschnitt – das Hauptfoto wurde. Die Sonne sieht so groß aus, weil das Bild mit Teleobjektiv aus einer Entfernung von einem Kilometer fotografiert wurde. Durch die Streuung des blauen Lichts in der Erdatmosphäre wirkt der untere Teil der Sonne etwas rötlicher als der obere. Wenn Sie die Sonne genau betrachten, sehen Sie außerdem über dem Kopf des Mannes eine große Gruppe Sonnenflecken. Das Bild wurde letzte Woche in Bad Mergentheim (Deutschland) fotografiert.

Zur Originalseite

Geostationäre Fernstraße durch Orion


Bildcredit und Bildrechte: James A. DeYoung

Beschreibung: Wenn man einen Satelliten auf einer kreisförmigen Bahn etwa 42.000 Kilometer vom Erdmittelpunkt entfernt platziert, umkreist er in 24 Stunden einmal die Erde. Weil das der Erdrotation entspricht, wird diese Bahn als geosynchroner Orbit bezeichnet. Wenn diese Bahn außerdem in der Ebene des Äquators liegt, hängt der Satellit am Himmel im geostationären Orbit immer über einem bestimmten Ort auf der Erde.

Der Visionär Arthur C. Clarke vermutete bereits in den 1940er Jahren, dass geosynchrone Umlaufbahnen einst von Kommunikations- und Wettersatelliten genützt würden. Dieses Szenario kennen Astrofotografen gut. Detailbilder des Nachthimmels, bei denen Teleskope den Sternen folgen, können auch geostationäre Satelliten aufgabeln, die im Sonnenlicht schimmern, das hoch über der Erdoberfläche noch leuchtet. Weil sich die Satelliten zusammen mit der Erdrotation vor dem Hintergrund der Sterne bewegen, hinterlassen sie Spuren, die scheinbar einer Fernstraße in der Himmelslandschaft folgen.

Das Phänomen wurde letzten Monat auf diesem Video festgehalten. Man sieht, wie mehrere Satelliten im geosynchronen Orbit den berühmten Orionnebel kreuzen.

Zur Originalseite

Wächter eines nördlichen Himmels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Pierre Destribats

Beschreibung: Wer bewacht den Norden? Dieses Bild wurde letzten März im finnischen Lappland fotografiert, dort gibt es Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und treibenden Schnee. Manchmal entstehen surreale Landschaften, in denen weiße, außerirdisch wirkende Wächter scheinbar durch die Landschaft patrouillieren. Die Außerirdischen sind jedoch schneebedeckte Bäume, und die rote Hütte, die sie zu bewachen scheinen, ist ein Plumpsklo. In weiter Ferne hinter dieser ungewöhnlichen irdischen Aussicht leuchtet ein schöner Nachthimmel mit einem grünen Polarlicht, hellen Sternen und den Spuren kreisender Satelliten. Natürlich tauen die Bäume im Frühling ab, und Lappland sieht dann ganz anders aus.

Zur Originalseite

Supermond über spanischem Castell

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tomeu Mas

Beschreibung: Nein, diese Festung wurde nicht mit angeheftetem Mond gebaut. Für diese spektakuläre Aneinanderreihung waren sorgfältige Planung und ein bisschen gutes Wetter nötig. Hier ist der letzte Supermond von 2016 von letzter Woche abgebildet, als er genau hinter einem der Türme von Castell de Bellver auf der spanischen Baleareninsel Palma de Mallorca aufging.

Der Supermond war der letzte Vollmond 2016 und ist manchen als Eichenmond bekannt. Castell de Bellver wurde Anfang des 14. Jh. gebaut und diente zahlreichen Königen und Königinnen als Wohnstätte – und gelegentlich als Gefängnis. Der Mond entstand vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren, vermutlich durch eine große Kollision der Erde mit einem marsgroßen Himmelskörper.

Der nächste Supermond, bei dem der Mond ein bisschen größer und heller als sonst erscheint, tritt am 3. Dezember 2017 auf und wird nicht nur hinter Burgen zu beobachten sein, sondern auf der ganzen Welt.

Zur Originalseite

Das X auf dem Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Marchini (Astronomical Observatory, DSFTA – Univ. von Siena), Liceo „Alessandro Volta“ Astronomiestudenten

Beschreibung: Das markante X auf dieser Mondlandschaft ist leicht mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sichtbar. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Haken daran ist, dass dieses Mond-X flüchtig ist – es erscheint nur wenige Stunden vor der zunehmenden Halbmondphase. Am Terminator entsteht die X-Täuschung durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach.

Der Terminator ist die Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht. Ein Astronaut in der Nähe dieser Krater würde kurz vor der zunehmenden Halbmondphase sehen, wie die Sonne sehr langsam am Horizont aufgeht. Vorübergehend wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch dunkel wären.

Vom Planeten Erde aus sieht der Kontrast aus hellen Wänden vor den dunklen Böden zufällig wie ein markantes X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 6. Dezember 2016 etwa um 16:45 UT fotografiert. Wenn Sie mehr sehen möchten, folgen Sie der Mondschattengrenze, dann finden Sie auch das Mond-V.

Zur Originalseite

Verona Rupes – die höchste bekannte Klippe im Sonnensystem

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Kann man einen Sprung von der höchsten Klippe im Sonnensystem überleben? Ziemlich wahrscheinlich. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist schätzungsweise 20 Kilometer tief – zehnmal so tief wie der Grand Canyon auf der Erde.

Wegen Mirandas geringer Gravitation würde es etwa 12 Minuten dauern, bis ein abenteuerlustiger Glücksritter, der von oben hinunterfällt, den Boden erreicht. Er hätte unten die Geschwindigkeit eines Rennautos – ungefähr 200 Kilometer pro Stunde. Trotzdem könnte man den Sturz mit einem geeigneten Schutz durch ein Prallkissen überleben.

Dieses Bild von Verona Rupes wurde 1986 beim Vorbeiflug der Roboterraumsonde Voyager 2 fotografiert. Wie die gewaltige Klippe entstand, ist nicht bekannt – vielleicht bei einem großen Einschlag oder durch tektonische Oberflächenbewegung.

Zur Originalseite

Verkehrte Stadt unter den Wolken

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hersch

Beschreibung: Wie kann eine Stadt kopfstehen? Die Stadt – Chicago – stand eigentlich richtig herum. Doch die langen Schatten, die sie kurz vor Sonnenuntergang auf den nahen Michigansee warf, ließen in Kombination mit der Reflexion die Gebäude verkehrt erscheinen. Dieses faszinierende, verwirrende, aber schöne Bild wurde 2014 fotografiert, als sich der Fotograf in einem Flugzeug dem O’Hare International Airport in Chicago näherte. Die Sonne ist über und unter der Wolkendecke zu sehen, unten als Reflexion im ruhigen See. Als Zugabe entdecken Sie, wenn Sie genau hinsehen – es ist ziemlich schwierig – ein weiteres Flugzeug, das wahrscheinlich den gleichen Flughafen ansteuert.

Zur Originalseite

Propellerschatten auf Saturns Ringen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Wie entstanden diese ungewöhnlich langen Schatten auf den Saturnringen? Die dunklen Schatten nahe der Bildmitte laufen von der Sonne weg und stammen – angesichts ihrer Länge – von Objekten, die bis zu einige Kilometer hoch sind. Die normale Dicke von Saturns A- und B-Ring beträgt etwa 10 Meter, daher waren die langen Schatten unerwartet. Die abgehackten, länglichen Formen am Rand des B-Rings führten zu einer plausiblen Theorie, dass es dort Minimonde von der Größe einiger Kilometer gibt, deren Gravitation ausreicht, um diese und sogar größere senkrechte Ablenkungen kleiner Ringteilchen in der Nähe hervorzurufen. Die Ringwellen werden wegen ihres Aussehens Propeller genannt. Vermutlich werfen diese einheitlichen Gruppen kleiner Ringteilchen diese langen Schatten.

Das Bild wurde 2009 von der Roboterraumsonde Cassini fotografiert, die derzeit um Saturn kreist. Es entstand fast genau zu Saturns Tag- und Nachtgleiche, als das Sonnenlicht direkt über die Ringebene strömte, sodass es die längsten Schatten warf.

Zur Originalseite

Die Winde der Erde


Bildcredit und Bildrechte: Cameron Beccario, earth.nullschool.net;
Daten und Bearbeitung (verkürzt): GFS und US National Weather Service (NOAA), Center for Climate Simulation (NASA)

Beschreibung: Wohin weht der Wind? Diese Karte verrät das und viel mehr, auch für Ihren Standort auf dem Planeten Erde. Die dynamische Karte kombiniert viele Quellen weltweiter Satellitendaten und Prognosen von Hochleistungsrechnern, die alle drei Stunden aktualisiert werden. Helle Wirbel zeigen meist Tiefdrucksysteme mit hoher Windgeschwindigkeit, etwa dramatische Zyklone, Wirbelstürme und Taifune.

Der Erdball kann zwar mit der Maus gedreht werden, doch für volle Interaktivität – zum Beispiel die Möglichkeit zu vergrößern – klicken Sie auf das Wort „earth“ links unten oder folgen Sie dem Link http://earth.nullschool.net/. Mit dem „earth“-Bedienfeld kann man zusätzlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Niederschlag und Kohlendioxidkarten einblenden und sogar zu Windgeschwindigkeiten in größerer Höhe oder Meeresströmen wechseln. Besonders in Zeiten rascher Veränderung können diese Karten veraltet oder ungenau sein.

Zur Originalseite

Erforsche Rosettas Kometen


Bildcredit: Science Office, ESA

Beschreibung: Was sieht man, wenn man um einen Kometenkern fliegt? Sehen Sie selbst und warten Sie kurz, bis Ihr WebGL-kompatibler Webbrowser ein detailliertes digitales Modell des Kometen 67P geladen hat – dann forschen Sie los! Mit einer Standard-Maus können Sie mit der linken Taste den Kometen drehen, mit der rechten Taste können Sie den Kometen bewegen und mit dem Scrollrad vergrößern und verkleinern. Die robotische Raumsonde Rosetta der ESA umkreiste den Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko ab Mitte 2014 bis letzten Freitag, als sie nach einer unglaublich erfolgreichen Mission wie geplant auf der Oberfläche abgesetzt und abgeschaltet wurde. Neben vielen beachtlichen wissenschaftlichen Leistungen versteht die Menschheit dank Rosetta nun besser, wie Kometen strahlen auf Kometen entstehen, wenn sie sich der Sonne nähern.

Zur Originalseite

Five hundred meter Aperture Spherical Telescope

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Das Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (FAST) ist in ein natürliches Becken eingebettet. Es liegt in der abgelegenen, bergigen Provinz Guizhou im Süden von China. Dieses Foto zeigt das neue Radioteleskop mit dem Spitznamen Tianyan oder „Auge des Himmels“. Es wurde am 25. September kurz vor Beginn der Testphase für den Betrieb fotografiert. Seine aktive Oberfläche kann ausrichten und fokussieren. Seine gewaltige Parabolantenne wurde aus 4450 einzelnen dreieckigen Paneelen konstruiert. Mit einem Antennendurchmesser von 500 Metern ist FAST das größte verkleidete Radioteleskop auf dem Planeten Erde, das aus nur einem Spiegel besteht. FAST erforscht das Universum in Radiowellenlängen. Es wird Emissionen von Wasserstoff in der Milchstraße und fernen Galaxien finden. Es entdeckt blasse galaktische und extragalaktische Pulsare und sucht nach möglichen Radiosignalen von Außerirdischen.

Zur Originalseite