Das X auf dem Mond

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Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Marchini (Astronomical Observatory, DSFTA – Univ. von Siena), Liceo „Alessandro Volta“ Astronomiestudenten

Beschreibung: Das markante X auf dieser Mondlandschaft ist leicht mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sichtbar. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Haken daran ist, dass dieses Mond-X flüchtig ist – es erscheint nur wenige Stunden vor der zunehmenden Halbmondphase. Am Terminator entsteht die X-Täuschung durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach.

Der Terminator ist die Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht. Ein Astronaut in der Nähe dieser Krater würde kurz vor der zunehmenden Halbmondphase sehen, wie die Sonne sehr langsam am Horizont aufgeht. Vorübergehend wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch dunkel wären.

Vom Planeten Erde aus sieht der Kontrast aus hellen Wänden vor den dunklen Böden zufällig wie ein markantes X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 6. Dezember 2016 etwa um 16:45 UT fotografiert. Wenn Sie mehr sehen möchten, folgen Sie der Mondschattengrenze, dann finden Sie auch das Mond-V.

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Verona Rupes – die höchste bekannte Klippe im Sonnensystem

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Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Kann man einen Sprung von der höchsten Klippe im Sonnensystem überleben? Ziemlich wahrscheinlich. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist schätzungsweise 20 Kilometer tief – zehnmal so tief wie der Grand Canyon auf der Erde.

Wegen Mirandas geringer Gravitation würde es etwa 12 Minuten dauern, bis ein abenteuerlustiger Glücksritter, der von oben hinunterfällt, den Boden erreicht. Er hätte unten die Geschwindigkeit eines Rennautos – ungefähr 200 Kilometer pro Stunde. Trotzdem könnte man den Sturz mit einem geeigneten Schutz durch ein Prallkissen überleben.

Dieses Bild von Verona Rupes wurde 1986 beim Vorbeiflug der Roboterraumsonde Voyager 2 fotografiert. Wie die gewaltige Klippe entstand, ist nicht bekannt – vielleicht bei einem großen Einschlag oder durch tektonische Oberflächenbewegung.

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Verkehrte Stadt unter den Wolken

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hersch

Beschreibung: Wie kann eine Stadt kopfstehen? Die Stadt – Chicago – stand eigentlich richtig herum. Doch die langen Schatten, die sie kurz vor Sonnenuntergang auf den nahen Michigansee warf, ließen in Kombination mit der Reflexion die Gebäude verkehrt erscheinen. Dieses faszinierende, verwirrende, aber schöne Bild wurde 2014 fotografiert, als sich der Fotograf in einem Flugzeug dem O’Hare International Airport in Chicago näherte. Die Sonne ist über und unter der Wolkendecke zu sehen, unten als Reflexion im ruhigen See. Als Zugabe entdecken Sie, wenn Sie genau hinsehen – es ist ziemlich schwierig – ein weiteres Flugzeug, das wahrscheinlich den gleichen Flughafen ansteuert.

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Propellerschatten auf Saturns Ringen

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Wie entstanden diese ungewöhnlich langen Schatten auf den Saturnringen? Die dunklen Schatten nahe der Bildmitte laufen von der Sonne weg und stammen – angesichts ihrer Länge – von Objekten, die bis zu einige Kilometer hoch sind. Die normale Dicke von Saturns A- und B-Ring beträgt etwa 10 Meter, daher waren die langen Schatten unerwartet. Die abgehackten, länglichen Formen am Rand des B-Rings führten zu einer plausiblen Theorie, dass es dort Minimonde von der Größe einiger Kilometer gibt, deren Gravitation ausreicht, um diese und sogar größere senkrechte Ablenkungen kleiner Ringteilchen in der Nähe hervorzurufen. Die Ringwellen werden wegen ihres Aussehens Propeller genannt. Vermutlich werfen diese einheitlichen Gruppen kleiner Ringteilchen diese langen Schatten.

Das Bild wurde 2009 von der Roboterraumsonde Cassini fotografiert, die derzeit um Saturn kreist. Es entstand fast genau zu Saturns Tag- und Nachtgleiche, als das Sonnenlicht direkt über die Ringebene strömte, sodass es die längsten Schatten warf.

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Die Winde der Erde


Bildcredit und Bildrechte: Cameron Beccario, earth.nullschool.net;
Daten und Bearbeitung (verkürzt): GFS und US National Weather Service (NOAA), Center for Climate Simulation (NASA)

Beschreibung: Wohin weht der Wind? Diese Karte verrät das und viel mehr, auch für Ihren Standort auf dem Planeten Erde. Die dynamische Karte kombiniert viele Quellen weltweiter Satellitendaten und Prognosen von Hochleistungsrechnern, die alle drei Stunden aktualisiert werden. Helle Wirbel zeigen meist Tiefdrucksysteme mit hoher Windgeschwindigkeit, etwa dramatische Zyklone, Wirbelstürme und Taifune.

Der Erdball kann zwar mit der Maus gedreht werden, doch für volle Interaktivität – zum Beispiel die Möglichkeit zu vergrößern – klicken Sie auf das Wort „earth“ links unten oder folgen Sie dem Link http://earth.nullschool.net/. Mit dem „earth“-Bedienfeld kann man zusätzlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Niederschlag und Kohlendioxidkarten einblenden und sogar zu Windgeschwindigkeiten in größerer Höhe oder Meeresströmen wechseln. Besonders in Zeiten rascher Veränderung können diese Karten veraltet oder ungenau sein.

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Erforsche Rosettas Kometen


Bildcredit: Science Office, ESA

Beschreibung: Was sieht man, wenn man um einen Kometenkern fliegt? Sehen Sie selbst und warten Sie kurz, bis Ihr WebGL-kompatibler Webbrowser ein detailliertes digitales Modell des Kometen 67P geladen hat – dann forschen Sie los! Mit einer Standard-Maus können Sie mit der linken Taste den Kometen drehen, mit der rechten Taste können Sie den Kometen bewegen und mit dem Scrollrad vergrößern und verkleinern. Die robotische Raumsonde Rosetta der ESA umkreiste den Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko ab Mitte 2014 bis letzten Freitag, als sie nach einer unglaublich erfolgreichen Mission wie geplant auf der Oberfläche abgesetzt und abgeschaltet wurde. Neben vielen beachtlichen wissenschaftlichen Leistungen versteht die Menschheit dank Rosetta nun besser, wie Kometen strahlen auf Kometen entstehen, wenn sie sich der Sonne nähern.

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Five hundred meter Aperture Spherical Telescope

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Das Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (FAST) ist in ein natürliches Becken eingebettet. Es liegt in der abgelegenen, bergigen Provinz Guizhou im Süden von China. Dieses Foto zeigt das neue Radioteleskop mit dem Spitznamen Tianyan oder „Auge des Himmels“. Es wurde am 25. September kurz vor Beginn der Testphase für den Betrieb fotografiert. Seine aktive Oberfläche kann ausrichten und fokussieren. Seine gewaltige Parabolantenne wurde aus 4450 einzelnen dreieckigen Paneelen konstruiert. Mit einem Antennendurchmesser von 500 Metern ist FAST das größte verkleidete Radioteleskop auf dem Planeten Erde, das aus nur einem Spiegel besteht. FAST erforscht das Universum in Radiowellenlängen. Es wird Emissionen von Wasserstoff in der Milchstraße und fernen Galaxien finden. Es entdeckt blasse galaktische und extragalaktische Pulsare und sucht nach möglichen Radiosignalen von Außerirdischen.

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Saturn von oben

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Dieses Bild von Saturn hätte man auf der Erde nicht fotografieren können. Kein Bild, das auf der Erde fotografiert wurde, könnte einen Blick auf Saturns Nachtseite und seinen Schatten auf den Saturnringen zeigen. Die Erde ist der Sonne viel näher als Saturn, daher ist von der Erde aus nur die Tagseite des Ringplaneten sichtbar. Das Bildmosaik wurde zu Beginn des Jahres von der Raumsonde Cassini fotografiert. Die Raumsonde kreist derzeit um Saturn. Danach filmte sie ein 44-Stunden-Video des sich drehenden Saturn. Die schönen Saturnringe sind ganz ausgebreitet. Man sieht Details der Wolken und das Sechseck um den Nordpol. Die Cassinimission ist nun in ihrem letzten Jahr. Nächsten September taucht die Raumsonde bei einem geplanten Manöver in Saturns Atmosphäre.

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Riesiger Strahlenblitz über China

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Bildcredit und Bildcredit: Phebe Pan

Beschreibung: Das ist kein Meteor. Beim Beobachten und Fotografieren des Perseïden-Meteorstroms dieses Jahres geschah etwas Unerwartetes: ein riesiger Strahl brach aus einer nahen Wolke hervor. Das Ganze war blitzschnell vorbei – in weniger als einer Sekunde, wurde aber zum Glück von einer bereits aufnehmenden Digitalkamera fotografiert. Riesige Strahlen sind eine seltene Blitzart, die erst vor wenigen Jahren formal anerkannt wurde. Dieses hoch aufgelöste Farbbild entstand in der Nähe des Gipfels des Shikengkong in China und ist vielleicht das bisher beste Bild von diesem ungewöhnlichen Phänomen. Das gleiche Ereignis wurde anscheinend auch von einem weiter entfernten Fotografen dokumentiert. Der riesige Strahl beginnt anscheinend irgendwo in einer nahen Gewitterwolke und verläuft aufwärts zur Ionosphäre der Erde. Die Natur dieser riesigen Strahlen und ihre mögliche Verwandtschaft mit anderen Arten transienter Leuchterscheinungen (TLEs) wie blaue Strahlen und roten Kobolden werden weiterhin erforscht.

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Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

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Bildcredit und Bildcredit: Cenk E. Tezel und Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Wie ändert sich die Position der Sonne, wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit hinausgeht und ein Foto von der Sonne macht? Mit viel Planung und Aufwand kann man so eine Bildserie fotografieren. Die 8-förmige Schleife, der die Sonne im Laufe des Jahres folgt, heißt Analemma. Zur Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel der Erde erschien die Sonne am unteren Rand des Analemmas. Analemmae, die auf unterschiedlichen Breiten entstehen, erscheinen leicht unterschiedlich, wie auch Analemmae, die zu unterschiedlichen Tageszeiten fotografiert werden. Mit noch mehr Planung und Aufwand kann die Serie ein Bild mit totaler Sonnenfinsternis enthalten. Oben ist so ein Sonnenfinsternisanalemma oder Tutulemma abgebildet – der Begriff wurde von den Fotografen geprägt und basiert auf dem türkischen Wort für Finsternis. Diese Kompositbildfolge wurde ab 2005 in der Türkei fotografiert. Das Hintergrundbild der Serie stammt von der totalen Phase einer Sonnenfinsternis am 29. März 2006 in Side in der Türkei. Die Venus war während der Totalität rechts unten ebenfalls sichtbar. Wenn Sie Ihr eigenes Tutulemma mit Basis in den USA fotografieren möchten, das mit der totalen Sonnenfinsternis im nächsten August endet, sollten Sie jetzt beginnen.

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Das Universum färben

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Bildcredit: unbekannt

Beschreibung: Es ist sicher lustig, das Universum zu färben. Wenn Ihnen das Spaß macht, nehmen Sie vorläufig diese berühmte astronomische Illustration als Ersatz. Sie, Ihre Freunde, Eltern oder Kinder können es ausdrucken oder sogar digital ausmalen. Dabei interessiert Sie vielleicht, dass obwohl diese Illustration im Laufe der letzten 100 Jahre an vielen Stellen auftauchte, der tatsächliche Künstler unbekannt ist. Außerdem hat die Arbeit keinen anerkannten Namen – fällt Ihnen ein guter ein? Die Illustration erschien erstmals 1888 in einem Buch von Camille Flammarion und veranschaulicht meist, dass aktuelle Ansichten der Menschheit häufig durch neue Erkenntnisse ersetzt werden.

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