Komet C/2025 F2 SWAN

Links unten ist der Kopf des Kometen C/2025 F2 SWAN mit grüner Koma. Nach links oben verläuft ein gerader dünner Schweif diagonal durchs Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Ende März entdeckten die Bürgerwissenschaftler Vladimir Bezugly, Michael Mattiazzo und Rob Matson unabhängig voneinander einen Kometen, als sie öffentlich zugängliche Bilddaten untersuchten. Die Daten stammten von der Solar Wind ANisotropies Kamera (SWAN) auf der Raumsonde SOHO, welche die Sonne beobachtet. Der Komet wird nun als C/2025 F2 SWAN bezeichnet.

Die grünliche Farbe der Koma des Kometen SWAN ist auf die Fluoreszenz zweiatomiger Kohlenstoffmoleküle im Sonnenlicht zurückzuführen. Sie schimmert auf diesem Teleskopbild links unten. Der schwache Ionenschweif von SWAN reicht fast zwei Grad nach rechts oben über das Bildfeld. Die interplanetare Szene wurde am 14. April bei klarem, aber mondhellem Himmel am June Lake in Kalifornien aufgenommen.

Der Komet lag vor dem Hintergrund der Sterne im Sternbild Andromeda. Er war damals etwa 10 Lichtminuten von unserem schönen Planeten entfernt. Jetzt ist der Komet SWAN ein Ziel für Ferngläser und kleine Teleskope am Morgenhimmel der Nordhalbkugel. Er steuert am 1. Mai auf sein Perihel zu. Das Perihel ist seine größte Annäherung an die Sonne. Damit kommt dieser Besucher aus der fernen Oortschen Wolke der Sonne fast so nahe wie die Umlaufbahn des inneren Planeten Merkur.

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Der Virgo-Galaxienhaufen

Das Bild ist voller Galaxien, sie befinden sich im Virgio-Galaxienhaufen. Dazwischen sind Sterne im Sternbild Jungfrau verteilt. Besonders markant ist die Markarjansche Kette rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Adibi

Die Galaxien im Virgo-Galaxienhaufen sind im Teleskopsichtfeld verteilt. Es ist 4 Grad breit. Der Virgohaufen ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Er ist der nächste große Galaxienhaufen in der Umgebung unserer Lokalen Gruppe.

Markant leuchten die hellen elliptischen Galaxien in Virgo. M87 links unten, M86 und M84 (von links nach rechts) rechts neben der Mitte sind im Messier-Katalog gelistet. M86 und M84 gehören zur Markarjanschen Kette. Es ist die visuell markante Galaxienkette, die rechts oben im Bild verläuft. Mitten in der Kette liegt ein faszinierendes Paar wechselwirkender Galaxien. Es sind NGC 4438 und NGC 4435. Manche kennen sie als Markarjans Augen.

Doch das markanteste Element im Virgohaufen ist die riesige elliptische Galaxie M87. Sie enthält ein sehr massereiches Schwarzes Loch. Es war das erste, das je mit dem Event Horizon Telescope auf der Erde abgebildet wurde.

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Lichthof um das Katzenauge

Der Katzenaugennabel in der Mitte ist sehr hell, außen herum verläuft ein weniger gut bekannter Hof, der viel blasser ist, in grünen Farbtönen. Er ist am Rand stark verwirbelt.

Bildcredit und Bildrechte: Taavi Niittee (Tõrva Astronomy Club)

Was erzeugte diesen außergewöhnlichen Lichthof (Halo) um den Katzenaugennebel? Darüber ist man sich nicht ganz im Klaren. Ganz klar ist jedoch, dass der Katzenaugennebel (NGC 6543) einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel ist.

Den mystisch anmutenden Symmetrien im hellen Zentrum verdankt der Katzenaugennebel seinen Namen. Dieses Bild wurde allerdings aufgenommen, um die feinen und komplexen Strukturen im äußeren Halo zu zeigen. Er erstreckt sich über drei Lichtjahre.

Planetarische Nebel gelten schon seit Langem als Endstadium eines sonnenähnlichen Sterns. Erst kürzlich hat man herausgefunden, dass einige dieser planetarischen Nebel von großen Halos umgeben sind. Vermutlich haben sich diese aus abgestoßenem Material in einem früheren rätselhaften Entwicklungsstadium des Sterns gebildet. Die Phase des planetarischen Nebels dauert in etwa 10.000 Jahre. Das Alter der äußeren faserartigen Bereiche im Halo des Katzenaugennebels wird auf 50.000 bis 90.000 Jahre geschätzt.

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Webb zeigt den planetarischen Nebel NGC 1514

Der planetarische Nebel NGC 1514 im Sternbild Stier ist in Infrarotlicht sanduhrförmig. In der Mitte leuchtet er rot. Zwei Ringe sind anscheinend die Wülste an den Enden eines Zylinders, den wir schräg von oben sehen.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, M. E. Ressler (JPL) et al.; Bearbeitung: Judy Schmidt

Was passiert, wenn einem Stern der Kernbrennstoff ausgeht? Bei Sternen wie unserer Sonne verdichtet sich das Zentrum zu einem Weißen Zwerg. Währenddessen wird die äußere Atmosphäre ins All ausgestoßen. Sie erscheint als planetarischer Nebel.

Die abgestoßene äußere Atmosphäre des planetarischen Nebels NGC 1514 ist anscheinend ein Durcheinander aus Blasen – wenn man sie in sichtbarem Licht betrachtet. Doch diese Ansicht des Weltraumteleskops James Webb in Infrarot erzählt eine andere Geschichte. In diesem Licht hat der Nebel eine ausgeprägte Sanduhrform, die als Zylinder interpretiert wird. Wir blicken entlang der Diagonale darauf.

In der Mitte des Nebels erkennt ihr bei genauem Hinsehen auch einen hellen Zentralstern. Er gehört wahrscheinlich zu einem Doppelsternsystem. Weitere Beobachtungen zeigen vielleicht besser, wie sich dieser Nebel entwickelt und wie die Zentralsterne zusammenwirken, um die Zylinder und Blasen zu erzeugen, die wir sehen.

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MeerKAT zeigt das galaktische Zentrum in Radio

Falschfarbenbild in Gelb- und Blautönen vom galaktischen Zentrum im Radiobereich. Verschiedene Wolken, Blasen und Fäden lassen sich erkennen.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI, SARAO, S. Crowe (UVA), J. Bally (CU), R. Fedriani (IAA-CSIC), I. Heywood (Oxford)

Was geht im Zentrum unserer Galaxie vor sich? Mit optischen Teleskopen ist das schwer zu beurteilen, denn der Staub zwischen den Sternen verschluckt das sichtbare Licht. In anderen Wellenlängen wie dem Radiobereich kann man das galaktische Zentrum beobachten. Dann ist es eine interessante und aktive Region.

Dieses Bild zeigt das Zentrum unserer Milchstraße. Es entstand mit MeerKAT, einer Anlage aus 64 Radioteleskopen in Südafrika. Das Panorama ist am Himmel so breit wie vier Vollmonde, also 2 Grad. Weil es lange belichtet wurde, zeigt es viele Details. Ihr könnt viele bekannte Quellen klar und detailliert erkennen. Viele tragen das Präfix „Sgr“, weil das galaktische Zentrum im Sternbild Schütze (Sagittarius) liegt.

Im Zentrum unserer Galaxis liegt Sgr A*. Dort ist das zentrale, extrem massereiche Schwarze Loch der Milchstraße. Andere Radioquellen im Bild sind nicht so gut erforscht. Dazu zählen der Bogen links neben Sgr A* und viele fadenartige Strukturen.

Das Weltraumteleskop James Webb hat kürzlich einen kleinen Himmelsbereich beobachtet. Dabei untersuchte man die Auswirkungen von Magnetfeldern auf die Sternentstehung. Das Bild der Infrarotkamera ist rechts oben eingefügt.

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Ein ungewöhnliches Loch im Mars

Das Bild wirkt wie der Boden einer Badewanne, die von einem fleckigen, glatten Material überzogen ist. Links oben ist ein Loch, das in eine Höhle führt. Auch darin ist etwas von dem seltsamen Überzug zu sehen.

Bildcredit: NASA, MRO, HiRISE, JPL, U. Arizona

Wie ist dieses ungewöhnliche Loch im Mars entstanden? Tatsächlich gibt es in dieser Landschaft sehr viele Löcher; sie sieht aus wie ein Schweizer Käse. Alle bis auf eines sind staubig und dunkel. Der Marsboden darunter dünstet aus und es entsteht helles Kohlendioxideis. Das ungewöhnlichste Loch sieht man hier rechts oben. Es ist etwa 100 Meter breit und scheint zu einem tieferen Niveau durchzustoßen.

Warum das Loch existiert und warum es von runden Trichter umgeben ist, bleibt Gegenstand von Spekulationen. Eine führende Hypothese ist, dass es durch einen Meteoriteneinschlag entstand. Löcher wie dieses sind deshalb besonders interessant, weil sie Portale zu tieferen Ebenen sein könnten. Dort befinden sich vielleicht im Untergrund Strukturen wie Höhlen.

Falls das so ist, wären diese natürlichen Tunnel ziemlich gut von der rauen Marsoberfläche geschützt. Sie wären daher relativ gute Kandidaten, um Leben auf dem Mars zu beinhalten. Daher sind diese Gruben ein Hauptziel für mögliche zukünftige Raummissionen mit Robotern und sogar menschlichen interplanetaren Erkundern.

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Mond am Abgrund

Über einer Plattform, die aus einem Hochhaus ragt, hängt der voll beleuchtete Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Jordi Coy

Die meisten von uns beobachten den Mond bei Nacht. Jedoch verbringt er fast genauso viele Stunden bei Tageslicht über unserem Horizont. Bei hellem Tageshimmel sieht die Mondscheibe allerdings blass aus und ist nicht so auffällig. Natürlich durchläuft der Mond auch bei Tageslicht seine Phasen. Diese entstehen durch die Bewegung auf seiner Umlaufbahn, wodurch immer andere Mondgebiete von der Sonne beschienen werden.

Bei Tageslicht ist der Mond leichter zu erkennen, wenn der sichtbare, von der Sonne beleuchtete Teil der Mondscheibe groß ist und nach dem ersten Viertel zunimmt oder sich dem dritten Viertel nähert. Auch wenn es nicht so bekannt sein mag, ist der Mond bei Tageslicht oft zu sehen, selbst am städtischen Himmel. Diese Teleaufnahme vom 12. März zeigt den zunehmenden Mond bei Tag in der Nähe einer beliebten Aussichtsplattform mit Blick auf den New Yorker Stadtteil Manhattan.

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ISS trifft Venus

Am blauen Tageshimmel leuchtet oben die schmale, sichelförmige Venus, unten ist die verschwommene Silhouette der Internationalen Raumstation mit Solarpaneelen und Modulen zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: A.J. Smadi

Am 5. April war der perfekte Moment gekommen. Mit einem Teleskop, das durch einen Schirm vor dem hellen Sonnenlicht geschützt war, wurde gegen Mittag ein Video aufgenommen. Es zeigt die Venussichel am klaren Tageshimmel. Dem Video ging eine exakte Planung voraus. Beobachtungsstandort war Shoreline, Washington, USA. In einem Einzelbild des Videos wurde auch die Internationale Raumstation eingefangen.

In enger Konjunktion mit dem hellen Planeten scheint der schwache Umriss des Außenpostens in einer Entfernung von etwa 400 Kilometern eine ähnliche Größe wie die schlanke Planetensichel zu haben. Natürlich ist die ISS viel kleiner als die Venus. Der innere Planet Venus war mit 45 Millionen Kilometern ca. 120000-mal weiter von Shoreline entfernt als die ISS. Venus erscheint derzeit als leuchtender Morgenstern der Erde und steigt am Morgenhimmel über den östlichen Horizont.

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