Blauer Geist auf dem Mond

Auf die blau gefärbte Mondoberfläche mit Kratern fällt der Schatten der Landesonde Blue Ghost. Am Himmel über dem Horizont schwebt die Erde.

Bildcredit: Firefly Aerospace

Auf dem Mond steht eine neue Landesonde. Gestern gelang Blue Ghost von Firefly Aerospace die erste kommerzielle Landung auf dem Mond. Die Mission soll 60 Tage dauern. Dabei soll Blue Ghost mehrere wissenschaftliche Instrumente entladen, die von der NASA beauftragt wurden.

Ein Instrument ist PlanetVac. Es sammelt Mondstaub, nachdem es ihn mit etwas Gas aufgewirbelt hat. Mit dem Teleskop LEXI nimmt Blue Ghost Röntgenbilder der Magnetosphäre der Erde auf. Die LEXI-Daten sollen zu einem besseren Verständnis führen, wie das Magnetfeld die Erde vor Sonnenwind und Eruptionen schützt.

Das Bild zeigt den Schatten der Landesonde Blue Ghost auf der Mondoberfläche, die mit Kratern übersät ist. Die leuchtende Kugel der Erde schwebt über dem Horizont. In Zukunft sollen Blue-Ghost-Roboter unter anderem lunare Astronautinnen* des Artemis-Programms der NASA unterstützen. Mit Artimis III sollen im Jahr 2027 wieder Menschen auf dem Mond landen.

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Hubbles Ultra Deep Field in Licht und Ton

Das Hubble Ultra Deep Field ist ein Teil des Himmels, der sehr klein ist und sehr lange belichtet wurde, inzwischen auch mit dem Webb-Weltraumteleskop. Hier wurde das HUDF mit Tönen hinterlegt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Vertonung: G. Salvesen; Data: M. Rafelski et al.

Hubbles Ultra Deep Field ist eine detailreiche Aufnahme eines Himmelsfelds, die weit in die Tiefe reicht. Hier ist es mit einem Effekt überlagert. Klickt auf das Bild und bewegt den Mauspfeil – dann hört ihr den Ton!

Hubbles Ultra Deep Field (HUDF) wurde 2003-2004 aufgenommen. Dazu starrte das Weltraumteleskop Hubble sehr lange auf ein nahezu leeres Himmelsfeld. So wurden weit entfernte, schwache Galaxien sichtbar. HUDF ist eins der berühmtesten Bilder der Astronomie. Hier ist es auf eine sehr lebendige Weise dargestellt, indem die Distanzen vertont wurden.

Wenn man den Mauspfeil auf eine Galaxie schiebt, erklingt ein Ton. Er entspricht der Rotverschiebung, die das Licht zum roten Ende des elektromagnetischen Spektrums schiebt. Das wird in hohe und tiefe Töne übersetzt. Je weiter eine Galaxie von uns entfernt ist, desto größer ist ihre kosmologische Rotverschiebung (selbst wenn sie im Bild blau erscheint), und desto tiefer ist der Ton, den das Bild spielt.

Im Schnitt sind die Galaxien im HUDF 10,6 Milliarden Lichtjahre entfernt und klingen wie ein F#. Welche ist die am weitesten entfernte Galaxie im Bild?

Hinweis: Für die vertonte Version bitte aufs Bild oder hier klicken

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Blauer Geist auf dem Mond

Das Einzelbild aus einem Video zeigt, wie sich der Mondlander Blue Ghost der Mondoberfläche nähert. Oben ist der Lander, darunter die graue Mondoberfläche mit vielen Kratern.

Bildcredit: Firefly Aerospace

Dieses Einzelbild aus einem Video zeigt die raue Oberfläche des Erdmondes unter dem Mondlander Blue Ghost der Firma Firefly Aerospace. Die Triebwerke des Raumfahrzeugs befinden sich über der Bildmitte.

Das Bild zeigt die Mondrückseite. Es wurde am 24. Februar vom Lander aufgenommen. Zuvor hatte er ein Manöver durchgeführt, um seine Umlaufbahn in etwa 100 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche kreisförmiger zu machen. Morgen am Sonntag, dem 2. März 2025 um 9:34 Uhr MEZ, soll der robotische Lander planmäßig im Einschlagbecken Mare Crisium auf der Seite des Mondes landen, die zur Erde zeigt.

Blue Ghost soll im Rahmen des Programms Commercial Lunar Payload Service der NASA wissenschaftliche und technologische Experimente zum Mond bringen. Die Mission Blue Ghost unterstützt die Artemis-Kampagne. Sie auf soll der Mondoberfläche so lange dauern, wie an der Landestelle Tag ist. Das entspricht etwa 14 Erdentagen.

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Athena am Weg zum Mond

Hinten ragt die Erde riesig auf. Rechts unten ist ein Teil der Raumsonde zu sehen, unten zwei Landebeine von Athena sind vor der Erde zu sehen.

Bildcredit: Intuitive Machines

Dieses Selfie aus dem Raumfahrtzeitalter zeigt hinten die Erde. Der Schnappschuss wurde von der IM-2 Nova-C Landefähre Athena aufgenommen, kurz nach der Stufentrennung nach ihrem Start zum Mond am 26. Februar. Athena ist ein großer Landeroboter. Am Donnerstag, dem 6. März 2025, soll er auf Mons Mouton landen. Das ist ein Plateau nahe beim Südpol des Mondes. Der vorgesehene Landeplatz befindet sich im zentralen Teil einer der potenziellen Landeregionen für Artemis 3.

Athena trägt Rover und Experimente des NASA-Programms Commercial Lunar Payload Services. Darunter ist auch ein Bohrer. Er soll unter der Mondoberfläche nach Spuren von gefrorenem Wasser suchen. An Bord befindet sich auch eine Antriebsdrohne, der Micro Nova Hopper. Nach dem Absetzen auf der Mondoberfläche soll die autonome Drohne in einen nahe gelegenen Krater springen und wissenschaftliche Daten an den Lander zurücksenden.

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Offene Sternenhaufen M35 und NGC 2158

Ein offener Sternhaufen und ein Kugelsternhaufen teilen sich das Bild. Rechts oben ist ein loser offener Sternhaufen mit hellen blauen Sternen, links unten ein kompakter Kugelsternhaufen mit einer Population gelblicher Sterne, die sehr dicht gepackt sind.

Bildcredit und Bildrechte: Evan Tsai, LATTE: Lulin-ASIAA Telescope

In diesem einzelnen, sternenreichen, teleskopischen Blickfeld befinden sich zwei offene Sternhaufen, M35 und NGC 2158. Sie scheinen nebeneinander zu liegen, sind aber innerhalb der Grenzen des Sternbilds Zwillinge (Gemini) angesiedelt.

Mit seinen Sternen, die sich in der oberen rechten Ecke konzentrieren, ist M35 relativ nahe. M35 (auch katalogisiert als NGC 2168) ist nur 2.800 Lichtjahre entfernt und besteht aus etwa 400 Sternen, die sich in einem Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren verteilen. Helle, blaue Sterne zeichnen häufig jüngere offene Sternhaufen wie M35 aus, dessen Alter auf 150 Millionen Jahre geschätzt wird.

Unten links ist NGC 2158. Er ist etwa viermal weiter entfernt und viel kompakter als M35 und leuchtet im gelblicheren Licht einer Sternpopulation, die mehr als zehnmal älter ist.

Im Allgemeinen findet man offene Sternhaufen in der Ebene unserer Milchstraße. Ihre Mitgliedssterne sind nur locker durch die Schwerkraft gebunden und werden im Laufe von Milliarden Jahren verstreut, während die offenen Sternhaufen das galaktische Zentrum umkreisen.

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Einstein-Ring um ein nahes Galaxiezentrum

Fast das gesamte Bild ist von der durscheinenden gelblichen Sternenwolke einer elliptischen Galaxie erfüllt. Um ihr weißlich strahlendes Zentrum verläuft ein ebenso strahlender, kleiner Kreis. Im Hintergrund stehen unzählige weitere, kleine Galaxien in verschiedenen Formen und Farben. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, NASA, Euclid-Konsortium; Bearbeitung: J.-C. Cuillandre, G. Anselmi, T. Li

Seht ihr den Ring? Wenn ihr die Mitte der abgebildeten Galaxie NGC 6505 ganz genau betrachtet, könnt ihr einen Ring erkennen.

NGC 6505 ist eine nahe gelegene elliptische Galaxie (mit einer Rotverschiebung z=0,042), die ihr hier leicht erkennen könnt. Ihre Schwerkraft vergrößert das Bild einer entfernten Galaxie und verzerrt es zu einem Kreis. Damit ein solcher kompletter Einsteinring entsteht, muss das Zentrum der nahen Galaxie genau vor einem Teil der Galaxie im Hintergrund stehen.

Untersucht man diesen Ring und die Mehrfachbilder der Hintergrundgalaxie, kann man die Masse und den Anteil der dunklen Materie im Zentrum von NGC 6505 bestimmen. Außerdem lassen sich so bisher unsichtbare Details in der verzerrten Galaxie entdecken.

Das ESA-Teleskop Euclid hat dieses Bild in seiner Erdumlaufbahn aufgenommen. Es wurde Anfang dieses Monats veröffentlicht.

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M41: Der kleine Bienenstock-Sternhaufen

Der glitzernde Sternhaufen M41 füllt das Bild. Er ist von roten Filamenten durchzogen. Auch der Hintergrund ist voller Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Xinran Li

Warum sieht man hier so viele helle, blaue Sterne? Normalerweise entstehen Sterne in Haufen. Die hellsten und massereichsten dieser Sterne strahlen typischerweise in Blau. Es gibt auch weniger helle, andersfarbige Sterne wie unsere Sonne im Sternhaufen M41, doch sie sind schwerer zu sehen. Einige Rote Riesen leuchten orangefarben. Die roten Filamente werden von diffusem Wasserstoff abgestrahlt. Diese Farbe wurde im Bild besonders herausgefiltert und verstärkt.

In etwa hundert Millionen Jahren werden die strahlend blauen Sterne als Supernovae explodiert und verschwunden sein. Die schwächeren Sterne haben leicht unterschiedliche Bahnen. Das führt dazu, dass sich dieser malerische offene Sternhaufen zerstreuen wird. Auch unsere Sonne entstand wahrscheinlich vor Milliarden von Jahren in einem offenen Sternhaufen wie M41. Doch sie ist schon seit langem von ihren Geschwistersternen weggedriftet.

Dieses Bild wurde mit einer Belichtungszeit von mehr als vier Stunden am Chilescope T2 in Chile aufgenommen.

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Lichtsäule über dem Ätna-Ausbruch

Lava fließt über eine eisige Landschaft, links steigt Nebel auf. Über der Lava ragt eine rote Lichtsäule auf, wo sich das Licht der Lava an Eiskristallen spiegelt.

Bildcredit und Bildrechte: Davide Caliò

Kann Lava bis zum Himmel fließen? Natürlich nicht – aber das Licht der Lava kann das durchaus! Solch ein Effekt ist durchaus ungewöhnlich – eine vulkanische Lichtsäule. Typischerweise entstehen solche Lichtsäulen durch Sonnenlicht und zeigen deshalb hin zur auf- oder untergehenden Sonne.

Aber auch Lichtsäulen – teils sogar sehr farbenfroh – über Straßenlaternen und Häusern wurden schon beobachtet.

Diese spezielle Lichtsäule allerdings wird erleuchtet durch das rote Licht, welches von der glühenden Lava des ausbrechenden Vulkans ausgesandt wird. Beim Vulkan handelt es sich um den Ätna in Italien. Das Bild wurde mit einer einzigen Belichtung an einem frühen Februarmorgen aufgenommen. Die kalten Temperaturen über dem Lavafluss aus dem Vulkan sorgten für Eiskristalle in der Luft und ließen den Wasserdampf, welcher vom Vulkan ausgestoßen wurde, gefrieren. Diese Eiskristalle – mit der flachen Seite zumeist zum Boden zeigend – reflektierten das Licht aus der Caldera des Vulkans heraus.

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