Die große Mondwende 2024–2025

Die Panoramabilder wurden in der kanadischen Stadt Edmonton fotografiert. Sie zeigen die Aufgänge des Vollmondes und zeitgleich der Sonne im Zeitraum der Großen Mondwende.

Bildcredit und Bildrechte: Luca Vanzella, Alister Ling

Dieser Stapel besteht aus monatlich aufgenommenen Panoramabildern von Edmonton im kanadischen Alberta. Die Zeitreihe verläuft senkrecht von oben nach unten. Das ehrgeizige Fotoprojekt folgt dem jährlichen Nord-Süd-Schwenk der Sonnenaufgangspunkte. Oben links geht es los. Es reicht von der Juni-Sonnenwende zur Dezember-Sonnenwende und wieder zurück.

Daneben ist der Aufgang des Vollmondes dargestellt. Man kann ihm deutlich schwieriger folgen. Natürlich verläuft der Nord-Süd-Schwenk bei Mondaufgang entgegengesetzt zum Sonnenaufgang am Horizont. Doch diese aufgehenden Vollmonde reichen auch über einen breiteren Bereich am Horizont als die Sonnenaufgänge. Das gut geplante Projekt deckt nämlich den Zeitraum von Juni 2024 bis Juni 2025 ab. In dieser Zeit fand eine große Mondwende statt. Dieses Video zeigt die Details.

Große Mondwenden stellen die Extreme im Nord-Süd-Bereich des Mondaufgangs dar. Er wird durch die 18,6-jährige Präzession der Mondbahn bestimmt.

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NGC 3521: Galaxie in einer Blase

Vor einem dunklen Sternenhintergrund mit winzigen Galaxien steht eine große Spiralgalaxie. SIe ist von dunklen Staubbändern, rosa Sternentstehungsgebieten und blauen Sternhaufen gezeichnet. Sie is von gräulichen, blasenähnlichen Hüllen umgeben. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 3521 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie im Sternbild Löwe, das ihr am nördlichen Frühlingshimmel sehen könnt. NGC 3521 ist am Himmel der Erde relativ hell. Ihr könnt sie mit kleinen Teleskopen gut beobachten. Amateur*innen übersehen sie aber oft, weil sie lieber andere Spiralgalaxien im Löwen wie M66 und M65 fotografieren.

Auf diesem bunten kosmischen Porträt könnt ihr sie aber kaum übersehen. Die Galaxie erstreckt sich über etwa 50.000 Lichtjahre. Sie hat typische fleckige, unregelmäßige Spiralarme. Sie sind von Staub, rosa Gebieten der Sternentstehung und Haufen junger, blauer Sterne durchzogen.

Dieses Bild von NGC 3521 wurde lang belichtet. Die Galaxie ist in schwächere, riesige, blasenähnliche Hüllen eingebettet. Die Hüllen sind wahrscheinlich Ströme von Sternen. Sie sind Überreste von Begleitgalaxien, die einst von Gezeitenkräften auseinandergerissen wurden, als sie in ferner Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

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Kontur der Raumstation vor dem Mond

Die Internationale Raumstation zieht über den Mond, der nicht ganz beleuchtet ist. Links sind der Krater Tycho und ein dunkles Mondmeer. Helle Strahlen ziehen über die ganze sichtbare Mondoberfläche. Auf der ISS sind Träger und Solarpaneele erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Holland

Was ist der ungewöhnliche Fleck auf dem Mond? Es ist die Internationale Raumstation (ISS). Sie kreist um die Erde. Mit präziser zeitlicher Planung wurde die Raumstation im Jahr 2019 vor dem nicht ganz beleuchteten zunehmenden Mond fotografiert.

Das Bild entstand in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien. Es wurde nur 1/667-stel Sekunde belichtet. Im Vergleich dazu dauerte ganze Transit der ISS vor der Mondscheibe nur etwa eine halbe Sekunde. Wenn man die ungewöhnlich scharfe Silhouette der ISS genau ansieht, erkennt man die Umrisse der Solarpaneele und Träger.

Links unten ist der helle Krater Tycho. Man erkennt auch das vergleichsweise raue, helle Gelände der sogenannten Hochländer und die glatteren, dunkel gefärbten Bereiche, die als Maria bezeichnet werden. Mit Apps, die man herunterladen kann, könnt iher herausfinden, wann ihr die Internationale Raumstation in eurer Gegend sehen könnt.

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Der Rosettennebel in einem weiten Feld

Das Bildfeld ist voller rot leuchtender Nebelschwaden. Dazwischen sind orangefarbene und blaue Wolken verteilt. Rechts unten ist der berühmte Rosettennebel.

Bildcredit: Toni Fabiani Méndez

Findet ihr den Rosettennebel? Der rötliche, blumenartige Nebel über der Bildmitte mag zunächst als heißer Kandidat erscheinen – doch er ist es nicht. Der berühmte Rosettennebel befindet sich tatsächlich rechts unten im Bild. Er ist hier in Blau- und Weißtönen dargestellt und über goldfarbene Filamente mit den übrigen Nebeln verbunden.

Dank des weiten Bildausschnitts und der tiefroten Belichtung scheint das Bild noch viele weitere „Blumen“ im All zu zeigen. Der als NGC 2237 bezeichnete Bereich im Zentrum des Rosettennebels ist von den hellblauen Sternen des offenen Sternhaufens NGC 2244 bevölkert. Ihre stellaren Winde und das energiereiche Licht räumen das Zentrum der Nebelwolke allmählich frei.

Der Rosettennebel ist etwa 5000 Lichtjahre von uns entfernt und erstreckt sich allein über eine Fläche, die etwa dem dreifachen Durchmesser des Vollmondes entspricht. Dieses blütenreiche Himmelsfeld liegt im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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APOD ist heute 30 Jahre alt

Auf den ersten Blick erkennt man das Bild "Sternennacht" von Vincent van Gogh. Wenn man genau hinsieht, erkennt man ein Mosaik aus 32.232 Kacheln, welche 1826 Bilder der letzten 5 Jahre zeigen.

Bildcredit: Verpixelung von Van Goghs „Sternennacht“ von Dario Giannobile

APOD (deutsch: Weltraumbild des Tages) ist heute 30 Jahre alt. Zur Feier des Tages zeigt das heutige Bild frühere Weltraumbilder von APOD als Pixel. Sie wurden zu einem gemeinsamen Bild angeordnet. Vielleicht erinnert es euch an eine der bekanntesten und stimmungsvollsten Abbildungen, die den Nachthimmel auf dem Planeten Erde zeigen. Diese sternklare Nacht besteht aus ganzen 1826 Einzelbildern. Sie wurden in den letzten 5 Jahren bei APOD veröffentlicht und zu einem Mosaik aus 32.232 Steinchen kombiniert.

Heute dankt APOD herzlich allen Mitwirkenden, Freiwilligen, Leserinnen und Lesern. Der unermüdliche Einsatz in den letzten 30 Jahren führt dazu, dass wir die Entdeckung des Kosmos genießen, uns davon inspirieren lassen und daran teilhaben können.

Ergänzung der Übersetzerin: Besonderer Dank an Robert Nemiroff und Jerry T. Bonnell.

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Zwei Welten, eine Sonne

Das Bild vergleicht Sonnenuntergänge auf der Erde und auf dem Mars. Links geht die Sonne auf der Erde unter, der Himmel leuchtet orangefarben. Rechts auf dem Mars wirkt der Sonnenuntergang kalt wegen der bläulichen Farbe des Himmels. Die Sonne wirkt auf dem Mars kleiner, weil der Planet weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde.

Linkes Bild – Credit und Rechte: Damia Bouic; Rechtes Bild – Credit und Rechte: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Wie anders sieht der Sonnenuntergang auf dem Mars aus als auf der Erde? Zum Vergleich wurden zwei Bilder unseres gemeinsamen Sterns bei Sonnenuntergang aufgenommen, eines auf der Erde und eines auf dem Mars.

Diese Bilder wurden so skaliert, dass sie die gleiche Winkelbreite haben. Sie werden hier nebeneinander gezeigt. Bei kurzer Betrachtung wird deutlich, dass die Sonne auf dem Mars etwas kleiner erscheint als auf der Erde. Das ist so, weil der Mars 50 % weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde.

Noch auffälliger ist vielleicht, dass der Sonnenuntergang auf dem Mars in der Nähe der Sonne deutlich bläulich ist, anders als die typischen orangefarbenen Töne in der Nähe der untergehenden Sonne auf der Erde. Der Grund für die blauen Farbtöne auf dem Mars ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet jedoch, dass sie mit den Eigenschaften der Vorwärtsstreuung des Marsstaubs zusammenhängen.

Der Sonnenuntergang auf der Erde wurde im März 2012 im französischen Marseille fotografiert. Der Sonnenuntergang auf dem Mars wurde im Jahr 2015 vom NASARoboter Curiosity im Gale Krater auf dem Mars aufgenommen.

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Meteore und Satelliten über dem Río Limay

Durch die dunkle bergige Landschaft mäandert ein Fluss. Daneben leuchten die Lichter von Autos, die eine Straße entlangfahren. Links zieht die Milchstraße senkrecht durchs Bild, rechts sind die blauen Spuren von Starlink-Satelliten. Rechts unten gleißt der Planet Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Martín Moliné

Was sind das für Streifen am Himmel? Eine Galaxie, viele Spuren von Satelliten und ein paar Meteore. Zuerst läuft weit in der Ferne das majestätische Band unserer Milchstraße links herunter. Rechts verlaufen mehrere parallele Spuren von Starlink-Satelliten, die die Erde umkreisen. Auch viele schwächere Spuren von Satelliten ziehen kreuz und quer durchs Bild.

Die beiden kurzen, hellen Streifen sind Meteore. Wahrscheinlich gehören sie zum Meteorstrom der Eta Aquariiden, der jährlich wiederkehrt. Rechts unten leuchtet der Planet Venus. Die Venus und die Satelliten leuchten im reflektierten Sonnenlicht.

Das Bild ist wurde aus Aufnahmen erstellt, die am 4. Mai alle in wenigen Stunden über dem Río Limay in Argentinien aufgenommen wurden.

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Vera Rubins Galaxie

Die Galaxie im Bild ist gewaltig groß. Sie ist 8 Mal so breit wie die Milchstraße und enthält 10 Mal so viele Sterne. Ihre Rotation ist nur mit Dunkler Materie erklärbar.

Bildcredit: NASA, ESA, B. Holwerda (Universität von Louisville)

Die hell funkelnden Sterne liegen im Vordergrund innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße. Die Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Wir blicken hier zum Sternbild Perseus. Weit dahinter befindet sich UGC 2885, eine riesige Spiralgalaxie, die etwa 232 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

UGC 2885 hat einen Durchmesser von 800.000 Lichtjahren. Sie enthält sie etwa 1 Billion Sterne. Das sind etwa 10 Mal so viele Sterne wie in der Milchstraße, die einen Durchmesser von ca. 100.000 Lichtjahren hat.

Diese und andere Galaxien wurden genau untersucht. Man wollte verstehen, wie Galaxien so groß werden können. Weiters war sie Teil der bahnbrechenden Studie „An interesting Voyage“ (deutsch: „Eine interessante Reise“). In dieser Studie erforschte die US-amerikanische Astronomin Vera Rubin die Rotation von Spiralgalaxien. Ihre Arbeit war die erste, welche die starke Präsenz dunkler Materie im Universum überzeugend belegen konnte.

Zu Ehren von Vera Rubin wurde eine neue US-Münze geprägt. Am 23. Juni zeigt das Vera C. Rubin-Observatorium Bilder von seinem ersten Blick in den Kosmos.

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