Die helle Spiralgalaxie M81

Die prachtvolle Spiralgalaxie M81 ist schräg von oben zu sehen, sie besitzt ausgeprägte Spiralarme mit blauen Sternhaufen und roten Sternbildungsregionen. In der Mitte leuchtet sie gelblich.

Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Roberto Colombari und Robert Gendler

Die große, schöne M81 ist eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde. Sie ist ähnlich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße. Die prächtige Spiralgalaxie liegt im nördlichen Sternbild Große Bärin (Ursa Major). Die detailreiche Ansicht von M81 zeigt den hellen, gelblichen Kern, blaue Spiralarme und kosmische Staubbahnen.

Links neben der Mitte der Galaxie ist ein Hinweis auf eine unordentliche Vergangenheit. Eine markante Staubbahn läuft gegen die anderen markanten Spiralstrukturen in M81 mitten über die Scheibe. Die fehlgeleitete Staubbahn ist vielleicht die Folge einer engen Begegnung von M81 mit M82, das ist ihre kleinere Begleitgalaxie.

Die veränderlichen Sterne in M81 wurden untersucht. Dabei erhielt man eine der besten Distanzen zu einer fremden Galaxie, die je ermittelt wurden. Sie beträgt 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Cassinis letztes Bild

Das letzte Bild der Raumsonde Cassini zeigt ihren Einschlagsort, als er noch auf der Nachtseite des Planeten lag. Saturns Oberfläche wurde dort von den Ringen beleuchtet, die Sonnenlicht reflektieren.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Wie geplant tauchte die Raumsonde Cassini am 15. September in die obere Atmosphäre von Saturn. Davor erforschte sie 13 Jahre lang das Saturnsystem. Die Schubdüsen der Raumsonde feuerten bis zum Ende. Nach dem großen Finale – das war beispiellosen Serie von 22 Tauchgängen zwischen Saturn und den Ringen – stürzte die Sonde in die Atmosphäre.

Cassinis letztes Signal erreichte nach 83 Minuten den Planeten Erde und den Antennenkomplex Deep Space Network im australischen Canberra. Dort verlor man um 11:55 UT den Kontakt mit der Raumsonde. Für die Raumsonde war Saturn hell. Die Sonne stand oben, als Cassini mit 113.000 km/h in die wirbelnden Wolkenoberflächen des Gasriesen pflügte.

Cassinis letztes Bild zeigt den Ort des Einschlags Stunden früher, als er noch auf der Nachtseite des Planeten lag. Die Oberflächen der Wolken werden von den Ringen beleuchtet. Es ist Sonnenlicht, das von den Saturnringen reflektiert wird.

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100 Schritte nach vorn

Eine Person geht von der Kamera fort über eine einsame Sandwüste mit Dünen. Rechts am Horizont gleißt eine Konjunktion aus Mond und Venus. In der Mitte steigt die Milchstraße nach rechts oben auf.

Bildcredit und Bildrechte: Camilo Jaramillo

Diese Landschaft zeigt den Nachthimmel über dem Planeten Erde mit einer schönen Konjunktion von Venus und Mond, einem Menschen, Sand und der Milchstraße. Die Szene ist ein Panorama aus 6 Fotos. Es zeigt einen Moment am Ende einer Reise. Vorne führen Fußstapfen über die vom Wind gewellten Dünen bei der Oase Huacachina. Sie liegt in der südwestlichen Wüste von Peru. Das Ergebnis ist ein bezaubernder Blick auf die Welt bei Nacht. Es gewann bei einem internationalen Wettbewerb für Erd- und Himmelsfotografie 2017 von The World at Night.

Abschied von Cassini

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Fackle wohl, AR2673!

SDO machte dieses Bild in extremem Ultraviolettlicht. Rechts am Rand strahlt eine extrem helle Aktive Region, die auf die Rückseite der Sonne verschwindet.

Bildcredit: NASA, SDO und die AIA-, EVE- und HMI-Wissenschaftsteams

Die riesige aktive Region AR2673 rotiert aus der Sicht unseres Planeten am westlichen Rand der Sonne. Am 10. September brach wieder eine intensive Sonneneruption aus. Danach folgte ein großer koronaler Massenauswurf. Die Protuberanz funkelt rechts im Bild. Sie wurde vom Solar Dynamics Observatory (SDO), das auf die Sonne starrt, im extremen Ultraviolett aufgenommen.

Die heftige Protuberanz war die vierte der Klasse X, die AR2673 diesen Monat ausschleuderte. Der letzte koronale Massenauswurf aus dieser aktiven Region traf 2 Tage später auf die Magnetosphäre der Erde. Jetzt nehmen wir Abschied von der mächtigen Region AR2673. In die nächsten zwei Wochen befindet sich die gewaltige Sonnenfleckengruppe auf der Rückseite der Sonne.

Abschied von Cassini

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NGC 6334: Der Katzenpfotennebel

Eine leuchtende Nebelwolke im Skorpion ist mitten im Bild. Sie hat die Form einer Katzenpfote.

Bildcredit und Bildrechte: George Varouhakis

Nebel sind dafür bekannt, dass man darin bekannte Formen erkennt, und Katzen geraten oft in Schwierigkeiten. Doch keine Katze hätte den gewaltigen Katzenpfotennebel im Skorpion schaffen können. Die Katzenpfote ist 5500 Lichtjahre entfernt. Sie ist ein rötlicher Emissionsnebel. Die Farbe entsteht durch einen Reichtum an ionisierten Wasserstoffatomen.

Der Nebel ist auch als Bärentatzennebel oder NGC 6334 bekannt. In den letzten paar Millionen Jahren entstanden darin Sterne mit fast zehn Sonnenmassen. Das Bild zeigt den Katzenpfotennebel in dem Licht, das von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt wird.

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Eine totale Sonnenfinsternis erleben

Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab); Musik: Flowing Air von Mattia Vlad Morleo

Wie geht es euch, wenn die Sonne verschwindet? Viele beobachteten die Finsternis in den USA. Sie waren überrascht, wie beeindruckt sie waren und wie laut alle jubelten, als die Sonne kurz hinter dem Mond verschwand. Vielleicht rechneten sie nur mit einer kurzen Dämmerung. Doch das Schauspiel bot eine ungewöhnlich rasche Dunkelheit, atemberaubend helle leuchtende Perlen am Mondrand und rosarote Protuberanzen auf der Sonne. Am Himmel breitete sich eine seltsam detailreiche Korona aus. Sie erwischte viele Grantler am falschen Fuß.

Das Video läuft in Echtzeit und dauert drei Minuten. Es zeigt viele Merkmale der totalen Sonnenfinsternis vom letzten Monat. Die Einzelbilder im Video wurden in Warm Springs in Oregon aufgenommen. Die Ausrüstung dafür wurde von Jun Ho Oh eigens entwickelt. Damit erfasste er das Umfeld der Sonne während der Finsternis. Am Ende des Videos sieht man, wie die Sonne auf der anderen Seite des Mondes, wo sie verschwand, wieder auftaucht.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie sieht es aus, wenn man in einem Raumschiff zu Saturn fliegt? Das muss man sich nicht bloß vorstellen. Die Raumsonde Cassini tat das 2004. Sie machte unterwegs Tausende Bilder. Seit sie in die Umlaufbahn eingetreten ist, entstanden Hunderttausende weitere.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert, beschnitten und zu diesem eindrucksvollen Video verarbeitet. Es gehört zu einem größeren IMAX-Filmprojekt. Es trägt den Namen Outside In und entsteht gerade. Im ersten Abschnitt wird Saturn beim Anflug immer größer. Unten zischt der bewölkte Titan vorbei.

Als Nächstes fliegt Cassini über Mimas. Darauf ist der riesige Krater Herschel gut sichtbar, während Saturn im Hintergrund rotiert. Dann bieten Saturns majestätische Ringe eine Schau, wenn Cassini die dünne Ringebene kreuzt. Die dunklen Schatten der Ringe fallen auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eisgeysiren auf. Das ist das Ende des Kurzfilms.

Die Raumsonde Cassini hat nur noch wenig Treibstoff. Am Freitag bringt sie ihre Mission zu Ende. Dann wird sie so nahe an Saturn gelenkt, dass sie hineinfällt und schmilzt.

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Wirbel um das Auge des Wirbelsturms Irma

Videocredit: NASA, Satellit GOES-16, SPoRT

Warum ist mitten in einem Wirbelsturm ein Auge? Das wissen wir bisher nicht genau. Was in und um das Auge eines Wirbelsturms geschieht, ist jedoch gut bekannt. Warme Luft steigt an den Rändern des Auges auf. Sie kühlt ab, rotiert, breitet sich über dem großen Sturm aus und sinkt hauptsächlich am äußeren Rand ab.

Im Auge herrscht Niederdruck. Auch dort sinkt Luft ab und erwärmt sich. Dadurch entsteht Verdunstung, Beruhigung und Aufklaren. Sogar Sonnenlicht kann hineinströmen. Am Rand des Auges türmt sich ein Augenwall auf. In diesem Bereich herrscht der stärkste Wind. Es ist besonders gefährlich hinauszugehen, wenn das ruhige Auge vorüberzieht, weil bald wieder der brachiale Augenwall des Sturms folgt.

Dies ist eines der dramatischsten Videos, die es von einem Auge und dem rotierenden Augenwall gibt. Das Zeitraffervideo entstand letzte Woche, es wurde vom Satelliten GOES-16 der NASA im Weltraum gefilmt. Dargestellt ist einer der gewaltigsten tropischen Wirbelstürme der Geschichte: Wirbelsturm Irma.

Wirbelstürme können extrem gefährlich sein. Ihre Gefahren sind nicht auf das Auge des Sturms begrenzt.

Aktuelle Bilder der Erde

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