Sternenstaub im Widder

Im Bild sind viele Sterne und bräunliche Staubwolken verteilt, die von der Astronomin Beverly Lynds katalogisiert wurden. Rechts ist ein Stern von einem blau leuchtenden Nebel umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Diese Komposition aus Sternenstaub am nördlichen Himmel ist mehr als 8 Grad breit. Das Sichtfeld liegt westlich neben dem vertrauten Sternhaufen der Plejaden. Wir finden es im Sternbild Widder auf der Ekliptik in der Ebene unserer Milchstraße.

Die detailreiche Himmelslandschaft zeigt rechts den bläulichen Stern Epsilon Arietis. Man sieht ihn mit bloßem Auge. Er ist etwa 330 Lichtjahre entfernt. Die staubhaltigen Nebel sind – von links nach rechts – LBN762, LBN753 und LBN743. Sie reflektieren das Licht der Sterne in der Region.

Die Nebel sind etwa 1000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz wäre die kosmische Leinwand mehr als 140 Lichtjahre breit. Ihr dunkles Inneres liegt am Rand einer großen Molekülwolke. Dort verstecken sich vielleicht neu entstandene Sterne und junge stellare Objekte, die man auch Protosterne nennt, vor neugierigen optischen Teleskopen. Protosterne entstehen durch Gravitationskollaps um dichte Kerne in der Molekülwolke.

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Monduntergang bei Superga in den Alpen

Über rot beleuchteten verschneiten Bergen bei Turin geht der Mond unter. Rechts ragt über einem Wald ganz klein die Basilika Superga auf.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Der Vollmond im Dezember fand nahe dem Perigäum statt. Das ist der erdnächste Punkt seiner Bahn um unseren Planeten. Der große, helle Mond ist voll beleuchtet. Er geht auf dieser morgendlichen Landschaft bei der italienischen Stadt Turin über den zerklüfteten Bergen unter.

Es ist kurz vor Sonnenaufgang. Diffuses rötliches Sonnenlicht vom Rand des Erdschattens beleuchtet die Alpengipfel am Horizont. Die Hügel im Vordergrund liegen noch im Schatten. Doch das diffuse Licht der Sonne beleuchtet gerade Kuppel und Türme von Turins historischer Basilika Superga rechts unten auf einem Hügel.

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Alle Finsternisse 2017

Vier Bildfelder zeigen die Finsternisse des Jahres 2017 - zwei Mondfinsternisse und zwei Sonnenfinsternisse.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Diese vier Bildfelder zeigen alle Finsternisse von Mond und Sonne, die man 2017 auf dem Planeten Erde sah, im selben Maßstab. Ein Finsternisjäger verfolgte das Schattenspiel am Himmel in vier verschiedenen Ländern.

Links oben wird die Finsternissaison angepfiffen. Der Vollmond im Februar wurde in Tschechien fotografiert. Die zarte Schattierung der Mondfinsternis stammt vom Halbschatten, das ist der hellere äußere Erdschatten. Ende desselben Monats umgab rechts oben ein Feuerring den Neumond. Er wurde fast zum Höhepunkt der plakativen ringförmigen Sonnenfinsternis in Argentinien auf Film fotografiert. Darunter ist das Finsternispaar im August. Links trifft der dunkle Kernschatten der Erde den Mond bei einer partiellen Finsternis in Deutschland. Rechts umgibt die lebhafte Sonnenkorona im Westen der USA die völlig verfinsterte Sonne.

In den Bildfeldern sind links unten die Saroszyklen (Finsterniszyklen) der Finsternisse 2017 notiert.

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HH 666: Staubsäulen in Carina und ein Strahl

Eine geschichtete braune Struktur füllt das Bild Sie erinnert an einen Bienenkorb. Aus dem Inneren strömen Strahlen, die ein Protostern ausstößt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Manche sehen hier einen Bienenkorb mit einer bösen Biene. Doch eigentlich zeigt das Hubble-Bild eine kosmische Säule aus Staub. Sie ist zwei Lichtjahre lang. Darin befindet sich das Objekt Herbig-Haro 666. Es ist ein junger Stern, der mächtige Strahlen ausstößt. Die Struktur liegt in einer der größten Regionen mit Sternbildung unserer Galaxis, dem Carinanebel. Er leuchtet ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt am Südhimmel.

Die Winde und die Strahlung von Carinas jungen, heißen, massereichen Sternen formen die schichtartigen Umrisse der Säule. Einige Sterne entstehen noch im Inneren des Nebels. Diese Ansicht entstand in Infrarotlicht, das den Staub durchdringt. Sie zeigt die beiden schmalen, energiereichen Strahlen, die ein Jungstern ausstößt, der noch verborgen ist.

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Horizont in Blau und Rot

Hinter Bäumen und einem Spinatfeld leuchtet der Mond mit einem Hof, rechts ragt ein Vulkan aus den Volken, an dessen Gipfel rote Lava glüht.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata)

Was passiert am Horizont? Hinter einem Spinatfeld in Guatemala stehen nicht nur Bäume. Darüber ragt ein großer Vulkan, der Volcán de Fuego (Feuervulkan). Das rote Leuchten auf dem Gipfel ist glühende Lava.

Doch vielleicht wandert euer Auge zum blauen Kreis links über dem Horizont. Er umgibt den Mond. Zusammen mit den anderen Farben bezeichnet man ihn als Korona. Eine Korona entsteht durch die Beugung von Licht – in diesem Fall Mondlicht – an kleinen Wassertröpfchen in der Erdatmosphäre.

In einer Lücke in den Wolken rechts glitzern Sterne und sogar der Planeten Saturn weit hinter dem Vulkan. Der Volcán de Fuego ist zwar häufig leicht aktiv. Doch der Astrofotograf hatte Glück, diese Szene bei einem Ausbruch Ende September fotografieren zu können.

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Erde und Mond

Bildrechte: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Nur selten werden Erde und Mond zusammen fotografiert. Diesen Monat vor 25 Jahren bot sich eine der besten Gelegenheiten. Damals sauste die Jupitersonde Galileo am System unserer Heimatwelt vorbei. Die Raumsonde Galileo näherte sich auf etwa 15 Erde-Mond-Distanzen. Von dort aus sah sie, wie unser natürlicher Begleiter an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische Bilder, die farbverstärkt wurden. Der Mond wirkt zwar neben der Erde klein. Doch kein anderer Planet im Sonnensystem hat einen Begleiter, dessen Größe so ähnlich ist. Rechts außen ist die Sonne. Sie beleuchtete etwa die Hälfte jeder Kugel. Die rotierende Erde zeigt Wolken, blaue Ozeane und braune Kontinente.

Heute Nacht leuchtet auf der ganzen Erde ein fast voller EichenSupermond. Er scheint von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

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Vollmondsilhouetten

Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Habt ihr schon einmal gesehen, wie der Mond aufgeht? Wenn der fast volle Mond langsam am klaren Horizont aufgeht, kann eindrucksvoll sein. Der Film entstand Anfang 2013. Er zeigt, wie ein imposanter Mond über der Mount-Victoria-Aussicht in Wellington (Neuseeland) aufgeht. Nach sorgfältiger Planung stellte der Astrofotograf etwa zwei Kilometer entfernt eine Kamera auf. Er richtete sie dahin, wo der Mond bald seinen nächtlichen Auftritt hatte.

Dieses Echtzeitvideo in einem Stück gefilmt. Es ist unbearbeitet – also keine Zeitraffer. Die Menschen, die auf der Mount-Victoria-Aussicht zusehen, wie der größte Satellit der Erde aufgeht, sind kleine Silhouetten. Es ist leicht, selbst zu beobachten, wie der Mond aufgeht: Es geschieht jeden Tag, aber nur die halbe Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond etwa fünfzig Minuten später auf als am Vortag. Ein Vollmond geht immer bei Sonnenuntergang auf.

Heute Abend gibt es eine gute Gelegenheit, um bei Sonnenuntergang zu beobachten, wie der Vollmond aufgeht. Dann kommt der Mond in seiner vollen Phase der Erde relativ nahe – ein sogenannter Supermond. Daher erscheint er etwas größer und heller als sonst.

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Die Messierkrater in Stereo

Das rot-cyan-farbige Stereobild zeigt die Krater Messier und Messier A dreidimensional, wenn man es mit 3-D-Brillen betrachtet. Rechts unten ist ein Bild des Mondes eingeblendet.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde sind mit dem Astronomen Charles Messier verbunden. Er schuf im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog.

Auch diese zwei großen markanten Krater auf dem Mond tragen seinen Namen. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Mondmeer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie sind 15 x 8 und 16 x 11 Kilometer groß und haben eine längliche Form. Man kann das mit einem Einschlagkörper erklären, der von links nach rechts auf einer extrem flachen Flugbahn kam, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie liegen außerhalb des Bildes und zeigen nach rechts.

Schaut dieses spannende Stereobild des Kraterpaares mit rot-blauen Brillen an (rot am linken Auge). Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bildern (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Diese wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

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