Überzählige Regenbögen über New Jersey

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Bildcredit und Bildrechte: John Entwistle

Beschreibung: Kann Ihr Regenbogen das auch? Nachdem im letzten Monat die letzten Ausläufer des Wirbelsturms Florence über Jersey Shore in New Jersey (USA) gezogen waren, kam in einer Richtung die Sonne heraus, aber in der entgegengesetzten Richtung erschien etwas ziemlich Ungewöhnliches: eine Halle aus Regenbögen. Im Laufe der nächsten halben Stunde wurden – zur Freude des Fotografen und seiner Tochter – lebhafte überzählige Regenbögen ein- und ausgeblendet. Auf diesem Einzelbild sind mindestens fünf davon abgebildet.

Überzählige Regenbögen entstehen nur, wenn alle fallenden Wassertröpfchen fast gleich groß sind und üblicherweise kleiner sind als ein Millimeter. Dann wird das Sonnenlicht im Inneren der Regentröpfchen nicht nur reflektiert, sondern es kommt auch zu Interferenz. Dieses Wellenphänomen ähnelt Wellen auf einem Teich, wenn man einen Stein hineinwirft. Tatsächlich sind überzählige Regenbögen nur durch Wellen erklärbar, und Berichte von ihrer Existenz Anfang des 19. Jh. wurden für frühe Hinweise auf die Wellennatur des Lichtes gehalten.

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Der erste Raketenstart auf Cape Canaveral

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Bildcredit: NASA

Ein neues Kapitel der Raumfahrt begann 1950 mit dem Start der ersten Rakete auf Cape Canaveral in Florida: dem Bumper V-2.

Hier sehr ihr Bumper V-2. Er war ein ehrgeiziges zweistufiges Raketenprogramm mit einer V-2-Raketenbasis und einer daraufgesetzten WAC-Corporal-Rakete. Die Oberstufe erreiche damals Rekordhöhen von fast 400 Kilometern – höher als die Bahn der Internationalen Raumstation. Der Bumper V-2 startete unter der Leitung der General Electric Company. Er diente vorwiegend dem Test von Raketensystemen und der Erforschung der oberen Atmosphäre.

Bumper-V-2-Raketen transportierten kleine Nutzlasten, mit denen Eigenschaften wie die Lufttemperatur oder der Einfluss kosmischer Strahlung gemessen wurden. Sieben Jahre später startete die Sowjetunion Sputnik I und Sputnik II, die ersten Satelliten im Erdorbit. Als Reaktion darauf wurde 1958, heute vor 60 Jahren, in den USA die NASA gegründet.

Jubiläum: 60 Jahre NASA – und es geht weiter

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Der einsame Neutronenstern im Supernovaüberrest E0102-72.3

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Bildcredit: Röntgen: (NASA/CXC/ESO/F. Vogt et al.); Optisch: (ESO/VLT/MUSE und NASA/STScI)

Beschreibung: Warum sitzt dieser Neutronenstern nicht in der Mitte? Vor einiger Zeit wurde ein einsamer Neutronenstern in den Trümmern einer alten Supernovaexplosion entdeckt. Der „einsame Neutronenstern“, um den es geht, ist der blaue Punkt in der Mitte des roten Nebels links unten in E0102-72.3.

Auf diesem Bildkomposit ist Röntgenlicht, das vom Chandra-Observatorium der NASA fotografiert wurde, blau abgebildet, während optisches Licht, das mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile und dem Weltraumteleskop Hubble der NASA im Orbit fotografiert wurde, rot und grün dargestellt wird.

Die versetzte Position dieses Neutronensterns ist unerwartet, da der dichte Stern vermutlich der Kern jenes Sterns ist, der als Supernova explodierte und den äußeren Nebel bildete. Es wäre möglich, dass der Neutronenstern in E0102 durch die Supernova selbst aus der Mitte des Nebels gestoßen wurde, doch dann wäre es seltsam, dass der kleinere rote Ring auf den Neutronenstern zentriert bleibt. Alternativ könnte der äußere Nebel durch ein anderes Szenario entstanden sein – vielleicht sogar unter Einfluss eins anderen Sterns. Künftige Beobachtungen der Nebel und des Neutronensterns werden das Rätsel wahrscheinlich lösen.

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55 Nächte mit Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Beschreibung: In 55 aufeinanderfolgenden Nächten, vom 1. Juli bis zum 24. August 2018, war diesen Sommer der mediterrane Himmel zumindest teilweise klar. Eine Aufnahme von jeder Nacht wurde in dieses zusammengesetzte Teleskopbild integriert, um dem hellen Planeten Saturn zu folgen, als er über den prachtvollen Abendhimmel wanderte. Im August wurde die jahreszeitliche, scheinbar rückläufige Bewegung des äußeren Planeten langsamer und verlief vor dem sternklaren Hintergrund nach rechts. Das führte ihn nahe an die Sichtlinie zur zentralen Milchstraße heran, mit dem schönen Lagunennebel (M8) und dem Trifidnebel (M20).

Natürlich war auch Saturns größter Mond Titan mit dabei. Titan umrundet den Gasriesen auf einer 16-tägigen Bahn, seine daraus resultierende wellenartige Bewegung ist leichter erkennbar, wenn der fast zu helle Saturn digital aus der Szene entfernt wird.

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Das Helle, das Dunkle und das Staubige

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Bildcredit und Bildrechte: Tasos Liampos

Beschreibung: Diese farbenprächtige Himmelslandschaft in den nebelreichen Sternfeldern in der Ebene unserer Milchstraße im königlichen Sternbild Kepheus ist ungefähr zwei Vollmonde breit. Sie liegt nahe dem Rand der massereichen Molekülwolke in dieser Region und ist ungefähr 2400 Lichtjahre entfernt.

Rechts unter der Mitte befindet sich die hellrote Emissionsregion Sharpless (Sh) 155, die auch als der Höhlennebel bekannt ist. Ungefähr 10 Lichtjahre der hellen Gasränder der kosmischen Höhle werden vom ultravioletten Licht der heißen jungen Sterne in ihrer Umgebung ionisiert. Staubige blaue Reflexionsnebel wie vdB 155 links oben und dichte undurchsichtige Staubwolken sind auf der interstellaren Leinwand ebenfalls reichlich vorhanden. Astronomische Forschungen zeigen auch andere dramatische Anzeichen von Sternbildung, zum Beispiel der helle rote Fleck von Herbig-Haro (HH) 168. Die Strahlung des Herbig-Haro-Objekts oben in der Mitte wird von energiereichen Strahlen eines neu entstandenen Sterns hervorgerufen.

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Die Dreiecksgalaxie M33

Die Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck (Triangulum) ist bildfüllend dargestellt. Ihre Spiralarme wirken zerfleddert. Sie enthalten viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung.

Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Im kleinen, nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt die prächtige Spiralgalaxie M33. Wir sehen sie von oben. Ihre gängigen Namen sind Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. Die größeren Galaxien sind die Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße.

M33 ist ungefähr 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Forschende in den beiden Galaxien hätten eine prachtvolle Aussicht auf das jeweils andere prächtige Spiralsystem.

Das scharfe Bild zeigt die Aussicht vom Planeten Erde. Wir sehen viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung in den losen Spiralarmen der Galaxie M33. Die hellste Sternbildungsregion ist die poröse Struktur NGC 604. Von der Galaxienmitte aus liegt sie ungefähr bei 7 Uhr. Wie bei M31 gibt es auch in M33 eine Population veränderlicher Sterne, die gut vermessen sind. Sie machen diese nahe Spirale zu einem kosmischen Meilenstein, um die Entfernungsskala des Universums zu definieren.

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Das Sonnenspektrum mit fehlenden Farben

Das Bild in Regenbogenfarben zeigt ein vollständiges, hoch aufgelöstes Sonnenspektrum im sichtbaren Licht. Die Farben von unten nach oben sind blau, grün, gelb und rot.

Bildcredit: Nigel Sharp (NSF), FTS, NSO, KPNO, AURA, NSF

Es ist immer noch nicht bekannt, warum im Sonnenlicht manche Farben fehlen. Hier sind alle sichtbaren Farben der Sonne dargestellt. Dafür wurde Sonnenlicht durch ein prismenartiges Instrument geleitet. Das Spektrum entstand am McMath-Pierce-Sonnenobservatorium. Es zeigt, dass unsere Sonne zwar weiß erscheint, tatsächlich aber Licht in fast jeder Farbe abstrahlt. Im gelbgrünen Spektralbereich leuchtet sie am hellsten.

Die dunklen Streifen im oben gezeigten Spektrum stammen von Gasen in oder über der Sonnenoberfläche, die Sonnenlicht absorbieren, das darunter abgestrahlt wird. Unterschiedliche Gasarten absorbieren verschiedene Farben des Lichtes. Daher kann man aus diesen dunklen Streifen ableiten, aus welchen Gasen die Sonne besteht. Helium zum Beispiel wurde 1870 erstmals in einem Sonnenspektrum entdeckt. Erst danach fand man es auch hier auf der Erde. Inzwischen wurde die Mehrheit der Absorptionslinien im Spektrum bestimmt – aber nicht alle.

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Höhepunkte des nördlichen Herbsthimmels

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Illustrationscredit und -rechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie zu dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Betrachtet man die Grafik als Ziffernblatt, dessen Zentrum unten liegt, sind frühe (nördliche) Herbsthimmelsereignisse nach links aufgefächert, späte Herbstereignisse sind nach rechts projiziert. Erdnahe Objekte sind näher an der Figur mit Teleskop unten in der Mitte abgebildet, doch fast alles Dargestellte ist ohne Teleskop sichtbar.

Wie zu jeder Jahreszeit treten Jahr für Jahr dieselben Sternbilder auf, und der Meteorstrom der Leoniden erreicht wie gewöhnlich Mitte November seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist wie gewöhnlich zeitweise als heller Punkt zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Zu den Planeten, die diesen Herbst nach Sonnenuntergang sichtbar sind, zählen Jupiter und Mars sowie gegen Herbstende Saturn.

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