Wiedersehen mit Miranda

Der Uranusmond Miranda ist von rauem Gelände überzogen, das viele Krater aufweist. Darunter liegen viele Gräben und Rillen.

Bildcredit: NASA, JPL, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: Flickr: zelario12; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht Miranda wirklich aus? Kürzlich wurden alte Bilder der NASA-Raumsonde Voyager 2 überarbeitet und kombiniert. So entstand dieses Bild, das den 500 Kilometer großen Uranusmond zeigt.

Ende der 1980er-Jahre flog die Raumsonde Voyager 2 an Uranus vorbei und kam dem Mond sehr nahe. Miranda ist von Kratern übersät, brüchig und hat ungewöhnliche Rillen. Benannt wurde er nach einer Figur in Shakespeares Stück „Der Sturm„. Nun entwickeln Planetenforschende anhand alter Daten und klarer Bilder neue Theorien, wie die Strukturen auf Mirandas rauer Oberfläche entstanden sind.

Eine führende Hypothese vermutet, dass es unter Mirandas eisiger Oberfläche einen weiten Ozean aus flüssigem Wasser gibt, der nun langsam zufriert. Dank der Erkenntnisse von Voyager 2 gilt Miranda nun als interessanter Ort für die Suche nach Wasser im Sonnensystem. Vielleicht gibt es dort sogar mikrobielles Leben. Damit steht Miranda nun in einer Reihe mit Europa, Titan und anderen eisigen Monden.

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Die aktive Region 4366 kreuzt die Sonne

Rechts neben der Mitte schmückt eine riesige Region mit dunklen Sonnenflecken die Sonne, während sie untergeht. Am Himmel sind orange gefärbte Wolken. Vor der Sonne sind kleine Silhouetten von Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Die ungewöhnlich aktive Sonnenflecken-Region AR 4366 kreuzt die Sonne. Sie ist viel größer als die Erde. In den letzten zehn Tagen warf sie bereits mehrere mächtige Sonnenfackeln aus.

Dieses Bild entstand vor 5 Tagen. Darauf markieren große, dunkle Sonnenflecken rechts die Region. Die Sonne steht über einem Hügel in Zacatecas in Mexiko. AR 4366 ist bereits ein Kandidat für die aktivste Sonnenregion im ganzen 11-jährigen Sonnenzyklus.

Aktive Regionen auf der Sonne gehen häufig mit erhöhter Polarlichtaktivität auf der Erde einher. AR 4366 erreicht nun den Rand der Sonne und zeigt bald von der Erde weg. Das tut sie auch die ganze nächste Woche. Doch wir wissen nicht, ob die Aktive Region lang genug bestehen bleibt, während die Sonne rotiert, um in etwa zwei Wochen auf der anderen Seite wieder aufzutauchen.

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Enceladus als Sichel

Rechts ragt die Sichel des Saturnmondes Enceladus, die von der Sonne beleuchtet wird, ins Bild. Die linke Seite ist dunkel. Die Oberfläche des Eismondes ist von tiefen Rillen überzogen. Unten sind auch Krater erkennbar.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Die Halbkugel des faszinierenden Mondes Enceladus, die immer zu Saturn zeigt, ragt hier aus den Schatten. Das Bild stammt von der Raumsonde Cassini. Norden ist oben. Das dramatische Bild wurde im November 2016 aufgenommen. Dafür richtete Cassini ihre Kamera ungefähr zur Sonne. Sie ist hier etwa 130.000 Kilometer von der hellen Sichel des Mondes entfernt.

Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichts, das bei ihr ankommt. Sie hat etwa das gleiche Rückstrahlvermögen wie frischer Schnee.

Lediglich 500 Kilometer durchmisst der Mond Enceladus. Er ist überraschend aktiv. Die Daten und Bilder von Cassinis Vorbeiflug zeigen Wasserdampf und Eiskörner, die von Geysiren nahe beim Südpol ausgestoßen werden. Sie sind ein Hinweis auf einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Kruste des eisigen Mondes.

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Der Überrest der Supernova Cassiopeia A

Eine runde, zerfledderte Wolke füllt das Bild. Ihre rosaroten und weißen Fasern, die an Rauch erinnern, umgeben den Überrest einer Supernova im Sternbild Kassiopeia.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; D. Milisavljevic (Purdue University), T. Temim (Princeton Universität), I. De Looze (Universität Gent)

Massereiche Sterne in der Milchstraße haben eine aufregende Existenz. Sie entstehen aus weiten kosmischen Wolken, die in sich zusammenstürzen. Dann zünden sie ihr nukleares Feuer und bilden schwere chemische Elemente in ihrem Zentrum. Nach nur wenigen Millionen Jahren schleudern die Sterne mit den größten Massen angereichertes Material zurück in den Raum zwischen den Sternen. Damit kann die Sternbildung wieder von vorne beginnen.

Die Wolke, die sich hier ausdehnt, kennt man unter dem Namen Cassiopeia A. Sie ist ein Beispiel für die Endphase im Zyklus eines Sterns. Dieser Überrest entstand bei der Explosion der Supernova. Ihr Licht war am Himmel des Planeten Erde vor ca. 350 Jahren zu sehen. Es brauchte allerdings 11.000 Jahre, um bei uns anzukommen.

Das scharfe Bild stammt von der NIRCam am Weltraumteleskop James Webb. Es zeigt Fasern und Knoten im Supernova-Überrest, die immer noch heiß sind. Die weißliche äußere Hülle der expandierenden Stoßwelle erinnert an Rauch. Sie durchmisst etwa 20 Lichtjahre.

Bei der gewaltigen Explosion des massereichen Sterns entstand eine Reihe von Lichtechos. Auch diese erkannte man auf Detailaufnahmen, die Webb von dem umgebenden interstellaren Medium machte.

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NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen

Viele elliptische Galaxien füllen das Bild, nur einige wenige haben eine Spiralstruktur. In der Mitte ist eine besonders auffällige Galaxie, weil rote und blaue Fäden von ihr ausgehen. Es ist die aktive Galaxie NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Michal Wierzbinski, Hellas-Sky

Die aktive Galaxie NGC 1275 ist das zentrale große Mitglied im großen Perseus-Galaxienhaufen, der relativ nahe ist. Schon im sichtbaren Licht erscheint sie fast „wild“. Die aktive Galaxie ist eine gewaltige Quelle für Röntgenstrahlung und Radiowellen. NGC 1275 sammelt Materie an, indem ganze Galaxien in sie hineinfallen. Sie speisen am Ende ein sehr massereiches Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie.

Dieses scharfe Teleskopbild entstand aus Schmalband-Bilddaten. Sie betonen die galaktischen Trümmer und Filamente aus leuchtendem Gas, die bei dem Tumult entstehen. Einige davon sind bis zu 20.000 Lichtjahre lang. Die Filamente in NGC 1275 bleiben bestehen, obwohl die heftigen galaktischen Kollisionen sie eigentlich zerstören müssten.

Was hält diese Filamente zusammen? Die Aktivität des Schwarzen Lochs drückt die Strukturen vom dem Zentrum der Galaxie nach außen. Es gibt Hinweise aus Beobachtungen, dass Magnetfelder diese Strukturen stabilisieren. NGC 1275 ist auch als Perseus A bekannt. Sie ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit und etwa 230 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Weitwinkelaufnahme der Spiralgalaxie NGC 1512

Diese Spiralgalaxie wirkt etwas zottig und hat drei Ringe. Der innerste ist kaum erkennbar, der mittlere verbindet die Enden des zentralen Balkens, und der äußere wirkt etwas zottig. Außen herum verlaufen unregelmäßige, blau gesprenkelte Spiralarme.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Stern

Die meisten Galaxien haben keine Ringe. Warum hat diese Galaxie gleich drei? Zunächst läuft ein Ring nahe um das Zentrum von NGC 1512: Er ist der Kernring. Auf diesem Weitwinkelbild ist er kaum zu sehen. In diesem Ring strahlen neu entstandene Sterne.

Danach folgt ein rötlicher und blauer Ring aus Sternen und Staub. Man nennt ihn kontraintuitiv den „inneren Ring„. Er verbindet die Enden eines diffusen Zentralbalkens aus Sternen, der waagrecht über die Galaxie verläuft. Am weitesten außen ist eine zottige Struktur. Man könnte sie für einen spiralartigen äußeren Ring halten. Er ist von Haufen heller blauer Sterne übersät.

Man nimmt an, dass all diese Ringstrukturen durch die gravitativen Asymmetrien in NGC 1512 in einem langwierigen Prozess beeinflusst werden, den man als säkulare Evolution bezeichnet. Dieses Bild entstand letzten Monat mit einem Teleskop von Deep Sky Chile in Chile.

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Webb zeigt den planetarischen Nebel der roten Spinne

Hinter dicht verteilten Sternen, die sehr unterschiedlich hell leuchten, breitet sich ein Nebel aus, der nicht nur faszinierend geformt ist, sondern auch interessant gefärbt. In der Mitte leuchtet er gelb-rot, die Fortsätze außen sind leuchtend blau.

Bildcredit: ESA/Webb, NASA und CSA, J. H. Kastner (RIT)

Oh welch ein verworren Netz ein planetarischer Nebel weben kann! Der planetarische Nebel der Rote Spinne hat eine komplexe Struktur. Sie entsteht, weil ein gewöhnlicher Stern seine äußere Gashülle abstößt und zu einem Weißen Zwerg wird. Der Nebel ist als NGC 6537 bekannt. Er ist einer der bipolaren planetarischen Nebel. Diese haben zwei helle Flügel, die meist symmetrisch sind. Der Weiße Zwerg im Zentrum zählt zu den heißesten, die je beobachtet wurden. Wahrscheinlich ist er Teil eines Doppelsternsystems.

Von den Sternen im Zentrum strömen Winde aus, deren Geschwindigkeit mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde beträgt. Diese Winde strömen die Nebelwände entlang. Dabei stoßen Wellen aus heißem Gas auf Staub. Das führt dazu, dass sich der Nebel immer mehr weitet. Die Atome in den Stoßwellen strahlen Licht ab, wie man auf diesem Bild in Falschfarben-Infrarot des James-Webb-Weltraumteleskops sieht.

Der Rote-Spinne-Nebel befindet sich im Sternbild Schütze (Sagittarius). Seine Entfernung ist nicht genau bekannt. Sie wird auf 4000 Lichtjahre geschätzt.

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Der Laufende Mann im Orion

Mit viel Phantasie erkennt man in den magenta und hellblau gefärbten Regionen links einen laufenden Mann. Rie rechte Bildhälfte ist mit braunen Nebeln gefüllt.

Bildcredit und Bildrechte: Robert G. Lyons (Robservatory)

Welcher Teil des Orion ist das? Etwas nördlich vom berühmten Orionnebel liegt eine malerische Region in der Sterne entstehen, nämlich Orions Schwert. Das Gebiet enthält viel komplexen Staub. Ein Teil davon reflektiert das Licht der hellen, eingebetteten Sterne und erscheint daher blau.

Ein Teil des braunen Staubs erinnert an laufende Beine. Darum ist dieser Bereich auch als der Laufende-Mann-Nebel bekannt. Der Reflexionsnebel ist als Sharpless 279 katalogisiert. Er ist Teil des Sternbilds Orion und gehört zum großen Orion-Molekülwolkenkomplex. Das Licht der hellen Sterne im „Laufenden Mann“ zerstört und verformt langsam den umgebenden Staub. In etwa 10 Millionen Jahren ist der Nebel wohl ganz verschwunden.

Der Nebel ist ungefähr 15 Lichtjahre entfernt. Sein Durchmesser beträgt 1500 Lichtjahre. Der hellste Stern in der Mitte des Bildes ist 42 Orionis.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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