Sternbildungshaufen in NGC 3603

In der Mitte funkelt ein Sternhaufen, er ist rechts von einem roten Nebel umgeben.

Credit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)-ESA/ Hubble-Arbeitsgemeinschaft; Dank an: J. Maiz Apellaniz (Inst. Astrofisica Andalucia) et al. und Davide de Martin

Beschreibung: NGC 3603 ist nur 20.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt im nahe gelegenen Carina-Spiralarm unserer Milchstraße. NGC 3603 ist Forschenden gut bekannt als eine der größten Sternbildungsregionen der Milchstraße. Der Offene Sternhaufen in der Mitte enthält Tausende Sterne, die größer sind als unsere Sonne. Diese Sterne entstanden wahrscheinlich erst vor einer oder zwei Millionen Jahren bei einem einzigen Sternbildungsprozess.

Der nahe gelegene Haufen NGC 3603 enthält vermutlich ein passendes Beispiel jener massereichen Sterne, die auch viel weiter entfernte Sternbildungsgalaxien bevölkern. Entstehungswolken aus interstellarem leuchtendem Gas und undurchsichtigem Staub umgeben den Haufen, die von der energiereichen stellaren Strahlung und Sternenwinden geformt wurden. Das Bild wurde mit Hubbles Advanced Camera for Surveys aufgenommen und ist etwa 17 Lichtjahre breit.

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Sputniks 50. Jahrestag: Reisebegleiter

Die glänzende Metallkugel links oben, von der vier Antennen ausgehen, ist ein Modell des Sputnik, er war der erste Satellit im All.

Fotocredit: Dank an NSSD, NASA

„Sputnik“ bedeutet „Reisebegleiter“. Der Name klingt harmlos. Doch als die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 Sputnik 1 startete, veränderte das die Welt. Sputnik 1 war der erste künstliche Mond der Erde. Der Start leitete Ereignisse ein, die zur Gründung der NASA und zum Wettlauf zum Mond führten.

Sputnik 1 war eine Kugel mit vier Gertenantennen, die mit batteriebetriebenen Sendern verbunden waren. Der Satellit wog 83,6 kg und 58 cm groß. 23 Tage lang sendeten die Transmitter ein kontinuierliches piependes Signal zum verblüfften Publikum auf der Erde. Einen knappen Monat später, am 3. November, wiederholte die Sowjetunion den Erfolg mit dem Start von Sputnik 2 mit einem Hund an Bord.

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Komet Enckes Schweif reißt ab

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Credit: Angelos Vourlidas (NRL) et al., SECCHI / STEREO, NASA

Beschreibung: Der periodische Komet Encke, der innerhalb der Merkurbahn pendelt, traf am 20. April auf eine Stoßwelle von der Sonne in Form eines koronalen Massenauswurfs (CME). Wenn CMEs – riesige Wolken energiereicher Partikel, die von der Sonne ausgestoßen werden – auf die Magnetosphäre der Erde treffen, lösen sie häufig Polarlichter aus. Doch in diesem Fall trug die Kollision den Schweif des Kometen fort. Der Schweif wurde wahrscheinlich eher von wechselwirkenden Magnetfeldern abgerissen als durch den mechanischen Druck der Kollision. Wenn Sie auf das zweigeteilte Bild klicken, wird ein Gif-Fim des bemerkenswerten Ereignisses abgespielt, der vom Heliospheric Imager an Bord der Raumsonde STEREO A aufgezeichnet wurde. Die Zeit zwischen den Einzelbildern des Films beträgt etwa 45 Minuten, während die Bilder in der Entfernung des Kometen etwa 14 mal 20 Millionen Kilometer umspannen. Natürlich haben sich auch früher schon ähnliche Kollisionen ereignet, da der alte Komet alle 3,3 Jahre seine Sonnenbahn durchläuft. Also keine Sorge, Enkes Schweif wächst nach!

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Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

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Credit und Bildrechte: Tunc Tezel und Cenk E. Tezel

Beschreibung: Wenn Sie täglich genau zur gleichen Zeit nach draußen gingen und ein Foto von Himmel und Sonne machten, welche Bahn würde die Sonne ziehen? Solche Bildserien erfordern viel Planung und Aufwand. Die 8er-Schleife, der die Sonne im Laufe eines Jahres folgt, wird Analemma genannt. Mit noch mehr Planung und Aufwand können solche Serien das Bild einer totalen Sonnenfinsternis enthalten. Oben sehen Sie ein solches Analemma mit totaler Sonnenfinsternis, auch Tutulemma genannt – ein Ausdruck, den die Fotografen vom türkischen Begriff für Finsternis abgeleitet haben. Die Komposit-Bildfolge wurde ab 2005 in der Türkei aufgenommen. Das Basisbild für die Serie stammt von der totalen Phase einer Sonnenfinsternis, die am 29. März 2006 in Side in der Türkei zu beobachten war. Rechts unten war während der Totalität auch die Venus zu sehen.

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Magellans kleine Wolke

Die kleine Magellansche Wolke wirkt im Bild irregulär, links daneben und darunter sind zwei Kugelsternhaufen zu sehen.

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung hatten bei der ersten Umsegelung des Planeten Erde reichlich Zeit, um den Südhimmel zu studieren. Seither sind zwei Himmelswunder, die am südlichen Sternenhimmel leicht zu sehen sind, als Magellans Wolken bekannt. Von diesen kosmischen Wolken weiß man heute, dass sie irreguläre Zwerggalaxien sind. Sie sind Begleiterinnen unserer großen Spiralgalaxie, der Milchstraße.

Die oben gezeigte Kleine Magellansche Wolke im Sternbild Tukan breitet sich über etwa 15.000 Lichtjahre aus. Sie enthält mehrere Hundert Millionen Sterne. Ihre Entfernung beträgt etwa 210.000 Lichtjahre. Damit ist sie die viertnächste bekannte Begleitgalaxie der Milchstraße, nach der Canis-Major– und der Sagittarius-Zwerggalaxie sowie der Großen Magellanschen Wolke.

Die prachtvolle Ansicht zeigt auch zwei Kugelsternhaufen im Vordergrund: NGC 362 und 47 Tucanae. Der imposante 47 Tucanae ist nur 13.000 Lichtjahre entfernt. Hier ist er links neben der Kleinen Magellanschen Wolke zu sehen.

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Das Band der Milchstraße

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Credit und Bildrechte: John P. Gleason, Celestial Images

Beschreibung: Die meisten hellen Sterne unserer Milchstraße befinden sich in einer Scheibe. Nachdem sich auch unsere Sonne in dieser Scheibe befindet, sehen wir diese Sterne als diffuses Band, das den Himmel umgibt. Das oben gezeigte Panorama des nördlichen Bandes der Scheibe der Milchstreaße umfasst 90 Grad und ist ein digital kombiniertes Mosaik aus mehreren unabhängigen Aufnahmen. Wenn Sie den Rollbalken des Fensters nach rechts schieben, sehen Sie den Rest dieses spektakulären Bildes. Zu sehen sind viele prächtige Sterne, dunkle Staubspuren, rote Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und Anhäufungen von Sternen. Zusätzlich zu allem was sichtbar ist, vermuten Sternforschende, dass dort noch mehr Dunkle Materie existiert, die wir nicht sehen können.

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Mosaik des Dawn-Starts

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Credit und Bildrechte: Randy Pollock

Beschreibung: Kurz nach Sonnenaufgang am Donnerstag startete die Raumsonde Dawn von der Cape Canaveral Air Force Station aus ihre Reise zum Asteroidengürtel und wandte sich dabei ostwärts zum blauen, wolkigen Himmel. Die Reise von Dawn begann mit einer konventionellen, chemisch betankten Delta II-Rakete und wird mit einem innovativen Ionentriebwerk fortgesetzt. Der extrem effiziente Ionenantrieb wird mittels Sonnenenergie erzeugte Elektrizität verwenden um Xenonatome zu ionisieren und damit einen sanften, aber kontinuierlichen Schub zu erzeugen. Nach einer vier Jahre langen interplanetaren Kreuzfahrt wird Dawn zwei kleine Welten umkreisen, zuerst Vesta und dann Ceres. Vesta ist einer der größten Hauptgürtelasteroiden, während die Nomenklatur, die 2006 von der Internationalen Astronomischen Union vorgestellt wurde, die fast kugelförmige Ceres als Zwergplanet klassifiziert.

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Großaufnahme eines Lochs im Mars

Das runde Loch hat andere Eigenschaften als ein Einschlagkrater. Der Boden ist mindestens 78 Meter tief. Das Sonnenlicht leuchtet auf die rechte Wand, links ist das Loch dunkel.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Diese geheimnisvolle dunkle Grube liegt am nördlichen Abhang des alten Marsvulkans Arsia Mons. Sie ist etwa 150 Meter breit. Aufgenommen wurde sie mit dem Instrument HiRISE an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter. Diese und ähnliche Gruben haben keine aufragenden Kanten. Sie sind anders als Einschlagskrater. Entdeckt wurden sie in sichtbarem Licht und auf Infrarot-Bildern der Raumsonden Mars Odyssey und Mars Global Surveyor.

Die Bilder im sichtbaren Licht zeigen nur die Dunkelheit darin. Auf Aufnahmen in Infrarot zeigt die Temperatur, dass die Öffnungen tief unter die Oberfläche des Mars reichen. Vielleicht münden sie in unterirdische Höhlen. Auf dem späteren Bild ist die Grubenwand von Sonnenlicht beleuchtet. Offenbar ist sie fast senkrecht. Der Boden liegt mindestens 78 Meter tiefer und ist nicht zu sehen. Die dunklen Gruben auf dem Mars sind vermutlich Einsturzschächte im Lavafluss. Ähnliche vulkanische Grubenkrater gibt es auch auf Hawaii.

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