Eis-Geysir auf Enceladus

Der südliche Rand von Enceladus ist von hinten von der Sonne beleuchtet, vorne ist der Mond dunkel. Oben steigen blaue Schwaden nach links oben auf.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Enceladus ist der helle, glänzende innere Mond von Saturn. Dort brechen Eis-Geysire aus. Das Falschfarben-Bild zeigt eine Sicht auf den südlichen Mondrand, die von hinten beleuchtet ist. Oben steigen die majestätischen, eisigen Schwaden auf. Die Raumsonde Cassini entdeckte sie diese Fontänen, als sie im November 2005 nahe am Mond Enceladus vorbeiflog. Inzwischen fand sie acht solche Quellen von Geysiren. Sie liegen an markanten Strukturen auf der Oberfläche des Mondes in der Südpol-Region.

Man vermutet, dass die Geysire aus Kammern nahe der Oberfläche aufsteigen. Sie sind mit flüssigem Wasser gefüllt, das eine Temperatur um die 0 °C aufweist. Das ist ganz schön warm, verglichen mit der Temperatur an der Oberfläche des fernen Mondes, die −200 °C beträgt.

Der kleine Mond hat einen Durchmesser von nur 500 Kilometern. Der Kryovulkanismus ist ein drastischer Hinweis, dass Enceladus überraschend aktiv ist. Die Eisgeysire auf Enceladus erzeugen vermutlich auch den schwachen, weiten E-Ring um Saturn.

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Wal und Hockeyschläger

Rechts oben ist die Walgalaxie, links unten eine Galaxie, die an einen Hockeyschläger erinnert. Beide wirken verzerrt, anscheinend hatten sie enge Begegnungen.

Credit und Bildrechte: Josef Poepsel, Stefan Binnewies (Capella Observatory)

NGC 4631 ist die große, schöne Spiralgalaxie rechts oben, die wir von der Kante sehen. Sie ist nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im kleinen nördlichen Sternbildes Jagdhunde (Canes Venatici). Die leicht verzerrte Keilform der Galaxie erinnert manche an einen kosmischen Hering. Andere denken an den bekannten Spitznamen „Walgalaxie“. Jedenfalls ist sie ähnlich groß wie unsere Milchstraße.

Auf diesem prächtigen Farbbild sind die dunklen interstellaren Staubwolken, der gelbliche Kern und die jungen blauen Sternhaufen des Wals leicht erkennbar. Sie hat eine Begleitgalaxie, die kleine elliptische Galaxie NGC 4627. Sie erscheint über der Walgalaxie. Links unten befindet sich NGC 4656, eine weitere verbogene Galaxie. Sie hat die Form eines Hockeyschlägers.

Es gibt Spuren von Verzerrungen und Vermischung aus Gas. Sie wurden in anderen Wellenlängen beobachtet und legen nahe, dass alle drei Galaxien in der Vergangenheit enge Begegnungen hatten. Die Walgalaxie hat einen Hof aus heißem Gas ausgestoßen. Er leuchtet im Röntgenlicht.

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Helle Planeten mit Mondsichel

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Credit und Bildrechte: Jay Ouellet

Beschreibung: Frühaufsteher genießen derzeit den Blick auf die gleißende Venus, die am östlichen Horizont als Morgenstern zu sehen ist. Diese Himmelsaufnahme entstand am 7. Oktober kurz vor der Morgendämmerung, sie zeigt die Venus rechts oben sowie den sichelförmigen Mond und links unten Saturn.

Wenn Sie Ihre Faust auf Armlänge von sich strecken, können Sie beide Planeten und den Mond leicht in diesem 5 Grad großen Feld bedecken. Erdlicht – das ist Sonnenlicht, das von der Tagseite der Erde reflektiert wird – erhellt die Nachtseite des Mondes. Eine genaue Beobachtung Saturns zeigt einen nahen Lichtpunkt, es ist Saturns großer Mond Titan.

Inzwischen hat sich der Mond weiterbewegt, doch das Licht-Dreieck aus Venus, Saturn und Regulus, dem hellsten Stern im Sternbild Löwe (Leo), steht in den nächsten Tagen weiterhin eindrucksvoll am Morgenhimmel. Der Frühaufsteher und Astrofotograf Jay Ouellet beschrieb auch den Mars als eine „strahlende rote Diode“ am dunklen Landhimmel östlich von Quebec (Stadt) in Canada.

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Die seltsame Schattenseite von Saturns Mond Iapetus

Der Mond Iapetus ist links ziemlich hell und rechts von einer dunklen Substanz überzogen. Unten ist ein riesiger Krater mit einem Berg in der Mitte. Am Äquator hat der Mond einen Wall. Damit erinnert er an eine Walnuss.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was ist mit Saturns Mond Iapetus passiert? Riesige Teile der seltsamen Welt sind schwarz wie Kohle. Andere sind blankes Eis. Wir wissen nicht, woraus das dunkle Material besteht. Doch Infrarotspektren davon zeigen, dass es vielleicht dunklen Kohlenstoff enthält. Iapetus hat auch einen ungewöhnlichen Wall um den Äquator. Damit sieht er aus wie eine Walnuss.

Um den rätselhaften Mond besser zu verstehen, lenkte die NASA die Roboter-Raumsonde Cassini letzten Monat nur 2000 Kilometer entfernt daran vorbei. Cassini kreist derzeit um Saturn. Das Bild entstand etwa 75.000 Kilometer von Iapetus entfernt. Es zeigt beispiellose Details der Halbkugel, die auf ihrer Bahn immer hinten ist. Im Süden ist ein riesiger Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 450 Kilometern. Er überlagert einen älteren Krater, der ähnlich groß ist. Das dunkle Material überzieht Iapetus nach Osten hin immer dichter. Es verdunkelt Krater wie Hochländer.

Die Untersuchung aus nächster Nähe zeigt, dass der dunkle Belag hauptsächlich den Äquator des Mondes beschichtet. Ob die Farben von Iapetus durch ungewöhnlichen Vulkanismus aus dem Inneren entstanden sind, oder die Anschwärzung von außen stammt, ist nicht bekannt. Man sucht auf den Bildern von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus weiterhin nach wichtigen Hinweisen.

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Polarlicht, Sterne, Meteor, See, Alaska

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Credit und Bildrechte: Bud Kuenzli

Beschreibung: Manchmal, nachdem Ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, erscheint ein grandioser Sternenhimmel. Hier liegt ein malerischer See vor Ihnen, wunderschöne grüne Polarlichter hoch über Ihnen, glänzende Sterne leuchten in der Ferne, und – für einen kurzen Moment – ein heller Meteor streift vorbei. Dieses digital gesicherte atemberaubende Panorama wurde letzten Monat über einem der Chena-Seen in North Pole in Alaska (USA) aufgenommen und enthält den Offenen Sternhaufen der Plejaden rechts im Bild. Das Foto ist ungewöhnlich, nicht nur wegen der vielen Wunder, die gleichzeitig darauf festgehalten sind, sondern auch weil Seen, die so weit im Norden liegen, normalerweise zufrieren und nicht mehr reflektieren, bevor der Himmel dunkel genug für Fotografie ist.

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Galaxie NGC 474: Kosmischer Mixer

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Credit und Bildrechte: Mischa Schirmer

Beschreibung: Was passiert mit der Galaxie NGC 474? Die vielschichtigen ausgeworfenen Schalen erscheinen seltsam komplex und unerwartet, wenn man die relativ formlose Erscheinung der elliptischen Galaxie auf weniger detailreichen Bildern berücksichtigt. Die Ursache der Schalen ist derzeit unbekannt, sie ist jedoch möglicherweise durch Gezeitenkräfte verursachte Schweife, die mit übrig gebliebenen Trümmern zusammenhängen, welche beim Absorbieren zahlreicher kleiner Galaxien in den vergangenen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Schalen könnten auch sich ähnlich wie Wellen in einem Teich verhalten, wo die anhaltende Kollision der Spiralgalaxie mit dem rechten Teil von NGC 474 Dichtewellen verursacht, die sich durch den galaktischen Riesen hindurchkräuseln. Unabhängig von der tatsächlichen Ursache erhellt das obige Bild auf dramatische Weise die wachsende Übereinstimmung darüber, dass die äußeren Halos der meisten großen Galaxien nicht wirklich ruhig sind, sondern Komplexitäten enthalten, die von regelmäßigen Wechselwirkungen und Verschmelzungen mit kleineren nahe gelegenen Galaxien verursacht werden. Der Halo unserer eigenen Milchstraßen-Galaxie ist ein Beispiel für solche unerwartete Komplexität. NGC 474 erstreckt sich über 250.000 Lichtjahre und liegt etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Fische (Pisces).

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Zwei Millionen Galaxien

Die Karte wirkt durchschnittlich rot-orange gefleckt, enthält aber winzige Stellen in vielen Farben, darunter blau, weiß, gelb und grün.

Credit und Bildrechte: S. Maddox (Nottingham U.) et al. APM Survey, Astrophys. Dept. Oxford U.

Unser Universum ist voller Galaxien. Galaxien, das sind riesige Ansammlungen aus Sternen, Gas, Staub und geheimnisvoller Dunkler Materie. Sie sind die Grundbausteine des Universums im großen Maßstab. Ferne Galaxien entfernen sich voneinander, weil das Universum expandiert.

Doch die Gravitation bindet benachbarte Galaxien aneinander. Dadurch bilden sie Galaxiengruppen, das sind Anhäufungen von Galaxien und sogar noch größeren expandierenden Filamenten. Einige dieser Strukturen sind auf einer der umfassendsten Karten des Himmels verzeichnet, die je von Galaxien gemacht wurden: der APM galaxy survey map (APM-Galaxien-Durchmusterungskarte). Diese Karte entstand in den frühen 1990er-Jahren.

Diese Region ist 100 Grad breit. Sie liegt in Richtung des Südpols der Milchstraße und beschreibt mehr als zwei Millionen Galaxien. Helle Regionen zeigen mehr Galaxien, bläuliche Farben sind ein Hinweis auf durchschnittlich größere Galaxien. Wo sich am Himmel helle lokale Sternen befinden, wurden dunkle Ellipsen ausgespart.

Die Analyse der Daten auf dieser Karte führte zu vielen wissenschaftlichen Entdeckungen. Eine davon besagt, dass das Universum im großen Maßstab überraschend komplex ist.

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Röntgensterne des Orion

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Credit: E.Feigelson und K.Getman (PSU) et al., CXO, NASA

Beschreibung: Die Sterne des Orion strahlen im sichtbaren Licht am Sternenhimmel der Erde. Das Sternbild enthält die nächstliegende große Sternbildungsstätte, den großen Orionnebel, der nur 1500 Lichtjahre von uns entfernt ist. Der markante helle Sternklumpen nahe dem Zentrum dieses Falschfarbenbildes des Chandra-Röntgenteleskops sind die massereichen Trapezsterne – jener junge Sternhaufen, welcher einen Großteil des sichtbaren Leuchtens des Nebels hervorruft. Die in Blau und Orange gezeigten Sterne sind junge sonnenähnliche Sterne. Gewaltige Röntgenquellen werden vermutlich in heißen Sternkoronen und von Oberflächeneruptionen im starken Magnetfeld eines jungen Sterns erzeugt. Unsere Sonne, die im mittlerem Alter ist, war möglicherweise im Röntgenspektralbereich tausendmal heller, als sie – wie die Trapezsterne – nur wenige Millionen Jahre alt warDas Röntgenbild zeigt etwa 2,5 Lichtjahre im Zentralbereich des Orionnebels.

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