Im Netz gefangen: Schwarze Löcher im Tarantelnebel verschmelzen

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Bildcredit und Bildrechte: Artwork: Carl Knox OzGrav, Technische Universität Swinburne; Astrofotografie: Blake Estes und Christian Sasse, iTelescope.net; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie können wir sehen, was eigentlich unsichtbar ist? Schwarze Löcher sind in der dunklen kosmischen Nacht nicht leicht auszumachen, aber Astronomen können sie aufspüren, indem sie ihre gravitativen Auswirkungen auf Materie, Licht und die Raumzeit analysieren.

Dieses Bild zeigt eine Illustration, die die Simulation eines Doppel-Schwarzen-Loch-Systems bei seinem finalen „Tanz“ mit einer Astrofotografie des Tarantelnebels im Hintergrund kombiniert. Obwohl Schwarze Löcher selbst kein Licht aussenden, krümmen sie den Pfad der Lichtstrahlen und wirken dabei wie eine Gravitationslinse. Das führt dazu, dass der Nebel extrem verzerrt erscheint und sogenannte Einsteinringe sowie Mehrfachbilder bildet.

Der Tarantelnebel befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke, einer Zwerggalaxie, die als Satellitengalaxie unserer Milchstraße in rund 160.000 Lichtjahren Entfernung liegt. Das ist mehr als 1.000-mal näher als jede bisher entdeckte Verschmelzung von Doppel-Schwarzen-Löchern. Wir werden vermutlich niemals eine solche Verschmelzung so nah an unserer galaktischen Heimat beobachten können!

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