WD J1330+6435 ist der erste grüne Stern

Ein grünlich leuchtender Stern ist von einer nebeligen Scheibe umgeben, in der im Vordergrund Teile fliegen, manche davon vor dem Stern.
Bildcredit und Bildrechte: Mark Garlick

Sternlein, Sternlein, hell und fein – kann es heut Nacht ein grüner sein?

Ganz anders als die Sonne sehen wir alle Sterne, die weiter von uns entfernt sind, als kleine Lichtpunkte am Nachthimmel. Die meisten davon leuchten weiß, manche aber auch bläulich oder rötlich. Ihre Farbe entspricht dabei immer einer bestimmten Temperatur. Blaue Sterne sind heißer als rote Sterne. Und wie sieht es mit anderen Farben aus?

Diese Illustration zeigt WD J1330+6435. Er ist ein Weißer Zwerg, also ein kleiner, lichtschwachen Stern. Weiße Zwerge bleiben übrig, wenn ein Stern wie unsere Sonne seinen Kernbrennstoff aufgebraucht hat.

Kürzlich fanden Forschende heraus, dass einige dieser Weißen Zwerge – trotz ihres Namens – gelb, grün, türkis, rosa oder violett schimmern. Das tun sie, wenn sie uns so nahe sind, dass wir mehr als nur einen Lichtpunkt sehen. In diesen Fällen sehen wir die Signatur von Spurenelementen, die sich auf den Sternen angesammelt haben. Sie wechselwirken mit der Sternatmosphäre. Das verändert deren Farbe, die normalerweise Weiß ist.

Ach, wär ich doch dem Stern ganz nah – doch leider ist er nicht zum Greifen da!

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