Hubble zeigt den Schmetterlingsnebel

Der Nebel im Bild hat Ähnlichkeit mit einem Schmetterling. Er scheint von einem Zentrum in der Mitte in zwei Richtungen zu explodieren.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Nur wenige Schmetterlinge haben eine so große Flügelspannweite. Die hellen Haufen und Nebel am Nachthimmel des Planeten Erde werden oft nach Blumen oder Insekten benannt. NGC 6302 ist keine Ausnahme.

Doch der Zentralstern dieses speziellen planetarischen Nebels hat eine Oberflächentemperatur von ungefähr 250.000 °C. Damit ist er ungewöhnlich heiß. Er leuchtet sehr hell in ultraviolettem Licht, doch ein dichter Staubring verbirgt ihn vor dem direkten Blick.

Der Nebel um einen vergehenden Stern wurde 2009 vom Weltraumteleskop Hubble detailreiche aufgenommen, kurz nachdem es aufgerüstet worden war. Der Staubring verläuft durch eine helle Aushöhlung mit ionisiertem Gas um den Zentralstern mitten im Bild. Die Kante des Staubrings zeigt fast genau zu uns. In der staubigen kosmischen Hülle des Sterns wurde molekularer Wasserstoff nachgewiesen.

NGC 6302 ist zirka 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion (Scorpius).

Zur Originalseite