Juno zeigt Jupiters Wolken in hoher Auflösung

Am südlichen Ende von Jupiter zerfallen die typischen Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen, zu einem Gewirr komplexer Wirbel. Dazwischen sind auch weiße Ovale verteilt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Wie komplex ist Jupiter? Die Jupiter-Mission Juno der NASA zeigt nach und nach, dass der jovianische Gigant komplexer ist als erwartet. Sie fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld ganz anders ist als das einfache Dipolfeld der Erde. Es hat mehrere Pole, die zu einem komplexen Netzwerk verknotet sind. Es ist im Norden viel stärker verworren als im Süden. Außerdem zeigen Junos Radio-Messungen, dass Jupiters Atmosphäre Struktur besitzt, die weit unter die obere Wolkendecke reicht – Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität ist auch in den südlichen Wolken augenfällig. Das zeigt dieses Bild vom letzten Monat. Die Textur und Farben wurden verstärkt. Hier zerfallen Zonen und Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen und am Äquator sehr markant sind, zu einem komplexen Gewirr aus stürmischen Wirbeln. Diese sind so groß wie Kontinente.

Juno zieht weiterhin ihre schleifenförmigen elliptischen Bahnen. Sie saust jeden Monat nahe am riesigen Planeten vorbei. Bei jedem Umlauf erforscht sie einen leicht verschobenen Sektor.

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