Cassini zeigt die Farben Saturns

Ein Teil des Planeten Saturn ist dargestellt. Unten leuchten die Wolken gelborange, oben bläulich. Die Ringe sind sehr schmal, aber sie werfen breite Schatten nach oben, in denen auch Teilungen und Strukturen erkennbar sind.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL, ISS, Cassini-Bildgebungsteam; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Wie entsteht Saturns Farbigkeit? Dieses Bild zeigt nur wenig übertrieben, was ein Mensch sehen würde, wenn er über der riesigen Ringwelt schweben könnte. Es entstand 2005 mit der robotischen Raumsonde Cassini, die den Planeten Saturn von 2004 bis 2017 umkreiste. Saturns majestätische Ringe erscheinen hier nur als dünne braune Kurve. Das ist ihr Glimmen in Infrarot. Die komplexe Struktur der Ringe erkennt man am besten in den dunklen Schatten, die sie oben auf den Planeten werfen.

Die nördliche Hemisphäre von Saturn schimmert teilweise bläulich. Das hat denselben Grund wie das Himmelblau der Erde: Die Moleküle in den wolkenlosen Bereichen der Atmosphären beider Planeten streuen blaues Licht viel besser als rotes.

Schaut man aber tief in Saturns Wolken, tritt der natürliche Goldton von Saturns Wolken markant hervor. Unbekannt ist, warum Saturns südlicher Bereich diese bläulichen Töne nicht zeigt. Eine der Hypothesen ist, dass die Wolken dort höher hinauf reichen. Man weiß auch nicht, warum andere Wolken auf Saturn golden gefärbt sind.

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