M2-9: Die Flügel des Schmetterlingsnebels

Im Bild liegt waagrecht ein bunt leuchtender Nebel mit einem hellen Stern in der Mitte. Seine Form erinnert an eine Sanduhr oder einen Schmetterling.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisarchiv, NASA, ESA; Bearbeitung: Judy Schmidt

Würdigt man die Kunst der Sterne erst nach ihrem Abtritt? Tatsächlich bieten Sterne den besten Auftritt, wenn ihr Ende naht. Normale Sterne mit geringer Masse wie unsere Sonne oder der hier abgebildete M2-9 verwandeln sich in Weiße Zwerge. Dabei stoßen sie ihre gasförmigen äußeren Hüllen ab. Das ausgestoßene Gas bietet oft ein prächtiges Schauspiel. Man bezeichnet es als planetarischen Nebel. Diese Nebel verblassen im Laufe von Tausenden Jahren allmählich.

M2-9 ist ein planetarischer Schmetterling. Er ist 2100 Lichtjahre entfernt. Hier wurde er in spezifischen Farben abgebildet. Seine Flügel erzählen eine seltsame Geschichte, die unvollständig ist. In der Mitte kreisen zwei Sterne in einer gasförmigen Scheibe, die 10-mal so groß ist wie die Umlaufbahn von Pluto. Die abgestoßene Hülle des vergehenden Sterns quillt aus der Scheibe. So entsteht die bipolare Erscheinung. Viele der physikalischen Prozesse, die planetarische Nebel verursachen und prägen, ist ein Rätsel.

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