M57: Der Ringnebel von Hubble

Dieses Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt den Ringnebel M57 in der Leier. Der Nebel ist hier sehr bunt und schillert in den Farben eines Regenbogens.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung: Judy Schmidt

Der Ringnebel (M57) gehört neben Saturns Ringen zu den vielleicht berühmtesten Kreisen am Himmel. Seine klassische Erscheinung entsteht vermutlich durch unsere Perspektive. Die neueste Analyse der expandierenden dreidimensionalen Struktur des Nebels basiert teilweise auf diesem klaren Hubblebild. Sie zeigt, dass der Nebel ein relativ dichter Ring ist, der wie ein Wulst geformt ist. Er wickelt sich um die Mitte einer Wolke aus leuchtendem Gas mit der Form eines Footballs. Vom Planeten Erde aus blicken wir die Längsachse des Footballs entlang von oben auf den Ring.

Das leuchtende Material des planetarischen Nebels, der gut untersucht ist, stammt natürlich nicht von Planeten. Vielmehr besteht die gasförmige Hülle aus den äußeren Schichten eines vergehenden Sterns, der einst der Sonne sehr ähnlich war, und die er abstieß. Der Stern ist der winzige Lichtpunkt mitten im Nebel. Das intensive ultraviolette Licht des heißen Zentralsterns ionisiert die Atome im Gas.

Der Ringnebel ist ungefähr ein Lichtjahr groß und 2500 Lichtjahre entfernt.

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