Hof des Katzenauges

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Bildcredit und Bildrechte: Daten: Michael Joner (West Mountain Observatory, BYU), Romano Corradi (IAC), Hubble Legacy ArchiveBearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Das ist kein Raketenstart einer Falcon 9 nach Sonnenuntergang. Der Katzenaugennebel (NGC 6543) ist einer der am besten erforschten planetarischen Nebel am Himmel. Seine einprägsamen Symmetrien liegen genau in der Zentralregion dieses zusammengesetzten Bildes, das so bearbeitet wurde, dass es einen gewaltigen, aber extrem blassen Hof aus gasförmigem Material zeigt, mit einem Durchmesser von mehr als drei Lichtjahren. Es wurde aus Daten von boden- und weltraumgebundenen Teleskopen erstellt und zeigt die weitläufige Absonderung, welche den helleren, vertrauten planetarischen Nebel umgibt.

Planetarische Nebel wurden lange Zeit für eine Schlussphase im Leben sonnenähnlicher Sterne gehalten. Doch erst kürzlich kam heraus, dass manche Planetarier Höfe wie diesen besitzen, die wahrscheinlich aus Materie entstanden sind, die in einem früheren aktiven Abschnitt der Sternentwicklung ausgeworfen wurde. Astronomen vermuten, dass die Phase des planetarischen Nebels ungefähr 10.000 Jahre dauert, das Alter der äußeren faserartigen Teile dieses Hofes schätzen sie jedoch auf 50.000 bis 90.000 Jahre.

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Sommer- und Wintermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

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Tscherenkow-Teleskop bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Sarah Brands (Universität Amsterdam)

Beschreibung: Am 10. Oktober reflektierte ein neues Teleskop das Licht der untergehenden Sonne. Dieser Schnappschuss zeigt das Observatorium auf dem Roque del Los Muchachos auf der Kanarischen Insel La Palma. Sein segmentierter Spiegel stellt das Bild des schönen Abendhimmels auf den Kopf, oben sind der dunkle Horizont und unten die Farben des Sonnenuntergangs.

Die Spiegelsegmente haben einen Durchmesser von 23 Metern und sind in die offene Struktur des Large Scale Telescope 1 montiert, die als erste Komponente der Tscherenkow-Teleskopanordnung (Cherenkov Telescope Array, CTA) eingeweiht wurde.

Die meisten bodengebundenen Teleskope sind durch die Atmosphäre beeinträchtigt, die Licht weichzeichnet, streut und absorbiert. Doch Tscherenkowteleskope sind so konzipiert, dass sie sehr energiereiche Gammastrahlen aufspüren. Sie brauchen sogar die Atmosphäre für ihre Funktion. Wenn Gammastrahlen auf die obere Atmosphäre treffen, erzeugen sie Luftschauer aus energiereichen Teilchen. Eine große, schnelle Kamera im üblichen Brennpunkt fotografiert die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, dem so genannten Tscherenkowlicht, das von den Luftschauerteilchen erzeugt wird. Die Blitze sind ein Hinweis auf den Zeitpunkt der eintreffenden Gammastrahlen sowie ihre Richtung und Energie.

Insgesamt sind für CTA mehr als 100 Tscherenkowteleskope auf der Nord- und Südhalbkugel des Planeten Erde geplant.

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M15: Dichter Kugelsternhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl (CEDIC)

Beschreibung: Messier 15 ist ein unermessliches Gewimmel von mehr als 100.000 Sternen. Er ist ein 13 Milliarden Jahre altes Relikt der frühen Entstehungsjahre unserer Galaxis und einer von ungefähr 170 Kugelsternhaufen, die immer noch im Halo unserer Milchstraße wandern.

M15 liegt in der Mitte in dieser scharfen Teleskopansicht, er ist ungefähr 35.000 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Pegasus, weit hinter den gezackten Vordergrundsternen. Sein Durchmesser beträgt zirka 200 Lichtjahre. Doch mehr als die Hälfte seiner Sterne sind in einem Raum von 10 Lichtjahre gedrängt, somit herrscht dort eine der höchsten Sterndichten, die wir kennen. Mit Hubble durchgeführte Messungen der zunehmenden Geschwindigkeiten der Zentralsterne von M15 sind ein Hinweis, dass ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum des dichten Kugelsternhaufens M15 haust.

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Jupiter in Ultraviolett von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Jupiter sieht in Ultraviolettlicht etwas anders aus. Um Jupiters Wolkenbewegungen besser interpretieren zu können, und um der robotischen NASA-Raumsonde Juno zu helfen, den planetaren Zusammenhang der kleinen Felder, die sie sieht, zu verstehen, bildet das Weltraumteleskop Hubble regelmäßig den ganzen jovianischen Riesen ab. Die Farben, die bei Jupiter überwacht werden, reichen über den normalen Sehbereich eines Menschen hinaus und umfassen auch Ultraviolett– und Infrarotlicht.

Jupiter wirkt auf diesem Bild von 2017 im nahen Ultraviolettlicht anders, unter anderem, weil der Anteil an zurückgestrahltem Sonnenlicht angesichts unterschiedlicher Wolkenhöhen und -breiten abweichende Helligkeiten ergibt. Im nahen UV erscheinen Jupiters Pole sowie sein großer Roter Fleck und ein kleineres (optisch) weißes Oval rechts relativ dunkel. Die Stürme auf einer Perlenschnur weiter rechts sind jedoch in nahem Ultraviolett am hellsten und erscheinen daher hier rosarot (Falschfarben). Links oben steht Jupiters größter Mond Ganymed.

Juno führt weiterhin ihre lang gezogenen 53-Tages-Umläufen um Jupiter durch, Hubble im Erdorbit hingegen erholt sich vom Verlust eines Stabilisierungs-Gyroskops.

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M16: In und um den Adlernebel

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Klinger

Beschreibung: Aus der Ferne betrachtet sieht das Ganze wie ein Adler aus. Ein genauerer Blick auf den Adlernebel zeigt jedoch, dass die helle Region eigentlich ein Fenster ins Zentrum einer größeren dunklen Staubhülle ist.

Durch dieses Fenster sieht man in eine hell erleuchtete Werkstätte, in der ein ganzer offener Sternhaufen entsteht. In der Höhlung bleiben riesige Säulen und runde Globulen aus dunklem Staub und kaltem molekularem Gas zurück, in denen immer noch Sterne entstehen. Schon sind mehrere junge, helle blaue Sterne sichtbar, deren Licht und Winde die übrig bleibenden Fasern und Wände aus Gas und Staub verbrennen und zurückstoßen.

Der Adler-Emissionsnebel wird als M16 bezeichnet, er ist ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt, umfasst etwa 20 Lichtjahre und ist mit einem Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens) zu sehen. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen mit mehr als 25 Stunden Gesamtbelichtung erstellt und kombiniert drei spezifische Farben, die von Schwefel (rot gefärbt), Wasserstoff (gelb) und Sauerstoff (blau) abgestrahlt werden.

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Orion in Rot und Blau

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Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Wann wurde der Orion so prächtig? Diese farbenfrohe Wiedergabe eines Teils des Sternbildes Orion stammt von rotem Licht, das von Wasserstoff und Schwefel (SII) abgestrahlt wird, sowie blaugrünem Licht, das von Sauerstoff (OIII) stammt. Die Farbtöne dieses Bildes wurden digital neu zugeordnet, um auf die Elemente zu verweisen, von denen sie stammen – aber auch, um sie für das menschliche Auge interessant zu gestalten.

Das atemberaubende Komposit wurde sorgfältig durch Montage Hunderter Bilder erstellt, deren Aufnahme fast 200 Stunden dauerte. Die hier abgebildete Barnardschleife ist am unteren Bildrand ausgebreitet und bettet scheinbar interstellare Gebilde ein, unter anderem den verschlungenen Orionnebel rechts neben der Mitte. Auch der Flammennebel ist schnell zu finden, doch um die winzige Einkerbung des dunklen Pferdekopfnebels zu erkennen, muss man genau hinsehen.

Was Orions Pracht anbelangt, ist eine der plausibelsten Erklärungen zum Ursprung der Barnardschleife eine Supernovaexplosion, die sich vor ungefähr zwei Millionen Jahren ereignete.

Den Himmel teilen: offene API der NASA für APOD
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Himmelsbeobachter am Strand

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Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Kona, ein junger Boxer, liebt es in den Wellen zu planschen, am liebsten am Strand von Solana Beach in der Nähe von San Diego auf dem Planeten Erde. Doch hier blieb er bei einer Abendtollerei am 7. Oktober kurz stehen. Zusammen mit zwei Freunden schaut er auf diesem Schnappschuss zum Himmel, geblendet vom Flug einer Falcon 9-Rakete. Die Aussicht am Meer zeigt die sonnenbeleuchteten Abgasschwaden der Schubdüsen der Raketenunterstufe, als sie zum Luftwaffenstützpunkt Vandenberg zurückkehrte, ihrem mehr als 320 Kilometer nördlich gelegenen Startplatz.

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Der Falcon 9-Nebel

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Bildcredit und Bildrechte: Brian Haidet

Beschreibung: Dies ist nicht das neueste Bild des Weltraumteleskops Hubble eines fernen planetarischen Nebels. Die beleuchtete Wolke aus Gas und Staub beeindruckte am 7. Oktober sogar zufällige Himmelsbeobachter an der Westküste der USA.

Das Bild wurde knapp fünf Kilometer nördlich vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg fotografiert, es zeigt die Schwaden und Abgase der ersten und zweiten Stufe einer SpaceX-Falcon 9-Rakete, die am südlichen Abendhimmel über Kalifornien aufsteigt. Der rötliche Rauch, der in der abklingenden Dämmerung rechts im Vordergrund treibt, stammt vom Raketenaufstieg. Die sich ausdehnenden faserartigen blau-orangen Schwaden stammen von der Trennung der ersten und zweiten Stufe und dem Rückkehrbrennen der ersten Stufe, die in sehr großer Höhe noch vom Sonnenlicht beleuchtet wird.

Der helle Punkt unten in der Mitte ist die zweite Stufe, die fast genau von der Kamera fortfliegt und auf Umlaufgeschwindigkeit beschleunigt. Die Pulse der Schubdüsen bilden die verkehrte V-Form oben, während sie die wiederverwendbare Unterstufe der Falcon 9 zum Landeplatz zurückbringen.

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Start und Landung an der Westküste

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Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Der Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete blendete am 7. Oktober nach Sonnenuntergang die Beobachter an der Westküste der USA. Die Falcon 9 stieg von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien (Planet Erde) auf, ihre Unterstufe kehrte weniger als 8 Minuten nach dem Start zu einer Landezone zurück, die etwa 400 Meter von der Startrampe entfernt war.

Start und Landung (links) der ersten Stufe wurden auf diesem Bild festgehalten. Es ist eine Montage aus zwei Aufnahmen, die mit einer vom Schall aktivierten stationären Kamera auf einem nahen Hügel fotografiert wurden. Die Falcon 9-Rakete lieferte ihre Nutzlast, einen erdumkreisenden Satelliten in den niedrigen Erdorbit. Der Satellit wurde von Argentiniens nationaler Weltraumagentur entwickelt.

Natürlich war die Unterstufe der Falcon 9 schon einmal geflogen. Nach einem Start am 25. Juli von Vandenberg wurde sie nach der Landung auf dem autonomen Dronenschiff Just Read the Instructions geborgen.

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Sonnentanz


Videocredit: NASA, SDO; Bearbeitung: Alan Watson via Helioviewer

Beschreibung: Manchmal scheint die Oberfläche unserer Sonne zu tanzen. Mitte 2012 zum Beispiel filmte die Raumsonde Solar Dynamic Observatory der NASA im Sonnenorbit eine eindrucksvolle Protuberanz, die scheinbar wie eine akrobatische Tänzerin eine Hechtrolle machte.

Dieses Zeitraffervideo fasst drei Stunden zusammen und dokumentierte die dramatische Explosion in Ultraviolettlicht. Eine Magnetfeldschleife lenkte den Fluss des heißen Plasmas auf der Sonne. Die Größe der tanzenden Protuberanz ist gewaltig – die ganze Erde würde leicht unter den fließenden Bogen aus heißem Gas passen.

Eine ruhige Protuberanz bleibt normalerweise ungefähr einen Monat bestehen und kann dann bei einem koronalen Massenauswurf (KMA) heißes Gas ins Sonnensystem hinausschleudern. Der Energiemechanismus, der eine Sonnenprotuberanz bildet, wird weiterhin aktiv erforscht. Anders als 2012 ist dieses Jahr die Sonnenoberfläche deutlich ruhiger und weist weniger tanzende Protuberanzen auf, da sie sich nahe dem Minimum ihres 11-jährigen magnetischen Zyklus befindet.

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