Urzeitliches im Meer und am Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Beschreibung: Sie sehen zwar wie runde Steine aus, sind aber lebendig. Zudem sind sie moderne Versionen einer der ältesten Lebensformen, die wir kennen: Stromatolithen. Aus Fossilienfunden vermuten wir, dass Stromatoliten vor etwa 3,7 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden – noch bevor viele der vertrauten Sterne am heutigen Nachthimmel auftauchten.

Auf diesem Bild, das in Westaustralien fotografiert wurde, ist nur der urzeitliche zentrale Bogen unserer Milchstraße älter. Sogar die Magellanschen Wolken – Begleitgalaxien unserer Milchstraße, die auf diesem Bild unter dem Bogen der Milchstraße zu sehen sind – gab es nicht in ihrer heutigen Form, als die Stromatoliten erstmals auf der Erde wuchsen.

Stromatoliten nehmen Biofilme von Milliarden Mikroorganismen auf, die langsam zum Licht wandern können. Urzeitliche Stromatoliten setzten mithilfe dieses Lichtes Sauerstoff in der Luft frei und halfen, die Erde für andere Lebensformen bewohnbar zu machen, darunter schließlich auch Menschen.

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Aktive Protuberanz auf der Sonne

Videocredit: Chuck Ayoub (Chuck’s Astrophotography)

Beschreibung: Manchmal wird die Sonnenoberfläche zu einem Wirbelwind an Aktivität. Hier ist ein Zeitraffervideo der Sonnenoberfläche zu sehen, das vor- und zurückläuft. Es wurde Anfang Mai in einem Zeitraum von zwei Stunden aufgenommen. Die Sonnenoberfläche wurde abgedeckt, sodass die Details über dem Rand genauer abgebildet werden konnten. Man sieht heißes Plasma in einem ständigen Kampf mit veränderlichen Magnetfeldern und konstanter Gravitation über dem Sonnenrand wirbeln.

Diese Protuberanz erhebt sich etwa einen Erddurchmesser über die Sonnenoberfläche. Energiereiche Ereignisse wie dieses werden seltener, da sich die Sonne in ihrem 11-Jahres-Zyklus einem Aktivitätsminimum nähert.

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Mars, eingehüllt

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Bildcredit: J. Bell (ASU), M. Wolff (Space Science Inst.), Hubble Heritage Team (STScI / AURA), NASA

Beschreibung: Was ist mit dem Mars passiert? 2001 erlebte der Mars einen gewaltigen planetenweiten Staubsturm – einen der größten, die je von der Erde aus beobachtet wurden. Um das Ausmaß zu veranschaulichen, zeigen diese beiden Sturmbilder des Weltraumteleskops Hubble von Ende Juni und Anfang September (2001) stark unterschiedliche Ansichten der Marsoberfläche.

Links in der Nähe der Hellas-Tiefebene (rechter unterer Marsrand) und bei der nördlichen Polkappe ist der Beginn kleinerer „Startwinde“ zu sehen. Rechts ist eine ähnliche Oberflächenansicht abgebildet, die mehr als zwei Monate später aufgenommen wurde. Diese zeigt das voll entwickelte Ausmaß des verdunkelnden globalen Sturms. Dieser Sturm ließ schließlich nach, doch in den letzten Tagen erfasste ein neuer großer Staubsturm den Roten Planeten.

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Staubig mit Aussicht auf Staub

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Curiosity Mars Rover

Beschreibung: Es ist Sturmzeit auf dem Mars. Staubig mit Aussicht auf Staub, lautet der Wetterbericht für den Krater Gale, da derzeit ein planetenweiter Staubsturm wütet. Am 10. Juni fotografierte die Mastcam des Rovers Curiosity mit Blick zum ostnordöstlichen Kraterrand dieses Bild seiner Umgebung.

Inzwischen stellte der mehr als 2000 Kilometer entfernte Rover Opportunity seine Wissenschaftsaktivitäten ein, da der Sturm an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour dichter wurde, er beendete seine Kommunikation und wartet das Ende des Sturms ab. Curiosity wird von einem thermoelektrischen Radioisotopengenerator angetrieben, doch der kleinere Rover Opportunity verwendet Solarpaneele, um seine Batterien zu laden. Für Opportunity führt der immer ernster werdende Mangel an Sonnenlicht dazu, dass seine Battereien leer werden.

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Kleiner Planet Sojus

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Bodrov

Beschreibung: Mit lodernden Triebwerken verabschiedet sich eine große Rakete von diesem kleinen Planeten. Natürlich ist der kleine Planet der Planet Erde, und die große Rakete ist eine Sojus-FG. Sie startete am 6. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und beförderte das Raumschiff Sojus MS-09 in die Umlaufbahn. An Bord waren die Besatzungsmitglieder der Expedition 56/57 der Internationalen Raumstation: Sergei Prokopjew von Roskosmos, Serena Aunon-Chancellor von der NASA und Alexander Gerst von der ESA.

Ihr Raumschiff dockte nur zwei Tage später erfolgreich an den Außenposten der Menschheit in der Erdumlaufbahn an. Die Kleiner-Planet-Projektion ist das digital gekrümmte und zusammengesetzte Mosaik aus Bildern, die 360 mal 180 Grad abdecken, und die 2018 bei der Star Trek car expedition fotografiert wurden.

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Sechs Planeten von Yosemite

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Seit der Antike beobachtet man, wie die fünf freisichtigen Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn am Nachthimmel des Planeten Erde wandern. Daher ist es vielleicht bemerkenswert sein, dass in dieser Nacht, wenn man an einem klaren, ruhigen See stand, sechs Planeten mit bloßem Auge zu sehen waren. Sehen Sie mal.

Links neben einer blassen Milchstraße steht der sehr helle, für Himmelsbeobachter leicht sichtbare gelbliche Mars. Saturn ist in das Leuchten des diffusen Sternenlichtes der Milchstraße eingehüllt. Jupiter steht rechts sehr nahe am Horizont, er leuchtet hinter den Bäumen vor dem Schein der fernen Stadtlichter. Letztes Wochenende konnte der aufmerksame, nachdenkliche Beobachter, der diese Nachtansicht über dem schönen, hoch gelegenen See Tenaya im Yosemite-Nationalpark bewunderte, noch drei weitere Planeten sehen.

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Roter Wolkenbogen über Delaware

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Bildcredit und Bildrechte: Michael C. Neff (Neffworks Artography)

Beschreibung: Was für ein Regenbogen ist das? In diesem Fall gab es keinen Regen – was hier abgebildet ist, ist eigentlich ein roter Wolkenbogen. Der ungewöhnliche Himmelsbogen wurde letzten Monat bei Sonnenuntergang in Rehoboth Beach (Delaware, USA) gesichtet. Als der Fotograf erkannte, dass das, was er sah, außergewöhnlich war, fotografierte er es mit der einzigen gerade verfügbaren Kamera – einem Smartphone.

Wolken bestehen aus Wassertröpfchen, und in einem Wolkenbogen reflektiert eine Wolkentröpfchengruppe das Licht der hellen Sonne (oder des Mondes) auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels. Ähnliche Phänomene sind Nebelbögen und Flugzeugglorien.

Die rote Farbe hier entstand, weil Luft in der Atmosphäre vorwiegend blaues Licht streut – weshalb zugleich ein Großteil des Himmels blau erscheint. Eine genaue Betrachtung zeigt einen überzähligen Bogen innerhalb des äußersten Bogens, der durch Quanten beugung entsteht.

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Sterngrößenvergleich 2


Videocredit: morn1415 (YouTube); Bildcredits: NASA (typically); Musik: Alpha (Vangelis)

Beschreibung: Wie groß ist unsere Sonne im Vergleich mit anderen Sternen? Eindrucksvolle beliebte Videos auf YouTube zeigen die relativen Größen von Planeten, Sternen und sogar dem Universum – vom Kleinsten bis zum Größten.

Das Video beginnt mit dem Erdmond und wandert weiter zu immer größeren Monden und Planeten in unserem Sonnensystem. Bald folgt die Sonne und mit vielen der helleren Sterne in der Nachbarschaft unserer Milchstraße verglichen. Schließlich werden Sterngrößen im Vergleich mit der Milchstraße gezeigt, dann Galaxien im beobachtbaren Universum und – eine Spekulation – Regionen mit möglicherweise noch größeren Multiversen. Beachten Sie, dass die wahren Größen der meisten Sterne jenseits von Sonne und Beteigeuze nicht durch direkte Beobachtung bekannt sind, sondern vielmehr aus Messungen der scheinbaren Helligkeit sowie ihrer Temperatur und Entfernung ermittelt werden.

Das Video ist zwar ein packendes und weitgehend korrektes Lerninstrument, doch wir ermutigen APOD-Leser, die Lernerfahrung zu vervollständigen – sodass künftige Versionen vielleicht exakter werden – indem sie kleine Ungenauigkeiten im Video aufzeigen.

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Endlich GLAST

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Bildcredit:  NASA, DOE, Arbeitsgemeinschaft Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi

Beschreibung: Diese Delta-II-Rakete, die vor langer Zeit von einem sehr nahen Planeten durch eine wogende Rauchwolke aufstieg, verließ am 11. Juni 2008 um 12:05 Uhr EDT die Startrampe 17-B der Luftwaffenstation Cape Canaveral. Gemütlich in der Ladebucht lag GLAST, das Gammastrahlen-Großflächen-Weltraumteleskop.

GLASTs Detektortechnologie wurde für den Einsatz in terrestrischen Teilchenbeschleunigern entwickelt. Daher kann GLAST im Orbit Gammastrahlen von extremen Umgebungen über der Erde und im fernen Universum aufspüren, darunter in sehr massereichen Schwarzen Löchern in den Zentren ferner aktiver Galaxien und die Quellen mächtiger Gammastrahlenausbrüche. Diese eindrucksvollen kosmischen Beschleuniger erreichen Energien, die in erdgebundenen Laboren nicht möglich sind.

Seine Bezeichnung lautet nun Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi. Am 10. Jahrestag seines Starts mögen die Fermi-Wissenschaftsendspiele beginnen.

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Der Katzenaugennebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, HEIC und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Manche sehen hier ein Katzenauge. Doch der reizende Katzenaugennebel liegt dreitausend Lichtjahre von der Erde entfernt im interstellaren Raum. Er ist ein klassischer planetarischer Nebel. Das Katzenauge (NGC 6543) stellt eine kurze, aber prächtige Schlussphase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns dar.

Der sterbende Zentralstern dieses Nebels könnte das einfache äußere Muster konzentrischer Staubhüllen erzeugt haben, indem er seine äußeren Hüllen in einer Serie regelmäßiger Erschütterungen abstieß. Doch die Entstehung der schönen, komplexeren inneren Strukturen ist nicht gut erklärbar.

Das wahrhaft kosmische Auge, das auf diesem digital geschärften Bild des Weltraumteleskops Hubble so klar erkennbar ist, ist größer als ein halbes Lichtjahr. Astronomen, die in dieses Katzenauge blicken, könnten natürlich das Schicksal unserer Sonne darin erkennen, deren Schicksal es ist, in ihre Entwicklungsphase eines planetarischen Nebels einzutreten … in etwa 5 Milliarden Jahren.

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Landschaft mit Mars und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Jose Luis Hernandez Verdejo

Beschreibung: Der Mars leuchtet nun hell am Himmel des Planeten Erde. Er hat einen gelblichen Farbton und geht über den fernen Hügeln dieser ruhigen Nachthimmelslandschaft auf. Dieses Landschaftspanorama wurde letzten Monat im Parque Nacional de Cabaneros (Spanien) fotografiert.

Auch die Milchstraße erhebt sich hinter den fernen Hügeln in den sternklaren Himmel. Ihre blassen, rosaroten Nebel, kosmischen Gräben und Staubflüsse sind mit dem blassen, diffusen Leuchten des Sternenlichtes vermischt. Der helle Stern Antares imitiert den gelblichen Farbton des Mars, er leuchtet rechts neben den Sternwolken der zentralen Milchstraße. CubeSats von der Erde sind auf dem Weg zum Roten Planeten.

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