Die Galaxie in einer Kristallkugel

Hinter einer Kristallkugel ist ein verschwommener Sternenhimmel. In der Glaskugel schimmert ein gekrümmtes Bild unserer Milchstraße.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Dieser kreative Schnappschuss zeigt eine kleine Kristallkugel. Sie enthält scheinbar eine ganze Galaxie, nämlich unsere Milchstraße. Grate und Risse aus interstellarem Staub ziehen durch ihre leuchtende zentrale Wölbung. Sie ist Tausende Lichtjahre groß. In der langen Nacht auf der Südhalbkugel wölbt sie sich am dunklen chilenischen Himmel über dem Observatorium auf dem Paranal.

Für das Einzelbild brauchte der Fotograf kein Very Large Telescope. Das Porträt zeigt unsere Heimatgalaxie in einer Kristallkugel. Es entstand bei Versuchen mit einer Digitalkamera auf Stativ. Die Kristallkugel schmückt einen Handlauf im ESO-Hotel.

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Nordlichter und leuchtende Nachtwolken

Über einem ruhigen Gewässer schimmern leuchtende Nachtwolken und ein grün-violettes Polarlicht in der Dämmerung.
Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Im ruhigen See spiegelt sich der Himmel nach dem Sonnenuntergang vom 17. Juni. Es war nahe der Sonnenwende. Die beschauliche Szene in der Dämmerung wurde in der Nähe von Bashaw in Alberta in Kanada im Norden des Planeten Erde fotografiert.

Leuchtende Nachtwolken sieht man meist in den Sommermonaten in hohen Breiten. Sie hängen tief über dem Horizont und übertragen Licht an einen dunkleren Himmel. Die eisigen Erscheinungen schweben am Rande des Weltalls. Sie entstehen, wenn Wasser auf Meteorstaub oder Vulkanasche extrem hoch oben kondensiert, wo noch Sonnenlicht scheint. Die Sonnenaktivität löste in dieser kurzen nördlichen Nacht ein hübsches Nordlicht aus (Aurora borealis). Es schimmerte ebenfalls am Rand des Weltalls.

Heute ist Sonnenwende

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Die Säulen des Adlernebels in Infrarot

Die berühmten Säulen der Schöpfung wirken hier transparent. Nur ein Teil der Staubwolken ist dunkel. Sie sind von einem blauen Schimmer umgeben. Davor und dahinter sind Sterne dicht gedrängt.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung: Lluís Romero

Im Adlernebel entstehen neue Sterne. Sie kollabieren unter der Last der Gravitation in den Säulen aus dichtem Gas und Staub. Die intensive Strahlung dieser hellen Sterne, die neu entstanden sind, verdampfen die Materie in ihrer Umgebung.

Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble in nahem Infrarotlicht. Damit können wir einen Blick durch einen Großteil des dichten Staubs werfen, der die Säulen im sichtbaren Licht undurchsichtig macht. Die gewaltigen Strukturen sind Lichtjahre lang. Man nennt sie informell Säulen der Schöpfung oder Säulen der Sternbildung.

Der Adlernebel und der offene Sternhaufen M16 gehören zusammen. Sie sind ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Man findet sie leicht mit kleinen Teleskopen. M16 liegt im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange), einem nebelreichen Teil des Himmels.

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Urzeitliches im Meer und am Himmel

Die Milchstraße wölbt sich über runden Gebilden, die im seichten Wasser liegen. Diese sehen aus wie Steine, doch es sind so ziemlich die ältesten Lebewesen der Erde. In der Urzeit reicherten sie die Atmosphäre mit Sauerstoff an.
Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Stromatolithen sehen zwar wie runde Steine aus, doch sie leben. Sie sind sogar moderne Versionen einer der ältesten Lebensformen, die wir kennen. Aus fossilen Funden vermuten wir, dass Stromatolithen vor etwa 3,7 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden sind. Das war, bevor viele der vertrauten Sterne am heutigen Nachthimmel auftauchten.

Dieses Bild entstand in Westaustralien. Nur der urzeitliche Bogen der zentralen Milchstraße ist älter als die Stromatolithen, die vorne wachsen. Sogar die Magellanschen Wolken unter dem Bogen der Milchstraße gab es nicht in ihrer heutigen Form. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

Stromatolithen nehmen Biofilme von Milliarden Mikroorganismen auf. Diese wandern langsam zum Licht. Mit diesem Licht setzten Stromatolithen in der Urzeit Sauerstoff in der Luft frei. So machten sie die Erde für andere Lebensformen bewohnbar, zum Beispiel am Ende auch für Menschen.

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Aktive Protuberanz auf der Sonne

Videocredit: Chuck Ayoub (Chuck’s Astrophotography)

Manchmal gibt es auf der Oberfläche der Sonne einen Wirbel an Aktivität. Dieses Zeitraffervideo der Sonnenoberfläche läuft vor und zurück. Es entstand Anfang Mai in einem Zeitraum von zwei Stunden. Die Oberfläche der Sonne ist abgedeckt. So wurden die Details, die über den Rand ragen, genauer abgebildet. Heißes Plasma wirbelt in einem ständigen Kampf mit variablen Magnetfeldern und konstanter Gravitation über dem Sonnenrand.

Diese Protuberanz ragt etwa einen Erddurchmesser über der Sonne auf. Ereignisse mit so viel Energie werden gerade wieder seltener, weil sich die Sonne in ihrem Zyklus, der 11 Jahre dauert, einem Minimum an Aktivität nähert.

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Der verhüllte Mars

Zwei Bilder des Planeten Mars. Auf dem linken Bild erkennt man dunkle und rote Gebiete sowie die Polkappen. Das rechte Bild ist fast gleichmäßig rotbraun gefärbt.
Bildcredit: J. Bell (ASU), M. Wolff (Space Science Inst.), Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA), NASA

Was ist mit dem Mars passiert? 2001 war der Mars in einen gewaltigen planetenweiten Staubsturm gehüllt. Er war einer der größten, die man je von der Erde aus beobachtet hat. Diese beiden Sturmbilder des Weltraumteleskops Hubble veranschaulichen sein Ausmaß. Die beiden Ansichten der Marsoberfläche entstanden Ende Juni und Anfang September 2001. Sie unterscheiden sich stark voneinander.

Am rechten unteren Marsrand liegt die Hellas-Tiefebene. Dort und bei der nördlichen Polkappe ist im linken Bild der Beginn kleinerer „Startwinde“ erkennbar. Das rechte Bild zeigt einen ähnlichen Ausschnitt der Oberfläche. Es wurde mehr als zwei Monate später aufgenommen und zeigt das ganze Ausmaß des globalen Sturms, der den Mars verdunkelt. Der Sturm ließ schließlich nach. Doch in den letzten Tagen erfasste ein neuer großer Staubsturm den Roten Planeten.

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Staubig mit Aussicht auf Staub

Die rötlich-braune Landschaft im Bild ist verschwommen und wirkt nebelig, weil die Atmosphäre voller Staub ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Auf dem Mars ist es stürmisch. „Staubig mit Aussicht auf Staub“ lautet der Wetterbericht für den Krater Gale. Der Staubsturm wütet derzeit auf dem ganzen Planeten. Am 10. Juni fotografierte die Mastcam des Rovers Curiosity dieses Bild seiner Umgebung. Der Blick reichte zum ostnordöstlichen Rand des Kraters Gale, der etwa 30 km entfernt ist.

Der Rover Opportunity ist mehr als 2000 Kilometer entfernt und stellte inzwischen seine wissenschaftlichen Aktivitäten ein. Der Sturm wurde dort dichter. Der Standort des Rovers liegt am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Er beendete seine Kommunikation und wartet das Ende des Sturms ab.

Curiosity bezieht seine Energie aus einem thermoelektrischen Generator, der mit Radioisotopen arbeitet. Doch der kleinere Rover Opportunity ladet seine Batterien mit Solarpaneelen auf. Der Mangel an Sonnenlicht wird immer ernster. Er führt dazu, dass seine Batterien leer werden.

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Kleiner Planet Sojus

Aus einem Panorama entstand diese Projektion eines Kleinen Planeten. Oben steigt eine Rakete mit feuernden Triebwerken auf.
Bildcredit und Bildrechte: Andrew Bodrov

Mit lodernden Triebwerken stieg eine große Rakete von diesem kleinen Planeten auf. Er ist natürlich die Erde. Die große Rakete ist eine Sojus-FG. Sie startete am 6. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und brachte das Raumschiff Sojus MS-09 in die Umlaufbahn. An Bord war die Besatzung der Expedition 56/57 der Internationalen Raumstation ISS. Sie bestand aus Sergei Prokopjew von Roskosmos, Serena Aunon-Chancellor von der NASA und Alexander Gerst von der ESA.

Das Raumschiff dockte zwei Tage später erfolgreich am Außenposten der Menschheit in der Erdumlaufbahn an. Die Kleiner-Planet-Projektion ist ein digital gekrümmtes und kombiniertes Mosaik. Es entstand aus Bildern, die 2018 bei der Star Trek car expedition fotografiert wurden. Das Panorama deckt 360 mal 180 Grad ab.

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