
Ein Lüftchen auf dem Mars kann eine Raumsonde nicht umwerfen. Doch der Mars hat ein sehr schwaches Schwerefeld. Daher können planetenweite Stürme auf dem Mars feine Staubteilchen hochblasen. Das geschah auch bei dem Staubsturm, der gerade auf dem Roten Planeten tobt.
Dieses Selbstporträt des Rovers Curiosity entstand am Sol 2082 (15. Juni) auf der Oberfläche des Mars. Es zeigt die Auswirkung des Staubsturms, der das Sonnenlicht und die Sichtbarkeit am Standort des Rovers im Krater Gale reduziert. Der Mars Hand Lens Imager fotografierte die Einzelbilder für das Mosaik. Sein mechanischer Arm wurde digital entfernt. Auf dem Felsen links vor dem Rover ist Curiositys aktuelle Bohrstelle Duluth. Der ostnordöstliche Kraterrand von Gale ist etwa 30 Kilometer entfernt. Er verschwimmt im Hintergrund.
Curiosity wird mit einer Radionuklidbatterie betrieben. Daher schadet ihn die größer werdende Menge an Staub im Krater Gale wahrscheinlich nicht. Doch der Rover Opportunity, der auf der anderen Seite des Mars steht, bezieht seine Energie von der Sonne. Er stellte seine Aktivität ein, denn an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour ist ein noch größerer Mangel an Sonnenlicht zu erwarten.