NGC 3324, der Gabriela-Mistral-Nebel in Carina

Die helle Emissionsregion in der Mitte leuchtet blau, sie ist von einem Staubwall umgeben. Mit diesem Rand bekommt sie das Aussehen der chilenischen Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Diese helle kosmische Wolke wurde von Sternwinden und der Strahlung junger heißer Sterne in Form gebracht. Die Sterne befinden sich im offenen Haufen NGC 3324. Vor einer taschenförmigen Region mit Sternbildung aus leuchtendem atomarem Gas zeichnen sich Staubwolken als Schemen ab. Die Region ist ungefähr 35 Lichtjahre breit und 7500 Lichtjahre entfernt. Sie liegt im nebelreichen südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina).

Aufnahmen mit Teleskop wurden zu diesem Bild kombiniert. Sie wurden mit Schmalbandfiltern fotografiert. Diese Filter waren für die typischen Wellenlängen ionisierter Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff durchlässig. Dann wurden die Einzelbilder in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Diese Farben entsprechen der beliebten Farbpalette von Hubble.

In der himmlischen Landschaft leuchten helle Nebelwolken. Sie sind rechts von kühlem, undurchsichtigem Staub begrenzt. Manche erkennen hier das Gesicht einer bekannten Person im Profil, daher heißt die Region Gabriela-Mistral-Nebel. Sie ist eine chilenische Dichterin und Nobelpreisträgerin.

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NGC 289: Strudel am südlichen Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, ChileScope

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 289 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und größer als unsere Milchstraße. Sie ist fast genau von oben zu sehen. Der helle Kern und die bunte zentrale Scheibe gehen in auffallend schwache, bläuliche Spiralarme über. Die ausgedehnten Arme reichen mehr als 100.000 Lichtjahre über das Galaxienzentrum hinaus.

Rechts unten auf diesem scharfen Teleskopporträt der Galaxie begegnet der Hauptspiralarm anscheinend einer kleinen, verschwommenen elliptischen Begleitgalaxie, die mit der gewaltigen NGC 289 wechselwirkt. Die gezackten Sterne liegen natürlich im Vordergrund der Szene, und zwar innerhalb der Milchstraße im südlichen Sternbild Bildhauer.

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Opportunity zeigt den Krater Intrepid auf dem Mars

Das Bild ist ein horizontal komprimiertes Panorama. In der Mitte ist ein großer Krater, der von Steinen umgeben ist. Hinten ragen Berge auf.

Bildcredit: NASA, JPL, Cornell, Opportunity-Roverteam

Der Roboterrover Opportunity fährt manchmal an kleinen Kratern auf dem Mars vorbei. 2010 entstand dieses Bild des Kraters Intrepid. Das 20 Meter große Einschlagsbecken ist etwas größer als der Krater Nereus, an dem Opportunity früher vorbeigekommen war.

Dieses Bild zeigt annähernd die echten Farben, ist aber waagrecht verkürzt, um das Weitwinkelpanorama unterzubringen. Der Krater Intrepid wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt, das die Apollo-12-Astronauten vor 49 Jahren zum Erdmond brachten. Hinter dem Krater Intrepid und vorbei an langen Flecken rostiger Marswüste liegen Gipfel vom Rand des großen Kraters Endeavour, der am Horizont sichtbar ist. Der Rover Opportunity erforscht weiterhin den Mars und erreichte kürzlich 5000 Marstage auf dem Roten Planeten.

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Die Milchstraße über den Felsen der sieben starken Männer

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Bildcredit und Bildrechte: Sergei Makurin

Beschreibung: Vielleicht haben Sie von den Sieben Schwestern am Himmel gehört, aber kennen Sie die Sieben starken Männer auf der Erde? Die ungewöhnlichen Manpupunjor-Felsen liegen westlich des Uralgebirges und sind eines der sieben Wunder Russlands. Wie diese urzeitlichen 40 Meter hohen Säulen entstanden sind, ist nicht bekannt.

Der hartnäckige Fotograf dieses Bildes kämpfte mit unwegsamem Gelände und wenig einladendem Wetter, um diese schroffen Steintürme im Winter bei Nacht zu fotografieren. Im Februar 2014 war er endlich erfolgreich. Der Fotograf nützte die Zeitverzögerungsfunktion seiner Kamera und hielt im Vordergrund nahe einer der schneebedeckten Säulen einen Blitz. Hoch oben leuchten Millionen Sterne herab, das Band unserer Milchstraße kreuzt diagonal von links oben nach unten.

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Monde, Ringe, Schatten, Wolken: Saturn (Cassini)

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Halten Sie bei einer Reise um Saturn Ausschau nach bildgewaltigen Aneinanderreihungen von Monden, Ringen und Schatten. Eine ziemlich malerische Anordnung trat 2005 auf und wurde von der damals um Saturn kreisenden Raumsonde Cassini fotografiert.

Auf diesem Bild sieht man die Monde Tethys und Mimas auf beiden Seiten der dünnen Saturnringe, die fast genau von der Kante sichtbar sind. Die eindrucksvoll komplexen dunklen Schatten der breiten Ringe sind über die Saturnoberseite aufgefächert. Das Violettlichtbild zeigt die Struktur des Hintergrundes: Saturns Wolken. Cassini umrundete Saturn von 2004 bis September letzten Jahres, als die Roboterraumsonde auf Tauchgang in Saturn gelenkt wurde, um zu verhindern, dass Monde kontaminiert werden.

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Ich hab dir den Mond gebracht

Unter einer Silhouette eines dunklen Baumes leuchtet eine Mondsichel mit Erdschein. Der Mond wird scheinbar von einer Person hochgehalten.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Ich mag dich sosehr, dass ich dir den Mond gebracht habe.
Bitte nimm ihn, bevor sich dieser Baum mehr dafür interessiert.
Der Mond ist außerdem schwerer, als ich dachte.
Und ich hab ihn versehentlich an der heißen Seite gehoben.
Doch er ist für dich und alle, die dieses APOD lesen.
Versprich mir, dieses Bild – unser Bild – an einem sicheren Ort aufzubewahren.
Denk daran, dass es eine geplante Einzelaufnahme aus dem spanischen Valladolid ist.
Bitte nimm es und behalte es als Zeichen von Zuneigung und – naja – als Aprilscherz.

I love you so much that I brought you the Moon.
Please take it before this tree becomes more interested.
Also the Moon is heavier than I thought.
And I foolishly picked it up by the hot side by mistake.
But it is for you and, well, the others reading this APOD.
Promise to keep this image – our image – in a safe place, and know that it was taken in a single, well-planned exposure in Valladolid, Spain.
Please take it and keep it always as a token of our love and, well, April Fool’s Day.

Rückschau: 1. April auf APOD

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