Rigel und der Hexenkopfnebel

Diagonal verläuft eine lange, graublaue Nebelwolke durchs Bild. Sie erinnert an eine Fratze, die auf den hellen Stern Rigel links unten starrt. Dahinter schimmern zarte rote Nebel zwischen den dicht verteilten Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Sternenlicht leuchtet auf das schiefe Profil einer schaurigen Fratze im Dunkeln. Sie erinnert an ihren gängigen Namen: Hexenkopfnebel. Auf dem bezaubernden Teleskop-Porträt scheint es, als starrte die Hexe auf den hellen Überriesenstern Rigel im Sternbild Orion.

Der Hexenkopfnebel ist formal als IC 2118 bekannt. Er ist ungefähr 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnchen, die Rigels Sternenlicht reflektieren. Der Hexenkopfnebel und der Staub um Rigel sind blau getönt. Der Farbton entsteht nicht nur durch Rigels intensiv blaues Sternenlicht, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Sternenlicht stärker streuen als rotes. Der gleiche physikalische Prozess färbt den Himmel auf der Erde tagsüber blau. In diesem Fall sind die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Moleküle aus Stickstoff und Sauerstoff.

Rigel, der Hexenkopfnebel sowie das Gas und der Staub in ihrer Umgebung sind ungefähr 800 Lichtjahre von uns entfernt.

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Drei Galaxien und ein Komet

Eine Bergkette bildet den Horizont. Rechts neben einem steil abfallenden Hang wölbt sich der prächtige Schweif des Kometen McNaught. Von links steigt die südliche Milchstraße nach oben auf. Rechts schimmern die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Das diffuse Sternenlicht und die dunklen Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über den Horizont. Sie steigen auf dieser nächtlichen Landschaft diagonal nach rechts auf. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit. Vorne liegt das schroffe Gelände im argentinischen Teil von Patagonien.

Das Bild zeigt die Innenansicht unserer Galaxis und unseren Blick von außen auf zwei unregelmäßige Begleitgalaxien. Es sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Der breite Schweif und die helle Koma des Kometen McNaught stehen knapp über dem Horizont. Er war der prachtvolle Komet 2007.

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Start und Landung

Am heiteren, leicht bewölkten Himmel zieht eine startende Rakete eine Leuchtspur, eine zweite Spur leuchtet am Scheitel des großen Bogens und eine dritte unten am Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Für diese nächtliche Landschaft wurden drei Fotos kombiniert, die nacheinander an einem Strand der Weltraumküste auf dem Planeten Erde entstanden sind. Sie zeigen den Start einer Falcon-9-Rakete am 7. Jänner und die Landung der ersten Stufe.

Der helle Streifen ganz links zeigt die Anfangsphase des Raketenfluges. Der Start fand an der Cape Canaveral Air Force Station statt. Beim Scheitel des Bogens ist ein deutlicher Haken nach oben. Er markiert eine Rückschubzündung. Damit beginnt die Rückkehr der ersten Stufe, während die zweite Stufe abkoppelt und zur Umlaufbahn weiterfliegt.

Ein heller Streifen zeigt das Abbremsen und die Rückkehr der ersten Stufe zum Kap. Wegen der Perspektive liegt er über dem Scheitel des Startbogens. Der Streifen am Horizont in der Mitte ist ein Schub, der 17 Sekunden dauert. Er bremst die erste Stufe endgültig ab. Etwa 8 Minuten nach dem Start findet die erfolgreiche senkrechte Landung bei Landezone 1 statt. Während der langen Belichtungszeit ziehen die Sterne hinten kurze Strichspuren am Nachthimmel des rotierenden Planeten.

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Der blaue Komet PanSTARRS

Unter einem hellen, gezackten Stern links oben schimmert der Kopf des Kometen PanSTARRS C/2016 R2. Nach links fächert sich sein blau getönter Schweif auf. Die Sterne im Hintergrund sind klein und rötlich, nur oben in der Mitte stehen zwei helle, gezackte Sterne übereinander.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach, Jose J. Chambo

Der Komet PanSTARRS C/2016 R2 wurde am 7. September 2016 mit dem PanSTARRS-Teleskop entdeckt. Er ist derzeit etwa 24 Lichtminuten von der Sonne entfernt, das sind 3 Astronomische Einheiten. Gerade zieht er vor dem Hintergrund der Sterne im Stier über den Himmel des Planeten Erde. Der Besucher kommt aus der fernen Oortschen Wolke unseres Sonnensystems. Sein komplexer Ionenschweif ist markant blau getönt.

Der Komet ist zwar noch relativ weit von der Sonne entfernt. Trotzdem hat er schon einen sehr eindrucksvollen Ionenschweif. Der hübsche blaue Farbton stammt großteils von den Emissionen ionisierte Moleküle von Kohlenmonoxid (CO+), die ungewöhnlich reichlich vorhanden sind. Sie fluoreszieren im zunehmenden Sonnenlicht.

Die Daten für dieses Farbbild des blauen Kometen wurden am 7. Jänner nachts mit zwei verschiedenen Teleskopen aufgenommen und kombiniert. In der linken unteren Ecke ist ein Leuchten. Dafür sorgt der helle Stern Gamma Tauri. Er steht an der Spitze des V-förmigen Sternhaufens der Hyaden im Sternbild Stier.

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RCW 114: Drachenherz im Altar

Hinter vielen kleinen, spitzen Sternen breitet sich eine gewölbte rote Wolke aus, die in der Mitte eine Höhlung hat. Die Wolke hat stark ausgeprägte Ranken und Fasern.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Diese große kosmische Wolke ist als RCW 114 katalogisiert. Ihre Form wirkt dramatisch und gefasert. Sie liegt im südlichen Sternbild Altar. Am Himmel des Planeten Erde ist sie mehr als sieben Grad breit, das sind 14 Vollmonde nebeneinander. Trotzdem ist es schwierig, sie abzubilden. Dieses Mosaik entstand mit einem Teleskop. Dazu fotografierte man die vielsagenden rötlichen Emissionen der ionisierten Atome von Wasserstoff.

Man fand heraus, dass RCW 114 der Überrest einer Supernova ist. Das ist die finale Explosion eines massereichen Sterns. Dabei entstand eine Stoßwelle, die sich immer noch ausdehnt. Sie fegt die umgebende interstellare Materie auf. So kam es zu den langen, faserartigen Emissionen.

Nach guten Schätzungen ist die Wolke mehr als 600 Lichtjahre entfernt. Somit hat sie einem Durchmesser von etwa 100 Lichtjahren. Das Licht der Supernovaexplosion, bei der RCW 114 entstand, erreichte die Erde also vor rund 20.000 Jahren. Kürzlich erkannte man einen Pulsar – das ist ein rotierender Neutronenstern – als Überrest des kollabierten Sternkerns.

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NGC 2623: Hubble zeigt, wie Galaxien verschmelzen

Zwei Galaxien bilden ein verworrenes Knäul, aus dem links und rechts gebogene Gezeitenschweife ausgeschleudert werden. Das ganze Gewirr ist von blauen Sternen geprägt, die erst kürzlich entstanden sind.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Wo entstehen Sterne, wenn Galaxien kollidieren? Um das klären, nahm das Weltraumteleskop Hubble die nahe Verschmelzung der Galaxien in NGC 2623 auf. Neben Hubblebildern von NGC 2623 werden auch Bilder im Infrarotlicht des Weltraumteleskops Spitzer untersucht. Aufnahmen im Röntgenlicht stammen von XMM-Newton und Bilder im Ultraviolettlicht von GALEX. Dabei zeigt sich, dass die beiden ursprünglichen Spiralgalaxien nun stark gefaltet wirken. Ihre Kerne vereinten sich zu einem aktiven galaktischen Kern.

Der Kern liegt mitten im Bild. In seiner Nähe und an den gedehnten Gezeitenschweifen, die an beiden Seiten herauslaufen, geht die Sternbildung weiter. Auch in einer Region links über dem Kern gibt es Haufen heller blauer Sterne. Das war etwas überraschend. Wenn Galaxien kollidieren, dauert das oft Hunderte Jahrmillionen. Das wird durch Gravitation ausgelöst und gesteuert. Die Galaxien erfahren dabei mehrere zerstörerische Annäherungen.

NGC 2623 ist auch als Arp 243 bekannt. Sie ist 50.000 Lichtjahre breit und liegt zirka 250 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Krebs. Oft ist es schwierig oder sogar unmöglich, die ursprünglichen Galaxien und den Ablauf ihrer Verschmelzung zu rekonstruieren. Doch es ist wichtig, um besser zu verstehen, wie sich unser Universum entwickelt hat.

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NGC 7027: Hubble zeigt den hellen planetarischen Nebel

Der rosarote Nebel mitten im Bild ist von einer stark strukturierten Hülle umgeben, die an ein Kissen erinnert. Weiter außen sind konzentrische Schalen.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

NGC 7027 ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel – wie soll er heißen? Der Nebel wurde 1878 entdeckt. Man sieht ihn mit einem einfachen kleinen Teleskop im Sternbild Schwan (Cygnus). Weil er damit nur als verschwommener Fleck erscheint, bekommt er nur selten einen Spitznamen. Doch wenn man ihn mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit fotografiert, erkennt man prächtige Details.

Analysen der Hubble-Bilder von NGC 7027 führten zu der Erkenntnis, dass er ein planetarischer Nebel ist. Er begann vor etwa 600 Jahren zu expandieren. Außerdem ist die Wolke aus Gas und Staub ungewöhnlich massereich. Sie enthält anscheinend etwa drei Sonnenmassen. Die aufgelösten, geschichteten Strukturen von NGC 7027 sind von Staub gesäumt. Hier ist der Nebel in speziellen Farben abgebildet.

Manche erinnert er vielleicht an ein vertrautes Symbol, von dem man einen informellen Namen ableiten kann. Ein guter früherer Vorschlag war Kissennebel. Zögert nicht, neue Vorschläge zu machen – zum Beispiel im Online-Diskussionsforum von APOD.

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Die Wolken von Andromeda

Mitten im Bild leuchtet die Andromedagalaxie M31 ungewöhnlich farbig. Außen herum sind rot leuchtende Nebel verteilt, die aber über unserer Milchstraße schweben.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López / IAC

Was sind diese roten Wolken um die Andromedagalaxie? M31 wird häufig von der Erde aus fotografiert. Sie ist die am nächsten gelegene große Spiralgalaxie und ein vertrauter Anblick. Aus ihrem hellen, gelblichen Kern laufen Spiralarme, die von dunklen Staubbahnen und Wolken heller, blauer Sterne gesäumt sind.

Das farbige Porträt zeigt die Universumsinsel. Es ist ein Mosaik aus Bildern, die mit Breit- und Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Ein Merkmal ist unvertraut und fällt auf: Im weiten Sichtfeld sind blasse, rötliche Wolken aus ionisiertem Wasserstoff verteilt. Die Wolken aus leuchtende Wasserstoff sind relativ nahe. Sie liegen in unserer Milchstraße und gehören wahrscheinlich zu den weit verbreiteten, interstellaren Zirruswolken aus Staub, die Hunderte Lichtjahre über unserer galaktischen Ebene schweben.

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