NGC 4696: Fasern um ein Schwarzes Loch

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, A. Fabian

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum der elliptischen Galaxie NGC 4696? Auf diesem kürzlich veröffentlichten Bild des Weltraumteleskops Hubble wurden darin lange Tentakel aus Gas und Staub sehr detailreich abgebildet. Diese Fasern verlaufen anscheinend zur Zentralregion der Galaxie, die vermutlich von einem sehr massereichen Schwarzen Loch besetzt ist. Es gibt Hinweise, dass dieses Schwarze Loch Energie abzieht, die das umgebende Gas erhitzt, kühlere Fasern aus Gas und Staub ausstößt und die Sternbildung beendet. Diese Fasern werden von Magnetfeldern in Schwebe gehalten, scheinen dann auf spiralförmigen Bahnen zum zentralen Schwarzen Loch zu laufen und schließlich dieses zu umkreisen.

NGC 4696 ist die größte Galaxie im Zentaurus-Galaxienhaufen, der etwa 150 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Dieses Bild zeigt eine ungefähr 45.000 Lichtjahre breite Region.

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Polarlicht über Jupiters Südpol von Juno

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, ASI, INAF, JIRAM

Beschreibung: Was ist dieses leuchtende Oval über Jupiters Südpol? Ein Polarlicht. Im August flog die Roboterraumsonde Juno der NASA erstmals an Jupiter vorbei. Fast zur größten Annäherung fotografierte sie dieses dramatische Infrarotbild des hellen Polarlichtringes. Polarlichter entstehen durch energiereiche Teilchen von der Sonne, welche mit dem Magnetfeld des Planeten wechselwirken. Ovale um Magnetpole kommen häufig vor.

Junos Daten liefern vorläufige Anhaltspunkte, dass Jupiters Magnetfeld und seine Polarlichter unerwartet mächtig und komplex sind. Leider verursachte eine Computerpanne, dass Juno während ihres letzten nahen Vorbeiflugs an Jupiter im September in einen sicheren Modus schaltete. Diese Panne wurde behoben, und Juno ist nun bereit für ihren nächsten Flug am Sonntag über Jupiters Wolkenoberflächen.

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Blitze über Colorado

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Bildcredit und Bildrechte: Joe Randall

Beschreibung: Haben Sie je ein Gewitter bewundert? Willkommen im Klub. Seltsamerweise weiß niemand genau, wie ein Blitz entsteht. Wir wissen, dass Ladungen in manchen Wolken langsam getrennt werden, was schnelle elektrische Entladungen (Blitze) verursacht, doch wie elektrische Ladungen in den Wolken getrennt werden, wird weiterhin intensiv beforscht. Blitze nehmen normalerweise einen gezackten Verlauf und erhitzen sehr schnell eine dünne Luftsäule bis zur etwa dreifachen Oberflächentemperatur der Sonne. Die so entstehende Stoßwelle beginnt überschallschnell und verebbt zum lauten Geräusch, das wir als Donner kennen.

Blitze kommen häufig während Regenschauern in Wolken vor. Im Durchschnitt treten auf der Erde pro Sekunde 44 Blitze auf. Für dieses Bild vom Juli über Colorado Springs (Colorado, USA) wurden mehr als 60 Bilder kombiniert, um den Fluss von Sturmwolken abzubilden, in denen Blitze entstehen.

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Orion mit offiziellen Sternennamen

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Vertraute Sterne im Orion und in anderen Sternbildern am Himmel haben nun offizielle Namen. Im letzten Jahr bestätigte die Internationale Astronomische Union viele Namen, die für 227 der hellsten Sterne bereits allgemein verwendet werden, darunter die der berühmtesten Sterne am Himmel: Sirius, Polaris und Beteigeuze.

Die Internationale Astronomische Union ist die einzige Gesellschaft, die Sterne offiziell benennen darf. Hier wurde das Sternbild Orion mit mehreren dieser nun amtlichen Sternennamen beschriftet. Diese atemberaubende Ansicht zeigt etwa 30 Grad und umfasst das bekannte Sternbild von Kopf bis Fuß (von links nach rechts) und noch mehr. Die geläufigen Namen der drei Gürtelsterne des Orion sind nun ebenfalls amtlich. Der 1500 Lichtjahre entfernte Orionnebel ist die nächstliegende große Sternbildungsregion, hier liegt sie rechts unter der Mitte. Auch der berühmte Pferdekopfnebel und der Hexenkopfnebel sind zu sehen.

Der Orionnebel und die hellen Sterne sind mit bloßem Auge leicht sichtbar, doch die Staubwolken und die Emissionen des ausgedehnten interstellaren Gases in diesem nebelreichen Komplex sind zu blass und viel schwerer fassbar. Dieses Mosaik aus Breitband-Teleskopbildern wurde mit zusätzlichen Bilddaten kombiniert, welche mit einem Schmalband-H-alpha-Filter aufgenommen wurden, um die durchdringenden Ranken aus angeregtem atomarem Wasserstoff zu betonen, etwa im Bogen der riesigen Barnard-Schleife.

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Galaxien in Pegasus

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Bildcredit und Bildrechte: Péter Feltóti

Beschreibung: Diese weite, scharfe Teleskopansicht zeigt Galaxien, die hinter den Sternen der Milchstraße an der nördlichen Grenze des hoch fliegenden Sternbildes Pegasus verstreut sind. Rechts oben steht die markante NGC 7331. Diese große Spirale ist ungefähr 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist eine der helleren Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog aus dem 18. Jahrhundert enthalten sind.

Die verworren aussehende Galaxiengruppe links unten ist als Stephans Quintett bekannt. Dieses Quintett ist ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt und veranschaulicht dramatisch eine Mehrfachgalaxienkollision. Ihre mächtigen fortlaufenden Wechselwirkungen posieren für einen kurzen kosmischen Schnappschuss. Am Himmel liegen Quintett und NGC 7331 ungefähr einen halben Grad auseinander.

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Ein Dreifachstern ist geboren

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Bildcredit und Bildrechte: Bill Saxton, ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), NRAO/AUI/NSF – Publikation: John Tobin (Univ. Oklahoma/Leiden) et al.

Beschreibung: Ein Dreifachsternsystem entsteht, es ist etwa 750 Lichtjahre entfernt in der Perseus-Molekülwolke in diese staubhaltige Geburtsscheibe eingehüllt. Die extreme Nahaufnahme wurde in Millimeter-Wellenlängen vom Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile abgebildet und zeigt zwei Protosterne, die ungefähr 61 AE voneinander entfernt sind. 1 AE ist die Entfernung Erde-Sonne. Ein dritter Protostern ist ungefähr 183 AE vom zentralen Protostern entfernt.

Das ALMA-Bild zeigt auch eine deutliche Spiralstruktur, was vermuten lässt, dass Instabilität und Fragmentierung zu den mehrfachen protostellaren Objekten in der Scheibe führten. Astronomen schätzen, dass das System, das als L1448 IRS3B katalogisiert ist, weniger als 150.000 Jahre alt ist. Das Sternbildungsszenario wurde in einer frühen Phase fotografiert und ist wahrscheinlich nicht ungewöhnlich, da fast die Hälfte aller sonnenähnlichen Sterne mindestens einen Begleiter hat.

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Flammensternnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, Univ. Arizona

Beschreibung: Auf dieser kosmischen Szene beleuchtet ein Ausreißerstern den Flammensternnebel. Die kochenden interstellaren Gas- und Staubwolken des Flammensternnebels, auch als IC 405 bekannt, liegen ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Auriga. AE Aurigae, im Bild der helle Stern links oben, ist ein massereicher, extrem heißer O-Stern, der schnell durch den Weltraum wandert. Er wurde wahrscheinlich vor Millionen Jahren bei einer Kollision von Mehrfachsternen in der Nachbarschaft des Orionnebels ausgestoßen.

Der schnelle Stern befindet sich nun in der Nähe von IC 405. Seine ionisierende Ultraviolettstrahlung liefert das sichtbare rötliche Leuchten, weil die Wasserstoffatome im Nebel ihre Elektronen verlieren und rekombinieren. Sein intensives blaues Sternenlicht wird von den staubigen Fasern des Nebels reflektiert. Wie alle massereichen Sterne wird AE Aurigae ein kurzes Leben haben, schnell seinen Kraftstoffvorrat für Kernfusion verbrennen und als Supernova explodieren.

Der farbige Teleskopschnappschuss umfasst in der Entfernung des Flammensternnebels etwa 5 Lichtjahre.

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