Quadrantiden-Meteore und Polarlichter aus der Luft

Links leuchtet ein rotes Flugzeuglicht. Am dunklen Himmel verläuft ein grünes Polarlichtband. Zwischen den Sternen sind die Spuren von Meteoren der Quadrantiden.

Credit: Jeremie Vaubaillon et al., Caltech, NASA

Woher kommen die Meteorströme? Das wollten Forschende der Astronomie herausfinden. Dazu untersuchten sie den Meteorstrom der Quadrantiden, der letztes Wochenende auftrat. Die Forschenden flogen in den letzten Tagen mit einer DC-8 der NASA über das nördliche Kanada. An Bord befanden sich Spezialkameras. Damit untersuchten die Forschenden bei der Quadrantid’s Multi-Instrument Aircraft Campaign (MAC) den Meteorschauer der Quadrantiden so genau wie nie zuvor.

Dieses Kompositbild entstand aus vielen kurz belichteten Aufnahmen. Links reflektiert das Heck des Flugzeuges die rote Bake. Rechts leuchten grüne Polarlichter. Überall sind Meteorspuren verteilt. Es gibt aktuelle Hinweise, dass der Meteorstrom gerade recht stabil ist. Doch die Dichte der Meteore variiert. Zum Maximum sah man vom MAC-Flugzeug aus mehr als 100 Meteore pro Stunde.

Meteordaten von überall auf der Welt werden weiterhin analysiert, um Peter Jenniskens‚ neue Hypothese zu prüfen. Sie besagt, dass der Kleinplanet 2003 EH1 ein periodisch aktiver Komet und der Ursprungskörper des jährlichen Meteorschauers der Quadrantiden ist.

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Jupiters Ringe enthüllt

Das Bild zeigt die Silhouette von Jupiter, der die Sonne bedeckt. Links und rechts ist sein hell beleuchteter Ring zu sehen.

Credit: (NOAO), J. Burns (Cornell) et al., Projekt Galileo, JPL, NASA

Warum hat Jupiter Ringe? Die vorbeifliegende Raumsonde Voyager 1 entdeckte 1979 Jupiters Ring. Doch ihr Ursprung war ein Rätsel. Die Raumsonde Galileo umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003. Ihre Daten zeigte später, dass diese Ringe von Einschlägen von Meteoriten auf kleinen Monden in der Nähe stammen. Wenn ein kleiner Meteorit zum Beispiel den winzigen Adrastea trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und sprengt Schmutz und Staub in einen jovianischen Orbit.

Dieses Bild zeigt, wie Jupiter die Sonne bedeckt. Das wurde von der Raumsonde Galileo beobachtet. Im reflektierten Sonnenlicht sehen wir kleine Staubteilchen in der oberen Jupiter-Atmosphäre und die Staubpartikel, die den Ring bilden.

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M51: Ein kosmisches Strudelbecken

Das Bild zeigt die prachtvolle Doppelspiralgalaxie M51. Die große Spiralgalaxie links ist von markanten rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt. Ihr Kern leuchtet hellgelb. Die kleine Galaxie rechts daneben leuchtet gelb und wirkt fast strukturlos. Die Staubnebel liegen vorne und gehören zur größeren Galaxie.

Credit: S. Beckwith (STScI) Hubble-Nachlassteam, (STScI/AURA), ESA, NASA

Folgt der Deichsel des Großen Wagens vom Wagenkasten bis zum letzten hellen Stern der Deichsel. Dann schiebt das Teleskop nur ein kleines Stückchen nach Südwesten. Dort findet ihr dieses atemberaubende Paar Galaxien, die einander beeinflussen. Es ist der 51. Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog.

Die große Galaxie hat eine klar definierte Spiralstruktur. Die Spiralgalaxie ist als NGC 5194 katalogisiert. Ihre Spiralarme und Staubspuren liegen deutlich vor ihrer Begleiterin NGC 5195 rechts daneben. Das Paar ist etwa 31 Millionen Lichtjahre entfernt. Es liegt offiziell im kleinen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici).

M51 wirkt zwar in kleinen Teleskopen auf der Erde lichtschwach und verschwommen. Doch dieses Bild von M51 ist eins der schärfsten, die je gemacht wurden. Es entstand im Jänner 2005 mit der Advanced Camera for Surveys (ACS). Diese Kamera befindet sich an Bord des Weltraumteleskops Hubble.

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Die Milchstraße bei 5000 Metern

Die Milchstraße mit ihren wuchernden Staubwolken verläuft diagonal durchs Bild. Über der Mitte leuchten Jupiter und Antares, rechts am Rand steht die Kleine Magellansche Wolke.

Credit und Bildrechte: Serge Brunier

Wenn ihr in der Nähe des Cerro Chajnantor in den nördlichen chilenischen Anden auf 5000 Meter Seehöhe klettert, zeigt der Nachthimmel vielleicht diese kosmische Aussicht. Sie wurde an diesem hohen und trockenen Schauplatz fotografiert. Die prächtige Weitwinkelaufnahme zeigt Myriaden Sterne und wuchernde Staubwolken unserer Milchstraße.

Im Zenit in der Bildmitte blickt man zum Zentrum der Galaxis. Doch das galaktische Zentrum ist vor direktem Blick verborgen. Es liegt hinter dem dichten Staub. Der helle Jupiter über der zentralen Wölbung der Milchstraße betont die Szenerie. Rechts daneben leuchtet der schwächere gelbliche Riesenstern Antares. Am rechten Bildrand steht klein und schwach eine Begleitgalaxie der Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke.

Lesung eines APOD-Herausgebers am 4. Januar im American Museum of Natural History

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Geminiden 2007

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Erno Berko

Beschreibung: Staub von dem eigenartigen erdnahen Asteroiden 3200 Phaethon scheint auf dieser Weitwinkel-Aufnahme aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini) zu strömen. Das Kompositbild wurde letztes Jahr im Laufe von vier Dezembernächten (12.-15.) von Ludanyhalaszi in Ungarn aus aufgenommen. Natürlich sind die Streifen Meteor-Spuren von dem jährlichen Geminiden-Meteorschauer. Hier die Arbeit des Astronomen Erno Berko; das fertige Bild wurde aus 113 verschiedenen Frames zusammengestellt und erfasst 123 einzelne Meteore. Die Geminiden sind einer der am zuverlässigsten stattfindenden Meteorschauer des nördlichen Sternenhimmels und waren auch im letzten Jahr keine Enttäuschung. Bei guten Bedingungen meldeten einige Himmelsbeobachter nahe dem Maximum am 14./15. Dezember für die Geminiden 2007 mehr als 100 Meteore pro Stunde. Sehen Sie heute Nacht zum Himmel, dann könnten Sie die 2008-Quadrantiden sehen!

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Eine Galaxie ist kein Komet

Am sternklaren Himmel begegnen sich eine Spiralgalaxie links oben und ein giftgrün leuchtender Komet unten mit türkiser Koma, der vor den Sternen eine Strichspur zieht.

Credit und Bildrechte: Emiel Kempen

Beschreibung: Diese bunte Ansicht mit Galaxie und Kometenporträt wurde am 30. Dezember am Himmel über Hoogeveen in den Niederlanden aufgenommen. Das Bild kombiniert eine Serie aus 60 Aufnahmen, die je 60 Sekunden belichtet wurden. Es zeigt die hübsche, grüne Koma des Kometen 8P/Tuttle kurz vor seiner berechneten Konjunktion mit der Dreiecksgalaxie.

Beim Ausrichten jeder Aufnahme an den Sternen zieht der Komet einen Streifen, weil er sich langsam vor dem Hintergrund der Sterne und der Galaxie bewegte. Eine alternative Komposition aus Aufnahmen, die am Kometen ausgerichtet wurden, zeigt Hintergrundsterne und Galaxie als Streifen.

Die Himmelsszene wäre eine Belohnung für einen einflussreichen Kometenjäger des 18. Jahrhunderts gewesen, nämlich Charles Messier. Als Messier den französischen Himmel nach Kometen absuchte, katalogisierte er sorgfältig die Positionen von Dingen, die verschwommen und kometenhaft aussahen, aber sich nicht vor dem Hintergrund der Sterne bewegten und daher definitiv keine Kometen waren. Die Dreiecks-Galaxie, auch als M33 bekannt, ist das 33. Objekt in seinem „Kein-Komet-Katalog„.

Heute gilt die Dreiecksgalaxie als große Spiralgalaxie, die 3 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Komet 8P/Tuttle ist gerade hell genug für das bloße Auge am dunklen, nördlichen Himmel. Er ist etwa 40 Millionen Kilometer entfernt, das sind 2 Lichtminuten.

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Strahlen eines unerwarteten Polarlichts

Am strnklaren Horizont leuchtet ein Polarlicht, oben eine gleichmäßige rote Wolke, unten grüne Streifen, die an einen Lattenzaun erinnern.

Credit und Bildrechte: Lyndon Anderson (Prairie Journal)

Beschreibung: Dieses Polarlicht war eine kleine Überraschung. Zunächst einmal war an diesem Tag im Jahr 2002 nicht die geringste intensive Polarlichtaktivität zu erwarten. Noch überraschender war, dass das Polarlicht an einigen Orten eine ungewöhnliche Struktur grüner Strahlen aufwies.

Auf diesem Bild, das in North Dakota in den USA aufgenommen wurde, breitet sich ein Lattenzaun grüner Strahlen bis zum Horizont aus. Die grünen Strahlen werden von einem roten Band gespiegelt – eher selten in diesem Licht. Am Horizont sind die Lichtkegel der Städte Bismarck und Mandan zu sehen.

Hinweis: Eine deutsche Übersetzung von APOD ist hier verfügbar.
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