Perseïden aus dem Sternbild Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Dieses Jahr war ein gutes Jahr für den Meteorstrom der Perseiden. Der Hauptgrund dafür war, dass der Mond nicht am Nachthimmel der Erde stand. Da der Himmel nicht vom Mond aufgehellt wurde, waren mehr Sternschnuppen als gewöhnlich zu sehen.

Wo war der Mond? Er war gerade damit beschäftigt, die Sonne zu besuchen. Kurz vor dem Höhepunkt der Perseiden schob sich der Mond direkt vor die Sonne und verursachte eine totale Sonnenfinsternis, die von Grönland und Spanien aus zu sehen war.

Die Perseiden entstehen dadurch, dass die Erde auf einen Strom von Staubteilchen trifft, die die Sonne umkreisen. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Perseiden-Meteoroide sind üblicherweise nur so groß wie ein Sandkorn. Da die Staubpartikel des Kometen Swift-Tuttle die Sonne teilweise in entgegengesetzter Richtung zur Umlaufrichtung der Erde umkreisen, sind die Perseiden-Sternschnuppen oft auch schnell und hell.

Diese Bildzusammenstellung entstand die über mehrere Nächte hinweg von Jizerka in der Tschechischen Republik aus. Darin lassen sich die Spuren der Perseiden-Sternschnuppen auf einen einzigen Punkt am Himmel zurückverfolgen – ihren Radianten im Sternbild Perseus.

Galerie der Perseïden 2026

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Milchstraße über Yellowstone

Über dem künstlich beleuchteten Silex Spring, dessen türkise Farbe von Bakterien stammt, wölbt sich die Milchstraße. Aus dem Tümpel steigt Dampf aus, weil das Wasser vom Yellowstone-Hotspot erhitzt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Die Milchstraße entstand nicht aus diesem dampfenden, farbenfrohen Teich. Er ist etwa zehn Meter breit. Man kennt ihn als Silex-Quelle, er befindet sich im Yellowstone Nationalpark in Wyoming in den USA.

Die heiße Quelle wird künstlich beleuchtet. Ihre Farben stammen von Schichten aus Bakterien. Aus der Quelle steigt Dampf auf, weil unterirdisches Magma, das mit dem Yellowstone-Hotspot in Verbindung steht, sie aufheizt. Unabhängig davon biegt sich in weiter Ferne oben das zentrale Band der unserer Galaxis, der Milchstraße. Der Eindruck eines Bandes entsteht durch Milliarden von Sternen. Das Panorama entstand aus 16 einzelnen Aufnahmen aus dem Jahr 2014.

Vor zirka 640.000 Jahren brach der Yellowstone-Hotspot schon einmal als Supervulkan aus. Wenn das wieder passiert, ist ein großer Teil von Nordamerika davon betroffen.

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Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorschauer der Perseiden ist bekannt für seine hellen und raschen Sternschnuppen. Sie scheinen alle aus dem Sternbild Perseus kommend in die Erdatmosphäre einzutreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel wird von Staubkörnchen verursacht, welche der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verliert. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen diese Staubkörnchen und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren durch die Nacht.

Dieses Bild wurde zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. Augusts aus mehreren Einzelaufnahmen erstellt. Zwei besonders helle Perseiden ziehen über den Himmel, so hell, dass sogar ein Spiegelbild im Wasser zu sehen ist. Der Aufnahmeort ist der Küstenort Grisslehamn in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair – nur wenig heller als die zwei hellsten Perseiden. Viele weitere Sternschnuppen ziehen ihre Spur über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht diese Beobachtungen. Für viele Astronomiebegeistere bildete der Sternschnuppenschauer dieses Jahr auch den krönenden Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Totale Sonnenfinsternis über Spanien

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Bildcredit und Bildrechte: Ruiyu Zhang; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne vollständig und warf seinen Schatten über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das heutige Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und ein weiteres Mal als Spiegelung im Fluss Ebro. Für einen kurzen Moment erlebte Spanien seine erste große totale Sonnenfinsternis seit 1905.

Wer die Totalität miterlebt, spürt womöglich eine plötzliche Kühle in der Luft, das Verstummen der Vögel, das verwirrte Zirpen der Insekten und das gemeinsame Staunen vieler Menschen. Wenn die helle Sonnenscheibe vom Mond verdeckt wird, schlägt die Stunde der Korona.

Sonnenfinsternisse werden unter anderem erforscht, weil sie Wissenschaftler:innen helfen zu verstehen, warum die Korona Millionen Grad heißer ist als die Sonnenoberfläche. Begeisterte Hobby-Astronom:innen können zu diesen Studien beitragen, indem sie das Verhalten von Tieren aufzeichnen, die Korona fotografieren sowie die Lufttemperatur und die Bewölkung beobachten.

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Bockmond und Venusgürtel

Über dem Meer ragen Berge der Insel Krk auf, über denen der Vollmond aufgeht. Zusammen mit dem Mond steigt auch ein bleigraues Band auf, das sich nach oben hin rosarot verfärbt. Es ist der Schatten der Erde, der oben in den Venusgürtel übergeht.
Bildcredit und Bildrechte: Aaron Gronstal

Bockmond ist der traditionelle Name für den Vollmond im Juli. Diese zart gefärbte Landschaft an der Adria wurde am 28. Juli auf der Insel Krk fotografiert, die vor der kroatischen Küste liegt. Über den fernen Bergen geht der volle Bockmond auf.

Wenn die Sonne untergeht, geht gleichzeitig der Vollmond auf. Daher steigt in der Dämmerung auch der Erdschatten auf. Er ist ein diffuses graues Band, das im Südosten über den Bergen am Horizont immer höher steigt. Über dem Erdschatten wölbt sich der rosarote Bogen der Gegendämmerung. Das zart getönte Band entsteht, wenn Sonnenlicht zurückgestreut wird. Man kennt es landläufig als Venusgürtel.

Als sich dieser volle Bockmond den östlichen Horizont mit dem Schatten der Erde auf die Atmosphäre und dem Venusgürtel teilte, bereitete er scheinbar die Bühne für den nächsten Neumond am 12. August, der seinen Schatten auf den Planeten Erde wirft – bei der totalen Sonnenfinsternis, auf die wir uns schon sehr freuen!

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Urbane Milchstraße über Seoul

Hinter einem Gewässer verläuft rechts eine Brücke. Die Lampen auf der Brücke spiegeln sich im Wasser. In der Mitte steht ein riesiges pyramidenförmiges Gebäude. Darüber verläuft die Milchstraße diagonal über den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Shingoo Lee

So eine kosmische Ansicht sehen wir sonst nie. Hier wölbt sich die Milchstraße in der Nacht über Seoul in Südkorea. In der urbanen nächtlichen Landschaft am Himmel sieht man trotz der gleißenden Lichter der Stadt die zart schimmernde zentrale Region unserer Galaxis sowie dunkle, undurchsichtige Staubwolken.

Die grelle Lichtverschmutzung im Ballungsraum ist enorm. Doch ein Infrarotfilter zeichnete auch die blassen kosmischen Details auf. Der Filter ist vor allem für infrarotes Licht durchlässig, doch es drang auch etwas sichtbares Licht aufs Bild. Daher wirkt die Szene trotzdem natürlich.

Der Aussichtspunkt für das Bild liegt im Ttukseom Hangang Park in Seoul. Vorne fließt der Hangang, über den eine hell beleuchtete Eisenbahnbrücke führt. Der Lotte World Tower mit seinen 123 Stockwerken dräut hinten in der Mitte. Er ist das höchste Gebäude in Südkorea.

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Wellen auf Titan

Videocredit: Una Schneck; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wolltet ihr schon einmal auf einer fremden Welt surfen? Die Suche nach der perfekten Welle können wir nun von der Erde auf das ganze Sonnensystem ausweiten und sogar darüber hinaus. Forschende entwickelten ein neues Modell, das Wellen auf fremden Planeten simuliert.

Titan ist einer von 274 bestätigten Monden bei Saturn. Er ist auch das einzige Objekt im Sonnensystem neben der Erde, von dem wir wissen, dass es auf seiner Oberfläche flüssige Seen und Ozeane gibt. Dieses Video zeigt zwei Simulationen von Wellen auf der Erde und auf Titan nebeneinander. Für beide Himmelskörper sind die Bedingungen gleich. Die Markierung misst in Metern. Wenn eine leichte Brise weht, erzeugt sie auf Titan viel höhere Wellen als auf der Erde, weil die Seen dort mit flüssigen Kohlenwasserstoffen gefüllt sind.

In ein paar Jahren startet die Mission Dragonfly laut Plan der NASA. Sie soll 6 Jahre lang reisen. Um Titan zu erforschen, führt einen Drehflügler mit sich. Die Mission soll auch prüfen, ob der Mond für Mikroben bewohnbar wäre.

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Die Beständigkeit des Sonnenlichts

Die Sonne sinkt langsam zum Horizont. Der Himmel dahinter ist intensiv orange und rot gefärbt und von vielen Kondensstreifen überzogen. Die Sonne wirkt stark verzerrt und erinnert an Dalís schmelzende Uhren.
Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

Dieser Sonnenuntergang wirkt surreal. Die Landschaft mit Himmel und Meer entstand an der Westküste von Sardinien. Das ist eine Insel auf dem Planeten Erde, die zu Italien gehört. Die Szene wirkt daliesk. Sie entstand aus mehreren Aufnahmen, die mit einem langen Teleobjektiv fotografiert wurden.

Doch die Sonne schmilzt nicht. Ihre flüssige, verschobene Erscheinung tritt auf, als sie sich dem Horizont nähert. Wir beobachten das, wenn sich die Brechung in der langen Sichtlinie verändert. Die veränderliche Brechung in der Atmosphäre entsteht durch Luftschichten, die eine verschiedene Dichte und Temperatur haben. So kommt es zu den verzerrten Bildern und Luftspiegelungen der rötlichen Sonnenscheibe.

Ein anderer berühmter, aber flüchtiger Effekt entsteht ebenfalls durch die atmosphärische Brechung entlang einer langen Sichtlinie zur Sonne. Wir sehen ihn, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Es ist der Grüne Blitz.

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