Raketenabgaswolke: Die Quallen von SpaceX

Über einem Gewässer schweben Abgasschwaden, die beim Start einer Falcon 9 entstanden. Sie wirken malerisch und fremdartig.
Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Selbst wer den Kopf ständig in den Wolken hat, bekommt so eine Qualle nicht oft zu sehen. Das Bild zeigt den Start einer Falcon 9-Rakete von SpaceX, die am 4. März von Cape Canaveral in Florida abhob. Die Rakete startete 52 Minuten vor Sonnenaufgang.

Die Abgasfahne der zweiten Raketenstufe schwebte schon so hoch am Himmel, dass sie das Licht der aufgehenden Sonne einfing, als der Fotograf am Boden noch im Dunkeln stand. So eine Kombination aus Licht und Schatten ist nur in der Dämmerung möglich. Sie lässt die Abgase, die hauptsächlich aus Wasserdampf und Kohlendioxid bestehen, wie eine leuchtende Wolke erscheinen.

Es scheint, als würde die Rakete nach unten fliegen, doch das täuscht: Die Rakete folgt auf ihrem Weg ins All lediglich der Erdkrümmung. Ein verwandter Effekt ist ein Phänomen in der Dämmerung, bei dem farbenfrohe Kondensstreifen entstehen. Manche halten sie fälschlicherweise für UFOs. Übrigens schickte die NASA für ein wissenschaftliches Experiment in den 1990er-Jahren tatsächlich echte Quallen ins All.

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Rauchschwaden eines Raketenstarts über Tucson

Über einer Landschaft mit den Silhouetten von Kakteen und den Stadtlichtern von Tucson startet eine Rakete in den Weltraum. Ihre Abgasfahne erinnert an einen riesigen Fisch. Sie wurde von der Sonne beleuchtet, die am Boden schon unter dem Horizont stand.

Bildcredit und Bildrechte: Wayne Showalter

Wie prächtig kann ein Sonnenuntergang sein? An einem Tag im letzten Monat sah der Himmel bei Sonnenuntergang seltsam aus, wenn man ihn in Tucson im US-Bundesstaat Arizona sah. Kurz beleuchtete die untergehende Sonne die Schwade einer Rakete von hinten. Sie war ein paar Minuten zuvor in Kalifornien gestartet. Für kurze Zeit erinnerte der Raketenstart an einen riesigen Fisch im Weltraum.

Die Rakete startete am Militärflugplatz Vandenberg. Er befindet sich nahe bei Lompoc in Kalifornien. Die Falcon-9-Rakete brachte erfolgreich 28 Kommunikationssatelliten von Starlink in den niedrigen Erdorbit. Rechts seht ihr die Schwade der ersten Stufe. Die obere Raketenstufe, die aufsteigt, sieht man weit links am Scheitel der Schwade. Vorne stehen Saguaro-Kakteen, die ihre Arme nach oben strecken. Vor den Tucson Mountains strahlen die Lichter von Tucson.

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Erwischt!

Mechazilla hat den Super Heavy booster erwischt! pic.twitter.com/6R5YatSVJX
SpaceX (@SpaceX), 13. Oktober 2024

Credit: SpaceX

Was wäre, wenn eine Rakete zu ihrem Startturm zurückkehrt und eingefangen wird? Das passierte zum ersten Mal vor 10 Tagen, nachdem eine Starship-Rakete von SpaceX von ihrem Startplatz im texanischen Boca Chica in den USA abhob. Dann trennte sich Starship wie geplant von der Oberstufe. Diese landete im Pazifik.

Der große Unterschied war, dass die Unterstufe, der Super Heavy Booster 12, etwa 7 Minuten später von seinem Startturm eingefangen wurde. Eine Rakete leichter wiederverwendbar zu bauen, einzufangen und wieder zu verwenden ist ein neuer, innovativer Weg, um die Kosten von Raketenstarts zu reduzieren. Mit Starship-Raketen könnte die NASA künftig Raketen in die Erdumlaufbahn, zum Mond und sogar anderen Planeten schicken.

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Raketenfinsternis bei Sonnenuntergang

Das Bild wirkt surreal. Im Hintergrund leuchtet die Sonne, davor ist die Abgasschwade einer startenden Rakete.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Diese ungewöhnliche Nahaufnahme zeigt Stoßwellen, die während eines Raketenstarts entstehen und gegen das grelle Licht der untergehenden Sonne sichtbar werden. Das Bild entstand am 17. September unmittelbar nach dem Abheben der dröhnenden Falcon-9-Rakete. Sie brachte den europäischen Navigationssatelliten Galileo L13 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral an der Weltraumküste Floridas in eine mittlere Erdumlaufbahn.

Der Booster der Falcon 9 kehrte etwa 8,5 Minuten später sicher zur Erde zurück. Es war der 22. Start und die 22. Landung dieses wiederverwendbaren Arbeitspferds. Aber wo ist sie gelandet? Auf der schwimmenden Landeplattform Just Read The Instructions.

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Galaxienförmige Abgasspirale einer Rakete

Hinter einem verschneiten Hang verläuft ein Wald am Horizont, dahinter strahlt in der Bildmitte eine weiß leuchtende Spirale, von der ein weniger heller Strahl nach rechts oben ausgeht. Links über dem Horizont sind Polarlichter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Seung Hye Yang

Was ist das über dem Horizont? Es sieht vielleicht wie eine seltsame, nahe Gaxie aus, doch es ist in Wirklichkeit eine ganz normale Abgasfahne einer Rakete, nur ungewöhnlich von hinten beleuchtet. Die Falcon 9-Rakete von SpaceX startete zwar von Cape Canaveral im US-amerikanischen Bundesstaat Florida, doch ihr brennender Treibstoff war in einer viel größeren Region sichtbar, zum Beispiel hier.

Das Bild wurde im isländischen Akureyri fotografiert. Das riesige Raumschiff startete vor einer Woche. Dabei war ein Spektakel zu beobachten, das kurz danach auf einem einzelnen, 10 Sekunden belichteten Smartphonebild aufgenommen wurde, ehe es sich rasch auflöste. Die Helligkeit der Abgasschwade erinnert an leuchtende Nachtwolken. Sie entsteht durch den Dämmerungseffekt, bei dem ein Objekt so hoch aufsteigt, dass es von der untergehenden Sonne beleuchtet wird, sogar dann, wenn beim Beobachter am Boden schon die Nacht angebrochen ist.

Die Spiralform entsteht durch die Neuausrichtung der Falcon-Rakete, um die Satelliten in verschiedene Richtungen auszusetzen. Sterne und zartes grünes und rotes Polarlicht leuchten im Hintergrund dieses ungewöhnlichen Bildes.

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Der Team-8-Nebel

Mitten im Bild leuchten orangefarbene und weiß-violette Nebel auf einem schwarzen Hintergrund.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Nein, wir sehen hier keine brandneue Aufnahme des James-Webb-Weltraumteleskops von einem fernen galaktischen Nebel. Diese Wolke aus Gas und Staub verblüffte am 3. März Sterngucker an Floridas Weltraumküste. Der Tele-Schnappschuss wurde wenige Minuten nach dem Start einer Falcon 9 Rakete mit der SpaceX Team-8 Mission zur Internationalen Raumstation aufgenommen.

Die Aufnahme fängt die Abgaswolken der abgetrennten ersten und zweiten Stufe ein – ein dahintreibendes Rorschachmuster am dunklen Abendhimmel. Der helle Fleck unten nahe der Mitte des erstaunlichen irdischen Nebels stammt vom Triebwerk der zweiten Stufe, das gerade gezündet wurde, um 4 Menschen im Crew Dragon Raumschiff Endeavour ins All zu bringen. Knapp darüber zeigt sich die erste Stufe der Falcon 9 als scharfe Silhouette. Sie ist dabei sich für die Rückkehr in der Landezone von Cape Canaveral auszurichten.

Diese wiederverwendbare Erststufe machte hier ihren ersten Flug. Doch die Crew Dragon Endeavour Raumkapsel hatte zuvor schon vier Mal Menschen in den niedrigen Erdorbit und zurück gebracht. Endeavour als Name für ein Raumschiff wurde ebenfalls bereits mehrmals verwendet: Der Name zierte das frühere Space Shuttle Endeavour sowie das Apollo 15 Kommandomodul.

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Auf zum Mond

Das Weitwinkelbild wurde von Odysseus fotografiert, es zeigt rechts die Landebeine der Sonde und links und oben die Mondoberfläche. Das Bild erinnert an eine Kugel, die in Staniolpapier gewickelt ist.

Bildcredit: Intuitive Machines

Die Roboter-Landesonde Odysseus von Intuitive Machines schaffte die erste erfolgreiche Landung der USA auf dem Mond seit der Mission Apollo 17 im Jahr 1972.

Die Landesonde hat die Größe einer Telefonzelle. Sie startete am 15. Februar auf einer SpaceX-Rakete, erreichte den Mondorbit am 21. Februar und landete am 22. Februar um 0:23 MEZ auf der Mondoberfläche. Der Landebereich liegt etwa 300 Kilometer nördlich vom Südpol des Mondes in der Nähe eines Kraters mit der Bezeichnung Malapert A.

Die Landesonde liegt auf der Seite, sie sammelt derzeit Sonnenenergie und sendet Daten an das Missionskontrollzentrum von Intuitive Machines in Houston. Die Mission ist die erste kommerzielle Landung ohne Besatzung auf dem Mond.

Vor der Landung fotografierte die Kamera von Odysseus dieses extreme Weitwinkelbild. Rechts seht ihr die Landebeine. Die Sonde flog dabei etwa 200 Kilometer von ihrem Landeplatz entfernt über den Krater Schomberger. Odysseus befand sich noch etwa 10 Kilometer über der Mondoberfläche.

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Die Booster der Falcon Heavy zünden zum Rückflug

Eine bogenförmige Kurve beginnt links oben, zieht diagonal nach unten, es breitet sich aus auf zwei Spuren und geht in ein weißblaues Flackern über. Unten in der Mitte ziehen die Spuren dann nach rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Huff

Am 28. Dezember startete nachts eine Falcon-Heavy-Rakete am Kennedy Space Center in Florida. Die wiederverwendbaren seitlichen Hilfsraketen starteten fünften Mal. Etwa 2 Minuten und 20 Sekunden nach dem Start trennten sie sich von der Unterstufe. Die 3 Minuten lange Belichtung beginnt kurz nach der Trennung der Booster. Sie zeigt die Rückholmanöver beider Raketen vor der Ankunft an der Landezone auf der Erde.

Die Hauptstufe der Falcon Heavy wurde nicht geborgen. Doch beide seitlichen Booster landeten erfolgreich und können wieder starten. Einer der vier Flüge dieser Booster fand im vergangenen Oktober statt. Dabei brach die NASA-Mission Psyche zu einem Asteroiden auf.

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